"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Zitate über Lärm
   

Zu grelles Licht gefährdet das Sehen. Übermäßiger Lärm betäubt das Gehör. Zu starkes Gewürz verdirbt den Geschmack. Übergroße Erregung stumpft das Gefühl ab.
Laotse (6. Jh. v. Chr.), chinesischer Philosoph

Das Gute macht wenig Lärm. Der Lärm macht wenig Gutes.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianer, Bischof von Genf, Heiliger

Lärm ist die bedeutendste von allen Störungen. Es ist nicht allein eine Störung, es ist mehr als eine Spaltung des Denkens.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Der Maßstab für den Geist eines Mannes ist die Größe seines Abscheus vor überflüssigem Lärm.
Herbert Spencer (1820-1903), englischer Philosoph und Soziologe

Lärm. - Ein Gestank im Ohr. Ungezähmte Musik. Haupterzeugnis und Kennzeichen der Zivilisation.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.
Robert Koch (1843-1910), deutscher Mediziner und Mikrobiologe, Nobelpreisträger

Der Mensch geht in den Lärm der Menge, um den Schrei seines eigenen Schweigens zu übertäuben.
Rabindranath Tagore (1861-1941), bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker, Nobelpreisträger

Lärm kann nicht über Lärm siegen: Schweigen tut es.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Der Lärm schützt uns vor peinlichem Nachdenken, er zerstreut ängstliche Träume, er versichert uns, dass wir ja alle zusammen seien und ein solches Getöse veranlassen, dass niemand es wagt, uns anzugreifen. (…) Das, was in Wirklichkeit gefürchtet wird, ist das, was vom eigenen Inneren kommen könnte, nämlich all das, was man sich durch Lärm vom Halse gehalten hat.
Carl Gustav Jung (1875-1961), schweizerischer Psychoanalytiker und Begründer der analytischen Tiefenpsychologie

Es besteht eine Verschwörung des Lärms. Dem Schweigen kann man nur durch Lärm entfliehen; aber wie flieht man den Lärm? Nur durch Schweigen.
Jean Cocteau (1889-1963), französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler

Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Lärm ist ein geeignetes Mittel, die Stimme des Gewissens zu übertönen.
Pearl Sydensticker Buck (1892-1973) US-amerikanische Schriftstellerin

Der Mensch ist Lärmerzeuger, Luftverpester, Wasserverschmutzer, Waldverschandler, Abfallerzeuger en gros, Nahrungsmittelverderber, Erbmassenbedroher, alles durch sein eigenes Genie.
John Boynton Priestley (1894-1984), englischer Schriftsteller, Journalist und Literaturkritiker

Stille heilt, Lärm zertrümmert Gedanken und Gefühle.
Zenta Maurina (1897-1978), lettische Schriftstellerin

Kein Lärm ist aufdringlicher als der, den man zu überhören sucht.
Clive Staples Lewis (1898-1963), irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Die Stille ernährt, der Lärm verbraucht.
Reinhold Schneider (1903-1958), deutscher Schriftsteller

Leere Gehirne dürsten nach Lärm.
Hans Kasper (1916-), deutscher Hörspielautor und Lyriker

Lärm ist das Markenzeichen unserer Zeit.
Roman Polanski (1933-), polnischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler

Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.
Ernst Ferstl (1955-), österreichischer Lehrer und Autor

 

Bildnachweis:
Die Straße dringt in das Haus von Umberto Boccioni, italienischer Maler und Bildhauer (1882-1916)
Dynamik eines Autos von Luigi Russolo, italienischer Maler und Komponist (1885-1947)
Ausschnitt der Hölle aus dem Garten der Lüste von Hieronymus Bosch, niederländischer Maler (um 1450-1516)

 

 

       

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(c) Dr. Martin Weimer