| Zitate zu den Sakramenten | |||||
Taufe
Hiermit nehme ich deine Schuld von dir und
bekleide dich mit festlichen Gewändern.
Wer glaubt und sich
taufen lässt, wird gerettet.
Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft
seid, habt Christus als Gewand angelegt.
Alle, die wir auf Christus getauft sind, sind in
seinen Tod getauft. So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe
in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch
die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Durch das Wasser der Taufe hat der heilige Geist
uns noch einmal geboren und uns zu neuen Menschen gemacht.
Die Taufe wäscht nicht den Schmutz von eurem
Körper, sondern durch sie bitten wir Gott um ein gutes Gewissen. Das
ist möglich, weil Jesus Christus auferstanden ist.
Die Taufe ist das Siegel des ewigen Lebens.
Du hast das weiße Kleid empfangen zum Zeichen,
dass du die Hülle der Sünde abgelegt und das reine Gewand der Unschuld
angezogen hast.
Die Taufe heißt auch Wiedergeburt, weil
wir durch sie ein neues Leben beginnen.
Die Taufe ist der
Anbeginn des geistlichen Lebens und das Tor zu den Sakramenten.
Die Taufe hat nicht allein reinigende, sie hat
auch erleuchtende Kraft.
Gerade aus diesem Grund müssen die Kinder
getauft werden, weil sie noch keine Vernunft haben, und weil je weniger
Vernunft, umso größer die Empfänglichkeit für den Glauben.
Die Taufe ist das Zeichen der Initiation
durch das wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden.
Da ist so ein Mensch - was man so einen Christen
nennt: dessen Glaube darin besteht, dass er keinen hat. Er heiratet und
bekommt Familienzuwachs. Ein Pastor träufelt mit Anmut ein paar Tropfen
Wasser über den Kopf des süßen kleinen Kindes. Und das wagt man Gott zu
bieten unter dem Titel: Heilige christliche Taufe.
Jede Woche einmal sollten wir unseren Taufbund
erneuern.
So wie es in den
fortschrittlichen Kreisen üblich war, hatten meine Eltern beschlossen, mich
mit zwanzig Jahren meine Religion selbst wählen zu lassen, falls ich wider
alle vernünftigen Erwartung es für gut befinden würde, eine zu haben. Kommunion (Abendmahl, s.a. Messe)
Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr
ist. Wohl dem, der auf ihn vertraut. Hier
gibt es nicht Schoßkinder und nicht Stiefkinder: am Tisch des Herrn
sind alle gleichen Ranges. Die
heilige Kommunion nimmt das Kreuz nicht ab, gibt aber immer Kraft, das
Kreuz zu tragen.
Du hörst das Wort "Der
Leib Christi", und du antwortest: "Amen". Sei also ein Glied Christi, damit
dein Amen wahr sei! Wer die
heilige Kommunion nur aus Gewohnheit empfängt, wird an der
Freigebigkeit Gottes keinen Anteil haben. Rechte
Achtsamkeit nach dem Empfang der heiligen Kommunion
ist die beste Vorbereitung zum Empfang größerer Gnaden.
Den Leib nähren wir öfters am Tage, und die Seele
sollen wir nur einmal im Jahre nähren? Er ist mir
Speise und Trank, Gesundheit und Arznei.
Ich bin unzähligen Zerstreuungen ausgesetzt; wenn ich
aber die heilige Kommunion empfange, dann sammle ich mich. Die
Gelegenheiten, Gott zu beleidigen bieten sich täglich dar, deshalb schütze
ich mich durch die heilige Kommunion auch alle Tage davor.
Ich benötige Licht und Weisheit zur Abwicklung heikler
Geschäfte, darum berate ich mich alle Tage mir Jesus in der heiligen
Kommunion.
Besser ist es, aus Liebe hinzutreten, als aus
Ehrfurcht wegzubleiben.
Aus Liebe muss der empfangen werden, der
sich uns nur aus Liebe geschenkt hat. Die alten
Apostel kamen aus dem Abendmahlsaal, die neuen Apostel kommen aus der
Kommunionbank.
Ein Kommuniontag ohne jede Caritas wäre ein
Kommuniontag ohne Danksagung. Dem
Heiligen Messopfer beizuwohnen, ohne zu kommunizieren, ist sozusagen eine
verstümmelte Handlung.
Wenn der Heiland sich euch schenkt, werdet ihr
euch wieder mit neuem Mute den Armen schenken können. Firmung (Konfirmation)
Ich mache sie stark durch den Herrn, und sie werden in
seinem Namen ihren Weg gehen.
Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes
angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen
hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen
Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen
herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft.
Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie
empfingen den Heiligen Geist.
Dies ist die Sitte der Kirche, dass zu
denjenigen, welche in kleineren, entfernteren Städten durch die Priester und
Diakone getauft sind, der Bischof hinausgeht, um ihnen unter
Anrufung des Heiligen Geistes die Hände aufzulegen. Der Gefirmte empfängt
die Fähigkeit, den Glauben durch Worte gleichsam von Amts wegen öffentlich
zu bekennen.
In der Firmung erlangt der Mensch das
Vollalter des geistlichen Lebens. Die Firmung ist die Priesterweihe
zum allgemeinen Priestertum, die Einweihung zum Aposteltum. Als
Getaufte und Gefirmte müssen wir unsere Bereitschaft steigern,
alles zu unternehmen, was die Verbreitung des Evangeliums und die Erlösung
der Welt von uns fordert. Bußsakrament (Beichte)
Weder Kraut noch Wundpflaster machte sie gesund,
sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.
Welchen ihr die Sünden
erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind
sie behalten.
Das Bekenntnis der Sünden wäre schwer, wenn es
vor Spöttern unter Gelächter und Spottreden geschehen müsste… So aber nicht… Beichte an erster Stelle jene
Sünde, die dich am meisten beschämt, so wird dir das Bekenntnis der
übrigen Sünden leicht sein.
Um der Schätze der ganzen Welt gäbe ich die
Beichte nicht her; denn ich weiß, was ich ihr für Stärke und Trost zu
verdanken habe. Lieber wollte ich die Tyrannei des Papstes wieder Leiden,
als in die Abschaffung der Beichte einwilligen. Als
das beste Erziehungsmittel erweist sich die häufige Beichte. Gott führt
die Seelen verschiedene Wege, und es ist nicht unumgänglich notwendig, dass
ein Beichtvater diese alle kennt. Die
katholische Religion verpflichtet nicht dazu, dass man seine Sünden ohne
Unterschied allen Menschen offenbare; sie duldet es, dass man allen anderen
Menschen verborgen bleibe, aber sie nimmt einen einzigen davon aus, und
gebietet, dass man ihm das Innerste seines Herzens offenbare, und sich ihm
so zeige, wie man ist. Es gibt nur diesen einen
Menschen auf der Welt, dem die Augen über uns selbst zu öffnen sie uns
gebietet, und sie verpflichtet ihn zu einer unverletzlichen
Verschwiegenheit, welche bewirkt, dass diese Erkenntnis in ihm ist, als
besäße er sie überhaupt nicht. Kann man sich etwas Liebevolleres und
Milderes vorstellen?
Es ist in der Tat eine große Wohltat Gottes,
dass er seiner Kirche die Gewalt gegeben hat, Sünden nachzulassen und zu
behalten, eine Gewalt, welche die Kirche durch die Priester ausübt,
deren Amt daher ohne Sünde nicht verachtet werden kann. Die
Beichte ist eine so vortreffliche Anstalt, dass, wenn sie nicht vorhanden
wäre, man sie erfinden müsste.
Ehemals (nämlich vor der Reformation) konnte
eine Gewissenslast durch andere vom Gewissen genommen werden. Jetzt muss
ein belastetes Gewissen sie selbst tragen und verliert die Kraft, mit sich
selber in Harmonie zu kommen.
Die Beichte hat in ihrem Wesen gewiss große
Kräfte für die Bildung des Volkes.
Zum Beichten und zum Sterben muss man immer
bereit sein; denn man weiß nicht, zu welcher Stunde der Herr kommt.
Das Bußsakrament ist ein Ventil für
Lebensunlust und Lebensüberdruss, für den furchtbaren Druck der Schuld.
Die Kirche hat mit ihrer Buß- und Beichtordnung
das mittelalterliche Europa domestiziert.
Statt zum Sakrament
floh ich zur Wissenschaft: Ich beichtete dem Arzt und empfing von ihm die
einzige Absolution, welche die Welt zu spenden vermag, nämlich die
Absolution des Psychiaters, vor dem es keine Sünde gibt, die nicht vergeben
werden kann, weil es keine Seele gibt, die sich Gott versagen kann. Und
diese Absolution hat mir jenen furchtbaren Frieden verliehen, von welchem
heute Tausende leben, deren Krankheit nichts anderes ist, als dass sie den
Frieden Gottes verschmähen.
Wozu dient es, zu beichten, wenn man die Frucht
seiner Sünde liebt.
Priester haben den großen Vorzug, dass sie sich
die Sprechstunde nicht bezahlen lassen.
Ein Katholik hat die Beichte, um sich von seinem
Geheimnis zu erholen, eine großartige Einrichtung;
er kniet und bricht das Schweigen, ohne sich den Menschen auszuliefern, und
nachher erhebt er sich, tritt wieder seine Rolle unter den Menschen an,
erlöst von dem unseligen Verlangen, von Menschen erkannt zu werden. Weihe (Priesterweihe)
Diese stellten sich vor
die Apostel; die beteten und legten die Hände auf sie. Und das Wort Gottes
breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde groß zu Jerusalem.
Wer sich Gott geweiht hat, der hat keinen
Grund zu trauern, wohl aber fröhlich zu sein. Die
Priesterweihe wird nicht gespendet als Heilmittel für einen einzelnen
Menschen, sondern für die ganze Kirche. Ehe
Mit einer Frau, die du liebst, genieß das Leben alle
Tage deines Lebens, die er dir unter der Sonne geschenkt hat.
Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du
bleibst, da bleibe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein
Volk ist mein Volk und und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe
auch ich, da will ich begraben sein… - nur der Tod wird mich von dir
scheiden.
Was
Gott verbunden hat, das
soll
der Mensch nicht trennen.
Die meisten Fehler, welche fromme Menschen in
der Ausübung ihrer Standespflichten begehen, kommen daher, dass sie sich
nicht genug in der Gegenwart Gottes aufhalten. Die
Ehe ist ein Orden, in dem man noch vor dem Noviziat Profess machen muss.
Gäbe es hier ein Probejahr wie in Klöstern, so würden nur sehr wenige die
Gelübde ablegen.
Es gibt gar keine wirksamere Innere Mission als
der Ehestand. So ist der
Begriff der Heiligkeit der Ehe eine solche Kulturerrungenschaft des
Christentums und von unschätzbarem Werte, obgleich die Ehe eigentlich
unnatürlich ist.
Hier reicht ein jugendliches Paar sich die Hände
nicht zum vorüber gehenden Gruß oder zum Tanz: der Priester spricht seinen
Segen darüber aus, und das Band ist unauflöslich.
Gott
segne den Bund und gebe mir Kraft und Fähigkeit, meine Frau so glücklich und
froh zu machen, als mein Herz es innig wünscht; er leite mich in Tun und
Lassen nach seiner Gnade.
Unser Herrgott aber hat den heiligen Ehestand
von Anfang an nicht zu einem Bußwerk bestimmt; wenn er es doch wird, dann
hat der törichte Mensch ihn selbst dazu gemacht. Das
Einzige, was die Ehe heiligen kann, ist Liebe und die einzig echte Ehe ist
die, die von Liebe geheiligt ist. Ehe ist
mehr als Liebe zueinander. Sie hat höhere Würde und Gewalt. Denn sie ist
Gottes heilige Stiftung, durch die er die Menschen bis ans Ende der Tage
erhalten will. Krankensalbung
Ist jemand unter euch
krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihn beten
und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens
wird dem Kranken helfen.
Die Zwölf machten sich auf den Weg ... und
salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
Es gibt Sakramente, die haben ihr Vorbild und Gleichnis schon im Alten Bund,
z.B. Taufe und Opfer. Es gibt aber Sakramente, die ausschließlich dem Neuen
Bund eigen sind: Firmung und Ölung. In der
Letzten Ölung wird der Mensch dazu bereitet, unvermittelt die Herrlichkeit
zu empfangen. Die
Firmung salbt den Menschen für den Lebenskampf, die Letzte Ölung für den
Todeskampf.
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