Zitate zur Heiligen Messe
 
Zitate zu Messe, Gottesdienst, Eucharistie, Kommunion, Abendmahl,
Fürbitte, Lobpreis, Sündenbekenntnis, Lesung ...

Bei den Heiden und an allen Orten wird meinem Namen ein reines Speiseopfer dargebracht werden.
Altes Testament, Malachias 1,11

Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Neues Testament, Markus 14,22

Er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und erhob sich, um vorzulesen. Man reichte ihm das Buch des Propheten Isaias.
Neues Testament, Lukas 4,16 f.

Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Neues Testament, Johannes 6,55-57

Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es, darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
Neues Testament, 1. Korinther 10,16

Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sagte Dank, brach es und sprach: ‚Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Das tut zum Gedenken an mich.‘ Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: ‚Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zum Gedenken an mich. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Neues Testament, 1. Korinther 11, 23-36

Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.
Neues Testament, 1. Korinther 11,27-28

Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre wieder ein anderer eine Offenbarung.
Neues Testament, 1. Korinther 14,26

Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch dienlich zur Belehrung, zur Beweisführung, zur Zurechtweisung, zur Schulung in der Gerechtigkeit, damit ausgestattet sei der Mann Gottes, wohlgerüstet zu jedem guten Werk.
NT, 2 Timotheus 3,16 f.)

An meiner ganzen Lebensführung soll man erkennen, dass ich im Dienst Gottes stehe.
Neues Testament, 2. Korinther 6,4

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder (und Schwestern), euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.
Neues Testament, Römer 12,1

Vor allem liegt mir daran, dass ihr als Gemeinde Bitten und Gebete, Fürbitte und Dank vor Gott bringt. Betet für alle Menschen, für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir ein Leben in Ruhe und Frieden führen können, fromm und anständig in jeder Hinsicht. Das ist gut und gefällt Gott, unserm Retter.
Neues Testament, 1. Timotheus

Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilgt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.
Neues Testament, Jakobus 5,15-16

Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm essen und er mit mir.
Neues Testament, Geheime Offenbarung des Johannes 3,20

An jedem Herrentage, wenn ihr zusammenkommt, brecht das Brot und sagt Dank, nachdem ihr zuvor eure Verfehlungen bekannt habt, damit euer Opfer rein sei.
Didache 14

Drei Dinge sind es, auf denen die Welt beruht: Das Gesetz, der Gottesdienst, die Werke der Nächstenliebe.
Sprüche der Väter 1,2

Niemand darf daran [Eucharistie] teilnehmen, als wer unsere Lehren für wahr hält, das Bad zur Vergebung der Sünden und zur Wiedergeburt [Taufe] empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt.
Justin (100-165), frühchristlicher Philosoph, Märtyrer

Sie sind wahrhaft zwei in einem Fleisch. Wo ein Fleich ist, ist auch nur ein Geist. Sie beten zusammen, sie verehren gemeinsam, sie fasten zusammen, unterweisen und ermahnen einander, stützten einander. Sie besuchen Gottes Kirche gemeinsam, nehmen gemeinsam am Gastmahl Gottes teil, gemeinsam erleiden sie Schwierigkeiten und Verfolgung, sie trösten einander. Kener verheimlicht dem andern etwas, keiner vermeidet die Gegenwart des andern, keiner fügt dem anderen Schmerz zu.
Tertullian (nach 150-nach 220), frühchristlicher römischer Schriftsteller

Die Fürbitte (das Memento für die Verstorbenen) ist von den Apolsteln selbst eingeführt worden.
Tertullian (nach 150-nach 220), frühchristlicher römischer Schriftsteller

Jene Eucharistie wird als sicher erachtet, die unter dem Bischof oder dem, den er damit beauftragt hat, gefeiert wird.
Ignatius von Antiochien (2. Jh.), Bischof von Antiochia in Kleinasien

Der Priester bringt in der Kiche ein Opfer dar, geradeso wie es Christus selbst dargebracht hat.
Cyprian von Karthago (um 200-258), Bischof von Karthago in Nordafrika, Kirchenschriftsteller, Heiliger

Die heilige Kommunion nimmt das Kreuz nicht ab, gibt aber immer Kraft, das Kreuz zu tragen.
Gregor von Nazianz (um 329-390), Bischof von Sasima in Kappadokien, Metropolit von Konstantinopel, einer der kappadokischen Väter

Hier [bei der Eucharistiefeier] gibt es nicht Schoßkinder und nicht Stiefkinder: am Tisch des Herrn sind alle gleichen Ranges.
Gregor von Nazianz (um 329-390), Bischof von Sasima in Kappadokien, Metropolit von Konstantinopel, einer der kappadokischen Väter

Sooft das heilige Messopfer dargebracht wird, stellt dieses den Tod, die Auferstehung und die Auffahrt des Herrn dar, es vermittelt auch die Vergebung der Sünden.
Aurelius Ambrosius (340-397), italienischer Bischof, Hymnendichter, Kirchenvater

Wenn du bloß für dich betest, so betest du für dich allein. Wenn du aber für alle betest, so beten alle für dich, da ja auch du in allen bist.
Aurelius Ambrosius (340-397), italienischer Bischof, Hymnendichter, Kirchenvater

Ehre nicht Christus hier mit seidenen Gewändern, während du dich draußen auf der Straße nicht um ihn kümmerst, wo er vor Kälte und Blöße zugrunde geht. Gott braucht keine goldenen Kelche, sondern goldene Menschen.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Er selber war Opfergabe, er selber war Opferpriester.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Dein Glaubensbekenntnis soll dir ein Spiegel sein! Beschaue dich darin, prüfe, ob du alles glaubst, was du zu glauben bekennst!
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Das Apolstolische Glaubensbekenntnis ist kurz in Worten, aber groß an Geheimnissen.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Esst, was ihr seid: Leib Christi! Werdet, was ihr esst: Leib Christi!
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Die Eucharistie ist euer tägliches Brot... Dieses tägliche Brot ist auch in den Lesungen, die ihr jeden Tag in der Kirche anhört, in den Hymnen, die ihr hört und die ihr singt.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Du sollst das gesamte All sichten und durch alles den Meister loben.
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo in Nordafrika, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Höre man das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in größter Eile herbei.
Benedikt von Nursia (480-547), italienischer Mönchsvater, Gründer des Benediktinerordens, Begründer des abendländischen Mönchtums, Heiliger

Gepreisen bist du, Herr unser Gott, weil du mir geholfen und mich getröstet hast.
Benedikt von Nursia (480-547), italienischer Mönchsvater, Gründer des Benediktinerordens, Begründer des abendländischen Mönchtums, Heiliger

Wenn du zu Gott kommen willst, dann schau', dass du nicht allein kommst.
Gregor I. der Große (um 540 bis 604), Papst ab 590 Kirchenlehrer, Heiliger, pflegte und renovierte den Kirchengesang (Gregorianische Gesänge)

Es ist unmöglich, dass ein Christ, der oft und andächtig dem heiligen Messopfer beiwohnt, eines bösen Todes sterbe.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Gern und fromm höre den Gottesdienst der Kirche. Wenn du im Gotteshaus bist, hüte dich herumzuschauen, und führe keine leeren Gespräche.
Ludwig IX. von Frankreich (1214-1270), König von Frankreich, Heiliger

Ich gab mich dir, gib du dich mir!
Johannes Bonaventura (1221-1274), deutscher Theologe und Philosoph der Scholastik, General der Franziskaner und Kardinal

Wenn du Gott bei der Arbeit im Stalle weniger hast als im Hochamt, so hast du ihn nicht recht.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Theologe, Dominikaner, Mystiker

Wüsste ich Leute mit verborgenem Hass oder mit Missgunst, die sich nicht belehren lassen: ich gäbe ihnen Gottes Leib nicht.
Johannes Tauler (um 1300.1361), deutscher Theologe, Dominikanerprediger, Mystiker

Rechte Achtsamkeit nach dem Empfang der heiligen Kommunion ist die beste Vorbereitung zum Empfang größerer Gnaden.
Thomas von Kempen (um 1380-1471), niederländischer Augustiner-Chorherr, Schriftsteller, Mystiker

Er ist mir Speise und Trank, Gesundheit und Arznei.
Nikolaus von Flüe (1417-1487), Schweizer Einsiedler, Asket und Mystiker

Wie kann nur ein Soldat in diesen Feldgottesdiensten das "Vaterunser" beten? Du unerbittlicher Mund, du wagst es, ihn Vater zu nennen, der du deinem Bruder die Kehle durchschneiden willst?
Erasmus von Rotterdam (ca. 1446-1536), niederländischer Theologe, Philosoph, Philologe und Schriftsteller

Die sich dem Abendmahl fernhalten, die sind nicht Christen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Fürbitten heißt: jemanden einen Engel senden.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Was die tägliche heilige Kommunion betrifft: Es steht fest, dass in der Urkirche alle Gläubigen jeden Tag kommunizierten.
Ignatius von Loyola (1491-1556), spanischer Adeliger, katholischer Theologe und Philosoph, Gründer des Jesuitenordens, Heiliger

Besser ist es, aus Liebe hinzutreten, als aus Ehrfurcht wegzubleiben.
Ludwig von Granada (1504-1588), spanischer Dominikanerprediger und Schriftsteller

Den Leib nähren wir öfters am Tage, und die Seele sollen wir nur einmal im Jahre nähren?
Karl Borromäus (1538-1584), italienischer katholischer Theologe, Kardinal, bedeutender Vertreter der Gegenreformation, Heiliger

Außerdem besteht ja die Darstellung des heiligen Messopfers mehr in Handlungen als in Worten. Die Handlungen, Bewegungen und Zeremonien bei der heiligen Messe reden für sich allein schon eine laute und verständliche Sprache.
Robert Bellarmin (1542-1621), italienischer katholischer Theologe, Jesuit, Heiliger

Die Anhörung des heiligen Messopfers ist nützlicher als die vorzüglichste Art des Gebetes, die Betrachtung: dann bei der Betrachtung stellt man sich Christus vor, bei der Messe aber hat man ihn persönlich gegenwärtig.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Bischof, Gründer des Salesianerordens, Mystiker und Kirchenlehrer

Jene, die nicht viel mit irdischen Dingen zu tun haben, sollten oft zum Tisch des Herrn gehen, weil sich ihnen Zeit und Möglichkeit dafür bietet; aber auch jene, die viel von weltlichen Geschäften in Anspruch genommen sind, weil sie es notwendig haben; denn wer hart arbeitet und schwere Lasten trägt, muss oft und kräftig essen.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Bischof, Gründer des Salesianerordens, Mystiker und Kirchenlehrer

In der heiligen Eucharistie werden wir eins mit Gott wie die Speise mit dem Körper.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Fürstbischof von Genf, Gründer des Salesianerordens, Mystiker, Kirchenlehrer

Sie wollen zum Glauben gelangen und kennen nicht den Weg dazu? … Lernen Sie von denen, die früher wie Sie von Zweifeln geplagt wurden … Ahmen Sie deren Handlungsweise nach, tun Sie alles, was der Glaube verlangt, als wenn Sie schon gläubig wären. Besuchen Sie die Messse, gebrauchen Sie Weihwasser usw., das wird Sie zweifellos einfältig machen und zum Glauben führen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph

Wie hasse ich diese Dummheiten nicht an die Eucharistie etc. zu glauben. Wenn das Evangelium wahr ist, wenn Jesus Gott ist, welche Schwierigkeit gibt es dann dort.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph

Dem Heiligen Messopfer bezuwohnen, ohne zu kommunizieren, ist sozusagen eine verstümmelte Handlung.
Fénélon (Francois de Salinac de La Mothe-Fénelin) (1651-1715), französischer Theologe, Erzbischof und Schriftsteller

Wenn wir nach Vergebung unserer Sünde verlangen, wenn wir Kraft zum Glauben, zur Liebe und zum Gehorsam gegenüber Gott haben möchten, dann sollten wir keine Gelegenheit auslassen, das Abendmahl zu empfangen. Wenn wir sagen, dass das Abendmahl auf das Gebot Christi zurückgeht, dann kann niemand christliche Frömmigkeit für sich beanspruchen, der es nicht so oft wie möglich empfängt.
John Wesley (1703-1791), englischer Theologe, Gründer der Methodisten

Wir vergessen, dass wir aus der Kirche nur eine glühende Kohle vom Altar heimholen sollen, um im gemeinen Leben Gott Opfer der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit zu bringen.
Theodor Gottfried von Hippel (1741-1796), deutscher Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker

Nirgends fand ich mich aber tiefer in meinem Innersten gerührt als in der katholischen Kirche, wo die größte, erhabenste Musik noch zu den andern Künsten tritt, das Herz gewaltsam zu bewegen. Ach, Wilhelmine, unser Gottesdienst ist keiner. Er spricht nur zu dem kalten Verstande, aber zu allen Sinnen ein katholisches Fest.
Heinrich von Kleist (1777-1811), deutscher Schriftsteller

Wenn der Heiland sich euch schenkt, werdet ihr euch wieder mit neuem Mute den Armen schenken können.
Vinzenz von Paul (1581-1660), deutscher katholischer Priester, Begründer der neuzeitlichen Caritas

In dem Abendmahle sollen die irdischen Lippen ein göttliches Wesen verkörpert empfangen und unter der Form irdischer Nahrung einer himmlischen teilhaftig werden.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Das ehrwürdige Wort Messe, in seinem deutschen Doppelsinn, deutet auf den uralten Bund des Handels und der Kirche, auf die noch ältere, auf die ewige Einheit des äußeren und inneren Seins.
Adam Heinrich Müller von Nittendorf (1779-1829), deutscher Philosoph, Diplomat, Publizist und Staatstheoretiker

Man muss viel für die Armen Seelen beten, damit sie viel für uns bitten.
Jean-Marie-Baptiste Vianney (1786-1859), katholischer Priester, Pfarrer von Ars, Heiliger

Es muss wohl Menschen geben, die auch für solche beten, die niemals beten.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Seit man nicht mehr in die Kirche geht, ist das Theater der einzige öffentliche Gottesdienst, sowie die Literatur die Privat-Andacht.
Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller

Wer meint, dass der Gottesdienst nur in der Kirche zu Hause ist, braucht eigentlich nicht in die Kirche zu gehen.
John Henry Newman (1801-1890), englischer Theologe, anglikanischer Pfarrer, zur kath. Kirche konvertiert, Kardinal, Publizist

Was glaubst du, wie dem zumute ist, der niemand hat, der für ihn betet?
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Kommen die Massen nicht in die Gottesdienste, müssen die Gottesdienste zu der Masse gebracht werden.
William Booth (1829-1912), früher Kaufmann dann Methodisten-Prediger, Gründer und erster General der Heilsarmee

Die Botschaft jeder Religion lautet, dass der Mensch nicht wirklich Mensch ist, wenn er nicht seinen Schöpfer preist.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Noch der schärfste Gegner der christlichen Kulthandlungen muss einräumen, dass das Brot- und Wein-Ritual, hätte es nicht der Katholizismus eingeführt, aller Wahrscheinlichkeit nach von jemand anderem begründet worden wäre. Jeder, der ein Gespür für Poesie hat, wird zugestehen, dass Brot für das normale menschliche Empfinden etwas symbolisiert, was sich nicht leicht anders versinnbildlichen lässt - und Wein ganz ebenso.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller und Journalist

Die Weltbedeutung von Werken wie Bachs Matthäus-Passion oder seiner h-Moll-Messe, Mozarts Requiem, Beethovens Missa solemnis, Händels Messias, Bruckners Tedeum und so weiter, erwächst nich nur aus der Bewunderung für ihre besondere künstlerische Höhe, sondern auch aus der allgemeinen Überzeugung, dass das Wesen der Musik dem Religiösen angemessen ist.
Bruno Walter (1876-1962), deutsch-österreichischer Dirigent, Pianist und Komponist

Aus den Gottesdiensten, an denen ich als Kind teilnahm, habe ich den Sinn für das Feierliche und das Bedürfnis nach Stille und Sammlung mit ins Leben genommen, ohne die ich mir mein Dasein nicht denken kann.
Albert Schweizer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Als Mitte des christlichen Lebens muss die Messe vor allem am Sonntag zur Geltung kommen. Am Sonntag versammelt sich die Gemeinde zum heiligen Opfer; es ist die wöchentliche Vollversammlung der Gemeinde.
Josef Andreas Jungmann (1889-1975), österreichischer katholischer Theologe

Es gilt, nicht in einzelnen Stunden nur und mit bestimmten Worten und Gebärden Gott zu dienen, sondern mit dem ganzen Leben, mit dem ganzen Alltag, mit der ganzen Weltlichkeit.
Martin Buber (1878-1965) österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph

Wahrer Gottesdienst besteht ganz einfach darin, dass man Gottes Willen tut.
Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Der Tag der Ruhe ist nicht ein natürliches, sondern ein geheiligtes Recht des Menschen. Es gibt keine Entproletarisierung ohne Sonntag, keinen Sonntag ohne Glauben, keinen Glaube ohne Messe.
Joseph Cardijn (1882-1967), belgischer Kardinal, Begründer der christlichen Arbeiterjugend CAJ

Wenn man sich heute damit begnügt, die heilige Messe zu feiern und von der Kanzel herab zu predigen, wird man niemanden retten.
Joseph Cardijn (1882-1967), belgischer Kardinal, Begründer der christlichen Arbeiterjugend CAJ

Die Messe zu hören ist die Zeremonie, die ich während meinenr Reisen am meisten bevorzuge.
Charles de Gaulle (1890-1970), französischer General und Politiker, Staatspräsident

Das Grösste, was wir füreinander tun können, ist, dass wir füreinander beten.
Corrie ten Boom (1892-1982), niederländische reformierte Christin, Unterstützterin verfolgter Juden 

Die Sprache, die einmal ausschwang Dich zu loben, zieht sich zusammen, singt nicht mehr in unserem Essigmunde.
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974), deutsche Schriftstellerin

Jener Satz des Herrn, den wir während einer Frühmesse oder einer Fahrt in der Untergrundbahn dem Evangelium entrissen haben oder zwischen zwei Hausarbeiten oder abends in unserem Bett, darf uns ebensowenig verlassen als unser Leben und unser Geist. Er wird uns befruchten, verwandeln, erneuern: den Händedruck, den wir heute zu geben haben, unsere Arbeitsleistung, die Art, wie wir den uns begegnenden Menschen anblicken, wie wir gegen unsere Müdigkeit ankämpfen, einen Schmerzanfall bestehen, in einer Freude erblühen.
Madeleine Delbrêl (1904-1964), französische Sozialarbeiterin

Die communio sanctorum beim Abendmahl übersteigt alle menschliche Gemeinschaft und sollte vor jeder Verwechslung mit irgendwelchen menschlichen Sympathiegemeinschaften geschützt sein.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

In der Eucharistie empfangen wir Christus in der Gestalt von Brot und Wein. In den Armen in der Gestalt von Fleisch und Blut.
Werenfried van Straaten (1913-), niederländischer katholischer Pater, Gründer von "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe"

Ist das die Hauptsache, dass es einem recht gut geht, dass man viel verdient, angesehen ist, das Leben sich recht gemütlich machen kann, möglichst keinen Verdruss hat, dass einen die Menschen auf Händen tragen, mit einem Wort: dass man in der Welt Glück hat? - Nein! Vom christlichen Standpunkt aus ist die Hauptsache, dass man Gottes Willen erfüllt, ihm dient und so sein ewiges Ziel erreicht. Darin besteht die Lebensaufgabe des Menschen, alles andere muss Nebensache bleiben.
Rupert Mayer (1876-1945), deutscher katholischer Priester, Jesuit, Präses der Marianischen Männerkongregation, im katholischen Widerstand gegen Nazis

Sollten wir so entfremdet sein, dass wir uns den Luxus leisten, Gott in der Bequemlichkeit müßiger Stunden, in luxuriösen Kirchen, in pompösen, aber oft so leeren Gottesdiensten zu suchen und ihm nicht dort zu dienen, wo er wirklich ist und uns erwartet und unsere Präsenz fordert: in der Menschheit, in den Armen, in den Unterdrückten, in Opfern der Ungerechtigkeit, für die wir nur allzu oft mitschuldig sind?
Dom Hélder Pessoa Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Vertreter der Befreiungstheologie und Menschenrechtler

Erhebet die Herzen!“ - Diese Einladung in der Messe hört sich leicht an. Aber haben Sie schon einmal versucht, Herzen sich erheben zu lassen? Manche Herzen sind voller Bitterkeit, Auflehnung und Hass. Welch eine Last ist doch der Neid! Welch eine Last ist doch der Stolz, der Hochmut, die Eitelkeit! Erhebet die Herzen! Jedesmal, wenn wir diese Worte hören, wollen wir auch an die denken, deren Herz am Boden zertreten ist, die mutlos sind, keine Hoffnung haben und keinen Grund mehr zu leben.
Dom Hélder Pessoa Câmara (1909-1999), brasilianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Vertreter der Befreiungstheologie und Menschenrechtler

Auch als aufgeklärter Mensch, trotz aller Kritik an Kirche und Christentum, kann man mit Überzeugung sagen: "Credo."
Hans Küng (1928- ), deutscher katholischer Theologe

Es gibt Tage, wo für dich der Gottesdienst schwer wird. Wisse dann, deinen Leib darzubieten, da ja schon deine Anwesenheit ein Zeichen ist für dein im Augenblick nicht zu verwirklichendes Verlangen, deinen Herrn zu loben. Glaube an die Gegenwart Christi in dir, auch wenn du keine spürbare Resonanz davon feststellst
Roger Schutz (1915-2005), schweizerisch-französischer evangelischer Pfarrer, Gründer der Gemeinschaft von Taizé

Eine Religion des Sonntagsgottesdienstes aber von ungerechten Wochen gefällt dem Herrn nicht.
Oskar Arnulfo Romero (1917-1980), salvadorianischer Theologe, Erzbischof

Ich befürchte, dass dieser gesellschaftliche Tod Gottes bei uns gleichzeitig ein Tod des Geistes ist - das Verschwinden allen spirituellen Lebens, das diesen Namen verdient, zumindest im Westen. So das wir am Sonntagmorgen nur noch die Supermärkte füllen, weil die Kirchen sich leeren.
André Comte-Sponville (1952- ) französischer Philosoph, Atheist


       

 
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