Zitate zu Umweltschutz, Naturschutz, Tierschutz, Lebensschutz und Ökologie
   

Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung
Umweltschutz
Klimaschutz
Naturschutz
Tierschutz
Lebensschutz
Atomkraft und Atombombe
Gentechnik
Konsum-, Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft
Wachstumswahn und Konflikte um knappe Ressourcen
Wende zu einer ökologischen und sozialen Politik

  Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung

Darum trauert das Land, und alle, die in ihm leben, darben, zusammen mit den wilden Tieren und den Vögeln der Luft, sogar die Fische des Meeres gehen unter.
Bibel, Altes Testament, Hosea 4,2-3

Er verschmutzt die Quelle, verlangt aber, dass das Wasser sauber bleibt.
chinesisches Sprichwort 

Verschmutze nicht den Platz, an dem du gegessen hast!
malaysisches Sprichwort

Ständige Ernte laugt den Acker aus.
Ovid (42 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?
Plinius der Ältere (23 od. 24-79 n.Chr.), römischer Philosoph

Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt wird der Mensch das Gesicht der Erde verändert haben. Er wird sich für den Meister und den Lehnsherrn der Wälder und Herden halten. Er wird den Boden und den Himmel zerpflügen und seine Furchen durch die Flüsse und Meere gezogen haben. Doch die Erde wird nackt und unfruchtbar sein. Die Luft wird brennen und das Wasser übel riechen. Das Leben wird welken, denn der Mensch wird den Reichtum der Welt ausgeschöpft haben.
Johannes von Jerusalem (Jean de Vezelay), Name eines fiktiven mittelalterlichen Propheten, dem Prophezeihungen für die Zeit nach 2000 zugeschrieben werden

Und ich hörte, wie mit einem wilden Schrei die Elemente der Welt riefen: "Wir können nicht mehr laufen und unsere Bahn nach unseres Meisters Bestimmung vollenden. Denn die Menschen kehren uns mit ihren schlechten Taten wie in einer Mühle von unterst zu oberst. Wir stinken schon wie die Pest und vergehen vor Hunger nach der vollen Gerechtigkeit." Doch nun sind alle Winde voll vom Moder des Laubes, und die Luft speit Schmutz aus, so daß die Leute nicht einmal mehr recht ihren Mund aufzumachen wagen. Auch welkte die grünende Lebenskraft durch den gottlosen Irrwahn der verblendeten Menschenseelen. Nur ihrer eigenen Lust folgen sie und lärmen: "Wo ist denn ihr Gott, den wir niemals zu sehen bekommen?"
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Benediktinerin, Dichterin und Universalgelehrte, Kirchenlehrerin, Heilige

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
indianische Weisheit

tropischer Regenwald am Amazonas
http://www.lizasreef.com/HOPE%20FOR%20THE%20RAIN%20
FORESTS/about_rain_forests.htm
Zerstörung des Regenwaldes
https://desertification.wordpress.com/2015/03/01/rainforest-destruction/

Die Welt um mich herum ist in mir.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph

Was nutzt ein Haus, wenn Du keinen erträglichen Planeten hast, auf dem es errichtet werden soll.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

Wohl geben sich die zu Hunderttausenden zusammengepferchten Menschen auch jetzt die erdenklichste Mühe, die Erde zu verunstalten. Sie pflastern sie mit Steinen, damit nichts auf ihr wüchse, und vernichten jeden Gashalm, der sich dennoch hervorwagte. Sie verpesten die Luft mit Steinkohlen- und Petroleumqualm. Sie verschnitten die Bäume und verscheuten alle Tiere und Vögel.
Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller

Unreine Luft sollte man wie ein moralisches Unrecht, das einem getan wird, empfinden.
Carl Ludwig Schleich (1859-1922), deutscher Arzt und Schriftsteller

Kinder Gottes, so darf man nicht gegen die Erde ankämpfen. Sie wird Rache nehmen für ihre Wunden, und sie wird Siegerin bleiben!
Maxim Gorki (1868-1936), russischer Schriftsteller

Selbst ein Quadratmeter Natur ist so kompliziert und wunderschön geschaffen worden, dass es sich der Mensch nicht anmaßen darf, jemals das Wissen zu haben, so ein Kunstwerk übertreffen zu können. Sollte er jedoch die Notwendigkeit haben, dieses zerstören zu müssen, muss er sich sehr genau überlegen, ob er die Berechtigung dazu hat und was er an dieser Stelle dafür hin setzt. Ansonsten soll er es besser so lassen, wie es ist. Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten.
Paul Claudel (1868-1955), französischer Schriftsteller, Dichter und Diplomat

Während der Flug zu den Sternen des Alls zahlreiche begeisterte Anhänger findet und unglaubliche Summen verschlingt, bereitet unsere Zeit den Untergang des eigenen Sternes, unserer Erde, vor.
Gertrud von Lefort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Der Mensch ist das naturzerstörende Wirtschaftstier.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe, Jurist und Nationalökonom

Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Physiknobelpreisträger, Pazifist, Sozialist und Zionist

Das menschliche Talent, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch jenes übertroffen, ihn zu zerstören.
Theodor Heuss (1884-1963), deutscher Politiker, FDP

Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, benutzen und verbrauchen die Welt.
Friedrich Georg Jünger (1898-1977), deutscher Lyriker, Erzähler und kulturkritischer Essayist

Unsere Epoche zerstört und vergewaltigt die Sprache, so wie die Kunststoffe die gewachsenen Stoffe verdrängen.
Otto Heuschele (1900-1996), deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Pädagoge

Einst war es die Religion, die uns mit dem Richterspruch am Ende der Tage drohte. Heute ist es unser gequälter Planet selbst, der die Ankunft dieses Tages voraussagt. Diese letzte Offenbarung kommt nicht vom Berg Sinai, nicht von jenem Berg der Predigt, auch nicht vom Bo-Baum Buddhas - es ist die Anklage der stummen Kreatur, die uns mahnt, unsere ehrgeizige Allmacht zu zähmen, damit wir nicht allesamt zu Grunde gehen in einer Wüste, die sich einst als Schöpfung präsentierte.
Hans Jonas (1903-1993), deutscher jüdischer Philosoph

Die zerstörerischen Tendenzen nehmen meines Erachtens heute deshalb so zu, weil die Langeweile wächst, weil die Sinnlosigkeit des Lebens wächst, weil die Menschen ängstlicher werden, weil sie keinen Glauben an die Zukunft und keine Hoffnung haben.
Erich Fromm (1900-1980), deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe

Wir sind nicht Gott. Die Erde war schon vor uns da und ist uns gegeben worden. Das gestattet, auf eine Beschuldigung gegenüber dem jüdisch-christlichen Denken zu antworten: Man hat gesagt, seit dem Bericht der Genesis, der einlädt, sich die Erde zu „unterwerfen“ (vgl. Gen 1,28), werde die wilde Ausbeutung der Natur begünstigt durch die Darstellung des Menschen als herrschend und destruktiv. Das ist keine korrekte Interpretation der Bibel, wie die Kirche sie versteht. Wenn es stimmt, dass wir Christen die Schriften manchmal falsch interpretiert haben, müssen wir heute mit Nachdruck zurückweisen, dass aus der Tatsache, als Abbild Gottes erschaffen zu sein, und dem Auftrag, die Erde zu beherrschen, eine absolute Herrschaft über die anderen Geschöpfe gefolgert wird. Es ist wichtig, die biblischen Texte in ihrem Zusammenhang zu lesen, mit einer geeigneten Hermeneutik, und daran zu erinnern, dass sie uns einladen, den Garten der Welt zu „bebauen“ und zu „hüten“ (vgl. Gen 2,15). Während „bebauen“ kultivieren, pflügen oder bewirtschaften bedeutet, ist mit „hüten“ schützen, beaufsichtigen, bewahren, erhalten, bewachen gemeint. Das schließt eine Beziehung verantwortlicher Wechselseitigkeit zwischen dem Menschen und der Natur ein. Jede Gemeinschaft darf von der Erde das nehmen, was sie zu ihrem Überleben braucht, hat aber auch die Pflicht, sie zu schützen und das Fortbestehen ihrer Fruchtbarkeit für die kommenden Generationen zu gewährleisten. Denn „dem Herrn gehört die Erde“ (Ps 24,1), ihm gehört letztlich „die Erde und alles, was auf ihr lebt“ (Dtn 10,14). Darum lehnt Gott jeden Anspruch auf absolutes Eigentum ab: „Das Land darf nicht endgültig verkauft werden; denn das Land gehört mir, und ihr seid nur Fremde und Halbbürger bei mir“ (Lev 25,23).
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Umweltzerstörung und Ressourcenvergeudung sind die globalen Herausforderungen, die das Zeitalter militärischer oder wirtschaftlicher Kriege ablösen.
Lothar Späth (1937- ), deutscher Politiker, CDZ, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Die heutige Menschheit verhält sich konsequent so, als würde sie vom Teufel getrieben, dessen einziges Ziel es ist, alles Leben auf unserem Planeten zu vernichten.
Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe, Verhaltensforscher

Wir haben durch den ganz unschuldigen, jedenfalls keineswegs auf Zerstörung angelegten Gebrauch unserer Wohlfahrt - ich nenne dies die "schleichende Apokalypse" - einen langsamen Tod der Biosphäre eingeleitet.
Hans Jonas (1903-1993), deutscher jüdischer Philosoph

Kein Mensch, wenn er die Welt sieht, die sie ihm hinterlassen, versteht seine Eltern.
Max Frisch (1911-1991), Schweizer Schriftsteller und Architekt

Bald wird man überall hinfahren können, nur wird es sich nicht mehr lohnen, dort anzukommen.
Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe, Verhaltensforscher

Apropos Umwelt: Der Herr hat's gegeben, der Mensch hat's genommen.
Robet Lembke (1913-1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator

Wenn das Wohl der Wissenschaft oder das wirtschaftliche Interesse über das Wohl der Person und letztlich ganzer Gesellschaften vorherrschen, dann ist die Umweltzerstörung ein Zeichen für die wirkliche Verachtung des Menschen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Es ist bestürzend, eine Globalisierung zu sehen, die die Lebensbedingungen der Armen immer schwieriger macht, die nichts beiträgt, um Hunger, Armut und soziale Ungleichheit zu heilen, und die die Umwelt mit den Füßen tritt. Diese Aspekte der Globalisierung können zu extremen Gegenreaktionen führen: zu Nationalismus, zu religiösem Fanatismus, sogar zum Terrorismus.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Unerbittlich zerstören Nutzen und Nutzung diesen Planeten. Das Nutzlose allein hat noch Erbarmen mit uns.
Kurt Marti (1921- ), Schweizer evangelischer Pfarrer und Schriftsteller

Der Wald rächt sich für das, was man ihm angetan hat, dadurch, dass er stirbt.
Carl Amery (Christian Anton Mayer) (1922-2005), deutscher Schriftsteller und Umweltaktivist

Am siebten Tage war Ruhe. Endlich: Die Erde war wüst und leer, und es war finster über den Rissen und Spalten, die in der trockenen Erdrinde aufgesprungen waren. Und der Geist des Menschen geisterte als Totengespenst über dem Chaos. Tief unten in der Hölle aber erzählte man sich die spannende Geschichte vom Menschen, der seine Zukunft selbst in die Hand nahm, und das Gelächter dröhnte hinauf bis zu den Chören der Engel.
Jörg Zink (1922- ), deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Publizist und einer der bekanntesten Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung

Der Grund für die Umweltverschmutzung ist der Mensch selbst: die Vergiftung seines Geistes, die Verwüstung seiner Seele.
Phil Bosmans (1922-1912), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Menschen bringen es fertig, ein Paradies der Natur in einen Dreckhaufen zu verwandeln.
Phil Bosmans (1922-1912), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Eine tote Erde ist die Verwirklichung des materialistischen Weltbildes.
Max Thürkauf (1925-1993), deutscher Physiker und Philosoph

Ölpest – nach und nach wird über die Meere ein schwarzes Leichentuch ausgelegt.
Arthur Feldmann (1926- ), deutscher Lehrer und Schriftsteller

Die Industrie tut gegenüber der Umwelt so, als wäre sie staubdumm.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Mediziner und Aphoristiker

Keine frühere Zivilisation hat die fortlaufende Zerstörung ihrer natürlichen Grundlagen überlebt. Und unsere wird es auch nicht.
Lester Russell Brown (1934- ), US-amerikanischer Politiker, Leiter des Earth Policy Instituts in Washington

Leider nährt die Ölpest meine Zweifel an betriebswirtschaftlichen Maximen. Obwohl das Angebot an technologischen Innovationen immer breiter wird, sinkt der Preis des Fortschritts nicht - er steigt ins Unermessliche.
Karl-Heinz Karius (1935- ), Werbeberater und Aphoristiker

Ölpest Pelikan

Wir haben den Mond erobert, aber wir stehen wie hilflose Kinder vor den sterbenden Wäldern, hinter denen er aufgeht.
Hubert Weinzierl (1935- ), deutscher Natur- und Umweltschützer

Es gibt noch andere schwache und schutzlose Wesen, die wirtschaftlichen Interessen oder einer wahllosen Ausnutzung auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Ich beziehe mich auf die Gesamtheit der Schöpfung. Wir sind als Menschen nicht bloß Nutznießer, sondern Hüter der anderen Geschöpfe. Durch unsere Leiblichkeit hat Gott uns so eng mit der Welt, die uns umgibt, verbunden, dass die Desertifikation des Bodens so etwas wie eine Krankheit für jeden Einzelnen ist, und wir können das Aussterben einer Art beklagen, als wäre es eine Verstümmelung. Lassen wir nicht zu, dass an unserem Weg Zeichen der Zerstörung und des Todes zurückbleiben, die unserem Leben und dem der kommenden Generationen schaden. In diesem Sinne mache ich mir die schöne und prophetische Klage zu Eigen, die vor einigen Jahren die Bischöfe der Philippinen geäußert haben: »[…] Gott wollte diese Erde für uns, seine besonderen Geschöpfe, aber nicht, damit wir sie zerstören und in eine Wüstenlandschaft verwandeln könnten […] Wie können die Fische in Abwasserkanälen wie dem Pasig und vielen anderen Flüssen schwimmen, die wir verseucht haben? Wer hat die wunderbare Meereswelt in leb- und farblose Unterwasser-Friedhöfe verwandelt?
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst

Es entspricht nicht dem Wesen der Bewohner dieses Planeten, immer mehr von Zement, Asphalt, Glas und Metall erdrückt und dem physischen Kontakt mit der Natur entzogen zu leben.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Tatsächlich schädigen der Verfall der Umwelt und der der Gesellschaft in besonderer Weise die Schwächsten des Planeten.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Wir gehen mit der Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.
Jane Fonda (1937- ), US-amerikanische Schauspielerin

Wir verbrennen die Zukunft unserer Kinder. Wir führen einen dritten Weltkrieg gegen die Natur, also gegen uns selbst. Dieser Weltkrieg fordert mehr Opfer als der erste und zweite zusammen.
Franz Alt (1938- ), deutscher Journalist und Autor

Der Ruin von Finanzwirtschaft und der realen Wirtschaft ist, wenn auch mit großen Schwierigkeiten, zu überwinden - ein durch den Klimawandel ruinierter Planet dagegen nicht.
Klaus Töpfer (1938- ), deutscher Politiker, CDU, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen

Armut ist das größte Gift für die Umwelt.
Klaus Töpfer (1938- ), deutscher Politiker, CDU, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen

Bezogen auf den ökologischen Schaden kann sich die Plünderung des marinen Lebensraumes sogar als noch katastrophaler erweisen als das Abholzen der Regenwälder zum Nutzen der Rindfleischfarmer.
James Hamilton-Paterson (1941- ), englischer Schriftsteller, Journalist und Dichter

Der internationale Handel und die globalen Finanzmärkte sind sehr gut im Hervorbringen von Reichtum, aber nicht, wenn es um die sozialen Erfordernisse wie Friedenssicherung, Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Arbeitsbedingungen oder Menschenrechte geht.
Joseph Eugene Stieglitz (1943- ), jüdisch-stämmiger US.amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Globalisierungskritiker

Opfer der Giftgas-Katastrophe von Bhopal in Indien
http://www.20min.ch/ausland/news/story/27198211

Zum Glück haben wir nur einen einzigen Planten Erde. Hätten wir mehrere, hätten wir schon längst mindestens einen zerstört.
Walter Ludin (1945- ), Schweizer katholischer Theologe, Kapuziner, Priester, freischaffender Journalist, Redaktor und Buchautor

Wir bringen in kaum mal 200 Jahren das Gleichgewicht durcheinander, das in über vier Milliarden Jahren Erdgeschichte geschaffen wurde.
Yann Arthus-Bertrand (1946- ),  französischer Fotograf, Journalist, Reporter und Umweltschützer

Und zu den ausländischen Investoren wird gesagt: Immer hereinspaziert, kommt und errichtet bei uns Fabriken, macht Geschäfte, baut Hochhäuser und knüpft Netzwerke, solange ihr nicht den Finger in die Wunde legt und über Menschrechte sprechen wollt, könnt ihr tun und lassen, was euch beliebt. Bei euch mag es Gesetze geben und eine öffentliche Meinung, aber hier könnt ihr euch mit uns im Schlamm suhlen. Kommt und verschmutzt unsere Flüsse, verpestet unsere Luft, vergiftet unser Essen und unser Grundwasser; kommt und bedient euch unserer billigen Arbeitskräfte und lasst sie Tag und Nacht wie Maschinen am Fließband schuften. Je mehr ihr dafür sorgt, dass sich die Chinesen durch die Umweltverschmutzung körperliche und seelische Krebsgeschwüre zuziehen, desto höher wird euer Profit sein. In dieser größten Müllkippe der Welt stecken die besten Geschäftsmöglichkeiten.
Liao Yiwu (1958- ), chinesischer Schriftsteller, Dichter und Musiker, Regimekritiker, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchandels

Smog in chinesischer Stadt
https://timeglobalspin.files.wordpress.com/2013/10/ap528768418691.jpg?w=720

Globalisierung ist zum Albtraum einer Ökonomie geworden, die sich durch keine öffentlichen, sozialen und ökologischen Werte und Ziele mehr einbinden lässt.
Hermann Scheer (1944-2010), deutscher Politiker, SPD, engagiert für erneuerbare Energieren

Aber dass der Mensch die Welt nicht mehr nur erforscht und sich dienstbar macht, sondern zerstört, das ist nicht die gnadenlose Folge des Christentums, sondern die gnadenlose Folge davon, dass Gott ausgestrichen worden ist. Dadurch erst wird die Welt zum Material für das, was der Mensch für sich daraus machen will.
Siegfried Kettling (), deutscher evangelischer Theologe

Im Zeichen des wachsenden Umweltbewusstseins brauchen wir keine Verpackungskünstler, sondern im Gegenteil Verpackungsvermeidungskünstler.
Ralph Boller (), Schweizer Aphoristiker

  Umweltschutz

Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
Bibel, Altes Testament, Genesis 2,15

Der Bote sprach: "Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu!"
Bibel, Neues Testament, Geheime Offenbarung des Johannes 7,3

Und alles, was ich geschaffen habe, habe ich deinetwegen geschaffen. Präge dir dies ein, damit du meine Welt nicht beschädigst und zerstörst, denn wenn du sie beschädigst, gibt es keinen, der sie nach dir wieder herstellen könnte.
Midrasch Kohelet Rabba 7,13

Eines Tages wird die Erde weinen, sie wird um ihr Leben flehen, sie wird Tränen von Blut weinen. Ihr werdet die Wahl haben, ihr zu helfen oder sie sterben zu lassen, und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch.
indianische Weisheit

Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, dass die Welt nicht ohne ihn auskommen könne, irrt sich noch mehr.
François de La Rochefoucauld (1613-1680), französischer Schriftsteller

Umweltschutz: Bisher wussten wir nicht, was wir taten. Jetzt tun wir nicht, was wir wissen.
Henriette Wilhelmine Hanke (1785-1862), deutsche Schriftstellerin

Ich bin ich selbst und was um mich herum ist, und wenn ich es nicht bewahre, werde ich mich nicht bewahren.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist

Die Welt ist ein schöner Ort und wert, dass man um sie kämpft.
Ernest Hemingway (1899-1961), US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist

Wenn die Angst vor dem Krieg ersetzt werden kann durch die Sorge für den Frieden, dann kann alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert werden, die Umweltkatastrophe zu bannen, ehe es dafür zu spät ist.
Marion Gräfin von Dönhoff (1909-2002), deutsche Publizistin und Buchautorin

Habe einen Blick für das Leiden der Umwelt, das deine vergisst.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin, Schriftstellerin und katholische Mystikerin [gemeint ist wohl die soziale Umwelt, verstehne könnte man auch die natürliche Umwelt]

Ich warne davor, zu glauben, dass der Markt die Umwelt alleine in den Griff bekommt - dies ist geradezu ein Paradebeispiel für öffentliche Verantwortung.
Willy Brandt (1913-1992), deutscher Politiker, SPD, Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger

Für die Behauptung, der Markt werde eines Tages die von ihm mitbewirkten Zerstörungen ökologisch korrigieren und wiedergutmachen, gibt es bisher keine Beweise, aber jede Menge Gegenbeweise.
Kurt Marti (1921- ), Schweizer evangelischer Pfarrer und Schriftsteller

Wir empfinden es als beunruhigend und beschämend, dass es unserer Erde nicht mehr gut geht, dass dringend Notwendiges unterlassen wird, dass das Treiben einfach weitergeht. Auch hier lässt sich das Gebot des Widerstandes konkretisieren: als Protest gegen die Umweltzerstörung der großen Ölgesellschaften, gegen den Raubbau an unseren Ressourcen, gegen die Sünder wider das Gebot der Nachhaltigkeit.
Stéphane Hessel (1917-2013), französischer Resistance-Kämpfer und KZ-Überlebender, Diplomat, Lyriker, Essayist und politischer Aktivist

Es ist an der Zeit, dass der Mensch wieder Herr und Ziel von Wissenschaft und Technik wird, damit das Werk seines Geistes und seiner Hände nicht ihn und seine Umwelt verschlingt.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Ich halte an meinem schon 1989 öffentlich geäußerten Vorschlag fest, den Umweltschutz uneingeschränkt in die Verfassung aufzunehmen.
Richard von Weizsäcker (1920-2015), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

Umweltschutz ist Nachweltschutz.
Richard von Weizsäcker (1920-2015), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

Der Umweltschutz erfordert immer wieder die Überschreitung von Grenzen, in der eigenen Gesellschaft und in den internationalen Beziehungen.
Richard von Weizsäcker (1920-2015), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

In Sachen Umweltschutz sind die meisten Regierungen kriminelle Vereinigungen.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor

Erlauben Sie, dass ich anlässlich der ersten Debatte dieses Hohen Hauses über Fragen des Umweltschutzes das Problem in die ihm zukommende Größenordnung rücke; denn wir haben es hier mit einer Gefahr zu tun, die sich nicht so spektakulär ankündigt wie seinerzeit das Aufblitzen der Atombombe. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, mit der Atombombe zu leben. Die Gefahr aber, dass wir uns an die laufende Gefährdung unserer Umwelt gewöhnen, ist sehr groß, weil sich dieser Prozess langsam und unaufhörlich vollzieht.
Herbert Gruhl (1921-1993), deutscher Politiker, CDU, Umweltschützer und Autor

Wenn wir Menschen die Frage stellen, ob sie es für akzeptabel halten, dass die Umwelt weiter verschmutzt werde, erhalten wir höchstwahrscheinlich ganz andere Antworten als auf die Frage: "Sind Sie der Meinung, dass dem Umweltschutz vorrangige Bedeutung zukommt?"
Neil Postman (1931-2003), US-amerikanischer Medienwissenschaftler

Bereits vor meinem Flug wusste ich, dass unser Planet klein und verwundbar ist. Doch erst als ich ihn in seiner unsagbaren Schönheit und Zartheit aus dem Weltraum sah, wurde mir klar, dass der Menschheit wichtigste Aufgabe ist, ihn für zukünftige Generationen zu hüten und zu bewahren.
Sigmund Jähn (1937- ), deutscher Kosmonaut, Jagdflieger und Generalmajor der DDR, erster Deutscher im Weltraum

Im Geist Jesu müssen nicht alle Umweltschützer Christen, aber alle Christen Umweltschützer sein.
Franz Alt (1938- ), deutscher Journalist und Autor

Der Mensch muss ein Schutzengel der Erde werden.
Leonardo Boff (1938- ), brasilianischer katholischer Theologe, Franziskaner, laisierter Hauptvertreter der Befreiungsheologie

Heute geht es um Dramatischeres, nämlich die Umwelt als Grundlage des Lebens zu retten, und das weltweit, bis in die Stratosphäre und die Tiefsee hinein.
Ernst Ulrich von Weizsäcker (1939- ), deutscher Naturwissenschaftler und Politiker, SPD, Co-Präsident des Club of Rome

Wir Industrieländer haben diese Probleme geschaffen, wir tragen auch die Hauptverantwortung für ihre Lösung.
Klaus Töpfer (1938- ), deutscher Politiker, CDU, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen

Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung.
Benedikt XVI. (Joseph Aloisius Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Hochschullehrer, Papst

Eine saubere Umwelt ist ein Menschenrecht.
XIV. Dalai Lama (Tendzin Gyatsho) (1935- ), tibetischer Mönch, Religionsführer

Wenn ihr schon mobil sein wollt, dann nicht auf Kosten der Umwelt. Benutzt Autos, die nur ein Viertel von dem verbrauchen, was heute üblich ist. Die Industrie kann solche Autos herstellen. Dass sie das auch tut, dafür müssen wir sorgen.
Thilo Bode (1947- ), Gründer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch

Das Märchen vom Job-Killer Umweltschutz, darauf hat die Bundesregierung zu Recht immer wieder hingewiesen, gibt es nicht, 400 000 Arbeitsplätze im Umweltschutz-Bereich sprechen dagegen.
Hubert Weinzierl (1935- ), deutscher Natur- und Umweltschützer

Es ist nicht möglich, eine Energiewirtschaft und eine Industrie aufzubauen, die die Natur, die Luft und das Wasser zerstören, und danach erst das Geld, das sie einbringen, in die Beseitigung dessen zu investieren, was sie angerichtet haben.
Václav Havel (1936-2011), tschechischer Dramatiker, Essayis und Politiker, Menschenrechtler und Regimekritiker, Staatspräsident

Geht achtsam mit der Schöpfung um!
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen.
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Die Umwelt ist eines jener Güter, die die Mechanismen des Markts nicht in der angemessenen Form schätzen oder fördern können.
Sozialkompendium der katholischen Kirche

  Klimaschutz

Wir bilden uns vielleicht ein, wir stünden nur ein Gewitter durch. In Wirklichkeit sind wir dabei, das Klima zu wechseln.
Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955), französischer katholischer Theologe, Jesuit, Geologe, Anthropologe und Paläontologe

Das Klima ist ein Gut, das geschützt werden muss.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst (1987 formulierte der Papst in einer Ansprache an eine Studiengruppe der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften)

Die Erderwärmung bedroht nicht nur den menschlichen Lebensraum, sie bedroht auch Freiheit und Demokratie.
Lester Russell Brown (1934- ), US-amerikanischer Umweltanalytiker und Autor, Gründer und Direktor des Earth Policy Instituts in Washington D.C., zuvor des World Watch Institute, ebenfalls in Washington D.C.

Klimawandel Waldbrand in Kalifornien USA
http://www.zeit.de/online/2009/25/klimawandel-usa

Jedes Kilo Kohle fängt über das Verbrennungsprodukt Kohlendioxid ein Hundertfaches der Wärme, die wir aus ihr gewinnen, in der Atmosphäre ein – es ist längst Zeit für eine Wende in der Energieversorgung.
Carlo Rubbio (1934- ), italienischer Physiker, Senator und Physik-Nobelpreisträger

Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen. Es gibt allzu viele Sonderinteressen, und leicht gelingt es dem wirtschaftlichen Interesse, die Oberhand über das Gemeinwohl zu gewinnen und die Information zu manipulieren, um die eigenen Pläne nicht beeinträchtigt zu sehen.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Enzyklika Laudato Si]

Politik und Unternehmertum reagieren langsam, weit davon entfernt, den weltweiten Herausforderungen gewachsen zu sein.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Enzyklika Laudato Si]

Die Reduzierung von Treibhausgasen verlangt Ehrlichkeit, Mut und Verantwortlichkeit vor allem der Länder, die am mächtigsten sind und am stärksten die Umwelt verschmutzen.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Enzyklika Laudato Si]

Der Klimawandel ist nicht nur eine Umweltfrage, wie zu viele Menschen immer noch glauben, sondern er ist eine allumfassende Bedrohung. Der Erderwärmung müsse die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet werden wie Kriegen, Armut und der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Es wird zunehmend deutlich, dass uns die Verringerung von Emissionen heute billiger kommt als später der Kampf gegen ihre Folgen.
Kofi Annan (1938- ), ghanischer Diplomat, Generalsekretär der Vereinten Nationen

Die katastrophalen Folgen des Klimawandels müssen sichtbar gemacht, das heißt, sie müssen wirkungsvoll inszeniert werden, damit Handlungsdruck erzeugt wird.
Ulrich Beck (1944-2015), deutscher Soziologe

Weiter so - Meeresspiegelanstieg - Klimaschutz
http://www.verbraucherbildung.de/meldung/neu-
erschienen-broschuere-zum-klimaschutz-schulen

Bei den aktuellen Klimaverhandlungen geht es um die Wahl zwischen Menschenrechten und Wohlstandsrechten.
Wolfgang Sachs (1946- ), deutscher Forscher, Hochschullehrer und Publizist im Themengebiet Umwelt-Entwicklung-Wirtschaft, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac

Die Rechte auf physische Unversehrtheit, auf Nahrung und Wohnung, bilden den Kern des Grundrechtskanons, auf dessen Garantie die Staaten verpflichtet sind. Doch Millionen Menschen sind dabei, diese Bürgerrechte zu verlieren: Lebensmittel wie Wasser, fruchtbare Böden, eine Heimstatt und eine infektionsfreie Umwelt. Nur geht in diesem Falle die Bedrohung nicht von der Staatsmacht aus, sondern von den ferntransportierten Wirkungen des Energieverbrauchs in den wohlhabenden Teilen der Welt.
Wolfgang Sachs (1946- ), deutscher Forscher, Hochschullehrer und Publizist im Themengebiet Umwelt-Entwicklung-Wirtschaft, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac

Der Klimawandel ist das größte und weitest reichende Marktversagen der Weltgeschichte.
Nicholas Stern (1946- ), britischer Ökonom und Regierungsberater

Die einzig sinnvollen und effektiven Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise erfordern radikale Veränderungen in unserem Verhalten und Denken.
Al Gore (1948- ), US-amerikanischer Politiker, Demokrat, Umweltschützer, Friedensnobelpreisträger

Ursache und Wirkung: Lebenswandel – Klimawandel.
Ernst Ferstl (1955- ), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Klimawandelleugner gleichen bisweilen Menschen, die ihren Arzt beschimpfen, wenn der auf ihren erhöhten Cholesterinspiegel zu sprechen kommt.
Josef Bordat (1972- ), deutscher katholischer Philosoph und Publzist

Das vermutlich größte Problem unserer Zeit ist nicht der Klimawandel, sondern der Lebenswandel der Menschen.
Sinan Gönul (1973- ), Studen der Wirtschaftswissenschaftlen, Aphoristiker, Autor

Es sind nicht die armen Massen, die das Klima verändern. Es ist der Konsum der Reichen. Die ärmste Milliarde der Menschen trägt praktisch nichts zum Klimawandel bei.
Hans Joachim Schellnhuber (1950- ), deutscher Klimaforscher

Jeder Regierungschef, der in seinem Amtseid geschworen hat, Schaden von seinem Volk abzuwenden, ist jetzt zu einer ernsthaften Klimapolitik verpflichtet.
Christoph Bals (1960- ), deutscher Umweltaktivist, Gründer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation German Watch

Wenn das Klima kippt, werden Kriege um die Vorräte Erdöl, Wasser und Lebensmittel die Geschichte unseres Planeten bestimmen.
Pentagon-Studie

  Naturschutz

Hinterlasse in der Natur keine Spuren, wo nicht einmal die Jahrhunderte die ihrigen hinterlassen haben.
spanisches Sprichwort

Es ist eines der Gesetze der Natur, dass man alles rein halten muss. Besonders das Wasser. Das Wasser rein zu halten, ist eines der ersten Gesetze des Lebens. Wer Wasser zerstört, zerstört Leben.
indianische Weisheit

Gelobt seist Du, mein Herr durch Schwester Wasser; gar nützlich ist sie und demütig und keusch.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181/1182-1226), italienischer Eremit, Gründer des Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner), Heiliger

Es ist der Natur um uns schlechthin unmöglich, zu leben und zu überleben, wenn wir sie so traktieren und so wenig alleine ihr Werk tun lassen.
Meister Eckhart (um 1260-1328), deutscher Theologe und Philosoph, Dominikaner, Mystiker

Das Geißblatt, das wild in einer Hecke blüht, hole ich nicht in meinen Garten, obwohl es wunderschön ist. Ich lasse es an seinem angestammten Platz, damit es diejenigen erfreue, die vorübergehen oder die keinen Garten haben.
John Parkinson (1567-1650), englischer Arzt und Botaniker

Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.
Alexander von Humboldt (1769-1859), deutscher Naturforscher

Tausende von genervten, überzivilisierten Menschen fangen an zu ahnen, dass in die Berge zu gehen eine Heimkehr ist, dass die Wildnis notwendig für uns ist; und das die Wildparks und Schutzgebiete nicht nur nützlich sind als Quellen von Holz und Süßwasser, sondern dass sie Quellen des Lebens sind.
John Muir (1838-1914), schottisch-US-amerikanischer Naturwissenschaftler, Geologe, Entdecker, Erfinder, Ingenieur und Schriftsteller

Waldsterben Mond als Totenkopf hinter Wald
http://www.guido-toelke.de/index.php?subaction=showfull&
id=1165942814&archive=&start_from=&ucat=&
Umweltschutzbriefmarke Schmetterling Fisch Baum
http://www.briefmarken-bilder.de/brd-briefmarken-1981/
umweltschutz-schmetterling-fisch-baum

Des Geldes wegen wird Raubbau, um nicht zu sagen. perverse Naturkraftverschwendung getrieben. Das gibt eine Zukunftswüste, für die einige Geviertkilometer Naturschutzpark kein Ersatz sein können.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller und Dichter

Die Naturverhunzung arbeitet "en gros"; der Naturschutz "en detail".
Hermann Löns (1866-1914), deutscher Journalist und Schriftsteller

Ich kann wenig Glanz an einem Weltreich erkennen, das zwar die Wogen regieren, aber seine Abwässer nicht beseitigen kann.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker, Tory

Welch ein ungeheurer Erfolg für den Naturschutz hätten die Disney-Naturfilme sein können, wenn sie nur einige Sätze über die Bedrohung der Tier- und Pflanzenwelt durch den Menschen enthalten hätten!
Bernhard Grzimek (1909-1987), deutscher Zoologe und Fernsehmoderator

Seit Urzeiten hat Generation für Generation gegen die Natur gekämpft. Jetzt müssen wir uns plötzlich in der kurzen Zeitspanne eines einzigen Menschenalters mit einer Wendung von 180 Grad in Naturschützer verwandeln.
Jacques-Yves Cousteau (1910-1997), französischer Meeresforscher und Dokumentarfilmer

Wenn nur noch die sogenannte unberührte Natur das hat, was wir Erholungswert nennen, wenn also der Mensch sich von dem erholen muss, was er selbst anrichtet, so ist seine Kultur eine Kultur des Selbstwiderspruchs.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker, Philsoph und Friedensforscher

Was wir die Umweltkrise nennen ist nicht nur eine Krise in der natürlichen Umgebung der Menschen. Es ist nichts weniger als eine Krise in den Menschen selbst.
Jürgen Moltmann (1926- ), deutscher evangelischer Theologe

Sechzig Millionen Deutsche haben sich die Natur aufgeteilt. Den Platz für den Parkplatz und den Golfplatz haben sie dabei berücksichtigt. Aber den Spielplatz für unsere Seele haben sie dabei vergessen. Für Schwester Linde, für den kleinen Bruder Biber und für das Sonnenröschen haben sie keinen Platz.
Hubert Weinzierl (1935- ), deutscher Naturschützer, 1983-98 Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Anspielung auf den Sonnengesang Laudato Si des Hl. Franziskus

Wäre der Kreislauf der Natur unser Vorbild – bräuchten wir den Naturschutz nicht.
Klaus Ender (1939- ), deutscher Fotograf und Buchautor

Nähmen die Naturschützer sich doch auch einmal der Natur des Menschen an!
Martin Gerhard Reisenberg (1949- ), deutscher Bibliothekar und Autor 

Zum Wohle und zur Freude des Volkes und der zukünftigen Generationen.
Auftrag des weltweit ersten Nationalparks Yellowstone, 1872

  Tierschutz

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Bibel, Altes Testament, Psalm 36,7

Ich will mich bemühen, keine Lebewesen zu töten oder zu verletzen.
Buddha Shakyamuni (Siddhartha Gautama) (-544/543 v.Chr.), Begründer des Buddhismus

Die Güte hingegen, die aus der reichen Quelle der Humanität entspringt, erstreckt sich oft bis zur Wohltätigkeit und Dankbarkeit gegen unvernünftige Tiere.
Plutarch (um 45-125), griechischer Schriftsteller und Philosoph

Mit beseelten Geschöpfen darf man nicht wie mit Schuhen und anderen Geräten verfahren, die man, wenn sie zerbrochen und abgenutzt sind, wegwirft, sonden man soll ihnen gegenüber, wenn auch aus keinem anderen Grunde, wenigstens der Übung der Menschenliebe wegen, Güte und Milde brauchen.
Plutarch (um 45-125), griechischer Schriftsteller und Philosoph

getötete Schweinebabies
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Die Bibel befiehlt uns, mit den Tieren Mitleid zu haben.
Talmud Schabbat 128

O Gott, hilf uns, alle lebenden Dinge zu lieben, unsere kleinen Brüder, denen Du diese Erde zusammen mit uns als Wohnstätte gegeben hast. Möge der Mensch sich darüber klar werden, dass sie nicht nur für ihn leben, sondern auch für sich selbst und für Dich, dass sie genauso die Süße des Lebens lieben wie wir und Dir besser dienen als er.
Basilius der Große von Cäsarea ( 330-379), kleinasiatischer Asket, Bischof, einer der drei kappadokischen Kirchenlehrer

Die Vielfalt der Barmherzigkeit Gottes kommt nicht nur zu dem Menschen, den er nach seinem Bilde geschaffen hat, sondern auch zu den Tieren, die er dem Menschen untergeben hat.
Aurelius Augustinus ( 354-430), nordafrikanischer Bischof, Kirchenlehrerr, Heiliger

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181/1182-1226), italienischer Eremit, Gründer des Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner), Heiliger

Wenn du Menschen hast, die irgendwelche von Gottes Kreaturen von dem Schutz des Mitgefühls und Mitleids ausschließen, so hast du Menschen, die ebenso mit ihren Mitmenschen verfahren.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181/1182-1226), italienischer Eremit, Gründer des Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner), Heiliger

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.
Leonardo da VInci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph

Wenn ich verpflichtet bin, meinen Mitmenschen kein Leid zuzufügen, so geschieht das weniger, weil sie vernünftige, sondern vielmehr, weil sie empfindende Wesen sind. Da nun Menschen und Tiere das gleiche Empfindungsvermögen haben, kommt ihnen auch das Recht zu, sich vom anderen nicht misshandeln und quälen zu lassen.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischsprachiger Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung

Die Frage ist nicht: können sie denken?, auch nicht: können sie sprechen?, sondern: können sie leiden?
Jeremy Bentham (1748-1832), englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer

Die religiöse Erfurcht vor dem, was unter uns ist, umfasst natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Nämlich das Kind lerne, alles tierische Leben heilig halten kurz, man gebe ihm das Herz eines Hindus statt des Herzens eines kartesischen Philosophen.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Christus ist mit den Tieren bevor er mit uns ist.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mit der Sache der Menschen.
Émile Zola (1840-1902), französischer Schriftsteller und Journalist

Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, das Tier hat Freude und Schmerz wie du, das Tier hat eine Hang zum Streben wie du, das Tier hat ein Recht zu leben wie du.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller und Dichter

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist

Alles was lebt, ist dein Nächster.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist

Dass die universelle Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben das so vielfach als Sentimentalität hingestellte Mitleid mit dem Tiere als etwas, dem sich kein denkender Mensch entziehen kann, erweist, bereitet mir, der ich von Jugend auf der Tierschutzbewegung zugetan war, eine besondere Freude.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Mitleid gegen die Tiere muss auf dem Boden einer allgemeinen Ehrfurcht vor allem, was Leben ist, erscheinen, sonst ist es unvollständig und unbeständig.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Die unschuldigen Pflanzen und Tiere sind von Gott in des Menschen Hand gegeben, dass er sie liebe und mit ihnen wie mit schwächeren Geschwistern umgehe.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Schriftsteller, Dichter und Maler

Menschen sollen die Schutzengel der Tiere sein.
Margarete Seemann (1893-1949), österreichische Roman-, Kinder- und Jugendbuchautorin

Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst. Aber leider können sie das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.
Denis de Rougemont (1906-1985), Schweizer politischer Philosoph 

  Lebensschutz

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht, wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.
Hippokrates (um 460-370 v.Chr.), griechischer Arzt (aus dem "Eid des Hippokrates")

Warum durchwühlt ihr den Leib von unten mit schneidenden Waffen und gebt grausiges Gift?
Ovid (42 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Ich werde das menschliche Leben von der Empfängnis an bedingungslos achten.
Moses Maimonides (1135-1204), spanischer Schriftsteller jüdischen Glaubens, "Eid des Maimonides"

Alles was lebt ist heilig.
William Blake (1757-1827), englischer Dichter, Naturmystiker und Maler

Der Arzt darf und soll nichts anderes tun, als Leben erhalten; ob es ein Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, die geht ihn nichts an, und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar, und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate; denn ist einmal die Linie überschritten, glaubt sich der Arzt einmal berechtigt, über die Notwendigkeit des Lebens zu entscheiden, so braucht es nur stufenweiser Progressionen, um den Unwert und folglich die Unnötigkeit eines Menschenlebens auf andere Fälle anzwenden.
Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), deutscher Arzt, Sozialhygieniker und Volkserzieher

Rette ein Kind und Du rettest die Welt!
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Solange die Menschen nicht alle ihre Mitmenschen als Brüder und das Leben nicht als das heiligste aller Güter betrachten, werden sie immer um des persönlichen Vorteils willen das Leben anderer zerstören.
Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller

Es war im Großen und Ganzen der Wert und die Heiligkeit des Lebens des Kindes, was die christlichen von den heidnischen Gesellschaften unterschied.
William Edward Hartpole Lecky (1838-1903), irischer Historiker und Publizist

Gut ist der Mensch nur, wenn ihm das Leben schlechthin, das der Pflanze und das des Tieres wie das des Menschen heilig ist und er sich ihm überall, wo es in Not ist, helfend hingibt.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Ohne Ehrfucht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Die Ehrfurcht vor dem Menschenleben beginnt mit der Ehrfurcht vor dem eigenen Dasein.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Wenn einmal zugegeben wird, dass Menschen das Recht haben, unproduktive Mitmenschen zu töten und wenn es jetzt auch nur arme, wehrlose Geisteskranke trifft, dann ist grundsätzlich der Mord an allen unproduktiven Menschen, also den unheilbar Kranken, den Invaliden der Arbeit und des Krieges, dann ist der Mord an uns allen, wenn wir alt und altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben. Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemein gegenseitiges Misstrauen in den Familien hineingetragen wird, wenn diese fürchterliche Lehre geduldet, angenommen und befolgt wird.
Clemens August Kardinal Graf von Galen (1878-1946), deutscher Bischof, Gegner der Nationsalsozialisten

Leben ist heilig, d.h. der höchste Wert, von dem alle Wertungen abhängen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Physiknobelpreisträger, Pazifist, Sozialist und Zionist

Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben erkennt keine relative Ethik an. Als gut lässt sie nur Erhaltung und Förderung von Leben gelten. Alles Vernichten und Schädigen von Leben, unter welchen Umständen es auch erfolgen mag, bezeichnet sie als böse.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Physiknobelpreisträger, Pazifist, Sozialist und Zionist

Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist

Wenn man sagt, dass jedes Leben lebenswert sei, ist damit nichts anderes gesagt, als dass jedes Lebewesen eine Seele habe und ein Geschöpf Gottes ist.
Peter Bamm (Curt Emmerich) (1897-1975), deutscher Dichter

Man hat kein Maß mehr, für nichts, seit das Menschenleben nicht mehr das Maß ist.
Elias Canetti (1905-1994), bulgarischstämmiger deutscher Schriftsteller

Das gesellschaftliche Leben läuft Gefahr, in einen vollkommenen Relativismus abzudriften. Da lässt sich alles vereinbaren, über alles verhandeln: auch über das erste Grundrecht, das Recht auf Leben.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Wenn ein Mensch nicht mehr im Mutterschoß sicher ist, wo ist er dann in dieser Welt noch sicher?
Phil Bosmans (1922-1912), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Embryo im Uterus
https://pattyivfblog.files.wordpress.com/2014/12/wpid-embryo.jpg
abgetriebener menschlicher Fötus auf Hand
https://immoobilien.wordpress.com/2012/10/09/abtreibung-ist-mord/

Das war natürlich die sehr einträgliche und sehr erfolgreiche Taktik der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Denn wenn man der Öffentlichkeit lange genug sagte, dass jeder für die Legalisierung der Abtreibung war, dann würde automatisch mit der Zeit wirklich jeder für die Abtreibung sein. Nur sehr wenige Leute sind gern in der Minderheit.
Bernard Nathanson (1926-2011), US-amerikanischer Arzt, erst Befürworter der Liberalisierung der Abtreibung und Leiter einer der größten Abtreibungskliniken der USA, dann Lebensrechtler (Film "Der stumme Schrei")

Wo das Gesetz es erlaubt und die Sitte es billigt, zu töten oder sich töten zu lassen, da hat plötzlich der Alte, der Kranke, da hat der Pflegebedürftige alle Mühen, Kosten und Entbehrungen zu verantworten, die seine Angehörigen, Pfleger und Mitbürger für ihn aufbringen müssen.
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

Überhaupt frage ich mich, ob die Lust, andere Leben zu zerstören, nicht daher kommt, dass man am eigenen Leben so wenig Lust und Freude hat.
Christa Wolf (1929- ), deutsche Schriftstellerin

Da alles in Beziehung steht, ist die Verteidigung der Natur auch nicht mit der Rechtfertigung der Abtreibung vereinbar. Ein erzieherischer Weg, die Schwachen anzunehmen, die uns umgeben und die uns manchmal lästig oder ungelegen sind, scheint nicht machbar, wenn man nicht einen menschlichen Embryo schützt, selbst wenn seine Geburt Grund für Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten sein sollte: „Wenn der persönliche und gesellschaftliche Sinn für die Annahme eines neuen Lebens verloren geht, verdorren auch andere, für das gesellschaftliche Leben hilfreiche Formen der Annahme.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Es ist in unserer Gesellschaft leichter, ein Kind im Mutterleib zu töten, als einen Baum zu fällen.
Barbara Wussow (1961- ), österreichische Schauspielerin

Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Genfer Gelöbnis für den ärztlichen Berufsstand

  Atomkraft und Atombombe

Nur die Leute, die nie dabei waren, wenn eine Missgeburt ins Dasein trat, nie ihr Wimmern hörten, nie Zeugen des Entsetzens der armen Mutter waren, Leute, die kein Herz haben, vermögen den Wahnsinn der Atomspaltung zu befürworten.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist
 

Ermöglicht wird die Abschaffung der Atomwaffen erst dadurch, dass in den Völkern eine öffentliche Meinung entsteht, die sie verlangt und garantiert. Die dazu erforderliche Gesinnung kann nur durch die Ehrfurcht vor dem Leben geschaffen werden.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist 

Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise, und deshalb treiben wir auf Katastrophen zu, die nicht ihresgleichen haben.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Physiknobelpreisträger, Pazifist, Sozialist und Zionist

Hiroshima nach Atombombenabwurf
http://danielniazi.com/atomic-bombings-of-hiroshima/

Im Atomzeitalter muss die Menschheit den Krieg abschaffen. Es ist eine Frage von Leben und Tod.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Physiknobelpreisträger, Pazifist, Sozialist und Zionist

Solange die Atombombe sich nur in Händen der beiden Großmächte befindet, gibt es keinen Krieg. Gefährlich wird es erst, wenn sich jeder das dazu notwendige Plutonium aus der Drogerie holen kann.
Otto Hahn (1879-1968), deutscher Chemiker, Chemienobelpreisträger

Die Atombombe, mit der die atomarische Energie sich zeitgemäß vorstellt, berührt die "einfachen Leute" als lediglich furchtbar. Der Sieg in Japan scheint denen, die ungeduldig ihre Männer und Söhne zurückerwarten, vergällt. Dieser Superfurz übertönt alle Siegesglocken.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker und Lyriker

Soweit ich sehen kann, hat die Atombombe die edelsten Gefühle getötet, die der Menschheit seit Jahrhunderten Halt gegeben haben. Es gab einmal die sogenannten Gesetze des Krieges, die ihn erträglich machten. Jetzt aber wissen wir die nackte Wahrheit. Der Krieg kennt kein Gesetz außer dem der Macht. Die Atombombe verschaffte den Waffen der Allierten einen leeren Sieg, doch sie führten dazu, die Seele Japans zu zerstören. Was der Seele der Nation widerfahren ist, die diese Zerstörung angerichtet hat, lässt sich heute noch nicht sagen.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist

Die große Mehrheit der Menschen döst vor sich hin, hat seit Anbeginn der Geschichte vor sich hin gedöst und wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch immer weiterdösen, wenn die Atombombe ihre letzten Opfer fordert.
Henry Miller (1891-1980), US-amerikanischer Schriftsteller und Maler

Ich halte die Existenz von nuklearen Zerstörungsmengen für eine unmittelbare Lästerung des lebendigen Gottes.
Martin Niemöller (1892-1984), deutscher evangelischer Theologe, führender Vertreter der Bekennenden Kirche, Widerstandskämpfer gegen die Nazis, aktiv in der Friedensbewegung

Lasst mich in Ruhe mit euren Gewissensbissen, das ist doch so schöne Physik!
Enrico Fermi (1901-1954), italienischer Atomphysiker, Physiknobelpreisträger, Berater von Robert Oppenheimer

Ich bin der Tod geworden, der Zerstörer von Welten.
Robert Oppenheimer (1904-1967), US-amerikanischer theoretischer Physiker deutsch-jüdischer Abstammung, "Vater der Atombombe"

Kinder mit Missbildungen nach Atombombenabwurf auf Hiroshima
http://genius.com/1388184
Tschernobyl Opfer
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/003543.html

Die Atomenergie ist nämlich die risikoreichste Technik. Hier wirken sich Missbrauch und menschliches Versagen besonders verheerend aus.
Joseph Höffner (1906-1987), Erzbischof, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz

Es ist nicht mehr möglich, sich vorzustellen, dass im Atomzeitalter der Krieg noch ein geeignetes Mittel ist, um verletzte Rechte wieder herzustellen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Jede kriegerische Handlung mit dem Ziel der wahllosen Zerstörung ganzer Städte oder weiter Landesteile und ihrer Bewohner ist ein Verbrechen gegen Gott und den Menschen, das unmissverständlich und ohne Zögern verurteilt werden muss.
Johannes XXIII. (Angelo Roncalli) (1881-1963), italienischer Kardina und Patriarch von Venedig, Papst

Wenn die Schäden, die durch den Krieg herbeigeführt werden, unvergleichlich größer sind als die der geduldeten Ungerechtigkeit, kann man verpflichtet sein, die Ungerechtigkeit auf sich zu nehmen. Was wir hier gesagt haben, gilt vor allem für den ABC-Krieg.
Pius XII. (Eugenio Pacelli) (1876-1958), italienischer apostolischer Nuntius in Deutschland, Papst

Wir haben die Welt zu einem Pulverfaß gemacht, voll von atomarem Sprengstoff, 1 500 000 mal die Sprengkraft von Hiroshima.
Phil Bosmans (1922-1912), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Dreifaltigkeit war der Codename für den Atombombentest in Alamogordo. [Eine solche Namensgebung kann man wohl nur als blasphemische Hybris bezeichnen.]
Heinar Kipphardt (1922-1982), deutscher Schriftsteller, Lyriker und
Dramatiker

Es gibt wohl kaum etwas, das der Liebe mehr widerspricht als die Atombombe.
Max Thürkauf (1925-1993), deutscher Physiker und Philosoph

  Gentechnik

Hände Weg von dir selbst. Suche dich selbst zu schaffen, und du wirst eine Ruine schaffen.
Aurelius Augustinus ( 354-430), nordafrikanischer Bischof, Kirchenlehrerr, Heiliger

Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt werden die Tiere, die Noah in seine Arche aufgenommen hat nicht mehr in den Händen des Menschen sein, der die Tiere nach seinen Willen verändert hat und wer wird sich um ihr nicht enden wollendes Leid kümmern? Der Mensch wird jedes Lebewesen so gestalten, wie es ihm gefällt und er wird unzählige davon getötet haben. Was wird aus dem Menschen werden, der die Gesetze des Lebens verändert hat, der aus dem lebenden Tier einen Lehmklumpen machte. Wird er das Ebenbild Gottes oder das Kind des Teufels sein?
Johannes von Jerusalem (Jean de Vezelay), Name eines fiktiven mittelalterlichen Propheten, dem Prophezeihungen für die Zeit nach 2000 zugeschrieben werden

Weh mir! Ich habe die Natur verändert.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter, Philosoph und Historiker

Selbst abgesehen von der Gewissheit, dass man mit Monstrositäten beginnen müsste, ehe die Technik vollkommen ist (ohne die sittliche Freiheit sonstiger Ingenieurskunst, Fehlleistungen zum Alteisen zu werfen), haben wir einfach nicht das Recht, an Ungeborenen zu experimentieren … Nicht um Gefahr für das Ökosystem oder die öffentliche Gesundheit handelt es sich hier (bei der Manipulation menschlichen Erbguts), wie bei den Mikroben, sondern um etwas Ungreifbares von transzendentem Rang - und darum viel schwerer zu verteidigen gegen das Abenteuertum des emanzipierten Geistes.
Hans Jonas (1903-1993), deutscher jüdischer Philosoph

Der Weg zur Hölle ist mit den guten Vorsätzen der Gentechnologie gepflastert.
Erwin Chagaff (1905-2002), polnisch-US-amerikanischer Biochemiker, erster Erforscher der Molekülstruktur der DNA

Schon ein Bakterium trägt so viele Gen-Informationen in sich, wie eine Bibel Worte hat. Ein Mensch so viele, wie in 15 Bibeln stehen. Der Gentechniker tauscht darin ein oder zwei Seiten aus und behauptet: Das kann doch nicht gefährlich sein. Er verschweigt dabei, dass er das Inhaltsverzeichnis nicht kennt, nicht weiß, welche Seite ausgewechselt wurde, wie wichtig ihr Inhalt war, ebenso wenig ihren Zusammenhang mit anderen Seiten kennt und nicht in der Lage ist, die Inhaltsänderung zu verstehen oder gar, sie zu beeinflussen.
Erwin Chagaff (1905-2002), polnisch-US-amerikanischer Biochemiker, erster Erforscher der Molekülstruktur der DNA

Die Idee, die Natur zu "verbessern", darauf wäre ich nicht gekommen. Ich habe den Sinn der Naturwissenschaften darin gesehen, dass wir einen größeren Einblick in die Natur bekommen und vielleicht zu größeren Bewunderern der Schöpfung werden, als wir es sind.
Erwin Chagaff (1905-2002), polnisch-US-amerikanischer Biochemiker, erster Erforscher der Molekülstruktur der DNA

All diese Eingriffe in das Erbmaterial von Nahrungsmitteln oder Lebewesen: Das sind größte Verbrechen. Wenn diese Fabrikate in die Welt entlassen werden, kann man sie nicht mehr zurückholen.
Erwin Chagaff (1905-2002), polnisch-US-amerikanischer Biochemiker, erster Erforscher der Molekülstruktur der DNA

Nahrungskette Gentechnik Mac Donald
http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/golden-rice-propaganda-der-gen-industrie

Um den auf uns zukommenden Schwierigkeiten gewachsen zu sein, muss sich die Menschheit auf eine neue Wirklichkeit vorbereiten. In absehbarer Zeit wird es der Wissenschaft gelingen, dank genetischer Operationen Menschen in beliebig großen Serien mit ganz bestimmten, erwünschten Eigenschaften zu erzeugen. Die menschliche Rasse wird sich bald vor die entsetzliche Verantwortung gestellt sehen, entscheiden zu müssen, was sie zu werden beabsichtigt.
Salvador Erward Luria (1912-1991), US-amerikanischer Mikrobiologe italienischer Abstammung [woher diese Wissenschaftsgläubigkeit und wenn - wollen wir diese neue Wirklichkeit wirklich?]

Wir sind noch nicht in der Lage, die biologische Störung zu beurteilen, die sich aus einer wahllosen genetischen Veränderung und von der gewissenlosen Entwicklung neuer Formen von pflanzlichem und tierischem Leben ergibt, geschweige denn aus einem nicht hinnehmbaren Experimentieren hinsichtlich den Ursprüngen des menschlichen Lebens selbst. Es ist selbstverständlich, dass auf jedem Gebiet, das so empfindlich ist wie dieses, eine Gleichgültigkeit gegenüber ethischen Normen oder ihre Zurückweisung die Menschheit an die unmittelbare Schwelle der Selbstzerstörung führen würde.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Darin besteht der fundamentale Unterschied gegenüber der seit Jahrtausenden getätigten Züchtung mit den von Gott geschenkten Lebensformen. Die Gentechnologen wollen vom "Baum des Lebens" essen (Gen 2,9), um zu werden wie Gott.
Max Thürkauf (1925-1993), deutscher Physiker und Philosoph

Die Unmenschlichkeiten der Gen-Manipulation übersteigen jene des Atomzeitalters um Größenordnungen, weil die Opfer sich gegen die Manipulationen nicht wehren können. Die bei den ins Auge gefassten Menschenzüchtungen erforderlichen Eingriffe müssen nicht nur vor der Geburt, sondern sogar vor der Zeugung getätigt werden.
Max Thürkauf (1925-1993), deutscher Physiker und Philosoph

Die Opfer der Atomenergie werden von den Technokraten im schlimmsten Fall zu Siechtum und Tod verurteilt. Die Opfer der Gen-Technologien hingegen können zu einem Leben verdammt werden mit einem Körper, den nicht sie, sondern die Technokraten um ihrer Machtansprüche willen wollen. Wer mit Genen heilen kann, kann mit Genen töten, und zwar auf viel grausamere Weise als mit allen bis jetzt bekannten Waffen.
Max Thürkauf (1925-1993), deutscher Physiker und Philosoph

Mit der irreversiblen Entscheidung, die eine Person über die erwünschte Zusammensetzung des Genoms einer anderen Person trifft, entsteht zwischen beiden ein Typus von Beziehung, der eine bislang selbstverständliche Voraussetzung des moralischen Selbstverständnisses autonom handelnder und urteilender Personen in Frage stellt.
Jürgen Habermas (1929- ), deutscher Soziologe und Philosoph

Die gelbe Gier: Lobby für Atom Gentechnik Öl
http://www.bund-rvso.de/oekologismus--industriegesteuerte-kampagne.html

Lebewesen kann man nicht patentieren, weil sie keine Erfindungen des Menschen sind. Bis heute hat man kein einziges neues Gen gefunden. Alles, was da verändert wird, alle diese Gene hat man in der Natur "gestohlen".
Werner Arber (1929- ), Schweizer Mikrobiologe und Genetiker, Medizinnobelpreisträger

Und eines Tages herrscht auf der Erde genende Leere…
Klaus Klages (1938- ), deutscher Aphoristiker und Verleger

Genmanipulationen: ich glaube an Gott den Menschen…
Anke Maggauer-Kirsche (1948- ), deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin

Ebenso wie die Atomphysik öffnet die Gentechnik dem Menschen sowohl ein Tor zum Himmel als auch zur Hölle. Wer die Geschichte der Menschheit kennt, weiß schon jetzt, durch welches Tor sie letztlich gehen wird.
Wolfgang Reus (1959-2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker [auch die friedliche Nutzung der Atomkraft erwies sich nicht als "Tor zum Himmel"...]

Statt von Freunden dafür gelobt zu werden, dass man das neueste Telefon oder die neueste Kamera hat, sollte man dafür beneidet werden, dass man einen "alten Getreuen" hat, der schon 12 Jahre hält.
Erik Assadourian (), Co-Direktor des Worldwatch Institute

  Konsum-, Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft

Das Fabrikwesen erzeugt eine Hörigkeit neuer Art. Der Fabrikarbeiter ist der Leibeigene eines Brotherrn, der ihn als nutzbringendes Werkzeug verbraucht und abgenützt wegwirft.
Franz Joseph von Buß (1803-1878), deutscher Jurist, Staatsrechtler und katholischer Politiker, großherzoglich badischer Hofrat und Professor

Kaufst du Gegenstände und verwendest sie, dann denke daran, dass sie aus der Arbeit anderer hervorgegangen sind. Wenn du diese Gegenstände beschädigst oder zerstörste, beschädigst oder zerstörst du die Arbeit und somit einen Teil ihres Lebens.
Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller

Der Prozess von Produzieren und Konsumieren, selbständig geworden, baut nicht mehr eine Welt, in der der Mensch zu Hause ist, lässt keine Dauer haltbarer Güter zu.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Psychiater und Philosoph

Ein Drittel, vielleicht die Hälfte der Weltarbeit geht auf, um der Menschheit Reizungs- und Betäubungsmittel, Schmuck, Spiel, Tand, Vergnügungen und Zerstreuungen zu schaffen, deren sie zur Erhaltung des leiblichen, zur Beglückung des seelischen Lebens nicht bedarf, die vielmehr dazu dienen, den Menschen dem Menschen und der Natur zu entfremden.
Walther Rathenau (1867-1922), deutscher Industrieller, Schriftsteller und liberaler Politiker, DDP

Ein Gesellschaft, in der Konsum künstlich stimuliert werden muss, um die Produktion am laufen zu halten, ist eine Gesellschaft die auf Schrott und Abfall gegründet ist, und solch eine Gesellschaft ist ein Haus, was auf Sandt gebaut ist.
Dorothy Leigh Sayers (1893-1957), englische Schriftstellerin, Essayistin und Übersetzerin

Konsumprodukte erlöschen durch ihre Verwendung. Sie sind da, um nicht mehr da zu sein.
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph, Dichter und Schriftsteller

Die Menschen bezahlen die Vermehrung ihrer Macht mit der Entfremdung von dem, worüber sie Macht ausüben.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Sozialphilosoph

Die Menschheit, die die Welt als "Wegwerf-Welt" behandelt, behandelt auch sich selbst als "Wegwerf-Menschheit".
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph, Dichter und Schriftsteller

Die Wirtschaft beruht auf Profit, ihm ist praktisch die ganze Zivilisation untergeordnet: für das Menschenmaterial interessiert man sich nur insofern, als es etwas einbringt. Danach wirft man es weg.
Simone de Beauvoir (1908-1986), französische Schriftstellerin

Es fragt sich, ob die Verbrauchs- und Müllgesellschaft wirklich das erstrebenswerte Ziel ist.
Robert Jungk (1913-1994), deutscher Publizist, Journalist und Zukunftsforscher

Die gegenwärtige Menschheit hat den Mythos eines vergangenen goldenen Zeitalters durch den eines zukünftigen Zeitalters aus Plastik ersetzt.
Nicolás Gómez Dávila (1913-1994), kolumbianischer Philosoph

Plastic Planet - ein Meer aus Plastik
http://netzfrauen.org/2014/12/05/wenn-sie-diesen-film-gesehen-haben-werden-sie-
nie-wieder-aus-einer-plastik-flasche-trinken/
Krankheiten durch verschmutztes Wasser
http://www.welt.de/wissenschaft/article943632/Millionen-Tote-durch-
Umweltverschmutzung.html

Das Wort "Wohlstand" hat inzwischen einen negativen Beigeschmack, das Wort bedeutet heute: mehr Umweltverschmutzung, mehr Hässlichkeit, mehr Rüstung, mehr Gefühllosigkeit, mehr Schuldner, die eine ungewisse Zukunft verpfänden.
Yehudi Menuhin
(1916-1999), US-amerikanischer, später Schweitzer und britischer Geiger, Bratschist und Dirigent

Die Humanität eines Landes lässt sich daran erkennen, was in seinem Abfall landet, was an Alltäglichem, noch Brauchbarem, was an Poesie weggeworfen, der Vernichtung für wert erachtet wird.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller und Übersetzer, Literaturnobelpreisträger

Millionen würden jubeln über die Lebensmittel in unseren Mülleimern.
Phil Bosmans (1922-1912), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Eine Mülldeponie ist ein Giftfasss ohne Boden.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Mediziner und Aphoristiker

Fortschritt als Umwandlung von Rohstoffen, Energie und menschlicher Arbeitskraft in MÜll
http://www.bund-rvso.de/transhumanismus.html

Es ist wohl kein Zufall, dass uns in der Wegwerfgesellschaft das Gefühl der Sinnlosigkeit besonders aggressiv bedrängt. Sind wir womöglich selbst Teil dieser Wegwerfgesellschaft?
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD, Aktivist der Friedensbewegung

Es geht darum, dass wir reicher werden, indem wir die Dinge des täglichen Bedarfs aus der Sinnlosigkeit menchanischen Konsumierens und Wegwerfens herausholen.
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD, Aktivist der Friedensbewegung

Aber trotzdem finden nun auch heute noch die allermeisten Menschen die Situation eigentlich recht gemütlich. Sie sehen nach wie vor nicht den geringsten Grund, am bisherigen Kurs unserer Gesellschaft - der ja in der Vergangenheit unbestreitbar höchst erfolgreich gewesen ist - irgendwelche, geschweige denn radikale Korrekturen vorzunehmen. Fürwahr, wenn die menschliche Gesellschaft eines nicht allzufernen Tages dem ökologischen Kollaps zum Opfer fiele, wäre als Todesursache ein lebensbedrohlicher Mangel an Phantasie, an Vorstellungskraft, anzuführen.
Homar von Ditfurth (1921-1989), deutscher Arzt, Journalist, Fernsehmoderator und Schriftsteller

Wenn wir jedoch die Welt betrachten, stellen wir fest, dass dieses Ausmaß menschlichen Eingreifens, das häufig im Dienst der Finanzen und des Konsumismus steht, dazu führt, dass die Erde, auf der wir leben, in Wirklichkeit weniger reich und schön wird, immer begrenzter und trüber, während gleichzeitig die Entwicklung der Technologie und des Konsumangebots grenzenlos weiter fortschreitet.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazitäten des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katastrophen enden kann.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Eine Änderung der Lebensstile könnte dazu führen, einen heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Plastikmüll in den Weltmeeren
Der Mensch als "Schöpfer" des "siebten Kontinents"

Der "siebte Kontinent" liegt im Pazifischen Ozean. Das gigantische Gebiet ist größer als Indien und noch weitgehend unerforscht. Und es besteht ausschließlich aus Müll. Vor allem aus Plastikabfällen
, die von den Küsten und aus Flüssen in die Gewässer zwischen Kalifornien und Hawaii getrieben werden. Ein riesiger Wirbel hält den Müll dort fest. ... Die Plastik-Überreste vermengen sich am Treffpunkt von zwei Meeresströmungen, die auf die Erdrotation zurückzuführen sind und einen immensen Wirbel bilden. Laut dem deutschen Umweltbundesamt sind es bis zu 140 Millionen Tonnen Abfall, die in den Meeren liegen, schwimmen oder an die Strände treiben. Millionen Tonnen Müll treiben allein in den fünf großen Strudeln der Weltmeere, der Schmutz wird dabei langsam in deren Zentrum gezogen. Das Problem für die Wissenschaftler besteht darin, dass diese "Suppe" vor allem aus Mikro-Überresten aus Plastik zusammengesetzt ist, die unter der Wasseroberfläche schweben – manchmal in 30 Metern Tiefe. Diese Müllgebiete sind deshalb von Satelliten aus kaum auszumachen, sondern nur vom Boot aus sichtbar.

Die Oberfläche des "siebten Kontinents" im Pazifik umfasst nach Angaben der französischen Weltraumagentur CNES rund 3,4 Millionen Quadratkilometer. Weil dieser Müll in Gewässern treibt, die weder für die Schifffahrt noch für den Tourismus von besonderem Wert sind, "interessiert das Problem nur Umweltschützer und Wissenschaftler"...Peter Gilruth, Direktor der Abteilung für Frühwarnsysteme des UN-Umweltprogramms (UNEP) in Nairobi, die sogenannten Mikroplastik-Abfälle, sorgt sich um winzige Partikel, die von Fischen und anderen Meeresorganismen leicht aufgenommen werden und in die Nahrungskette gelangen. Eine Reihe der chemischen Bestandteile in Plastikabfällen können, so befürchten einige Wissenschaftler, langfristig das Erbgut verändern oder Krebserkrankungen begünstigen. Wie letztlich die Auswirkungen auf das Ökosystem Ozean und die Gesundheit vom Menschen sein wird, lässt sich jedoch derzeit noch nicht abschätzen.

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article116208107/Unerforschter-Kontinent-aus-Plastikmuell-im-Pazifik.html

Durch sein Konsumverhalten kann jeder einen Beitrag leisten - zum Beispiel: Die Welt erstickt in Plastiktüten - die Einkaufstasche kann's verhüten.
 

Die Wegwerfgesellschaft, die müsste man wegwerfen.
Klaus Klages (1938- ), deutscher Aphoristiker und Verleger

Wir leben in einer jüngeren Plastikzeit.
Birgit Bert (1942- ), deutsche Künstlerin

Die Wegwerfmentalität der Wohlstandsgesellschaft erstreckt sich schließlich auch auf menschliche Bindungen, Liebe und Vertrauen.
John F. Huntingdon

 Wachstumswahn und Konflikte um knappe Ressourcen

Gerade Bäume werden zuerst gefällt, süße Brunnen werden zuerst entleert.
chinesisches Sprichwort

Sonst waren die reichsten Länder, wo die Natur am günstigsten war, jetzt sind es die, wo der Mensch am tätigsten ist.
Henry Thomas Buckle (1821-1862), englischer Historiker

Ich würde mein Geld auf die Sonne und Solarenergie setzen. Was für eine Kraftquelle! Ich hoffe, wir müssen nicht so lange warten bis Öl und Kohle ausgehen bevor wir das in Angriff nehmen.
Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder (Glühbirne) und Unternehmer

So wie wir unsere Wirtschaft organisiert haben, stehen wir unter dem irrsinnigen Zwang, nur damit unsere Menschen hier Arbeit und Verdienst haben, Wirtschaftswachstum zu betreiben.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, bedeutender Vertreter der "Katholischen Soziallehre"

Entwicklung ist nicht einfach gleichbedeutend mit wirtschaftlichem Wachstum. Wahre Entwicklung muss umfassend sein, sie muss jeden Menschen und den ganzen Menschen im Auge haben.
Paul VI. (Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini ) (1897-1978), italienischer Papst, "Konzilspapst"

Jetzt endlich habe ich erkannt, dass nicht das Wirtschaftswachstum den Zinseswahnsinn erzeugt, sondern dass der Zins die einzige wahre und wirkliche Ursache dafür ist, dass die Welt dem Wahnsinn des ewigen Wachstums verfallen ist.
Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe, Verhaltensforscher

Das endlose Wachstum materiellen Wohlstandes, von dem wir die Lösung aller Probleme erhoffen, ist selbst zum Hauptproblem geworden.
John Kenneth Galbraith (1908-2006), kanadisch-US-amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Romancier, Präsidentenberater und Diplomat

Der vorletzte Bewohner der westlichen Welt, der in der letzten Verkehrsstauung festsitzt und langsam am Kohlenmonoxid eingeht, wird nicht dadurch zu erheitern sein, dass ihm der letzte Überlebende zuruft, das Bruttosozialprodukt habe einen neuen Rekordzuwachs erreicht.
John Kenneth Galbraith (1908-2006), kanadisch-US-amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Romancier, Präsidentenberater und Diplomat

Die Wachstumsrate ist noch nicht das Glück der Nation.
Jaques Chaban-Delmas (1915-200), französischer Politiker

Wenn in einigen Fällen die nachhaltige Entwicklung neue Formen des Wachstums mit sich bringen wird, muss man immerhin in anderen Fällen angesichts des unersättlichen und unverantwortlichen Wachstums, das jahrzehntelang stattgefunden hat, auch daran denken, die Gangart ein wenig zu verlangsamen, indem man einige vernünftige Grenzen setzt und sogar umkehrt, bevor es zu spät ist. Wir wissen, dass das Verhalten derer, die mehr und mehr konsumieren und zerstören, während andere noch nicht entsprechend ihrer Menschenwürde leben können, unvertretbar ist. Darum ist die Stunde gekommen, in einigen Teilen der Welt eine gewisse Rezession zu akzeptieren und Hilfen zu geben, damit in anderen Teilen ein gesunder Aufschwung stattfinden kann.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne?
Franz Alt (1938- ), deutscher Journalist und Autor

Wir müssen den BIP-Fetischismus beenden!
Joseph Eugene Stieglitz (1943- ), jüdisch-stämmiger US.amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Globalisierungskritiker

All die Phänomene, die wir als Krise sehen, sind nur die Symptome. Das Problem ist die Endlichkeit unseres Planeten. Wir bewegen uns auf die Ressourcen-Grenzen zu.
Dennis L. Meadows (1942- ), US-amerikanischer Ökonom, bekannt für die Studie "Die Grenzen des Wachstums" für den Club of Rome

Jeder Tag weiter bestehenden exponentiellen Wachstums treibt das Weltsystem näher an die Grenzen des Wachstums. Wenn man sich entscheidet, nichts zu tun, entscheidet man sich in Wirklichkeit, die Gefahren des Zusammenbruchs zu vergrößern.
Dennis L. Meadows (1942- ), US-amerikanischer Ökonom, bekannt für die Studie "Die Grenzen des Wachstums" für den Club of Rome

  Wende zu einer ökologischen und sozialen Politik

Trage Sorge für die Kette der Generationen deiner Familie und für deine Erben.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Verbietest Du den Gebrauch feingeknüpfter Netze in großen Teichen, dann werden dort mehr Fische und Schildkröten sein, als die Menschen essen können. Wenn Du Äxte und Hacken im Wald nur zur richtigen Saison erlaubst, dann wird man dort mehr Holz ernten, als die Menschen benötigen.
Mengtse (um 370- um 290 v.Chr.), chinesischer Philosoph, Reformer des Konfuzianismus [Nachhaltigkeit, das neue Modewort, wurde schon früh praktiziert]

Jeder einzelne soll sich sagen: Für mich ist die Welt erschaffen worden, daher bin ich mit verantwortlich.
Talmud Bavli Sanhedrin 7

Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Lasst uns unseren Verstand zusammennehmen und bedenken, welches Leben wir unseren Kindern hinterlassen können.
Sitting Bull (1831-1890), Häuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux

Durch das wissenschaftliche Verständnis ist unsere Welt entmenschlicht worden. Der Mensch steht isoliert im Kosmos da. Er ist nicht mehr in die Natur verwoben und hat seine emotionale Anteilnahme an Naturereignissen, die bis dahin eine symbolische Bedeutung für ihn gehabt hatten, eingebüßt.,,, Sein Kontakt mit der Natur ist verlorengegangen und damit auch die starke emotionale Energie, die diese symbolische Verbindung bewirkt hatte.
Carl Gustav Jung (1875-1961), Schweizer Psychiater, Begründer der analytischen Psychologie

Die moderne Gesellschaft übersieht, dass die Welt nicht das Eigentum einer einzigen Generation ist.
Oskar Kokoschka (18886-1980), österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller

Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht.
Boris Leonidowitsch Pasternak (1890-1960), russischer Dichter und Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Es ist ein untechnisches Verhalten, alles zu realisieren, was technisch möglich ist. Wir sind heute in Gefahr, die Existenzbasis der Pflanzen, Tiere und Menschen im Ablauf einiger Jahrzehnte zu zerstören.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker, Philsoph und Friedensforscher

Der ökologische Umbau der Wirtschaft lässt sich nicht verschieben, bis das Ozonloch den Herstellern von Sonnenschutzmitteln die Taschen füllt.
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD, Aktivist der Friedensbewegung

Die moderne Gesellschaft findet keine ernsthafte Lösung für die ökologischen Probleme, wenn sie nicht einen ernsten Blick auf ihre Lebensstile wirft.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Kardinal, Papst

Den neuen Generationen ist die Zukunft des Planeten anvertraut, auf dem es deutliche Zeichen für eine Entwicklung gibt, die die delikaten Gleichgewichte der Natur nicht immer zu schützen wusste. Bevor es zu spät ist, müssen jetzt mutige Entscheidungen getroffen werden, die in der Lage sind, das starke Bündnis zwischen dem Menschen und der Erde wiederherzustellen.
Benedikt XVI. (Joseph Aloisius Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Hochschullehrer, Papst

Unter den richtigen Umständen nehmen Menschen durchaus zusätzliche Kosten und Mühen zum Schutz der Umwelt auf sich. Es hängt vor allem vom Vertrauen ab, dass andere genauso handeln. Menschen haben die Fähigkeit zu verstehen, dass ihre eigene Zukunft in Gefahr ist, wenn sie ihren Lebensstil nicht ändern. Unter den richtigen Umständen wird ihnen klar: Es ist ein Kampf aller gegen alle, wenn wir nicht handeln. Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass es nur eine Lösung auf globaler Ebene gibt. Es gibt auch darunter viele wichtige Ebenen, auf denen etwas passieren muss.
Elionor Ostrom (1933-2012), US-amerikanische Politologin, Forscherin im Bereich der Umweltökonomie

Ökumene im moralischen Anspruch bedeutet Gerechtigkeit allem Leben und der ganzen bewohnten Welt gegenüber. Ökumene ist nicht nur der Versuch, Glaubenssätze miteinander abzustimmen. Es ist noch viel mehr der Versuch, den Schutz der Erde miteinander abzumachen.
Fulbert Steffensky (1933- ), deutscher Theologe

Unser Ziel ist eine ökologische und soziale Marktwirtschaft. Wir müssen dabei die Nutzung der Umwelt aus einem Rahmenkonzept heraus begrenzen. Das hat mit Planwirtschaft überhaupt nichts zu tun.
Klaus Töpfer (1938- ), deutscher Politiker, CDU, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen

Für mich persönlich beschreibt die christliche Ethik auf sehr wunderbare Weise den Platz des Menschen auf dieser Erde: Sie wurde uns geliehen und ist uns anvertraut. Aber sie gehört uns nicht. Das bindet uns daran, sie gemeinsam zu pflegen, jedem an ihrem Reichtum teilhaben zu lassen und sie geordnet zu übergeben. Das vergisst man manchmal in einer Gesellschaft, in der Wirtschaftswachstum und Gewinnmaximierung Schlüsselwörter sind.
Barbara Hendricks  (1952- ), deutsche Historikerin und Politikerin, SPD, Umweltministerin

Daher wollen wir als Kirche, daher wollen wir als Bistum für die Ökologie des ganzen Menschen stehen, die in unserer gelebten Ökologie des Herzens wurzelt.
Gregor Maria Hanke (1954-), deutscher Bischof, ehemaliger
Benediktinerabt

Heute, nach einer wechselvollen Vergangenheit, erkennen wir: Europa braucht ein neues geistiges Antlitz. Und dazu gehört nicht nur der Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zum Ende, sondern auch das Wissen um die elementare Bedeutung der Familie, dazu gehört die moralische Verantwortung inmitten einer sich überstürzenden Forschung; dazu gehört die Sorge um den Lebensraum für die zukünftigen Generationen. All das steht in Verbindung mit einem christlichen Welt- und Menschenbild, das an der geistigen Einheit Europas schon einmal entscheidend mitgebaut hat.
Franz König (1905-2004), österreichischer Erzbischof

Wir haben keine andere Wahl, als den Umweltschutz zur Wachstumsindustrie zu machen und dafür zu sorgen, dass die Marktpreise die ökologische Wahrheit sagen.
Richard von Weizsäcker (1920-2015), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

Ich glaube, die meisten Menschen wollen nicht auf Kosten ihrer Kinder und Enkel leben. Das ist ein universaler Wert aller menschlicher Gemeinschaften.
Carl Wolmar Jakob von Uexküll (1944- ), schwedisch-deutscher Politiker, Umweltaktivist und Schriftsteller, Stifter des "Alternativen Nobelpreises"

Umweltenzyklika Laudato Si. Über die Sorge für das gemeinsame Haus von Papst Franziskus, 2015
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html#_ftn39]

Umweltenzyklika von Papst Franziskus: Laudato Si - Über die Sorge für das gemeinsame Haus
http://www.tagesspiegel.de/politik/umwelt-enzyklika-laudato-si-papst-franziskus-interpretiert-den-christlichen-glauben-neu/11935360.html

Patriarch Bartholomäus hat besonders von der Notwendigkeit gesprochen, dass jeder Einzelne die eigene Weise, dem Planeten zu schaden, bereut, denn „insofern wir alle kleine ökologische Schäden verursachen“, sind wir aufgerufen, „unseren kleineren oder größeren Beitrag zur Verunstaltung und Zerstörung der Schöpfung“ anzuerkennen.

Ich glaube, dass Franziskus das Beispiel schlechthin für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie ist. Er ist der heilige Patron all derer, die im Bereich der Ökologie forschen und arbeiten, und wird auch von vielen Nichtchristen geliebt. Er zeigte eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber der Schöpfung Gottes und gegenüber den Ärmsten und den Einsamsten. Er liebte die Fröhlichkeit und war wegen seines Frohsinns, seiner großzügigen Hingabe und seines weiten Herzens beliebt. Er war ein Mystiker und ein Pilger, der in Einfachheit und in einer wunderbaren Harmonie mit Gott, mit den anderen, mit der Natur und mit sich selbst lebte. An ihm wird man gewahr, bis zu welchem Punkt die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden sind.

Gioto Vogelpredigt in Basilica San Francesco Assisi
http://franciscan-compassion.org/index.php/Franz_von_Assisi.htm
Sonnengesang von Franz von Assisi
http://www.vision-teilen.org/wir-ueber-uns/die-franziskaner/
franziskaner-themen/vt/der_sonnengesang.html


Neben dem natürlichen Erbe gibt es ein historisches, künstlerisches und kulturelles Erbe, das gleichfalls bedroht ist. Es ist Teil der gemeinsamen Identität eines Ortes und Grundlage für den Aufbau einer bewohnbaren Stadt. Es geht nicht darum, etwas zu zerstören und neue, angeblich umweltfreundlichere Städte zu bauen, in denen zu wohnen nicht immer wünschenswert ist. Die Geschichte, die Kultur und die Architektur eines Ortes müssen eingegliedert werden, so dass seine ursprüngliche Identität bewahrt bleibt. Deshalb setzt die Ökologie auch die Pflege der kulturellen Reichtümer der Menschheit im weitesten Sinn voraus.Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

Wir kommen jedoch heute nicht umhin anzuerkennen, dass ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussionen aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde.

Wir müssen uns stärker bewusst machen, dass wir eine einzige Menschheitsfamilie sind. Es gibt keine politischen oder sozialen Grenzen und Barrieren, die uns erlauben, uns zu isolieren, und aus ebendiesem Grund auch keinen Raum für die Globalisierung der Gleichgültigkeit.

Einfach nur eine technische Lösung für jedes auftretende Umweltproblem zu suchen bedeutet, Dinge zu isolieren, die in der Wirklichkeit miteinander verknüpft sind, und die wahren und tiefsten Probleme des weltweiten Systems zu verbergen.

Innerhalb des Schemas der Rendite ist kein Platz für Gedanken an die Rhythmen der Natur, an ihre Zeiten des Verfalls und der Regenerierung und an die Kompliziertheit der Ökosysteme.

Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise.

Wir brauchen eine verantwortlichere weltweite Reaktion, die darin besteht, gleichzeitig sowohl die Reduzierung der Umweltverschmutzung als auch die Entwicklung der armen Länder und Regionen in Angriff zu nehmen.

Die Rettung der Banken um jeden Preis, indem man die Kosten dafür der Bevölkerung aufbürdet, ohne den festen Entschluss, das gesamte System zu überprüfen und zu reformieren, unterstützt eine absolute Herrschaft der Finanzen, die keine Zukunft besitzt und nach einer langwierigen, kostspieligen und scheinbaren Heilung nur neue Krisen hervorrufen kann.

Während die existierende Weltordnung sich als unfähig erweist, Verantwortungen zu übernehmen, kann die örtliche Instanz einen Unterschied machen.

Die Logik, von der man keine aufrichtige Sorge um die Umwelt erwarten kann, lässt auch nicht erwarten, dass sie besorgt ist, die Schwächsten einzubeziehen.
Franziskus (Jorge Mario Bergoglio) (1936- ), argentinischer katholischer Theologe, Jesuit, Hochschullehrer, Papst (Umweltenzyklika Laudato Si)

In der Enzyklika werden diese beiden Welten [Glaube und Wissenschaft] zusammengebracht. Und sie widersprechen sich nicht, sie können nur zusammen der Komplexität der Schöpfung gerecht werden.
Hans Joachim Schellnhuber (1950- ), deutscher Klimaforscher, Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung

Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation deckt, ohne die Fähigkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden.
Brundtland-Bericht 1987 (benannt nach der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, geb. 1939)

Jeder Mensch ist mitverantwortlich für das gegenwärtige und zukünftige Wohlergehen der Menschheitsfamilie und für das Leben auf der Erde.
Erd-Charta, Deklaration grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung im globalen Maßstab, soll als völkerrechtlich verbindlicher Vertrag von der internationalen Staatengemeinschaft ratifiziert werden, erster Entwurf auf vom Franziscan Study Center for Environment Konferenz entwickelt uns 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. a.
http://fore.yale.edu/religion/christianity/projects/franciscan_eco/)

Photo credit: Shutterstock
http://ecowatch.com/2014/04/09/celebrating-small-blue-planet/
  Sieger Köder Schöpfung
http://www.religruber.de/2.2.02_bildmeditation.htm


 

 
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