Zitate über Krankheit und Behinderung
 



Werde nicht gleichgültig in der Krankheit, bete zu Gott, denn er kann dich heilen.
AT, Sir 38,9

Krankheit ist für die Trägen ein Fest, denn sie enthebt sie der Arbeit.
Antiphon,  u, 480- um 411 v.Chr., griechischer Redner

Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor.
Hippokrates, um 460-um 370 v.Chr., griechischer Arzt

Krankenbetten machen Anbeter Gottes.
russisches Sprichwort

Manch einem wird Krankheit zum Segen und Gesundheit zum Schaden. Gott weiß schon, was uns vorwärts bringt.
Aurelius Augustinus, 354-430, Kirchenvater

Eine wirklich ausgemerzte Krankheit ist etwas anderes als eine bloß beruhigte
Aurelius Augustinus, 354-430, Kirchenvater

Gott wohnt nicht in einem gesunden Leibe.
Hildegard von Bingen, 1098-1179, deutsche Äbtissin, Naturwissenschaftlerin

Die Krankheit des Körpers wird erträglicher, wenn du bedenkst, dass sie ein Heilmittel für die Seele ist.
Erasmus von Rotterdam, 1469-1536, niederländischer Humanist und Theologe

Wenn wir uns nicht entschließen, Krankheit und Tod hinzunehmen, so werden wir nie etwas erreichen.
Theresia von Avila, 1515-1582, spanische Ordensschwester, Kirchenlehrerin

Die Krankheit sagt uns, was wir sind.
Kamillus von Lellis, 1550-1614, Mönch

Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten.
Jean Molière, 1622-1673, französischer Kommödiendichter

Der Zustand des größten Seelenschmerzes ist zugleich der Zustand der größten körperlichen Krankheit.
Friedrich Schiller, 1759-1805, deutscher Dichter

Wenn die Menschen nur halb soviel Sorge darauf verwenden würden, gesund zu bleiben und verständig zu leben, wie sie heute darauf verwenden, um krank zu werden, die Hälfte der Krankheiten blieb ihnen erspart.
Sebastian Kneipp, 1821-1897, deutscher katholischer Priester, Naturheilkundler

Krankheiten, besonders langwierige, sind Lehrjahre der Lebenskunst und der Gemütsbildung.
Novalis, 1772-1801, deutscher Dichter

Das gesunde Leben ist nur eine Form, das kranke eine andere, in der wir Gott und den Menschen dienen.
Leo Tolstoi, 1828-1910, russischer Dichter

Man muss eine schwere Krankheit durchmachen, um zu erkennen, worin das Leben besteht: Je schwächer der Lein, umso stärker die geistige Aktivität.
Leo Tolstoi, 1828-1910, russischer Dichter

Sogar eingebildete Krankheiten können wirkliche werden.
Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799, deutscher Physiker, Schriftsteller, Aphoristiker

Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrößert.
Charles Lamb, 1775-1834 englischer Schriftsteller

In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
Sigmund Freud, 1856-1039, österreichischer Psychoanalytiker

Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn, denn jede Krankheit ist eine Reinigung: man muss nur herausbekommen, wovon.
Christian Morgenstern, 1871-1913, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer 

Krankheiten sind Anfragen. Sie sind auch Aufgaben, Auszeichnungen sogar.
Ernst Jünger, 1895-1998, deutscher Schriftsteller

Krank sein - das heißt im Advent leben. Lernen wir die Krankheit verstehen, so können wir ihr nicht mehr vorwerfen, dass sie unsere Zeit und unsere Kraft zerstört.
Reinhold Schneider, 1903-1958, deutscher Schriftsteller

Krankheit ist der Anruf der Wahrheit an uns.
Reinhold Schneider, 1903-1958, deutscher Schriftsteller

Der Kranke vermag mehr zu ahnen, zu spüren als andere Menschen.
Reinhold Schneider, 1903-1958, deutscher Schriftsteller

Eine Gesellschaft, in der das Geschäft mit der Krankheit zu einem der volkswirtschaftlich aufwändigsten und individuell einträglichsten hat werden können, ist selber krank.
Kurt Marti, 1921-, deutscher evangelischer Theologe

Der Mensch muss an etwas Göttliches glauben, wenn er nicht auf Dauer krank werden will.
Friedrich Rittelmeyer, 20. Jh., deutscher evangelischer Theologe

Wer den Krüppel verhöhnt, der verspottet Gott.
estnisches Sprichwort

Ich, die ich blind bin, kann den Sehenden nur dies eine ans Herz legen: Gebraucht eure Augen so, als ob ihr morgen erblinden müsstet. Nutzt alle eure Sinne aus, soviel ihr könnt; freut euch der tausendfältigen Schönheit der Welt, die sich eich durch eure Sinne offenbart. Von allen Sinnen aber, das glaube ich bestimmt, muss das Augenlicht der köstlichste sein.
Helen Adams Keller, 1880-1968, US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub

Ich weinte, dass ich keine Schuhe hatte, bis ich einen sah, der keine Füße hatte.
Helen Adams Keller, 1880-1968, US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub

Die besten und schönsten Dinge in der Welt können weder gesehen noch berührt werden … aber man spürt sie im Herzen.
Helen Adams Keller, 1880-1968, US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub

Es gibt gewisse Tore, die nur die Krankheit öffnen kann.
André Gide, 1869-1951, französischer Schriftsteller

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Lassen Sie uns die Behinderten und ihre Angehörigen auf ganz natürliche Weise in unser Leben einbeziehen. Wir wollen ihnen die Gewissheit geben, dass wir zusammengehören.
Richard von Weizsäcker, 1912- , deutscher Poltiker, ehem. Bundespräsident

Wenn Arbeit alles wäre, gäbe es keinen Lebenssinn für Behinderte, keinen mehr für Alte und noch keinen für Kinder.
Norbert Blüm, deutscher Politiker, Arbeitsminister, CDU

Der Mensch mit Behinderung ist personales Subjekt mit allen Rechten einer Person. Darum muss ihm die Teilnahme am Leben der Gesellschaft in allen Bereichen und auf allen mit seinen Fähigkeiten erreichbaren Stufen ermöglicht werden. Der behinderte Mensch ist einer von uns und teilt voll und ganz unsere Menschennatur. Es wäre eines Menschen von Grund auf unwürdig und eine Verleugnung der gemeinsamen Menschennatur, wenn man zum Leben der Gesellschaft und so auch zur Arbeit nur voll Leistungsfähige zuließe, weil man damit in eine schwere Form von Diskriminierung verfiele.
Johannes Paul II., 1920-2005, polnischer Papst

Menschen mit Behinderung sind unentbehrlich, weil sie mit letzter Deutlichkeit zur Besinnung auf letzte Grundwerte des Geschöpfseins rufen. Sie sind Zeichen der Zeit und die leicht überhörbare Stimme Gottes in lebendiger Menschengestalt. Sie bringen ein Korrektiv, das die gängige Leistungsmentalität herausfordert: Nachdenken über das, was als 'normal‘ gelten kann, und nachdenken über das, was den Menschen glücklich macht.
Franz Dietl, 20. Jh., katholischer Weihbischof

 

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