Zitate über das Glockenläuten
 
... die Bedeutung einer christlichen Tradition ...

Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze breche ich.
mittelalterliche Glockeninschrift

Wenn die Weihnachtsglocken läuten, wird selbst der Teufel milde.
Tiroler Sprichwort

Karfreitag fliegen alle Glocken nach Rom
deutsches Sprichwort (da nicht am stillen Karfreitag nicht geläutet wird)


Die "Gloriosa" aus dem Erfurter Dom, gegossen 1497 ist mit 11,45 Tonnen einer Höhe von 2,62 m und einem Durchmesser von 2,56 m die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt und zählt zu den klangschönsten der Welt. Die Glocke wird nur an hohen kirchlichen Feiertagen geläurtet.
http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/architektur/glocken/img/tempx_glocken_gloriosa1_g.jpg

Die Glocken klingen, klingen viel anders denn sonst, wenn einer einen Toten weiß, den er lieb hat.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Mir scheint es wunderbar und bemerkenswert, dass eine Kunst erfunden wurde, durch einen Klöppelschlag in einer und derselben Sekunde in 1000 verschiedenen Herzen eine und dieselbe Empfindung zu werken.
Francois-René de Chateaubriand (1768-1848), französischer Schriftsteller

Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schönen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden.
Henri Stendhal (1783-1842), französischer Schriftsteller

Das Fest der Pfingsten kommt im Hall der Glocken.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter

Traditionell läuten die Kirchenglocken vor einem Gottesdienst, um die Gemeinde in die Kirche zusammenzurufen, sowie während des Gottesdienstes beim Vaterunser-Gebet (protestantisch) bzw. während der Wandlung (katholisch). Gleiches gilt für Taufen, Hochzeiten, Bestattungen und ähnliche Ereignisse (säkulares Geläut). Außerdem gibt es noch das Angelusläuten der katholischen Kirche, das morgendliche, mittägliche und abendliche Angelusläuten, zu dem das Gebet Der Engel des Herrn gebetet wird. Das Pendant dazu ist das Betläuten in den evangelischen Kirchen. Die Verwendung der Kirchenglocken ist durch Läutordnungen festgelegt.
Die Tradition des kirchlichen Geläuts ist in Deutschland durch die Religionsfreiheit (Art. 4 GG) grundgesetzlich geschützt. Dabei ist der Kernbereich des liturgischen Läutens besonders geschützt, im Gegensatz etwa zum säkularen Zeitschlagen.

"Die Glocke ist ein Generationen  verbindendes Kulturgut, jeder Generation zu neuem Hören, zur Nutzung und zur Pflege anvertraut. Glocken gewähren dem Hörenden die Freiheit, sich zu ihrer zugleich einladenden wie verkündigenden Wirkung zustimmend, ablehnend oder neutral zu verhalten. Glockenklang ist über seine liturgische Aufgabe hinaus ein Beispiel für das zweckfrei Schöne, welches das Leben vor dem Zwang zum ausschließlich Nützlichen bewahrt. Am Rande weltlicher Realität ist das Klangbild der Glocke damit dem Bemühen verwandt, unsagbare göttliche Realität zum Klingen zu bringen....
Das Läuten der Glocken ist über Jahrhunderte hinweg Teil der Landeskultur in Deutschland und Europa und das akustische Zeichen der Christenheit. Beide Kirchen begegnen und durchdringen sich auf diesem Gebiete wie kaum in einem anderen Bereich. Darüber hinaus zeigen viele Menschen, nicht nur Christen, ein ungebrochen großes Interesse an Glocken. Eine liturgisch wie auch musikalisch durchdachte Nutzung der Glocken, die den Menschen und ihren Bedürfnissen aufgeschlossen begegnet, wird diese Stellung der Geläute in der öffentlichen Meinung nicht nur erhalten, sondern darüber hinaus stärken. Sie wird dazu beitragen, die jahrtausendealte Tradition der Glocken und ihrer Nutzung in Deutschland und Europa fortzusetzen und das Evangelium in der Klangsprache der Glocken zu verkündigen."
(Zum Lobe seines Namens. Liturgie und Glocken. Herausgegeben vom Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen^- – Ökumenischer Ausschuss der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK))

Mögen Menschen kommen und gehen - mögen die Glocken läuten und Kinder schreien - wir wollen diesen Tag feiern!
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Dichter und Philosoph


Die Kanone sprach zur Glocke: "Immer locke, immer locke! Hast dein Reich, wo ich es habe, hart am Leben, hart am Grabe. Strebst umsonst, mein Reich zu schmälern! Bist du ehern, bist du stählern. Heute sind sie dein und beten, morgen sind sie mein und - töten.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Der Klang der Glocken ist die Botschaft der Weihe; Botschaft von Gott ohne Grenzen und Enden; die Botschaft der Sehnsucht und der unendlichen Erfüllung.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Selbst Gott braucht die Werbung. Er hat Glocken.
Aurelien Scholl (1833-1902), französischer Schriftsteller und Journalist

Verlieren die Glocken ihre Gewalt über den Lärm, die Türme die Herrschaft über die Dächer, so ist keine Hoffnung und kein Leben mehr.
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller, Widerstand gegen die Nazis

Ich will die Wende der Zeiten sehen, wenn leuchtende Zeichen am Nachthimmel stehen, neue Glocken über die Völker gehen und läuten und läuten…
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet
Kirchenglocken waren wegen Ihrer Bronze ein kriegswichtiges Material. Die Nazis ließen Glocken klassifizieren und auf Sammelplätzen - Glockenfriedhöfen - zur Einschmelzung für die Kriegsindustrie bringen. Manche Bürgermeister ließen selbst historisch besonders wertvolle Glocken für den "Endsieg" einschmelzen. Letztlich wurden Glocken dadurch aber auch als unüberhörbares christliches Zeichen zum Schweigen gebracht.


Glockenfriedhof im Hamburger Freihafen während der 2. Weltkriegs
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b4/Bundesarchiv_Bild_183-2007-0705-501%2C_Hamburg%2C_Glockenlager_im_Freihafen.jpg


Glockenmahnmal der Marienkirche Lübeck, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:L%C3%BCbeck_Marienkiche-Glocke_070311.jpg&filetimestamp=20070313105515

Nun schweigen die Glocken in vielen Räumen des Menschen. In den Städten werden sie übertönt und überlärmt durch andere Laute, erzeugt von Geräuschmaschinen… Wohl klingen noch viele tausend Glocken in Stadt und Land… Aber wir leben nicht mehr in "Glocken-Europa".
Friedrich Heer (1916-1983), deutscher Historiker

Schon immer waren die Menschen selbstsüchtig und oft wenig gut: Aber das Abendläuten erklang, schwebte über den Feldern, über dem Wald. Es mahnte, die unbedeutenden, irdischen Dinge abzulegen, Zeit und Gedanken der Ewigkeit zu widmen. Das Läuten bewahrt die Menschen davor, zu vierbeinigen Kreaturen zu werden.
Alexander Solschenizyn (1918-), russischer Schriftsteller, Dissident, Literaturnobelpreisträger

Wenn ich nur könnte, läuteten, wenn der Tag sich neigt, die Glocken von allen Kirchtürmen zum „Angelus“ und lüden uns ein, an Gott zu denken, ein Gebet zu sprechen.
Hélder Camara (1909-1999), brasilianischer Theologe, Erzbischof, einer der profiliertesten Vertreter der Befreiungstheologie und Kämpfer für die Menschenrechte
[Das Angelus wird in Erinnerung an die Menschwerdung Christi geläutet und um die Menschen zum Gebet des "Engel des Herrn" zu rufen.]

Wenn wir die Glocken der Freiheit von jedem Dorf und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Stadt läuten lassen, werden wir den Tag schneller erleben, dass alle Kinder Gottes, Schwarz und Weiß, Juden und Christen, Protestanten und Katholiken Hände halten können und die Worte des alten Negro-Spirituals singen: "Endlich frei, Dank sei Gott, endlich frei."
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Baptistenpfarrer und Bürgerrechtler, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes, von weißem Fanatiker erschossen

.. und ihre Kritiker und Gegner ...

Mich wundert's, dass sie darum fragen, die Glocken sind ja ihre Artillerie!
Kaiser Joseph II. von Österreich (1741-1790) zu Erzbischof Migazzi nachdem dieser fragte, ob zur Ankunft von Papst Pius VI. 1782 die Glocken läuten sollen

Was das Glockenläuten zur Ruhe der Verstorbenen beitragen mag, will ich nicht entscheiden; den Lebenden ist es abscheulich.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Glockengebimmel, Priesterkostüme, fromme Gebärden und fratzenhaftes Tun ist das Aushängeschild, der falsche Schein der Andacht.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

.... und wenn die Glocken läuten: 'Mord! Und die Choräle hallen: 'Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!' Und wenn jemand so verrät den Gottessohn-: Das ist keine Schande. Das ist Religion.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Schriftsteller

Schweizerische Websites gegen das Läuten von Kirchenglocken
 
Interessant ist die Gestaltung eines Werbebanners der IG STILLER für die Aufhebung des Glockenläutens in der Nacht:
"Für die Tradition der Nachtruhe"
Die Formulierung suggeriert eine Tradition der "glockenfreien Nachtzeit"

Die Schallwellen der Glocken spielen auf das strahlende Atom der Anti-Atomkraft-Bewegung an.

Immerhin wurde nicht so weit gegangen analog zur "atomwaffenfreien Zone" gleich eine "glockenfreie Zone" zu deklarieren...

Natürlich wird im Online-Shop auch ein "IG STILLEER Kult-Pullover" feilgeboten.

Gleich im Kopf der Website wird zur Einstimmung ein Zitat des Schweizer Schriftstellers Max Frisch eingeblendet:

Das Geläut des Münsters, ein metallisches Dröhnen, … ein Lärm, dass man seine eigenen Gedanken nicht mehr hört, ein Zittern der Luft, ein klangloses Beben, ein Geräusch, wie wenn man von einem zu hohen Sprungbrett ins Wasser gesprungen ist, es macht mich taub, schwindlig, idiotisch.


Ebenso prominent platziert erscheint ein allgemeines Zitat des schweizerischen Psychologen Carl Gustav Jung über den Lärm:

"Der Lärm schützt uns vor peinlichem Nachdenken, er zerstreut ängstliche Träume, er versichert uns, dass wir ja alle zusammen seien und ein solches Getöse veranlassen, dass niemand es wagt, uns anzugreifen..."

Dem ist durchaus zuzustimmen - nur dass der Autor hier über Lärm allgemein spricht - dass der Autor unter Lärm auch das Glockenläuten subsumiert, wird stillschweigend unterstellt ...
Und es sollte nicht vergessen werden, dass kirchliches Glockenläuten ja kein "Dauerläuten" ist und nicht zu vergleichen mit "Dauerbeschallung" aus anderen Geräuschquellen ....

Besonders aufschlussreich ist aber ein eingeblendetes Zitat des atheistischen deutschen Philosophen Joachim Kahl:

In der Gegenwart, wo eine Armbanduhr zur persönlichen Grundausstattung zählt, hat das Glockenläuten jede nützliche Funktion eingebüßt. Ebenso ist das laute Schlagen von Turmuhren in einem paradoxen Sinn anachronistisch geworden: zeitwidrig.

Es liegt die Vermutung nahe, dass es letztlich um mehr als nur die Nachtruhe geht. So mancher militante Atheisten und Freidenker würde wohl gerne jedes christliche Glockengeläut auch zu anderen Tageszeiten zum Verstummen bringen.

Noch aufschlussreich ist die Seite "Biblische Aspekte des Glockengebrauchs" wobei das "Biblische" sozusagen als "frommer argumentativer Köder" dient, auf der wieder das o.g. Jung-Zitat aufgeführt (durch Wiederholung soll die Suggestion wohl noch gesteigert werden) und aus der Bibel über den Sabbath als Ruhetag zitiert wird (unvollständig unter Weglassung des Buches - 2. Buch Moses, Exodus 16,23). Selbstverständlich gab es zu biblischen Zeiten keine Kirchenglocken und aus dem Glockengeläut einen Verstoß gegen das Sabbathgebot (Ruhe von der Arbeit!) zu konstruieren, dürfte wohl doch ziemlich gewagt sein. Natürlich darf auch der (selbstverständlich diskreditierend intendierte) Hinweis auf den Gebrauch von Glocken im Aberglaube und speziell in der Abwehr von Dämonen und Hexen nicht fehlen. Wer die Glocke pauschal als "wichtigstes Lärminstrument unserer Kultur" herabwürdigt (immerhin noch nicht die Kirchenorgel) hat sich vermutlich noch nie mit der Harmonie von Kirchenglocken auseinandergesetzt (in einigen Städten sind nicht nur die einzelnen Glocken eines Geläutes, sondern auch die Geläute der verschiedenen Kirchen aufeinander abgestimmt - dass es auch weniger harmonisch klingende gibt sei dabei nicht abgestritten).
 

Lärm stört ...
Kirchenglocken: Lärm oder Tradition?
Ruhe tut gut


analoge Aktion (nur dass - ehrlicherweise - nicht mehr von Nachtruhe die Rede ist ... )




 



Ein Kommentator im Forum der Website www.nachruhe.info: "Meistens sind dies Personen die aus der Stadt aufs Land ziehen oder solche die sich wichtig machen wollen. Bleibt lieber dort wo ihr herkommt oder toleriert den so genannten Lärm. Ihr braucht ja gar keine Häuser auf dem Land zu kaufen."

Interessant ist auch die zeichnerische Gestaltung des Cartoons "Für manche die Hölle, für andere der Himmel" auf der zwei "lärmgeschädigte" Männer vor einem Minarett, von dem der Muezzin ruft (ohne Megaphon!) und einem Kirchturm von dem (oder besser aus dem!) die Glocken läuten stehen und einer zum anderen sagt "Weißt du was der da runterruft?" und dieser zurückfragt "Was sagst du?".
Muezzinruf und Glockenläuten werden gleichermaßen als Lärmbelästigung dargestellt - wobei das Glockengeläute optisch und verbal sogar als die größere Lärmbelästigung gesehen wird (da es den Muezzinruf übertönt).

Eine Plakat "Nachtruhe gilt für alle" der IG STILLER zeigt Kirchtürme und Minarette auf der Schweizer Nationalflagge; darunter der Schriftzug:
Minarett - Muezzin - Scharia
Kirchturm - Glocke - Bimbam!


Formulierungen wie "heiliger Bimbam", oder "Glockengebimmel" sollen das Glockenläuten ins Lächerliche ziehen, verraten aber auch etwas über die Geisteshaltung (und Toleranzeinstellung) des Benutzers ...

Emissionsschutz ist im Übrigen - anders als manchmal suggeriert - durchaus ein Thema für die Kirchen

Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit der Lärmemission ist auf das Lärmempfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen und nicht auf die individuelle Empfindlichkeit des Betroffenen abzustimmen.

Zu guter Letzt ;-)

Wer bei einem Turm wohnt, muss sich das Läuten gefallen lassen.
chinesisches Sprichwort

Je länger eine Glocke geläutet wird, um so schöner wird der Ton.
Sebastian Kneipp (1821-1897). deutscher katholischer Pfarrer und Naturheilkundler

Duldsam soll man sein, aber nicht so, dass man die Glocken abnimmt oder das Kreuz niederlegt.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Süddeutsche Zeitung: Kupferdiebe klauen Kirchenglocken
 

Am 5. Januar 2013 veröffentlichte die Süddeutsche.de den Artikel im Wirtschaftsteil.

Im Anreißer heißt es "Heiliger Bimbam: In Deutschland werden immer mehr Kirchenglocken gestohlen. Bis in Kirchturmspitzen steigen die Diebe, um an das wertvollen Kupfer zu kommen. Dabei sollten die Gemeinden eigentlich vorgewarnt sein."

"Der Friedhof von Groß Ridsenow in Mecklenburg-Vorpommern liegt abseits vom Trubel. Seit Jahren wird hier niemand mehr bestattet, und so hatten es die Diebe leicht. Unbemerkt gelangten sie an der Kapelle vorbei zu dem kleinen Verschlag aus Holz.
Frei zugänglich schwang dort ein Schatz: eine mehr als 500 Jahre alte Glocke aus der Gießerei Mönkenhagen, geschätzter Wert: 20.000 Euro. Die Männer schraubten das Ding los, hievten die 600 Kilogramm auf einen Laster und brausten davon. "Es gibt Menschen, denen nichts heilig ist", klagt Pastor Thomas Kretschmann, aus dessen Gemeinde die Glocke geklaut wurde."
Im Anschluss an den Artikel folgen verschiedene Kommentare.

Ein Kommentator schreibt:

"Was mich nervt, ist dieser oft süffisante Unterton, wenn über Kirchen berichtet wird: Irgendwann haben die [= Trottel] auch gemerkt, dass Beten allein nicht hilft [= was diese Hinterwäldler ja sonst meinen]."

Zwei anonyme und ein namentlicher "Glockenfreund" finden dies "nachahmenswert"  und  natürlich werden auch gleich einige "Leserempfehlungen" dazu geliefert ...

Ein anderer Kommentator bringt es auf den Punkt:

"Interessant finde ich, dass hier einige (wenige) der Meinung sind, Kirchturmglocken könnten ruhig gestohlen werden, stört doch ihr Gebimmel die armen Leute beim Schlafen.
Das es sich dabei um Kulturgüter handelt, vergessen. Das damit religiöse Einrichtungen bestohlen werden, egal.
Das mancherorts einige Diebe sich sogar nicht scheuten, Kreuze auf Friedhöfen und Einfassungen aus Metall von Grüften zu stehlen, was machts, braucht doch eh keiner. Die dort liegen, sind eh tot, die merken es eh nicht mehr.
In einem Land, in dem man so mit Kulturgütern im Kleinen umgeht, wird einem beim Gedanken an unsere deutsche Kultur schlecht.
Hauptsache man kann ruhig schlafen.

Geld und der eigene Vorteil scheint neuerdings alles zu ersetzen, Glaube, Moral, Kultur, Toleranz und Respekt sowieso."

Quellen:

Kurt Kramer: Die Glocke. Eine Kulturgeschichte der Glocke. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag 2007
http://www.glocken-online.de
http://www.nachtruhe.info
http://www.kirchenglocken.ch
http://www.kath.ch/index.php?PHPSESSID=v8494pq2v5335t5q33bu20gke3&na=12,0,0,0,d,56756
http://www.glocken-online.de/bibliothek/schriften/Liturgie_und_Glocken_mit_Text.pdf
http://www.musicanera.de/weitere-informationen/weitere-informationen-zu-orgeln-und-glocken/laeuteordnungen-und-ihre-bedeutung.html

 

 
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