"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Zitate über Hast, Hektik, Hetze
   

Hast ist die Scheuklappe des Menschen gegenüber den Dingen, auf die es im Leben wirklich ankommt.
chinesisches Sprichwort

Der Gelassene nutzt seine Chance besser als der Getriebene.
chinesisches Sprichwort

Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist.
Laotse (ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Hektik weist auf ein krankes Gemüt. Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, mit sich selbst umgehen zu können.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Nichts kann gleichzeitig hastig und klug erledigt werden.
Publilius Syrus (ca. 90-40 v.Chr.), römischer Moralist

Wir arbeiten rasch genug, wenn wir gut arbeiten. Die Hummeln machen mehr Lärm und gebärden sich geschäftiger als die Bienen, aber sie erzeugen weder Wachs noch Honig. So arbeitet weder viel noch gut, wer sich überhastet.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Bischof, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer, Heiliger

Obwohl ich immer in Eile bin, bin ich niemals in Hetze, weil ich nur soviel Arbeit auf mich lade, wie ich ruhigen Herzens bewältigen kann.
John Wesley (1703-1791), englischer Erweckungsprediger, Begründer der Methodisten

Zur Plage unsers Daseins trägt nicht wenig auch dieses bei, dass stets die Zeit uns drängt, uns nicht zu Atem kommen lässt und hinter jedem her ist.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Das Lächerlichste vom Lächerlichen auf dieser Welt sind mir die Leute, die es eilig haben, die nicht schnell genug essen und arbeiten können. Was richten sie aus, diese ewig Hastenden? Ergeht es ihnen nicht wie jener Frau, die aus ihrem brennende Haus in der Verwirrung die Feuerzange rettete.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Man schämt sich jetzt schon der Ruhe; das lange Nachsinnen macht beinahe Gewissenbisse. Man denkt mit der Uhr in der Hand, wie man zu Mittag isst, das Auge auf das Börsenblatt gerichtet - man lebt wie einer, der fortwährend etwas "versäumen könnte".
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

Der rastlose Arbeitsmensch von heute hat tagsüber keine Zeit, sich Gedanken zu machen - und abends ist er zu müde dazu. Alles in allem hält er das für Glück.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Nobelpreisträger

Der größte Fehler dieses Zeitalters ist es, dass alle Menschen so hektisch und so aktiv geworden sind. Wer keine Ruhe hat, kann nicht das Wesen der Dinge erfahren.
Hazrat Inayat Khan (1882-1927), indischer Sufi, Gründer des internationalen Sufi-Ordens

Der Furchtmensch ist scheu und unruhig. Seine hastigen, an Störung gewöhnten Freuden sind kurz. Deshalb braucht er Abwechslung. Der Reichtum seines Lebens ist nicht Tiefe sondern Mannigfaltigkeit.
Walther Rathenau (1867-1922), deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker

Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutscher evangelischer Theologe, Musikforscher, Philosoph und Arzt

Was ist es, das den Menschen heutzutage so jämmerlich klagen lässt, er sei gehetzt; was hetzt ihn eigentlich? Er kann nichts tun, ja, er kann nicht einmal nichts tun, ohne nach irgendeinem Nutzen zu schielen.
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Man muss leben, als hätte man hundertfünfzig Jahre Zeit. Hast ist der Feind des Lebens.
Thornton Wilder (1897-1975), US-amerikanischer Schriftsteller

Man muss sich fragen, was der heutigen Menschheit größeren Schaden an ihrer Seele zufügt: die verblendende Geldgier oder die zermürbende Hast.
Konrad Lorenz (1903-), österreichischer Verhaltensforscher
 

Bildquellen:
Vincenzo Campi, Christus im Haus von Maria und Marta http://www.vhamp.de/page4/page25/page37/page37.html
Fernan Léger. Die Kartenspieler http://www.lilipuz.de/wissen/bilder-im-ohr-2008/details/artikel/die-kartenspieler/

Fabian Werner. Zarte Hektik http://www.kunstnet.de/werk/180367-zarte-hektik
 

       

  Home Suche Übersicht .

(c) Dr. Martin Weimer