Zitate rund ums Geld
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Denkimpulse nicht nur für Banker und Broker sondern für alle, die mit Geld (verantwortlich?) umgehen und solche die dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen setzen (? sollten) . . . in über 60 Themenrubriken

 
Geld und Freiheit
Geld und Ansehen
Geld und Macht
Geld und Glück
Geld und Lebensunterhalt
Geld und Besitz
Geld und Lebenssinn
Geld und Gesundheit
Geld und Zeit
Geld und Sorge
Geld und Käuflichkeit
Geld und Freundschaft
Geld und Liebe
Geld und Bestechung
Geld und Rechtsbeugung
Geld und Gewalt
Geld und Krieg
Geld und Geist
Geld und Gefühl
Geld und Charakter
Geld und Gewissen
Geld und Tugend
Geld und Moral
Geld und Geldgier
Geld und Gewinnsucht
Geld und Geiz
Geld und Tod
Geld und Angeberei
Geld und Einstellung zum Geld
Geld und Umgang mit Geld
Geld und Geldverdienen
Geld und Geldmangel
Geld und Geldleihen
Geld und Geldverlust
Geld und Schulden
Geld und Sparen
Geld und Geldverschwendung
Geld und Wert
Geld und Profit
Geld und Preis
Geld und Zins
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Geld und Lohn
Geld und Steuern
Geld und Ausbeutung
Geld und Kommerzialisierung
Geld und Gutes tun
Geld und Wohltätigkeit
Geld und soziale Gerechtigkeit

Geld und Entwicklungspolitik
Geld und Wirtschaft
Geld und Gesellschaft
Geld und Politik
Geld und Erziehung
Geld und Bildung
Geld und Kapitalismus
Geld und Neoliberalismus
Geld und Finanzherrschaft
Geld und Europa
Geld und Religion
Geld und Kirche

 

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  Geld und Freiheit

Bei einem freien Leben kann man nicht viel Geld erwerben.
Epikur von Samos (341-270 v.Chr.), griechischer Philosoph

Wirf das Joch des Überflüssigen ab, werde reich ohne Geld, und du bist glücklich.
Fénélon (Francois de Salinac de La Mothe-Fénelin) (1651-1715), französischer katholischer Theologe, Erzbischof und Schriftsteller

Geld ist geprägte Freiheit.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Es ist doch nun mal das Geld in der Welt, das macht, dass ich das Kinn höher trage, freier aufsehe, sicherer auftrete, härter an andere anlaufe.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

  Geld und Ansehen

Von Geld spricht man nicht, man hat es.
deutsches Sprichwort

Die höchste Bewunderung aber trifft den, auf den das Geld kein Eindruck macht.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein wie er will.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Die Einkünfte geben die Ehren.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Nur wenigen ist ihre Glaubwürdigkeit mehr wert als Geld.
Sallust (86-35/34 v.Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker

Wer Geld in der Tasche hat, ist weise, sieht gut aus und kann sogar singen.
jüdisches Sprichwort

Zu einem Hund, der Geld hat, sagen die Leute "Herr Hund".
tunesisches Sprichwort

Im Glanz des Geldes erscheint selbst ein Dummkopf klug.
japanisches Sprichwort

Ich halte dafür, dass Ehre und Geld fast immer sich zusammenfinden; wer die Ehre liebt, verabscheut auch das Geld nicht; wer aber dieses verachtet, macht sich auch wenig aus der Ehre.
Theresia von Avila (Teresa de Cepeda y Ahumada) (Teresa de Cepeda y Ahumada) (1515-1582), spanische Karmelitin, Mystikerin, Kirchenlehrerin, Heilige

Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit.
Jean Baptiste Racine (1639-1699), französischer Dramatiker

Eine Masse gemünztes Gold und Silber verleiht selbst dem Unwahren Ansehen und Gewicht; man lässt die Lüge gelten, indem man die Barschaft beneidet.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Da Geld oft noch das einzige Mittel ist, sich Respekt zu verschaffen, vorzüglich im Alter, so ist einige Liebe zum Geld höchst verzeihlich.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

In England und Holland wägt man den Mann nach seinem Gelde, bei uns nach Ahnen und Titel, in Frankreich nach Witz und Manieren, unsere Alten aber wogen nach Stärke und Tapferkeit.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

Geld ist nicht die Hauptsache, Gesundheit ist vielmehr, die Ehre aber ist alles.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

In unserer Zeit, die auf Geld und materielle Mittel sieht, beugt man sich weit breitwilliger vor dem Manne mit dem großen Geldbeutel, als vor dem Manne von Wissen und großen Geistesgaben, namentlich, wenn dieser das Unglück hat, arm zu sein und keinen Rang zu besitzen.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Tugend ist eine Eigenschaft, die nie so angesehen war wie das Geld.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Geld findet überall höfliche Leute.
Peter Rosegger (1843-1918), österreichischer Schriftsteller

Es ist ganz einerlei, was man macht und was die Leute von einem denken, solange man Geld in der Tasche hat.
John Knittel (1891-1970), Schweizer Schriftsteller

Wenn man genug Geld hat, stellt sich der gute Ruf ganz von selbst ein.
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller

Heutzutage muss man etwas gelden.
Hellmut Walters (1930-1985), deutscher Schriftsteller, Pädagoge und Aphoristiker

Geld ist eine billige Methode, sich Respekt zu verschaffen.
Bruce Springsteen (1949- ), US-amerikanischer Rockmusiker, Oscar-Preisträger

  Geld und Macht

Dem Geld gehorcht alles.
AT, Jesus Sirach 10,19

Das Geld macht alles möglich.
AT, Kohelet 10,20

Geld regiert die Welt.
deutsches Sprichwort

Geld zeugt Geld.
englisches Sprichwort

Das Geld hat keinen Herrn.
französisches Sprichwort

Wer Geld hat, findet Vettern.
italienisches Sprichwort

Geld allein setzt die Welt in Bewegung.
Publilius Syrus (1. Jh. v.Chr.), römischer Schriftsteller

Gefolgschaft, mit Geld erkauft, wird vom Geld zerstört.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Welche Macht hat das Gesetz, wenn nur das Geld regiert.
Gaius Petronius (ca. 80 n.Chr.), römischer Jurist

Er ist die Schmeichelei, die Achtung, das Wohlwollen selbst, sobald es nur auf Worte ankommt, aber Geld? Da ist´s aus.
Molière (Jean Baptiste Poquelin) (1922-1973), französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker

Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt.
Samuel Butler (1835-1902), englischer Schriftsteller

Geld ist der beste Köder um nach Menschen zu fischen.
Thomas Fuller (1608-1661), englischer Geistlicher und Schriftsteller

Wer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Wird die Begeisterung erst einmal lächerlich gemacht, so wird alles zunichte gemacht, außer dem Geld und der Macht.
Germaine de Staël (1766-1817), französische Schriftstellerin

Wer hat, will mehr haben; das kalte, rücksichtslose Geld wird zu Macht wie keine andere. Mit Geld kann man endlich diese ganze materielle Welt kaufen.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Immer zieht die Macht auch das Geld an.
Leopold von Ranke (1795-1886), deutscher Historiker

Das Geld ist das Brecheisen der Macht.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wer Geld in seinen Taschen hat, hat die in der Tasche, die keines besitzen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Geld und Macht sind Erfindungen des Misstrauens.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Schriftsteller und Maler

Geld ist nicht alles, aber es hält dich garantiert in Kontakt mit deinen Kindern.
Paul Getty (1892–1976), US-amerikanischer Öl-Milliardär

Die Macht hat stets, wer zahlt.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

Geld produziert Geld. Geld ist ein Herrschafts- und Machtmittel. Der Wille zur Herrschaft ist unausrottbar. Er kennt keine objektiven Grenzen.
Jean Ziegler (1934- ), Schweizer Soziologe, Politiker und Autor

Der Tod und der Kaufmann aus dem Heidelberger Totentanz (1455-1458)
http://bibliornament.blogspot.de/2007/10/totentanz-blockbook.html

  Geld und Glück

Hängt nicht am Geld, und seid zufrieden mit dem, was ihr habt.
AT, Genesis 33,9

Genug zu haben ist Glück; mehr als genug zu haben, ist Unglück. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.
Laotse
(ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Weder vom Körper noch vom Geld hängt es ab, ob ein Mensch glücklich ist, sondern ob er er mit sich zurecht kommt oder immer etwas anderes will.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph

Das Glück oder Unglück des Menschen hängt nicht davon ab, wieviel Besitz oder Geld er sein eigen nennt. Glück oder Elend liegen in der eigenen Seele.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph

Denn die Natur ist zuverlässig, nicht das Geld.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Die Gewohnheit, jedes Geschehen von seiner besten Seite anzusehen, ist mehr wert als tausend Pfund Sterling im Jahr.
Samuel Johnson (1709-1784), englischer Schriftsteller

Geld hat bisher nie einen Menschen glücklich gemacht, noch wird es. Es gibt nichts in seiner Natur, das Glücklichsein hervorruft. Je mehr ein Mensch hat, je mehr will er.
Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Sie verkaufen ihre Zeit wie sollten sie sie da aufs Glück verwenden? Das Geld ist ihr Gott. Man kann nicht zwei Herren zugleich dienen.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Romanschriftsteller

O würfle nur gleich und mach mich reich und lass mich gewinnen! Gar schlecht ist's bestellt, und wär ich bei Geld, so wär ich bei Sinnen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Es stimmt, dass Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Man will Geld verdienen um glücklich zu leben, und die ganze Anstrengung, die beste Kraft eines Lebens konzentriert sich auf den Erwerb dieses Geldes. Das Glück wird vergessen, das Mittel wird zum Selbstzweck.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Wenn die Menschen das Glück suchen, suchen sie meistens das Geld. Sie denken, Geld sei Glück. Doch die Erfahrung lehrt sie das Gegenteil, aber dann ist es meistens zu spät.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.
Bob Dylan (1941- ), US-amerikanischer Folk- und Rockmusiker, Dichter und Maler

Geld macht nicht glücklich, hat aber schon viele unglücklich gemacht.
Petrus Ceelen (1943- ), belgischer Geistlicher und Psychotherapeut

Weder die Anhäufung von Geld und Gut noch hemmungslose Völlerei setzen sich in Glücksgefühl um.
Robert Jungk (1913-1994), österreichischer Schriftsteller und Zukunftsforscher

  Geld und Besitz

Besser wenig Besitz, der ehrlich verdient ist, als großer Reichtum, durch Betrug erschlichen.
AT, Sprüche 16,8

"Ich habe Kinder, habe Geld!" so quält sich innerlich der Tor. Nicht mal das Selbst gehört ihm selbst; wie denn der Sohn? Wie denn das Geld?
Buddha (6. Jh. v. Chr.), indischer Weisheitslehrer

Die Menschen sind von einer solchen Besitzgier befallen, dass sie offenbar mehr besessen werden, als das sie besitzen.
Plinius der Jüngere (61/62-113/115), römischer Anwalt und Senator, Schriftsteller

Geld hat noch keinen reich gemacht.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Wollten wir etwas besitzen, so müssten wir auch Waffen zu unserer Verteidigung haben. Daher kommt ja Streit und Krieg, die die Liebe zu Gott und den Menschen hindern.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181-1226), italienischer Ordensgründer, Franziskaner, Heiliger

Wo es noch Privatbesitz gibt, wo alle Menschen alle Werte am Maßstab des Geldes messen, da wird es kaum jemals möglich sein, eine gerechte und glückliche Politik zu treiben.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Er hat Geld wie Heu.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Es ist die Beschäftigung mit Besitztümern, mehr als mehr als alles andere, das uns hindert, frei und edel zu leben.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Damit der Besitz fürderhin mehr Vertrauen einflöße und moralischer werde, halte man alle Arbeitswege zum kleinen Vermögen offen, aber verhindere die mühelose, die plötzliche Bereicherung; man ziehe … namentlich den Geldhandel aus den Händen der Privaten – und betrachte ebenso die Zuviel- wie die Nichts-Besitzer als gemeingefährliche Wesen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Geld im rechten Augenblick zu haben, das allein ist Geld.
Detlev von Liliencron (1844-1937), deutscher Schriftsteller und Bühnenautor

Würde alles Geld und Gut dieser Welt, an einem beliebigen Tag, um drei Uhr nachmittags, gleichmäßig unter die Erdenbewohner verteilt, so könnte man schon um halb vier, erhebliche Unterschiede, in den Besitzverhältnissen, der Menschen feststellen.
Jean Paul Getty (1892-1976), US-amerikanischer Öl-Tycoon, Industrieller und Kunstmäzen

Wenn man weiß, wie viel Geld man hat, ist man kein reicher Mann.
Jean Paul Getty (1892-1976), US-amerikanischer Öl-Tycoon, Industrieller und Kunstmäzen

Wenn ich wüsste, wie viel Geld ich habe, wäre ich nicht reich.
Madhi Al-Tajir (20. Jh.), bahreinisch-britischer Geschäftsmann

  Geld und Lebensunterhalt

Mein Sohn, entzieh dem Armen nicht den Lebensunterhalt und lass die Augen des Betrübten nicht vergebens warten.
AT, Jesus Sirach 4,1

Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzdem gut.
Molière (Jean Baptiste Poquelin) (1922-1973), französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker

Wenn es irgendwie möglich ist, sollte jeder Junge und jedes Mädchen als Arbeit Ihres Lebens etwas wählen, was er sowieso gerne machen will, auch wenn er das Geld nicht brauchte.
William Lyon Phelps (1865-1943), US-amerikanischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Du wirst die Furcht vor Armut dein Leben regieren lassen, und dein Lohn wird sein, dass du zu essen hast, aber nicht leben wirst.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Der Lebensunterhalt darf nicht zum Lebensinhalt werden.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Es ist, als trüge ich eine Notenpresse mit mir herum. Brauche ich Geld, male ich.
Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), österreichischer Maler und Architekt

Weil es am Brot bei uns am wenigsten mangelt, müsste man den biblischen Ausspruch: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", ersetzen durch: "Der Mensch lebt nicht vom Geld allein."'
Uwe Fechner

  Geld und Lebenssinn

Wer Geld, aber keine Kinder hat, ist nicht wirklich reich; wer aber Kinder hat, aber kein Geld, ist nicht wirklich arm.
chinesisches Sprichwort

Nichts ist so heilig, dass es mit Geld nicht entweiht, nichts so fest gefügt, dass es mit Geld nicht erobert werden könnte.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Sein Geld besitzt ihn eher als, dass er es besitzt.
Cyprian von Karthago (eigentlich Thascius Caecilius Cyprianus) (nach 200-258 n.Chr.), Kirchenschriftsteller, Bischof von Karthago, Heiliger

Nicht das Geld ist tadelnswert, sondern die unersättliche Habgier.
Aurelius Augustinus ( 354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar viele Sachen; Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann`s aber doch nicht machen.
Matthias Claudius (1740-1815), deutscher Dichter, Redakteur, Erzähler und Herausgeber des Wandsbeker Boten

Ich denke ein Christ sollte nicht um des Geldverdienens leben. Das edelste, was ein Mensch tun kann ist, demütig zu empfangen und dann unter andere zu gehen und es zu verteilen.
David Livingston (1813-1873), englischer Missionar und Afrikaforscher

Wer nichts anderes tut, als Geldverdienen, hat nicht mehr verdient als Geld.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Wenn wir nur für Geld und Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns selbst ein.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Ich glaube nicht, dass Gott uns auf die Erde geschickt hat, damit wir Millionen scheffeln und alles andere ignorieren.
Roald Amundsen (1872-1828), norwegischer Polarforscher

Der wahrhaft Geldgläubige verehrt das Geld nicht, weil man sich damit alles kaufen kann, sondern weil es seine höchste Instanz, sein Polarstern, der Sinngeber seines Daseins ist.
Egon Friedell (Friedmann) (1878-1838), österreichischer Schriftsteller, Journalist, Schauspieler

Ich interessiere mich nicht für Geld. Ich möchte nur wunderbar sein.
Marilyn Monroe (1926-1962), US-amerikanische Filmschauspielerin, Sängerin, Filmproduzentin und Fotomodell

Das Geschäftemachen und der Reichtum kann den Menschen nicht volle Zufriedenheit geben. Und jene, die in einem gewissen Lebensabschnitt ihre ganze Energie ins Geldmachen stecken, werden eines Tages merken, dass dies nicht die Antwort auf ihr Leben ist.
Dalai Lama (1935-), religiöses und politisches Oberhaupt der Tibeter

Geld zu haben ist schön. Doch auch das wird irgendwann langweilig.
Robert de Niro (1943-), US-amerikanischer Schauspieler

Viele Fußballfans denken oft, dass wir Profis glücklich sind, weil wir viel Geld verdienen und großer Irrtum! Die Dinge, die einem im Leben wirklich glücklich machen, kann man mit keinem Geld der Welt kaufen. Ich spreche hier vor allem von dem Gefühl und dem Wissen, bei Gott ein echtes Zuhause zu haben und nicht mehr auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zu sein.
Lucio (Lucimar da Silva Ferreira) (1978- ), brasilianischer Fußballspieler

  Geld und Gesundheit

Traurig ist das Leben, weil die widrige Geldgier es wie ein eisiger Wind durchweht. Möchten sich doch alle Ärzte verbinden, diese Krankheit, die schlimmer als Irrsinn ist, zu heilen.
Hippokrates (um 460-um 370 v.Chr.), griechischer Arzt

In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Was nützet mir der Erde Geld? Kein Kranker Mensch genießt die Welt!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Nach mir die Sintflut! Ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation. Das Kapital ist daher rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Wer Geld hat, wird gesund, wer Macht hat, schwört richtig, wer Gewalt hat, schafft das Recht.
Gottfried Benn (1886-1956), deutscher Dichter

Diagnose ist die Krankheitsvoraussage eines Arztes, gegründet auf den Puls und das Portemonnaie des Patienten.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Journalist und Satiriker

  Geld und Zeit

Die Zeit ist das kostbarste Gut, man kann sie für Geld nicht zurückkaufen.
jüdisches Sprichwort

Die ihre Zeit und ihr Geld verspielen, verdienen beides nicht.
Christine von Schweden (1626-1689), schwedische Königin, konvertierte zum Katholizismus

Die Zeit ist das kostbarste Gut: Man kann sie für Geld nicht kaufen.
Jakob Emden (1697-1776), deutschstämmiger jüdischer Gelehrter, Rabbiner

Der Verlust von Zeit ist noch wichtiger, als der von Geld. Denn durch Gebrauch der ersteren kann der Verlust des letzteren oft wieder ersetzt werden. Es ist kaum glaublich, wie nachlässig die Menschen mit ihrer Zeit umgehen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Bedenke, dass Zeit auch Geld ist!
Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Zeit ist Geld - das ist der vulgärste Ausspruch, den je ein Zeitalter oder ein Volk gekannt hat. Dreh ihn um, und du erhältst eine kostbare Wahrheit - Geld ist Zeit.
George Robert Gissing (1857-1903), englischer Schriftsteller

Zeit ist Geld - ein kluger Spruch und doch des heut'gen Lebens Fluch!
Peter Sirius (1858-1913), deutscher Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Wenn Zeit tatsächlich Geld ist, lebt jeder über seine Verhältnisse.
Ludwig Anton Salomon (1862-1939), deutscher Schriftsteller

Das Geld ist nichts als ein kleines Stück Faulheit. Je mehr man davon hat, desto ausgiebiger wird man die Glückseligkeit der Faulheit kennen lernen... Im Kapitalismus ist die Arbeit auf eine Weise organisiert, die den Zugang zur Faulheit nicht allen Menschen gleichermaßen ermöglicht: Genießen kann die Faulheit nur, wer durch Kapital abgesichert ist. So hat sich die Klasse der Kapitalisten von dieser Arbeit befreit, von der sich die gesamte Menschheit befreien muss.
Kasimir Malewitsch (1878-1935), russischer Maler

Zeit ist Geldverschwendung.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

"Time is money." Keinem pflügenden Bauern ist es jemals eingefallen, dass er durch das Pflügen Zeit verliere oder dass er etwa deshalb Zeit verliere, weil er etwas Monotones tut, etwas, was er auch gestern schon ebenso getan hatte und morgen ebenso tun wird; oder gar deshalb, weil er, wenn er Feierabend macht, keinen neuen Gedanken oder Erlebnisertrag heimbringt; oder schließlich gar deshalb, weil er sich in den Stunden seiner Arbeit überhaupt nicht selbstverwirklicht hat. Da lachen die Hühner. Nichts dergleichen alteriert ihn. Und mit Recht nicht.
Günther Anders (1902-1992), österreichischer Philosoph und Schriftsteller

Timing ist Geld.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Denken, man weiß es, braucht Zeit. Zeit aber ist – heute jedenfalls – Geld. Also braucht Denken Geld. Doch will das Geld nicht, dass gedacht wird.
Kurt Marti (1921- ), schweizer reformierter Theologe und Schriftsteller

Die Zeit ist kein Geld. Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld.
Ron Kritzfeld (1921- ), deutscher Aphoristiker

Zeit ist Geld. Je mehr wir sparen, desto weniger haben wir. Je mehr wir haben, desto weniger haben wir übrig.
Petrus Ceelen (1943- ), belgischer Geistlicher und Psychotherapeut

Viele sagen Zeit ist Geld - dabei ist Zeit viel wertvoller.
Rainer Karius (20. Jh.), deutscher Management- und Verkaufstrainer

  Geld und Sorge

Ohne Geld ist der Schlaf fester.
russisches Sprichwort

Wo sich das Geld mehrt, folgt die Sorge nach.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Die Liebe zum Geld nimmt zu, je mehr das Geld zunimmt.
Juvenal (um 58/60-127/138), römischer Schriftsteller

Das Geld macht niemanden recht fröhlich, sondern macht einen vielmehr betrübt und voller Sorgen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Dass man ohne Sorgen lebe, sorgt man stets um Gut und Geld, das doch den, der es ersorgte, stets in Angst und Sorgen hält.
Friedrich von Logau (1604-1655), deutscher Dichter

Auf Reise fürchtete ich immer, nicht genug Geld mit zu haben, und je mehr ich mitgenommen hatte, umso mehr drückte mich die Besorgnis, einmal, ob die Wege sicher wären, ein andermal, ob ich mich auf die Leute, die mein Gepäck besorgten, verlassen könnte, hierüber war ich nur beruhigt, wie das auch meinen Bekannten so geht, wenn ich mein Gepäck selbst überwachte.
Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker und Philosoph

Manche Menschen haben von ihrem Geld und Vermögen nur die Furcht, es zu verlieren.
Antoine de Rivarol (
1753–1801),
französischer Schriftsteller.

Sorgen und Geld reichen einander die Hand.
Philipp Stanhope Earl of Chesterfield (1694-1773), englischer Staatsmann und Gelehrter

Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.
Jules Renard (1864-1910), französischer Schriftsteller

Es wird eine Zeit kommen, wo in unserem Lande, wie anderwärts, sich große Massen Geldes zusammenhängen, ohne auf tüchtige Weise erarbeitet und erspart worden zu sein; dann wird es gelten, dem Teufel die Zähne zu weisen; dann wird es sich zeigen, ob der Faden und die Farbe gut sind an unserem Fahnentuch!
Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter und Politiker

  Geld und Käuflichkeit

Dass du verdammt werdest mit deinem Gelde, weil du gemeint hast, Gottes Gabe durch Geld erkaufen zu können.
NT, Apostelgeschichte 8,20


Simon Magus, der sich den Himmel um Geld kaufen wollte fährt zur Hölle (daher das Wort Simonie für den Kauf von geistlichen Ämtern), romanisches Kapitell in der Kathedrale von Saint Lazare in Autun, Frankreich
http://www.amberjademwekali.com/2009/11/thing-that-endures.html

Mit Geld und Worten kann man alles bekommen.
Bauernweisheit

Mit Geld kannst du ein Haus kaufen - aber kein Zuhause. Mit Geld kannst du eine Uhr kaufen - aber nicht die Zeit. Mit Geld kannst du ein Bett kaufen - aber keinen Schlaf. Mit Geld kannst du ein Buch kaufen - aber kein Wissen. Mit Geld kannst du einen Arzt kaufen - aber nicht Gesundheit. Mit Geld kannst du eine Position kaufen - aber nicht Respekt. Mit Geld kannst du Blut kaufen - aber nicht Leben. Mit Geld kannst du Sex kaufen - aber nicht Liebe. Kannst du Blut kaufen - aber nicht Leben. Mit Geld kannst du Sex kaufen - aber nicht Liebe.
chinesisches Sprichwort

Wer Gott um Geld dient, wird dem Teufel um besseres Geld dienen.
englisches Sprichwort

Wer alles bloß des Geldes wegen tut, wird bald des Geldes wegen alles tun.
italienisches Sprichwort

Was du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.
deutsches Sprichwort

Wo es Banknoten gibt, finden sich auch stets nette Menschen.
russisches Sprichwort

Für Geld kann man den Teufel tanzen lassen.
Tschuangtse (4.-3. Jh. v.Chr.), chinesischer Philosoph

Gefolgschaft mit Geld erkauft, wird vom Geld zerstört.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Armen verschließt sich der Staat, nur Geld gibt Ämter und Ansehen.
Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.), römischer Dichter

Die schönsten Dinge auf der Welt, die alles von Menschenhand Geschaffene in den Schatten stellen, kosten gottlob überhaupt kein Geld.
Albertus Magnus (1200-1280), deutscher Naturforscher, Philosoph und Theologe

Nur Geld genug, so ist die Welt zu Kauf! Ein goldner Schlüssel schließt alle Schlösser auf!
Christoph Martin Wieland (1733-1813), deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber

Bargeld ist Aladins Wunderlampe.
George Gordon Noel Byron (1788-1824), englischer Dichter

Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Geld kann vieles in der Welt, Jugend kauft man nicht um Geld.
Ferdinand Raimund (1790-1836), österreichischer Schauspieler

Mit Geld kann man einen wirklich guten Hund kaufen, aber nicht sein Schwanzwedeln.
Josh Billings (1818-1885), US-amerikanischer Schriftsteller

Geld mag die Schale für vieles sein, aber nicht der Kern. Es verschafft dir Essen, aber nicht Appetit, Medizin, aber nicht Gesundheit, Möglichkeiten zum Kennenlernen, aber nicht Freunde, Diener, aber nicht Treue, Tage der Freude, aber nicht Frieden noch Glück.
Henrik Ibsen (1828-1906), norwegischer Schriftsteller

Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt, wohl aber mit einem Lächeln, einer Aufmerksamkeit einem "Danke".
Léon-Joseph Suenens (1883-1996), niederländischer Theologe, Kardinal

Ich bin ein freier Mensch. Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein zu führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, statt die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Geld: ein Mittel, um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen Freund, eine uneigennützige Geliebte und eine gute Gesundheit.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Nichts, was das Leben lebenswert macht, kann man für Geld kaufen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Geld haben ist schön, solange man nicht die Freude an den Dingen verloren hat, die man mit Geld nicht kaufen kann.
Salvador Dali (1904-1989), spanischer Maler

Das große Dogma der Reklame: Mit Geld kannst du dir alles kaufen. Mit Geld kannst du dir ein schönes Haus kaufen, aber keine Wärme und Geselligkeit. Mit Geld kannst du dir ein weiches Bett kaufen, aber keinen Schlaf. Mit Geld kannst du dir Beziehungen kaufen, aber keine Freundschaft. Mit Geld öffnet sich dir jede Tür, nur nicht die Tür zum Herzen.
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Das Glück kommt niemals per Postscheck und Girokonto. Kaufen kannst du Unterhaltung und Freizeitgestaltung, aber ein zufriedenes, freies Herz, das erst Freude an dem schenkt, was du alles hast, das kannst du nicht kaufen, niemals und nirgendwo. Es ist unbezahlbar!
Phil Bosmans (1922- ), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller

Eigentlich sind wir alle moneypuliert.
Klaus Klages (1938- ), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Mit allem Geld der Welt macht man keine Menschen, aber mit Menschen die lieben, macht man alles.
Abbé Pierre (Henri Groués) (1912-2007), französischer katholischer Priester, Gründer der Wohltätigkeitsorganisation Emmaus

Geld kann Leben nicht kaufen.
Bob Marley (1945-1981), jamaikanischer Reggae-Musiker

Du bist nicht wohlhabend, bis du etwas hast, das man für Geld nicht kaufen kann.
Garth Brooks (1962- ), US-amerikanische Countrysängerin

  Geld und Freundschaft

Seid achtsam, wenn ihr es mit Mächtigen zu tun habt, die Menschen zu ihrem eigenen Vorteil an sich binden. Sie erscheinen wie Freunde, solange man ihnen nutzt, stehen einem aber nicht zur Seite, wenn man in Not geraten ist.
AT, Sprüche 2,3

Wer viel Geld hat, hat viele Verwandte.
französisches Sprichwort

Geht der Wein aus, hört das Gespräch auf, geht das Geld aus, bleiben die Freunde aus.
rumänisches Sprichwort

Reich an Geld heißt arm an Freuden.
Pythagoras (um 570-nach 5010 v.Chr.), griechischer Philosoph

Freunde, die den Nutzen als Zweck verfolgen, trennen sich, sobald der Nutzertrag aufhört, denn nicht miteinander waren sie befreundet, sondern mit dem Gewinn.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Eine schlimme Gefahr für die Freundschaft ist Geldgier.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Kein größeres Unheil trifft einen viel beschäftigten, von seinem Besitz besessenen Menschen, als dass er die für seine Freunde hält, denen er es selbst nicht ist, weil er seine Almosen für wirksam hält, ihm die Herzen zu gewinnen, wo doch manche, je mehr sie schulden, desto mehr hassen.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Der Besitz verschafft Freunde, das gebe ich zu, aber falsche, und er verschafft sie nicht dir, sondern sich.
Erasmus von Rotterdam (Gerhard Gerhards) (1469-1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist

Allein der Mensch besitzt noch manches, womit er seinen Freunden beistehen kann, das eben nicht klingende Münze zu sein braucht.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Stell niemanden ein, der deine Arbeit für Geld macht, sondern den, der sie aus Liebe zu ihr macht.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Die heilige Freundschaft ist so süß und stabil und loyal und ausdauernd in ihrer Natur, das sie ein ganzes Leben lang hält, wenn sie nicht um Geld gefragt wird.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Niemand arbeitet so hart für sein Geld, wie der, der es geheiratet hat.
Kin Hubbard (1868-1930), US-amerikanischer Karikaturist, Humorist und Journalist

Wenn man arm ist, so denkt man: Wenn ich Geld hätte, so würde ich's mit meinen guten Freunden teilen. Aber wenn das Geld kommt - fort ist die Barmherzigkeit.
John Steinbeck (1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Mit Geld kann man viele Freunde kaufen - aber selten ist einer seinen Preis wert.
Josephine Baker (1906–1975), US-amerikanische Tänzerin und Sängerin

Je mehr Geld man hat, desto mehr Leute lernt man kennen, mit denen einen nichts mehr verbindet außer Geld.
Tennessee William (1911–1983), US-amerikanischer Schriftsteller

  Geld und Liebe

Hat dich zur Ehe das Geld bewogen, werden die Kinder dir unerzogen.
Talmud, Quidduschin 70a

Wer eine Frau des Geldes wegen nimmt, wird ungeratene Söhne haben.
Talmus Kidduschin 70

Paart die Liebe sich mit Geld, ist es mit der Liebe aus, wenn kein Geld mehr ist im Haus.
Kin-ku ki-kuan ("chinesisches Dekameron")

Heirate nie des Geldes wegen - du leihst es billiger.
schottisches Sprichwort

Bei Geld und Gut wächst Liebesglut.
deutsches Sprichwort

Wer das Geld zum Weibe trägt, dem wird ein böses Weib zum Heiratsgut gegeben: jenes wird, je länger, je weniger, dieses hingegen je länger, je ärger.
Abraham a Santa Clara (Johann Ulrich Megerle) (1644-1709), österreichischer Kanzelredner und Volksschriftsteller

Liebe besteht, solange Geld da ist.
William Caxton (1422-1491), englischer Buchdrucker

Da die Liebe nicht käuflich ist, wird sie vom Geld unfehlbar getötet.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller


Die Bezahlung, Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren
http://www.meisterwerke-online.de/gemaelde/lucas-cranach-d-ae/1079/die-bezahlung.html

Ein Frauenzimmer, das einen jungen Menschen des Geldes wegen heiratet, setzt sich selbst zur Konkubine herab.
Theodor Gottlieb von Hippel (1775-1843), deutscher Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker

Wenn eine Frau einem Mann das Herz schenkt, so schenkt sie ihm auch ihren Geldbeutel.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Geldheirat: Er hat vom Schwiegervater ein gutes Stück Brot gekriegt, aber ein schlechtes Stück Fleisch dazunehmen müssen.
Wilhelm Busch (1832-1908), deutscher Dichter

Du kannst über Liebe so romantisch denken wie du willst; aber du sollst nicht romantisch sein, wenn es ums Geld geht.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Es gibt keine wohlfeile Liebe.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Frauen leben in der Hoffnung, dass Männer, die mit Geld gut umgehen können, auch gut mit Frauen umgehen werden.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Ein Scheckbuch lässt sich nicht in den Tod mitnehmen. Angesichts der Ewigkeit gilt eine einzige Währung: getane, gelebte Liebe.
Helder Camara (1909-1999), brasilianischer katholischer Bischof, Vertreter der Befreiungstheologie

Zu meiner Zeit haben die Mädchen einen Mann geheiratet, weil er Geld hat. Heute lassen sie sich lieber reich scheiden.
Jane Russell (1921-2011), US-amerikanische Schauspielerin

Eines fernen Tages werde ich nicht nach meinen Kontoauszügen gefragt werden, sondern danach, wie intensiv ich die Menschen und das Leben geliebt habe.
Rainer Haak (1947- ), deutscher evangelischer Theologe

  Geld und Bestechung

Geschenke und Gaben machen die Augen blind, und wie ein Maulkorb verwehren sie den Tadel.
AT, Jesus Sirach 20,29


Michelangelos Schöpferhand mit Dollarscheinen
http://boxvogel.blogspot.de/2011_08_01_archive.html

Der Tod nimmt kein Schmiergeld.
englisches Sprichwort

Wo man Geld zählt, da zählt man die Gebote nicht.
Sprichwort

"Und du sollst keine Bestechung nehmen" - damit ist nicht nur Bestechung durch Geld gemeint, sondern auch Bestechung durch Worte.
Talmud Ketubbot 105

Die Welt betrachtet die Verächter des Geldes als Narren. Darum nimmt die Bestechung so überhand.
Schu Schehmou

Ich kann keinen Mann achten, der sich um einer Summe Geldes willen beschmutzt, gleichgültig wie hoch sie ist.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Zeit haben für den Ehegefährten ist wichtiger, als Geld für ihn zu haben.
Hermann Oeser (1849-1912), deutscher Pädagoge

Wenn Sie heute eine Zeitung aufschlagen, wimmelt es von Korruptionsfällen. Korruption hat es früher auch gegeben - aber wenn es herauskam, war der Mann erledigt. Heute sagt man, er hat sich nicht geschickt genug angestellt.
Philipp von Boeselager (1917-2008), deutscher Forstverbandsfunktionär und früher Berufsoffizier der Bundeswehr, Widerstandskämpfer
gegen die Nationalsozialisten

Geld hat bestechende Eigenschaften.
Werner Mitsch (1936- ), deutscher Aphoristiker


Der Sozialreformer. Er hatte Politiker mit Schmiergeld versorgt. Auch junge Damen im Separee bot er im Tausch gegen die Demokratie. Ich kauf euch eure Stimmen ab, dafür finden heiße Partys statt. Auch der Richter hatte keine Zeit seine Taten zu verhandeln. Nur die Armen müssen seine Schuld ertragen. Ja, sie tragen seinen Namen. Gemälde von Thomas Kretschmer
http://thomas-kretschmer.blogspot.de

  Geld und Rechtsbeugung

Sie nahmen Geschenke und beugten das Recht. [zum Thema "geldwerte Geschenke"]
AT, 1 Samuel 8,3

Wehe denen … die den Ungerechten wegen eines Bestechungsgeschenkes gerecht sprechen, den Gerechten aber ihre Gerechtigkeit absprechen.
AT, Jesaja 5,22

Es ist gleich, ob du Geld hast oder nicht; wenn du kein Geld hast, hast du unrecht.
chinesisches Sprichwort

Gerechtigkeit kennt nicht, wen Geschenke blind machen.
lateinisches Sprichwort

Geld wird nicht gehenkt.
deutsches Sprichwort

Geld vor, Recht nach.
deutsches Sprichwort

Wer den Richter kauft, verkauft die Gerechtigkeit.
italienisches Sprichwort

Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld.
englisches Sprichwort

Ein Mann, der stets der Macht des Geldes unterliegt, kann niemals gerecht sein.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph

Das Recht ist, wo das meiste Geld ist.
Lukian von Samosata (ca. 120 bis Ende des 2. Jh.), griechischer Satiriker syrischer Herkunft

Die Treue hat dem Gold Platz gemacht, das Recht ist für Gold käuflich, das Gesetz ist auf Geld aus, bald auch, ohne Gesetz.
Properz (ca. 48-15 v.Chr.), römischer Dichter

Das Studium des Rechts ist schmutzig und gewinnsüchtig, denn sein letzter Zweck ist Geld; man studiert die Rechte nicht zur Ergötzung und um der Kenntnis der Dinge willen.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Biegst du den Stab der Gerechtigkeit, dann nicht unter dem Gewicht des Geldes, sondern unter dem der Gnade.
Miguel de Cervantes-Saavedra (1547-1616), spanischer Schriftsteller und Staatsdiener, zeitweilig algerischer Sklave

Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.
Jacob Cats (1577-1660), niederländischer Dichter und Politiker

Bringst du Geld, so findest du Gnade; sobald es dir mangelt, schließen die Türen sich zu.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Juristische Schwierigkeiten gibt es nicht für Leute mit Geld.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Leute, die Geld haben, werden von der Polizei entweder geschützt oder gesucht.
Fritz de Crignis (1882-1957), deutscher Schriftsteller

Nichts macht den Menschen so unverträglich wie das Bewusstsein, genug Geld für einen guten Rechtsanwalt zu haben.
Richard Widmark (1914-208), US-amerikanischer Schauspieler

  Geld und Gewalt

Wer weiß nicht, dass Betrug, Diebstahl, Raub, Streit, Tumult, Beleidigung, Empörung, Totschlag, Verrat und Giftmord - durch die üblichen Strafen mehr geahndet als verhütet ausstürben, wenn das Geld erwürgt wäre?
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Die Macht des Geldes ist die brutaler Gewalt; es ist die Stärke des Knüppels und des Bajonetts.
William Cobett (1763-1835), englischer Schriftsteller

Reichtum und Geld sind ebenso Gewalt wie die direkte.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Gewalt gibt es nicht nur auf den Straßen, Gewalt in Bomben, Pistolen, Knüppeln und Steinen, es gibt auch Gewalt und Gewalten, die auf der Bank liegen und an den Börsen hoch gehandelt werden.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

  Geld und Krieg

Es entstehen ja alle Kriege um den Besitz des Geldes willen.
Platon (427-347 v. Chr.), griechischer Philosoph

Die Kraft des Krieges sind unbegrenzte Geldmittel.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Ein Krieg ohne Geld ist wie ein Blasebalg ohne Luft.
François Rabelais (ca. 1494-1553), französischer Schriftsteller

Das Geld erklärt dem ganzen Menschengeschlecht den Krieg.
Pierre de Boisguillebert (1646-1714), französischer Ökonom

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
Carl von Ossietzky (1889-1938), deutscher Redakteur, Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen die Nazis, Friedensnobelpreisträger, Ermordung im KZ

Der Kapitalismus verdient an der Rüstung wie an der Zerstörung und am Wiederaufbau. Er ist nicht schuld an den Kriegen, aber immer ihr größter Nutznießer.
Sigmund Graff (1898 - 1979), deutscher Dramatiker und Bühnenautor

Vier G dürfen einem Feldherrn nicht fehlen: Geld, Geduld, Genie und Glück.
Helmuth von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten

  Geld und Geist

Wissen ist wertvoller als Geld, schärfer als ein Säbel und mächtiger als eine Kanone.
georgisches Sprichwort

Wo die Münzen klingeln, schweigt der Philosoph.
Torquato Tasso (1544-1595), italienischer Dichter

Es ist ziemlicher, den Schrank voll Bücher als die Börse voll Geld zu haben.
John Lilly (1554-1606), englischer Schriftsteller

Esprit: Genau das Gegenteil von Geld: je weniger einer davon hat, desto zufriedener ist er.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Das soziale Dreieck wird gebildet durch Kunst, Wissenschaft und Geld.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Geld kann etwas anfachen, aber es kann nicht alleine und auch nicht für sehr lange brennen.
Igor Fjodorowitsch Strawinsky (1882-1971)

Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust lässt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
August Strindberg (1849-1912), schwedischer Dichter

Durch das Geld vernichtet die Demokratie sich selbst, nachdem das Geld den Geist vernichtet hat.
Oswald Spengler (1880-1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

Der Geist denkt, das Geld lenkt.
Oswald Spengler (1880-1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

Kunst, Niveau, Anstand, Gesinnung - es ist nicht leicht: Dass es aber mit Geld allein nicht zu machen ist, darauf kann man sich verlassen.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

In einer Aristokratie gibt es immer mehr Geld als Hirn.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Geld macht keine Ideen, aber Ideen machen Geld.
Jacques Séguéla (1934- ), französischer Werbefachmann

Die weltweite Wissenschaftssprache ist heute der Dollar.
Gerhard Kocher (1939- ), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Wenn sich ein Verleger zwischen Geist und Geld entscheiden muss, wählt er fast immer das Letztere.
Ernst Probst (1946- ), deutscher Wissenschaftsjournalist und Verleger

Forschung ist die Umwandlung von Geld in Wissen, Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld.
Alfred Oberholz (1952- ), deutscher Manager

  Geld und Gefühl

Schon viele hat das Geld übermütig gemacht, die Herzen der Großen hat es verführt.
AT, Jesus Sirach 8,2

Euch selbst möchte ich, nicht euer Geld.
NT, 2. Korinther 12,14

Es stünde besser um Volk und Welt, hätt' Geld mehr Herz und Herz mehr Geld.
jüdisches Sprichwort

Je mehr sich der Beutel füllt, umso mehr lehrt sich das Herz.
chinesisches Sprichwort

Es ist besser, einen leeren Geldbeutel zu haben, als an einer leeren Seele zu leiden.
William Pitt der Ältere (1708-1778), englischer Politiker, Premierminister

Ein weiser Mann hat Geld im Kopf, aber nicht in seinem Herzen.
Jonathan Swift (1667-1745), irischer Schriftsteller und Satiriker

Das Geld erlangt erst dann Bedeutung, wenn das Gefühl keine mehr hat.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Wie die Geldbörse leer ist, so ist das Herz voll.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Die Sehnsucht bedarf keines Geldes, die Erfüllung ist es nicht wert.
Heinrich Mann (1871-1950), deutscher Schriftsteller

Das bloße Geldverhältnis ist ein totes, kaltes, beruht einzig und allein auf dem "Interesse" und ist also durch und durch asozial.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Es gibt Leute, deren Herzen gerade in dem Grad einschrumpfen, als ihre Geldbörsen sich erweitern.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier

  Geld und Charakter

Geld ist ein Seelenverderber.
serbisches Sprichwort

Wenn du wissen willst, was Gott über Geld denkt, dann sieh dir die Menschen an, denen er es gibt.
irisches Sprichwort

Den Charakter reicher Leute kann man danach beurteilen, wofür sie Geld übrig haben.
Lü Bu We (ca. 300- ca.235 v.Chr.),
chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph

Das Wichtigste ist Charakter, wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.
John Pierpont Morgan (1837-1913), US-amerikanischer Unternehmer und Bankier

Vielleicht verdirbt Geld wirklich den Charakter. Auf keinen Fall aber macht Mangel an Geld ihn besser.
John Steinbeck (1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Geld verdirbt nicht den Charakter eines Menschen, es entlarvt ihn!
Max Frisch (1911-1991), Schweizer Schriftsteller

Nichts verändert den Menschen so sehr wie Geld.
Maria-Theresia Radloff (20. Jh.), deutsche Publizistin

  Geld und Gewissen

Viele schon hat das Geld gewissenlos gemacht.
AT, Jesus Sirach 8,2

Geld und Gewissen sind unvereinbar.
arabisches Sprichwort

Das Kapital, dessen wir bedürfen ist völlige Unabhängigkeit von jeglichem Kapital, außer von reinem Gewissen und entschlossenem Willen.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Gewöhnlich findet sch das Geld erst ein, wenn das Gewissen zu verdörrn beginnt. Je mehr Geld, desto weniger Gewissen.
Maxim Gorki (1868-1936), russischer Schriftsteller

  Geld und Tugend

Die Tugend kommt nach dem Geld.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Nach Einsicht trachtet, nicht nach Geld: Weisheit ist mehr als alle Welt.
Sebastian Brant (1457/1458-1521), deutscher Jurist und Autor

In einem Staat, wo das Geld alles ist, ist die Tugend nichts.
Wilhelm Ludwig Wekhrlin (1739-1792), deutscher Journalist und Schriftsteller

Jetzt benötigt man nur eine Tugend: Geld – dann hat man die übrigen auch.
Emanuel Wertheimer (1846-1916), deutsch-österreichischer Philosoph

  Geld und Moral

Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, denn ich habeschuldloses Blut überliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich.
NT, Matthäus 27,3-5


Judas hat sich erhängt, die Gedärme quellen aus ihm heraus, über ihm holt ihn der Teufel. Links bläst ein Engel die Posaune des Jüngsten Gerichts, rechts steht ein Engel mit dem Richtschwert, gotische Figurengruppe aus der Vorhalle des Freiburger Münsters
http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/gz-eigenmaterial/staedte-im-ma/judas-550pix.jpg

Gott gibt den Bösen Reichtum, wie dem Judas den Beutel.
dänisches Sprichwort

Nicht selten wird heut' einer ein Judas, der gestern ein Elias war.
deutsches Sprichwort

Sogar unter den Aposteln gab es einen Judas.
ungarisches Sprichwort

Man muss dem Gelde gebieten, nicht gehorchen.
deutsches Sprichwort

Ehre und Geld gehen nicht in denselben Sack.
spanisches Sprichwort

Schmutz und Geld vertragen sich.
englisches Sprichwort

Mein Bester, du bist Athener, ein Bürger der größten und durch Bildung und Macht berühmtesten Stadt, und du schämst dich nicht, dich darum zu kümmern, wie du zu möglichst viel Geld und wie du zu Ehren und Ansehen kommst, doch um die Vernunft und die Wahrheit und darum, dass du eine möglichst gute Seele hast, kümmerst und sorgst du nicht?'
Epikur (341-270 v.Chr.), griechischer Philosoph

Herr oder Sklav ist das erworbene Geld für den Erwerber. Recht gewertet, sollte es nachtraben an handfestem Stricke, nicht Treiber sein.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Der Imperativ der Rentabilität hat den kategorischen Imperativ von Kant ersetzt.
Denis de Rougement (1713-1774), französischer Schrifsteller und Philosoph

Geld ohne Ehrgefühl ist eine Krankheit.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Das Geld und nicht die Moral ist der Grundsatz von Handelsnationen.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Je mehr Geld, desto weniger Anstand.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Wenn einer sagt, es gehe ihm nicht ums Geld, sondern ums Prinzip, dann geht es ihm bestimmt ums Geld.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Geld hat nicht nur kein Herz, sondern auch keine Ehre und kein Gedächtnis.
John Steinbeck (1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Man empfindet es oft als ungerecht, dass Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Mediziner und Aphoristiker

Dem Geld ist alles egal.
Peter Sloterdijk (1947- ), deutscher Philosoph

  Geld und Geldgier

Wer das Geld liebt, bekommt vom Geld nie genug; wer den Luxus liebt, hat nie genug Einnahmen - auch das ist Windhauch. Mehrt sich das Vermögen, so mehren sich auch die, die es verzehren.
AT, Kohelet 5,9-10

Du sollst wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wolllust mehr als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!
NT, 2. Timotheus 3,1-5


Gier nach Geld macht krank. ECO-Magazin des Schweizer-Fernsehens
http://www.sendungen.sf.tv/eco/Nachrichten/Archiv/2011/01/03/Uebersicht/Gier-nach-Geld-kann-krank-machen

Wo Gold und Silber das Herz bewachen, da stehen Glaube, Hoffnung und Liebe beständig vor der Tür.
dänisches Sprichwort

Genug zu haben ist Glück, mehr als genug zu haben ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.
norwegisches Sprichwort

Ist Geld die Braut, so wird die Ehe selten gut.
deutsches Sprichwort

Es gibt Menschen, denen ihr Geld lieber ist als ihr eigener Leib.
Talmud Bavli Berachot 61

Wenn die Gier nach Geld nicht im Genug haben ihre Grenze findet, ist sie noch viel schlimmer als die drückendste Armut. Denn größere Begehrlichkeit erweckt größere Bedürfnisse.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph

Habsucht schließt Liebe zu Geld in sich, nach dem es keinen Weisen je gelüftet hat. Wie von giftigen Stoffen durchdrungen, entnervt sie Leib und Seele jedes Mannes; immer ist sie maßlos unersättlich, und lässt sich weder durch Fülle, noch durch Mangel mindern.
Sallust (86-35/34 v.Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker

Traurig ist das Leben, weil die widrige Geldgier es wie ein eisiger Wind durchweht. Möchten sich doch alle Ärzte verbinden, diese Krankheit, die schlimmer als Irrsinn ist, zu heilen.
Hippokrates (um 460-um 370 v.Chr.), griechischer Arzt

Wer von üblen Praktiken einmal angesteckt ist, kann nur schwer auf seine Lüste verzichten; um so hemmungsloser ist er dann mit allen Mitteln auf Gelderwerb und Verbrauch versessen.
Sallust (86-35/34 v.Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker

Wer Geld besitzt, denkt unaufhörlich darüber nach, was er tun kann, um es zu vermehren. Wer einmal damit beginnt, sein Geld arbeiten zu lassen, nimmt nicht enden wollende Sorgen auf sich, und sein ganzer Seelenfriede ist dahin.
Li Liweng (1611-1676), chinesischer Gelehrter und Schriftsteller

Die Leute, die keine Ordnung in ihren Geschäften haben sagen: "Ich wäre froh, wenn ich 10.000 Livres mehr hätte." Hätten sie diese 10.000 Livres mehr, so wären sie wiederum unzufrieden und würden sagen: "Hätte ich doch noch 10.000 mehr und so weiter in infinitum."
Charles de Seconda, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Wehe dem Arzt, der Ehr- und Gelderwerb zum Ziel seines Strebens macht! Er wird im ewigen Widerspruch mit sich selbst und seinen Pflichten stehen, er wird seine Hoffnungen ewig getäuscht und sein Streben nie befriedigt finden und zuletzt einen Beruf verwünschen, der ihn nicht lohnt - weil er seinen wahren Lohn nicht kennt.
Christoph Wilhelm von Hufeland (1762-1836), deutscher Mediziner, königlicher Leibarzt von Preußen


Le diable d'argen - der Geldteufel, französische Radierung des frühen 18. Jahrhunderts
http://uwerohe.de/Detail/Le_Diable_dArgent.html

Der böse Geist des Luxus biss ihm ins Herz, das Fiebern nach Geldgewinn packte ihn, der Durst nach Gold dörrte ihm die Kehle.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Mit der Möglichkeit, die Ware als Tauschwert oder den Tauschwert als Ware festzuhalten, erwacht die Geldgier.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der Mensch ist ein geldgieriges Tier und diese Eigenschaft kommt allzu oft seiner Güte in die Quere.
Herman Melville (1819-1891), US-amerikanischer Schriftsteller

Der moderne Mensch betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Das Problem mit dem Kapitalismus sind die Kapitalisten. Sie sind so verdammt gierig.
Herbert Hoover (1874-1964), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld.
Paul Getty (1892–1976), US-amerikanischer Öl-Milliardär

Geld ist eine Art Instinkt. Geld machen ist eine Art Naturveranlagung im Menschen.
David Herbert Lawrence (1885-1930), englischer Schriftsteller

Der Machtmensch geht an der Macht zugrunde, der Geldmensch am Geld, der Unterwürfige am Dienen, der Lustsucher an der Lust.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Schriftsteller und Maler

Die Sucht nach mehr Geld als Ausdruck von immer mehr Macht ist eingebettet in eine allgemeine Suchtmentalität, in der auf vielfache Weise versucht wird, Ohnmachtsgefühle in Macht zu verwandeln.
Thea Bauriedl (1938- ), deutsche Psychologin und Psychoanalytikerin

 

Geldgier - Frans Masereel, belgischer Graphiker, Zeichner und Maler (1889-1972)

  Geld und Gewinnsucht

Gott, mach mein Herz deinen Weisungen geneigt und nicht der Gewinnsucht.
AT, Psalm 119,36

Die übertriebene Anhäufung von Vermögen im Interesse der Kinder ist nichts als ein Vorwand für Gewinnsucht, die damit ihren wahren Charakter verrät.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph

Gewinnsucht und Eitelkeit sind die Werbeoffiziere der Schlechtigkeit.
Franz Grillparzer (1791-1872), österreichischer Schriftsteller

In ständiger Berührung mit Gewinnsucht wurde sein Herz kalt, eng und trocken.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Wen wir nur für Geld und Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie Klausner ein. Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das Leben lebenswert macht.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

  Geld und Geiz

Ein schlimmes Übel sah ich unter der Sonne: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem eigenen Unheil gehütet wird.
AT, Kohelet 5,12

Tut er etwas Gutes, dann tut er es aus Versehen, und am Ende zeigt er seine Schlechtigkeit. Schlimm ist ein Geizhals, der sein Gesicht abwendet und die Hungernden verachtet.
AT, Jesus Sirach 14,8

Also geht es allen, die nach Gewinn geizen, dass ihr Geiz ihnen das Leben nimmt.
AT, Sprüche 1,19

Geizhals von Margret Hofheinz-Döring (1910–1994)
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Geizhals,_Margret_Hofheinz-D%C3%B6ring,_Mischtechnik,_1926_(WV-Nr.5579).JPG&filetimestamp=20080630100609

Geiz bring Kampf und Streit ins Haus. Geiz tilgt Ehrgefühl, Mitleid und Vertrauen aus dem Herzen. Geiz bringt Leid in die Familie.
altägyptische Weisheit

Der Geizhals besitzt nicht sein Vermögen, sondern sein Vermögen besitzt ihn.
jüdisches Sprichwort

Ein geiziger Mensch ist wie ein gemästeter Ochse: Sein Fett wird er erst hergeben, wenn man ihm sein Leben nimmt.
jüdisches Sprichwort

Die Krankheit der Seele ist der Geiz.
arabisches Sprichwort

Der Geiz wächst mit dem Gelde.
deutsches Sprichwort

Nicht zu geben, findet der Geizige immer Ursache.
deutsches Sprichwort

Geiz wird nie satt, bis er den Mund voll Erde hat.
niederländisches Sprichwort

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
indianisches Sprichwort

Geld lässt sich nicht essen, Fotomontage von Stefan Winkler

Auf ungerechte Weise geldgierig zu sein, ist unfromm, auf gerechte Weise schmählich; denn es ist unpassend, schmutzig zu geizen, selbst wenn es ohne Ungerechtigkeit geschieht.
Epikur von Samos (341-270 v.Chr.), griechischer Philosoph

Der Geizige ist immer arm.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Zu niemandem ist der Geizige gut, zu sich selbst am schlechtesten.
Publilius Syrus (1. Jh. v.Chr.), römischer Schriftsteller

Was aber der Geiz im Greisenalter bedeuten soll, sehe ich nicht ein. Kann es denn wohl etwas Ungereimteres geben als je weniger Weg noch übrig ist, noch desto mehr Reisegeld zu suchen?
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Der Geizige fürchtet weder Gott, noch achtet er den Menschen; er schont weder Vater, noch erkennt er die Mutter; er kennt weder Rücksicht gegen seine Brüder noch Treue gegen seine Freunde; er unterdrückt die Witwen und fällt die Weisen an; er verkauft seine Kinder und legt falsches Zeugnis ab.
Aurelius Augustinus ( 354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Dem Hungernden gehört das Brot, das du zurückhältst, dem Nackten das Kleidungsstück, das du im Schrank verwahrst, dem Barfüßigen der Schuh, der bei dir verfault, dem Bedürftigen das Silber, das du vergraben hast. Du tust also vielen Unrecht, denen du hättest helfen können.
Basilius der Große von Cäsarea (330-379), griechischer Theologe, Gründer der Basilianer-Mönche, Kirchenvater

Der Geiz versteckt sich gern unter dem Namen der Sparsamkeit.
Gregor I. der Große (um 540-604), Papst, Kirchenlehrer, Heiliger

Der Geiz differiert gar wenig vom Stehlen.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim) (1493-1541), deutscher Arzt und Astrologe, Theologe und Alchimist, Mystiker und Magier

Was ist das doch für eine niedrige und dumme Bemühung, sein Geld nachzurechnen, es mit Behagen durch die Finger gleiten zu lassen, es nachzuwiegen und immer wieder durchzuzählen. Das ist der Weg, auf dem der Geiz heranschleicht.
Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker und Philosoph

Der Geiz wird noch stärker im Alter. Denn immer noch begehren wir den Genuss. In der Jugend kosten wir den Genuss nur im Verschwenden, im Alter im Bewahren aus.
Charles de Seconda, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Geiz und Glück werden sich niemals kennen lernen.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Geiz kündet das Herannahen des Alters und die eilige Flucht der Freuden an.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues (1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Unser Geiz beim Kaufen nimmt mit der Wohlfeilheit der Gegenstände zu - warum? Ist es, dass die kleinen Preis-Unterschiede eben erst das kleine Auge des Geizes machen?
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die Nahrung des Geizhalses besteht aus Geld und Verachtung.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Der Geizhals bleibt im Tode karg; zween Blicke wirft er auf den Sarg, und tausend wirft er mit Entsetzen nach den mit Angst verwahrten Schätzen.
Christian Fürchtegott Gellert

Der Tod und der Geizige von Hieronymus Bosch, niederländischer Maler (um 1450-1516)
http://www.wallpapers-free.co.uk/background/paintings/hieronymus_bosch/death-and-the-miser/

Der Geizige sagt sich insgeheim: bin ich für das Schicksal der Armen verantwortlich? So legt er das Mitleid ab, das ihn belästigen könnte.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues (1715-1747),  französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Der Geiz ist eine der unedelsten schändlichsten Leidenschaften. Man kann sich keine Niederträchtigkeit denken, deren ein Geizhals nicht fähig wäre, wenn seine Begierde nach Reichtum in das Spiel kommt.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Der Geiz der schwerreichen Leute hat eine nette Heuchelei zum Vorschein gebracht: den Sinn für das Einfache.
Edmond de Goncourt (1822-1896), französischer Schriftsteller

Ein Geschäft, das nichts als Geld verdient, ist ein schlechtes Geschäft.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

Geiz ist ja eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins.
Franz Kafka (1883-1924), österreichischer Schriftsteller

Ein Geizhals ist ein Mensch, der sich an das Geld verliert, nachdem er es gewonnen hat.
Karl-Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Dichter und Erzähler

Man muss sich fragen, was der heutigen Menschheit größeren Schaden an ihrer Seele zufügt: die verblendende Geldgier oder die zermürbende Hast.
Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe und Verhaltensforscher

Geiz ist geil. [nach Kritik an dem Slogan wurde daraus: Geil ist geil !]
Werbeslogan von Saturn

       
Der umstrittene Werbeslogan von SATURN  "GEIZ IST GEIL" wurde in den Slogan "geil ist geil" umgewandelt - beschämt sei, wer schlechtes dabei denkt ...

  Geld und Tod

Das Leben gleicht einer Stunde; vertraue daher nie auf die Länge Deiner Jahre und denke daran: Nach dem Tode zählen nur die Taten eines Menschen, nicht mehr sein Geld.
chinesisches Sprichwort

Magst du auch Geld und Gut endlos zusammentragen, du wirst doch nackt und bloß zuletzt ins Grab getragen.
persisches Sprichwort

Man ist ohne Geld geboren, und kann es auch nicht ins Grab mitnehmen.
Kuan Tzu (7. Jh.v.Chr.), chinesischer Philosoph

Was die Geizigen nicht für Christus hergeben wollen, das verlieren sie alle zu ungelegener Zeit. Andere sammeln es nach ihnen ein. Im Leben wagt der Geizige kaum, Gott etwas Geringes zu schenken; im Tod lässt er alles zurück, nichts bleibt ihm davon übrig.
Kolumban ( 543-615), irischer Wandermönch und Missionar

Der Geiz macht, dass wir nichts mit Lust und Freude gebrauchen können.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Geld und Reichtum, das zerstäubt.
Paul Fleming (1609-1640), deutscher Arzt und Schriftsteller

Also haben oft die Erben Wassersucht in den Augen und die Geldsucht im Herzen, singen mit dem Maul das Miserere und mit dem Herzen das Lätare.
Abraham a Santa Clara (Johann Ulrich Megerle) (1644-1709), österreichischer Kanzelredner und Volksschriftsteller

Der Geizige aus dem Totentanz von Hans Holbein, deutscher Maler und Kupferstecher (1465-1524)
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Holbein_Danse_Macabre_28.jpg&filetimestamp=20060903232625

All das Geld, das du verdient hast, wird niemals deine Seele zurück kaufen können.
Bob Dylan (1941- ), US-amerikanischer Folk- und Rockmusiker, Dichter und Maler

  Geld und Angeberei

Ich möchte lieber einen Mann ohne Geld als Geld ohne einen Mann.
Themistokles (um 525-um 459 v.Chr.), griechischer Staatsmann und Feldherr

Weil euch an Geld ein bisschen zugefallen ist, schwillt euch der Kamm auf.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Wer seine Frau und sein Geld allzu protzig zur Schau stellt, läuft Gefahr, sie ausleihen zu müssen.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Geld macht den Mann nicht.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Geld ist eine neue Form der Sklaverei.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der gewöhnliche Protze, der mit Gold prahlt, ist unleidlich; unleidlicher ist der Überzeugungsprotze, der uns jeden Augenblick mit seiner Gesinnungstreue in das Gesicht springt; am unleidlichsten aber der Wissensprotze, der über jede fremde Meinung mit spöttischem Mitleid lächelt.
Otto von Leixner (1847-1907), deutscher Schriftsteller

Der typische moderne Mann aber betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen, damit er protzen und Aufwand betreiben kann und über diejenigen triumphieren, die bisher seinesgleichen waren.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Wem das Geld zu Kopf steigt, der hat keinen.
Aristoteles Onassis (1906-1975), griechischer Reeder

  Geld und Einstellung zum Geld

Man muss dem Gelde gebieten, nicht gehorchen.
deutsches Sprichwort

Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.
Pythagoras (um 570-nach 5010 v.Chr.), griechischer Philosoph

Das Geld ist sehr schätzenswert, wenn man es verachtet.
Charles de Seconda, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Vergnügt sein ohne Geld, das ist der Stein der Weisen.
Magnus Gottfried Lichtwer (1719-1783), deutscher Dichter

Mehr Kredit als Geld, so kommt man durch die Welt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Schätze das Geld nicht mehr und nicht weniger als es das verdient: es ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
Alexandre Dumas (1824-1895), französischer Schriftsteller

Um die Liebe und die Armut praktisch zu üben, bewahren wir niemals Geld von einer zur anderen Woche auf.
Charles de Foucauld (1858-1916), französischer Forscher, Offizier, katholischer Priester und Eremit, von Tuareg ermordet, selig gesprochen

Geld ist das wichtigste Ding auf der Welt. Es bedeutet: Gesundheit, Kraft, Ehre, Edelmut und Schönheit ebenso einleuchtend und unleugbar wie sein Mangel: Krankheit, Schwäche, Schande, Gemeinheit Hässlichkeit bedeutet. Nicht die geringste seiner Wunderkräfte ist es, dass es gemeine Menschen ebenso sicher zugrunde richtet, wie es vornehme Menschen kräftigt und veredelt... Es ist mit einem Worte nur dann ein Fluch, wenn wahnwitzige soziale Verhältnisse das Leben selbst zum Fluch machen.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Die richtige Einstellung dem Geld gegenüber ist die einer begehrlichen Verachtung.
Henry Miller (1891-1980), US-amerikanischer Schriftsteller

  Geld und Umgang mit Geld

Das Geld deines Nächsten sollst du hüten wie dein eigenes.
Talmud Awot 2

Auch wenn einer einen vertrauenswürdigen Buchhalter im Hause hat, soll er dennoch sein Geld hüten und abzählen.
Talmud Baba Batra 9

Geh sorgsam mit Geld um, wenn du wohlhabend bist.
chinesisches Sprichwort

Einen Teil sollst du ausgeben, einen Teil sollst du weggeben, einen Teil sollst du sparen.
persisches Sprichwort

Wer vorausbezahlt, wird immer schlecht bedient.
portugiesisches Sprichwort

Wenn der Mann gut verdient, gibt die Frau gut aus.
niederländisches Sprichwort

Die Mutter, die eine Tochter hat, bringt die Hand nicht aus dem Geldbeutel.
armenisches Sprichwort

ndere geben viel Geld aus, um riesige Häuser zu bauen, und tun nichts, um den Obdachlosen zu helfen. Manche suchen nur ihren Gewinn, andere gegen ihr Geld nur für Ausschweifungen aus, und noch andere stehlen. In all diesen Exzessen und verbrecherischen Verhaltensweisen erkennen wir Menschen, die nur für sich selbst sorgen und keinen Gedanken an das verschwenden, was in dieser Welt notwendig ist.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Je mehr Geld, desto größer die Rechnung.
Abraham a Santa Clara (Johann Ulrich Megerle) (1644-1709), österreichischer Kanzelredner und Volksschriftsteller

Verdiene, soviel du kannst. Spare, soviel du kannst. Gib, soviel du kannst.
John Wesley (1703-1791), englischer Theologe, Gründer der Methodisten

Hervorragende Eigenschaften lassen einen Menschen für die Gesellschaft oft ungeeignet erscheienn. Zum Markt geht man nicht mit Goldbarren, sondern mit Silber oder Kleingeld.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Eine wohlhabende Frau, die den Umgang mit Geld gewöhnt ist, verwendet es auf kluge Art, aber eine Frau, die nach ihrer Heirat zum ersten Male über Geld verfügt, hat so starkes Gefallen am Ausgeben, dass sie es mit großer Verschwendung wegwirft.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Kein Geld ist vorteilhafter angelegt als das, um welches wir uns haben prellen lassen;
denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.

Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Viel Geld erwerben ist eine Tapferkeit; Geld bewahren erfordert eine gewisse Weisheit, und Geld schön ausgeben ist eine Kunst.
Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach) (1812-1882), Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach)

Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen, als in ungezogenen Kindern.
Wilhelm Busch (1832-1908), deutscher Dichter

Verbrecher verlangen Geld oder Leben, Frauen beides.
Samuel Butler (1835-1902), englischer Schriftsteller

Denn durch das Schaffen des Mannes kommt in der Regel Geld ins Haus, durch das Wirtschaften der Frau aber geht das meiste drauf.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Wenn man von Bargeld lebt, kennt man die Ufer des Meeres, das man tagein, tagaus zu befahren hat, Kredit führt einen in dieser Beziehung in die Wüste, deren Ende nicht abzusehen ist.
Anton Tschechow (1860-1904), russischer Erzähler und Dramatiker

Es gibt tausend Möglichkeiten, sein Geld auszugeben, aber nur zwei, es zu erwerben: Entweder wir arbeiten für Geld - oder das Geld arbeitet für uns.
Bernard Baruch (1870-1965), US-amerikanischer Finanzier und Börsenspekulant

Wo es um große Summen geht, ist es ratsam, niemandem zu trauen.
Agatha Christie (
1890–1976), englische Kriminalautorin

Sich geschmackvoll anziehen ist immer eine Sache des Instinkts, vielleicht auch der Erziehung, aber niemals eine Sache des Geldes.
Maggy Rouff (1896-1971), belgisch-französische Modeschöpferin

Geldleute lesen gründlicher als Bücherliebhaber. Sie wissen, was für Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen können.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Seine Intelligenz kann man beim Geldverdienen beweisen; seine Kultur beim Geldausgeben.
Charles Tschopp (1899-1982), Schweizer Schriftsteller

Es ist meistens leichter, mit einem Mann auszukommen, als mit seinem Geld.
Ingrid van Bergen (1931- ), deutsche Schauspielerin

Viele Kapitalisten verbringen ein Drittel ihre Lebens damit, Kapital zu schaffen; ein weiteres Drittel ihrer Zeit verbringen Sie damit, ihr Geld zu bewahren, und im letzten Drittel befassen sie sich mit der Frage, wem sie es vermachen sollen.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Manchmal ist es besser, eine Stunde über sein Geld nachzudenken, als eine Woche dafür zu arbeiten.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Die Frauen geben mehr Geld aus als der Mann verdient, damit die Leute glauben, dass er mehr verdient als die Frau ausgibt.
Danny Kaye (1913-1987), US-amerikanischer Entertainer

  Geld und Gutestun

Wer mit seinem Geld gutes tut, hat es nicht umsonst verbraucht.
chinesisches Sprichwort

Geld ist nützlich, wenn ein gutes Herz es besitzt.
Publilius Syrus (1. Jh. v.Chr.), römischer Schriftsteller

Auch das Geld ist etwas Gutes, aber erst dann, wenn es seinen Besitzer nicht beherrscht und den Nächsten der Armut entreißt.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Mag das Geld auch den Charakter des bloß Nützlichen haben, so hat es dennoch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Glück, weil es auch den Charakter des Allumfassenden besitzt, da ja dem Gelde alles untertan ist.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Geld ist wie Dung, nicht gut außer wenn es verteilt wird.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann

Ich liebe das Geld, es gibt mir die Möglichkeit anderen zu helfen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Gold und Silber sind sehr gute Gaben Gottes, die den edelsten Zwecken dienen. In den Händen von Gotteskindern werden sie zu Nahrung für die Hungrigen, Wasser für die Durstigen, Kleidung für die Nackten. Mit Geld können wir Witwen und Waisen versorgen.
John Wesley (1703-1791), englischer Theologe, Gründer der Methodisten

Wer nur um des Geldes willen Gutes tut, wartet nur darauf, besser bezahlt zu werden, um Schlechteres zu tun.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Geldmenschen verzeihen dir alles, nur eines nicht: Mangel an Demut vor dem Geldsack.
Otto von Leixner (1847-1907), deutscher Schriftsteller

Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht Geld zu verdienen, sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

Man sollte es verstehen, Geld in Freude zu verwandeln.
Friedl Beutelrock (1889-1958), deutsche Schrifstellerin

Geld ohne Liebe ist wie Salz ohne Kraft.
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Geld ist die beste Hebamme für gute Taten.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, früherer Arbeitsminister

  Geld und Wohltätigkeit

Lege dein Vermögen so an, wie es den Geboten des Höchsten entspricht, das wird dir mehr Nutzen bringen, als Gold es könnte. Häufe in deinen Schatzkammern Mildtätigkeit an, und sie wird dich aus allem Ungemach retten.
AT, Jesus Sirach 29,11-12

Wenn du Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.
NT, Matthäus 6,3

Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich.
arabisches Sprichwort

Ein Geschenk gibt man, um jemanden an sich heranzuziehen, ein Almosen - um jemanden loszuwerden.
jüdisches Sprichwort

Wer sein Herz gibt, wird sein Geld nicht verweigern.
deutsches Sprichwort



Heilige Elisabeth spendet Almosen (1507)
http://bidok.uibk.ac.at/library/rathmayr-fuersorge.html

Es ist die Freude der Großen, Menschen glücklich machen zu können. Es ist der eigentliche Sinn des Reichtums, dass er freigebig gespendet werde.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Wenn alle Almosen nur aus Mitleid gegeben würden, so wären die Bettler allesamt verhungert.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Wenn sie Geld geben, spenden sie auch sich selbst.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Geld sammeln, das durch Gewalt erworben wurde, und damit Menschen helfen wollen, die durch Gewalt zu Bettlern gemacht worden sind, heißt, mit Gewalt Wunden heilen, welche Gewalt geschlagen hat.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Stiftungen sind Schweigegelder für das Gewissen.
Upton Sinclair (1878-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

Statt Mitgefühl spenden viele lieber Geld, das häufig ohne Mitgefühl und brutal verdient wurde.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Almosen tun den Gebern gut, nicht den Empfängern.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande.
Andrew Carnegie (1835-1919), schottischstämmiger US-amerikanischer Industrieller

Wer Geld gibt, das er nicht verdient hat, ist mit der Arbeit anderer Leute freigiebig.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Nie soll das Geld König sein, sondern die Barmherzigkeit.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Pastor und Theologe, Aufbau der Inneren Mission

Ich weiß selbst, dass unser Wirtschaftssystem "Bosse" braucht. Die Frage ist, ob wir ein Wirtschaftssystem brauchen, das solche Bosse braucht. Die Hinweise darauf, dass reiche Bosse viel Gutes tun für caritative Zwecke, spricht gegen ein System, in dem reiche Bosse Almosen geben müssen, damit andre leben können.
Luise Rínser (1911-2002), deutsche Schriftstellerin

Almosengeben neigt dazu die Armut zu verewigen; Hilfe beseitigt sie ein für alle mal. Almosengeben lässt einen Menschen gerade dort, wo er war. Hilfe stellt ihn für die Gesellschaft als Individuum wieder her, das allen Respektes würdig ist, und nicht als Mensch mit einem Misstand.
Eva Perón (1919-1952), Frau des argentinischen Präsidenten Juan Perón

Wer durch Almosen geben will, was er der Gerechtigkeit schuldet, spottet der Nächstenliebe.
Oskar Arnulfo Romero (1917-1980), katholischer Erzbischof in El Salvador, Befreiungstheologe, von Militärs ermordet

  Geld und soziale Gerechtigkeit

Verliere gerne dein Geld um deines Bruders und Nächsten willen und vergrabe es nicht unter einen Stein.
AT, Jesus Sirach 29,13

Denn unter allem, was in Brauch ist bei den Menschen, erwuchs so schlimm nichts wie das Geld! Dieses zerstört selbst Städte, dies treibt Männer von den Häusern, dies lehrt und es verkehrt den rechten Sinn der Menschen, üblem Tun sich zuzuwenden. Wie man zu allem fähig wird, zeigt es den Menschen und jede Art Gottlosigkeit zu wissen. Doch alle, die um des Geldes willen dies getan, sie haben's mit der Zeit dahin gebracht, dass sie es büßen mussten.
Sophokles (496-406 v.Chr.), griechischer Philosoph

Das Brot der Hungrigen ist es, was du behältst; die Bekleidung des Nackten ist es, was du verschließest, der Loskauf und die Freiheit der Elenden ist das Geld, das du in der Erde verscharrst. Wisse also, dass du allen jenen ihre Güter raubst, welchen du, wenn du nur wolltest, mit Anleihen zu Hilfe kommen könntest.
Aurelius Ambrosius (340-397), lateinischer Kirchenvater, Bischof von Mailand und Hymnendichter

Vor allem muss darüber gewacht werden, dass die Geldschätze eines Staates nicht in wenige Hände gelangen. Andernfalls kann ein Staat ein großes Nationalvermögen besitzen und doch große Not leiden. Denn Geld gleicht dem Dünger, der nur nützt, wenn er ausgebreitet wird. Man erreicht dies hauptsächlich durch Unterdrückung oder straffe Zügelung des zerstörenden Wuchergewerbes, der Monopole, Latifundien und dergleichen.
Roger Bacon (1214 - 1294), englischer Franziskaner, Naturwissenschaftler und Philosoph

Wo alle an alles das Geld als Maßstab anlegen, wird kaum jemals eine gerechte und glückliche Politik möglich sein, es sei denn, man will dort von Gerechtigkeit sprechen, wo gerade das Beste immer den Schlechtesten zufällt, oder von Glück, wo alles unter ganz wenige verteilt wird und [...] der Rest aber ein elendes Dasein führt.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Wer kein Geld hat, dem hilft nicht, dass er fromm ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen.
Sitting Bull (1831-1890), Stammeshäuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux, Führer während der letzten Freiheitsbewegung der Indianer

Geld hat keinen Wert für denjenigen, der mehr als genug davon hat, und die Weisheit, mit der er ausgibt, ist die einzige soziale Rechtfertigung dafür, dass man es in seinem Besitz hat.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer der Welt richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen oder -traditionen zu machen. Vor allem aber dürfen wir nicht zulassen, dass unsere Gedanken und Bemühungen von konstruktiver Arbeit abgehalten und für die Vorbereitung eines neuen Krieges missbraucht werden.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Geld ist Verantwortung.
Walter Hasenclever (1890-1940), deutscher Schriftsteller

Indem man das Geld zur einzigen oder beinah einzigen Triebfeder aller Handlungen ... machte, hat man das Gift der Ungleichheit allenthalben verbreitet.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und
Schriftstellerin

Tun sie gelegentlich etwas, womit sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor

Man kann nicht denen noch Geld wegnehmen, die ohnehin schon zu wenig haben.
Heiner Geißler (1930- ), deutscher Poltitiker, CDU

Alles Unheil dieser Welt kommt vom falsch verteilten Geld.
Werner Mitsch (1936- ), deutscher Aphoristiker

Rein monetäres Wachstum ist fragwürdig, dieses Wachstum wird bezahlt mit einem Riss in der Gesellschaft.
Friedhelm  Hengsbach (1937- ), deutscher Jesuit und Sozialethiker

Steigende Arbeitslosigkeit: Die Reichen wollen nicht mehr Menschen, sondern nur noch das Geld für sich arbeiten lassen.
Ernst Ferstl (1955- ), österreichischer Lehrer und Schriftsteller

  Geld und Entwicklungspolitik

Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), deutscher Sozialreformer und Kommunalbeamter, Begründer der genossenschaftlichen Raiffeisenbank, Kredite für ärmere Landbevölkerung

Indem wir die Selbsthilfe, die Bestätigung der eigenen Kraft, die Verantwortlichkeit für das eigene Geschick als Wirtschaftsprinzip proklamieren, stehen wir mitten in der Gesamtheit für die großen Aufgaben unserer Zeit.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), deutscher Sozialreformer und Kommunalbeamter

Wenn ein Untertan wirtschaftlich zurückgeblieben ist und Vieh und Saatgut braucht, soll man ihm Geld vorschießen und ihn unbelastet lassen, damit er auf seiner Scholle bleibe und nicht aus seiner Heimat weg in die Fremde wandere.
Nizam al-Mulk (1018-1092), persischer Wesir

Wohltätigkeit, Almosen. Das führt dazu, dass man sich darin einnistet. Man verliert seine Initiative. Man kümmert sich einfach nicht mehr darum, nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Man verliert sozusagen wesentliche Kennzeichen des Menschseins. Und Kennzeichen des Menschseins ist es, dass man sich ständig um neue Möglichkeiten kümmert, dass man kämpft um neue Chancen. Jemand, der aber von den Wohltaten anderer lebt, verliert diese unternehmerische Grundhaltung. Deshalb sage ich, es ist besser Chancen zu eröffnen, statt die Leute einzulullen. Man muss sie dazu bringen, ihre Talente zu Nutze zu bringen.
Mohammed Yunus

Die Völker der reichen Länder müssen dazu bereit sein, die Bürde des Schuldenerlasses der armen Länder auf sich zu nehmen.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger), deutscher Papst

Entwicklung braucht Entschuldung.
Motto der Erlassjahrkampagne

  Geld und Ausbeutung

Wenn du beobachtest, dass in der Provinz die Armen ausgebeutet und Gericht und Gerechtigkeit nicht gewährt werden, dann wundere dich nicht über solche Vorgänge: ein Mächtiger deckt den andern, hinter beiden stehen noch Mächtigere.
AT, Kohelet 5,7

Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Leben selbst ist wesentlich Aneignung, Verletzung, Überwältigung des Fremden und Schwächeren, Unterdrückung, Härte, Aufzwängung eigner Formen, Einverleibung und mindestens, mildestens, Ausbeutung.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Ist die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, dass er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, so fallen die anderen Teile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandleiher usw..
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

[708px-Karikatur_Das_Verhältnis_Arbeiter_Unternehmer.jpg]
Sammelbecken des Kapitalismus
http://3.bp.blogspot.com/_892MpYa7IWk/S417WU4qijI/AAAAAAAAAOw/4tRF4x2d-AU/s1600-h/708px-Karikatur_Das_Verh%C3%A4ltnis_Arbeiter_Unternehmer.jpg

Ja, wir glauben, dass die Menschen noch einen höheren Beruf haben, als sich gegenseitig auszubeuten.
Moses Hess (1812-1875), deutsch-jüdischer Philosoph und Schriftsteller, Frühsozialist

Die Ausbeutung der Armen kann nicht dadurch beseitigt werden, dass man einige Millionäre zugrunde richtet, sondern, indem man den wirtschaftlich Schwachen Wissen bringt und sie lehrt, mit den Ausbeutern nicht zusammenzuarbeiten.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Glaubt nicht an die aufgehäuften Reichtümer der Ausbeuter, die nicht nur ihre Ehre verlieren und das Zeugnis des guten Gewissens preisgeben, sondern schließlich vor Gott, vor den Menschen, für jetzt und für die Zukunft alles kompromittieren.
Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

Die gegenwärtige Weltwirtschaftsordnung bildet ein System der Plünderung und Ausbeutung wie kein anderes in der Geschichte.
Fidel Castro (1927- ), kubanischer Politiker

  Geld und Kapitalismus

Unsere Kaufleute und Fabrikanten klagen sehr über die schlechten Wirkungen hoher Löhne auf die Erhöhung der Warenpreise und über die dadurch bewirkte indirekte Beeinträchtigung des Verkaufs ihrer Waren im In- und Auslande. Sie sagen aber nichts von den schlechten Wirkungen hoher Kapitalgewinne.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre


Schwimmer, wer schwimmen kann, und wer zu schwach ist, gehe unter; Karikatur des deutschen Malers und Zeichners Georg Grosz
http://gordscafe.tripod.com/id114.html

Die Gottlosigkeit des Kapitals, das den Arbeiter als Arbeitskraft und Maschine bis zur Zerstörung ausnützt, muss gebrochen werden.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Das Kapital ist verstorbne Arbeit, die sich nur vampirmäßig belebt durch Einsaugung lebendiger Arbeit und um so mehr lebt, je mehr sie davon einsaugt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Die Bourgeoisie... hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohl erworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Kapital muss durch Eigennutz stimuliert werden; es kann nicht durch Wohlwollen angelockt werden.
Walter Bagehot (1826-1877), Ökonom, Verfassungstheoretiker und Herausgeber

Die kapitalkräftige, solide, leistungsfähige Welt ist seit der Kreuzigung dauernd antichristlich und barabbassisch gewesen, und nie seither wurde die eigentliche Lehre Jesu in politische oder allgemeine soziale Praxis umgesetzt.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Kapitalgesellschaft: ein geniales Mittel, um Geld zu machen, ohne persönliche Verantwortung zu tragen.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842-1914), US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Kapital als solches ist nicht böse; es ist sein falscher Gebrauch, der böse ist. Kapital in der einen oder anderen Form wird immer benötigt.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.
John Maynard Keynes (1883-1946), englischer Ökonom

Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gemeinschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen
John Maynard Keynes (1883-1946), englischer Ökonom

Der Kapitalismus ist ungesund - sogar für Kapitalisten.
Ernst Bloch (1885-1977), deutscher Philosoph

Der Kapitalismus als die Herrschaft des Mittels geht hilflos an sich selbst zugrunde, weil uns alle Zwecke fehlen.
Carl Schmitt (1888-1985), deutscher Staats- und Völkerrechtler

Der Kapitalismus handelt nur nach den Geboten kältester Zweckmäßigkeit. Er kennt nicht Sentimentalität, nicht Tradition. Er würgt, wenn es sein muss, schnell und sicher den Verbündeten von gestern ab und fusioniert mit dem Feind.
Carl von Ossietzky (1889-1938), deutscher Redakteur, Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen die Nazis, Friedensnobelpreisträger, Ermordung im KZ

Der Kapitalismus ist vermutlich der erste Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus.
Walter Benjamin (1892-1940), deutscher Philosoph

Kapitalismus: Die einen arbeiten für ihr Geld, die anderen lassen ihr Geld für sich arbeiten.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

Zwischen Kapitalismus und Demokratie besteht ein unauflösliches Spannungsverhältnis; mit beiden konkurrieren nämlich zwei entgegengesetzte Prinzipien der gesellschaftlichen Integration um den Vorrang.
Jürgen Habermas (1929- ), deutscher Soziologe

Wir brauchen eine neue Ordnung, eine internationale sozial-ökologische Marktwirtschaft, den Gegenentwurf zur Diktatur des Anarcho-Kapitalismus mit seinem Shareholder Value.
Heiner Geißler (1930- ), deutscher Poltitiker, CDU

Denn der moderne Kapitalismus maßt sich an, über die Menschen zu herrschen. Der Börsenwert eines Unternehmens steigt umso höher, je mehr Leute entlassen und in ihrer wirtschaftlichen Existenz vernichtet werden. Ein solches Wirtschaftssystem ist pervers. Das Kapital hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt.
Heiner Geißler (1930- ), deutscher Poltitiker, CDU

Was unterscheidet den Kapitalismus vom Kommunismus? Im Kommunismus werden die Betriebe zuerst verstaatlicht und dann ruiniert. Im Kapitalismus werden sie erst ruiniert und dann verstaatlicht.
Václav Klaus (1936- ), tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der CSFR

Die globalisierte Wirtschaft führt zwangsläufig zur Forderung nach einer "Spreizung" des Einkommensgefälles. Im Klartext: Die Ärmeren müssen mit ihren Ansprüchen zurückstehen, damit die Reichen sich im Lande wohl fühlen und vor allem nicht ihr Kapital abziehen. Eine neue Epoche, die Ära des globalen Kapitalismus, bricht an und sie wird die Entwicklung der Gesellschaften in den nächsten Jahrzehnten bestimmen.
Ernst Ulrich von Weizsäcker (1939- ), deutscher Biologe, Physiker und Politiker

Bei vielen Großunternehmen orientiert sich die Wertschöpfung nur noch an Aktienkursen. Es ist pervers, wenn der Kurs umso höher steigt, je mehr Menschen entlassen werden. Der Staat kann seine ureigenen Aufgaben immer weniger wahrnehmen, weil die öffentlichen Haushalte ausbluten. Hier wachsende Arbeitslosigkeit und Armut, dort schamlose Selbstbedienung eines Teils der Managerkaste. Das zerstört den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergräbt das Vertrauen in die Demokratie.
Ottmar Schreiner (1946- ), deutscher Politiker, SPD

Wir müssen klare Stellung nehmen gegen den Kapitalismus. Wir müssen das Volk darüber belehren, dass der individualistische Kapitalismus in schroffstem Gegensatz steht zur christlichen Soziallehre und Moral.
Otto Hermann Pesch (1931- ), deutscher katholischer Theologe und Sozialethiker

Der Mensch muss Vorrang vor dem Kapital haben.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Das Erste Gebot des Kapitalismus: Verkaufe deinen Nächsten wie dich selbst!
Christian Beckmann

  Geld und Neoliberalismus

Das einzelne neoliberale national-ökonomische Theoretiker dazu neigen, gleichfalls den Arbeitsmarkt rundweg anderen Märkten gleichzusetzen, die Lohnbildung einfachhin den angeblich zwingenden Marktgesetzen zu unterwerfen, ist vielleicht der Punkt, in dem am allerschärfsten - jedenfalls für den einfachen Mann am ersichtlichsten - die Unvereinbarkeit eines solchen Neoliberalismus mit Katholische Soziallehre zum Vorschein kommt.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe und Sozialethiker

Neoliberalismus ist die alte Strategie, den Wehrlosen das Regime der freien Marktwirtschaft aufzuzwingen und sich gleichzeitig auf Machpositionen zu stützen, um seine eigenen Interessen zu schützen.
Noam Chomsky (1928- ), US-amerikanischer Linguist

Die Macht des Neoliberalismus ist so überwältigend, dass er von Leuten ins Werk gesetzt wird, die sich als Sozialisten bezeichnen. Ob Schröder, Blair oder Jospin, es sind Leute, die sich auf den Sozialismus berufen, um neoliberale Politik zu machen.
Pierre Bourdieu (1930-2002), französischer Soziologe

Viele Konzernmanager verstehen sich als Filialleiter der Börse. Diese neoliberalen Yuppies verwüsten unsere partnerschaftliche Unternehmenskultur.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, früherer Arbeitsminister

Für mich bedeutet Neoliberalismus keine ökonomische, sondern eine Werteentscheidung, dass letztlich der Besitzindividualismus höher rangiert als soziale Solidarität.
Joschka Fischer (1948- ), deutscher Politiker, Grüne

Der Neoliberalismus ist unfähig, der Menschheit eine Zukunft in Würde und Demokratie anzubieten.
Weltsozialforum

  Geld und Erziehung

Zu einem geizigen Vater gehört ein verschwenderisches Kind.
französisches Sprichwort

Die Engherzigkeit der Eltern in Geldbewilligungen an ihre Kinder ist ein verhängnisvoller Irrtum: er macht sie schlecht, lehrt sie Ränke, führt sie böser Gesellschaft zu und macht sie zu umso größeren Schlemmern, wenn sie zu Überfluss gelangen.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann

Ihr bösen Eltern, merket dies, ihr sammelt euern Kindern Geld; sammelt ihnen gute Seelen, es ist ihnen nötiger.
Jakob Böhme (1575-1624), deutscher Philosoph, Theosoph und Mystiker

Empfehlt euren Kindern Tugend, sie nur allein kann glücklich machen, nicht Geld, ich spreche aus Erfahrung!
Ludwig van Beethoven (1770-1827), deutscher Komponist

Die großen Geldscheine in den Taschen der Jugend sind Zeichen einer bankrotten Gesellschaft.
Luise Rinser (1911-2002), deutsche Schriftstellerin

Es gibt kaum noch Eltern, die ihre Kinder erziehen. Die meisten finanzieren sie nur.
anonymus

  Geld und Bildung

Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Wenn Geld deine Hoffnung auf Unabhängigkeit ist, wirst du es niemals haben. Die einzige reale Sicherheit, die ein Mensch auf dieser Welt haben wird, ist ein Vorrat an Wissen, Erfahrung und Fähigkeit.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

Es gibt gebildete Kreise, denen es nicht an Geld fehlt – wohl aber an Bildung.
Otto Weiss (1934- ), deutscher Historiker

  Geld und Geldverdienen

Wer ein Dieb ist, höre damit auf; er arbeite lieber und verdiene sich sein Geld durch seiner Hände Arbeit; so kann er sogar den Bedürftigen davon abgeben.
NT, Epheser 4,28

Wenn man arbeitet, hat man keine Zeit, Geld zu verdienen.
jüdisches Sprichwort

Um verlorenes Geld und Gut werden die aufrichtigsten Tränen geweint.
Juvenal (um 58/60-127/138), römischer Schriftsteller

Wer will kommen zu Geld, muss sich tummeln in der Welt.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Erfolg erzeugt Erfolg, wie das Geld das Geld.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Es ist leichter über Geld zu schreiben, als es zu verdienen, und diejenigen, die es verdienen, spotten daher viel über die, welche nur darüber schreiben können.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Wenn reiche Leute auch mehr Gelegenheit als andere haben, Geld zu verlieren, so haben sie wiederum auch mehr Gelegenheiten, welches zu verdienen.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Arbeitet den jemand gern? Warum arbeitet man aber trotzdem? Weil das durch Arbeit gewonnene Geld mehr Vergnügen bereitet, als die Arbeit selbst Unlust verursacht.
Arthur Conan Doyle (1859-1930), englischer Arzt uns Schriftsteller

Schreiben ist der einzige Beruf, mit dem man, ohne lächerlich zu wirken, kein Geld verdienen kann.
Jules Renard (1864-1910), französischer Schriftsteller

Was nützt einem Geld, wenn man dafür arbeiten muss.
George Bernard Shaw (1856-1950), angloirischer Dramatiker, Politiker, Satiriker und Pazifist

Jeder Mensch findet es widerlich, arbeiten zu müssen, Geld verdienen zu müssen. Trotzdem muss jeder.
George Bernard Shaw (1856-1950), angloirischer Dramatiker, Politiker, Satiriker und Pazifist

Ich habe niemals einen wirklich großen Geschäftsmann gesehen, dem das Verdienen die Hauptsache war.
Walther Rathenau (1867-1922), deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker, DDP

Die meisten Leute werden nur deswegen nicht reich, weil sie vor lauter Arbeit keine Zeit zum Geldverdienen haben.
Jimmy Durante (1893-1980), US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger

Wirklich genießen kann man nur Geld, das man mühsam verdient hat. Aber wenn man es mühsam verdient, hat man keine Zeit, es zu genießen.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier

Geld, so stellte sich heraus, war genauso wie Sex. Man dachte an nichts anderes, wenn man es nicht hatte, und an andere Dinge, wenn man es hatte.
James Baldwin (1924-1987), US-amerikanischer Schriftsteller

Aus eigenen Fehlern lernt man, mit fremden Fehlern verdient man Geld.
Zarko Petan (1929- ), slowenischer Autor

Geld stinkt nicht. Aber bisweilen die Art, wie es verdient wird.
Werner Mitsch (1936- ), deutscher Aphoristiker

  Geld und Geldmangel

Wo Lärm vorherrscht, da gibt es Geld, wo Stille einkehrt, ist Muße sicher.
chinesisches Sprichwort

Ein gesunder Mensch ohne Geld ist halb krank.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Kann sich irgendwer erinnern, dass die Zeiten einmal nicht hart waren und das Geld nicht knapp?
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Dreierlei Menschen haben kein Geld: die Verschwender, die Armen und die Geizigen.
Peter Altenberg (1859-1919), österreichischer Schriftsteller

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Wir haben nicht das Geld, also müssen wir denken!
Ernest Rutherford (1871-1937), englischer Physiker, Begründer der modernen Atomphysik, Physiknobelpreisträger

Geldmangel ist die Wurzel allen Übels.
George Bernard Shaw (1856-1950), angloirischer Dramatiker, Politiker, Satiriker und Pazifist

Leere Taschen, haben noch nie jemanden aufgehalten. Nur leere Köpfe und leere Herzen können das.
Norman Vincent Peale (1898-1993), US-amerikanischer Pfarrer und Autor

Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin, dass Geld und Zins miteinander verbunden werden … Rein mathematisch reißt der Zins die Menschen auseinander: diejenigen, die an der Armut zugrunde gehen, und diejenigen, die an der Zahlungsnot des Kreditnehmers immer reicher werden.
Eugen Drewermann (1940- ), deutscher katholischer Theologe und Psychotherapeut, Kirchenrebell

  Geld und Geldleihen

Baut einer sein Haus mit fremdem Geld, sammelt er Steine für einen Schutthaufen.
AT, Jesus Sirach 21,8

Wer Geld leihen will, küsst einem die Hand.
AT, Jesus Sirach 29,5

Leihe Geld einem, der es nicht zurückzahlt, und er wird es dir noch übel nehmen.
japanisches Sprichwort

Willst du dir einen zum Feind machen, dann borge dir Geld von ihm!
russisches Sprichwort

Es ist kindisch dumm, nicht nach seinem Vermögen sich einzuschränken, sondern unsicheren Hoffnungen sich zu überlassen und augenscheinlich sicheren Schaden zu riskieren.
Basilius der Große von Cäsarea (330-379), griechischer Theologe, Gründer der Basilianer-Mönche, Kirchenvater

Willst du den Wert des Geldes kennen lernen, dann geh und versuche dir welches zu borgen.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Man sei äußerst heikel in der Annahme von Freundschaftsdiensten. Man suche lieber Hilfe bei Fremden, besonders in Geldsachen.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Jeder Mensch, dem Sie eine Summe leihen, glaubt nach Ablauf einer gewissen Zeit, der Betrag gehöre ihm. Es ist dann nicht mehr Ihr Geld, sondern das seine, und Sie werden sein Gläubiger, also ein unbequemer Mensch. Der Schuldner sucht sich Ihrer dann dadurch zu entledigen, dass er eine Übereinkunft mit seinem Gewissen schließt. Und fünfundsiebzig von hundert Leuten versuchen dann, Ihnen für den Rest ihrer Lebenstage nicht wieder zu begegnen.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Freunde in der Not wären selten? Im Gegenteil! Kaum hat man mit einem Freundschaft gemacht, so ist er auch schon in der Not und will Geld geliehen haben.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

In geborgtem Geld ist kein Segen.
Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter und Politiker

Geld pumpen und Gefälligkeiten erbitten, darf man immer nur bei Fremden.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Was soll ich über den sagen, der sich Geld von mir borgt, um sich ein Schwert zu kaufen, mit dem er mich dann angreift?
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

  Geld und Geldverlust

Gewinne einen Prozess und du verlierst dein Geld.
chinesisches Sprichwort

Hat jemand Geldverlust, Herzensleid, übles Benehmen in der Familie, Betrug oder Demütigung erfahren, wo wird er, sofern er klug ist, anderen nichts davon sagen.
indisches Sprichwort

Wer Geld verliert, verliert viel; wer einen Freund verliert, verliert noch mehr; wer die Freude verliert, verliert alles.
portugiesisches Sprichwort

Es wird viel Geld verloren, um Geld zu gewinnen.
englisches Sprichwort

Ein Dummkopf und sein Geld sind bald getrennt.
englisches Sprichwort

Verlorenes Geld kannst du wieder finden, verlorene Zeit nie.
Tu Fu (712-770), chinesischer Dichter

Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund, es hat nur ein anderer.
James Mayer de Rothschild (1792-1858), deutschstämmiger französischer Bankier

Der Verlust an Zeit ist noch wichtiger als der von Geld, denn durch den richtigen Gebrauch der ersteren kann der Verlust des letzteren oft wieder ersetzt werden.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Geld kannst du verlieren, aber nicht den Ruf.
Robert Bosch (1861-1942), deutscher Industrieller

Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt, lieber Geld verlieren als Vertrauen. Die Unantastbarkeit meiner Versprechungen, der Glaube an den Wert meiner Ware und an mein Wort, standen mir höher als ein vorübergehender Gewinn.
Robert Bosch (1861-1942), deutscher Industrielle

  Geld und Schulden

Geld verdeckt die Sünden der Reichen, Erde die Fehler der Ärzte.
deutsches Sprichwort

Sorgen folgt auf Borgen. Welche Torheit, der entbehrlichsten Dinge wegen Schulden zu machen. Wer sich in Schulden steckt, gibt andern ein Recht über seine Freiheit.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Da das Geld das derzeit gängige Werkzeug der Lust ist, steht aufgrund unanfechtbarer Erfahrungen fest, dass die Menge der wirklich vorhandenen Lust jeweils in diesem oder jenem Verhältnis zur Menge des Geldes steht. Bei großen Summen ist das Lustverhältnis geringer als das Verhältnis zwischen Geldbeträgen. Es gibt keine Grenze, die von der Geldmenge nicht übertroffen werden kann. Es gibt jedoch – überdies recht enge – Grenzen, die von der Lust nicht überschritten werden können.
Jeremy Bentham (1748-1832), englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer

Das Geld, indem es die Eigenschaft besitzt, alles zu kaufen, indem es die Eigenschaft besitzt, alle Gegenstände sich anzueignen, ist also der Gegenstand im eminenten Besitz. Die Universalität seiner Eigenschaft ist die Allmacht seines Wesens; es gilt daher als allmächtiges Wesen ... Das Geld ist der Kuppler zwischen dem Bedürfnis und dem Gegenstand, zwischen dem Leben und dem Lebensmittel des Menschen.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Der Hass, der Neid, das Geld: wie gut sie hetzen können!
Paul Verlaine (1844-1896), französischer Dichter

  Geld und Sparen

Mancher wird durch Sparen reich.
AT, Jesus Sirach 11,18

Warum hast du mein Geld nicht zur Bank gebracht? Dann hätte ich es mit Zinsen abheben können.
NT, Lukas 19,23

Der Wohlstand der Familie gründet sich auf das Sparen.
chinesisches Sprichwort

In der Jugend sparen wir für das Alter, und im Alter für den Tod.
italienisches Sprichwort

Wer den Heller nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
deutsches Sprichwort

Sparsamkeit ist eine gute Einnahme.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Zu spät ist Sparen auf der Neige, denn nicht nur das Wenigste, auch das Schlechteste bleibt auf dem Boden zurück.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Sparen ist zu lang geharrt, wenn nichts mehr da ist.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Ein Mann, der sowohl Geld ausgibt, als auch Geld spart, ist der zufriedenste Mann, denn er hat beide Vergnügen.
Samuel Johnson (1709-1784), englischer Schriftsteller

Gib dein Geld nie aus, bevor du es hast.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Sparen ist eine feine Sache. Besonders wenn deine Eltern es für dich getan haben.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker, Premierminister und Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Das Sparen muss von oben nach unten gehen.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

Die meisten sind nur solidarisch auf Kosten anderer: Sparen ja! Aber beim Nachbarn.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Das Üble am Sparen ist, dass man nicht weiß, ob man für das Leben oder den Tod spart.
Ramon Gomez de la Serna
(1888.1963), spanischer Schriftsteller

  Geld und Geldverschwendung

Das Geld zum Schornstein hinausjagen.
deutsches Sprichwort

Zeit ist wie Geld, vergeude sie nicht, und du wirst genug davon haben.
François Gaston de Lévis (1719-1787), französischer Militär

  Geld und Wert

In unserer Gesellschaft bist du nur dann was wert, wenn du Geld verdienst.
anonymus

Vom Standpunkt des Marktwertes hat nur das Existenz, was verkäuflich ist.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Wir müssen lernen, dass der Wert des Menschen sich nicht an seinem Bankkonto oder an der Länge seines Wagens misst, sondern allein an seinem Engagement.
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Wir wünschen uns nicht mehr Geld, sondern mehr Verwandte.
Chinua Achebe (1930-), nigerianischer Schriftsteller

Kapitalistische Gesellschaft: Wertschätzung beruht auf Wertschöpfung.
Walter Ludin (1945- ), Schweizer Journalist und Aphoristiker

Du kennst dich aus mit Dow Jones und mit DAX. Weißt du eigentlich, wie hoch du selbst im Kurs stehst? Vielleicht bist du viel viel mehr wert, als du glaubst.
Petrus Ceelen (1943- ), belgischer Geistlicher und Psychotherapeut

  Geld und Profit

Was nützt es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, aber Schaden zu leiden an seiner Seele.
NT, Markus 8,36

Wenn Profit in Aussicht steht, denk an Rechtschaffenheit.
chinesisches Sprichwort

Schafft den Gewinn ab, so wird es keine Diebe und Räuber mehr geben.
Laotse (ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Wenn sich der Mensch auf die Profitgier reduziert, ist er zum Untergang verurteilt.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Jeder ungerechte Gewinn bringt Schaden mit sich.
Menandros (341-290 v.Chr.), griechischer Schriftsteller

Eselein streck dich - das Märchen vom Goldesel, Karikatur um 1900
http://www.welt.de/wissenschaft/article3948579/Der-Mensch-reagiert-auf-Geld-wie-auf-Kokain.html

Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.
Aristophanes (445-385 v. Chr.), griechischer Komödiendichter

Niemand lässt mehr den Himmel als Himmel gelten, niemand hält sich an die Fastenzeit, niemand kümmert sich einen Deut um Jupiter, sondern alle überschlagen nur, ohne nach rechts oder links zu schauen, ihren eigenen Profit.
Gaius Petronius (ca. 80 n.Chr.), römischer Jurist

Gewinn ist Segen, wenn man ihm nicht stiehlt!
William Shakespeare (1564-1616), englischer Dramatiker

Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Jede Gesellschaft, die von privater Profitgier abhängig ist, ist dem Untergang geweiht.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Zum Unglück hat sich mit der Industrie ein System verbunden, das Profit als den eigentlichen Motor des gesellschaftlichen Fortschritts betrachtet, den Wettbewerb als das oberste Gesetz der Wirtschaft, Eigentum an den Produktionsgütern als absolutes Recht, ohne Schranken, ohne entsprechende Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber ... Noch einmal sei feierlich daran erinnert, dass Wirtschaft im Dienst des Menschen steht.
Paul VI. (Giovanni Montini) (1897-1978), italienischer Papst

Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Eine auf dem Profit beruhende Industrie ist bestrebt, Menschen für den Kaugummi und nicht Kaugummi für die Menschen hervorzubringen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Flieger

Das Ziel der heutigen Gesellschaft ist nicht die Verwirklichung des Menschen. Das Ziel der heutigen Gesellschaft ist der Profit des investierten Kapitals.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Ihr müsst das Rennen nach Profit, Konsum und künstlicher Befriedigung aufgeben und lernen, den Reichtum zu teilen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschafteten, um Gewinne zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur lebten, um zu atmen.
Hermann Josef Abs (1937-1994), deutscher Bankier, Chef der deutschen Bank

Shareholder value ist nicht alles, Unternehmen existieren nicht nur für ihre Aktionäre.
Ralf Dahrendorf (1929-2009), deutsch-britischer Soziologe, Publizist, und Politiker, FDP

Shareholder value ist sicher nicht die englische Übersetzung von Gemeinwohl.
Norbert Lammert (1948- ), deutscher Politiker, CDU

  Geld und Preis

Alles ist teuer, was die Armen kaufen und die Reichen verkaufen.
spanisches Sprichwort

Das Notwendige ist nie zu teuer bezahlt.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Die sehr teuren Dinge sind manchmal wertlos, die billigen und wertlosen sind zuweilen teuer.
Juan Ruiz de Alarcón y Mendoza (ca. 1581-1639), spanischer Dramatiker

Schlechte Ware ist niemals billig.
George Herbert (1593-1633), englischer anglikanischer Geistlicher und Dichter

Man muss den Wert des Geldes kennen; die Verschwender kennen ihn nicht und die Geizhälse noch weniger.
Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Was wir zu billig erwerben, schätzen wir zu gering.
Thomas Paine (1737-1809), englisch-amerikanischer Publizist und Politiker

Wenn Menschen einen guten Rat kostenlos geben, werden sie verlacht. Wenn sie ihn gegen teures Geld abgeben, werden sie geachtet.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Das Wichtigste hat man aber, beinahe ausnahmslos, ganz billig; denn das Wichtigste ist doch immer das, was sozusagen auf der Straße liegt.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter und etwas billiger verkaufen könnte, und
die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Sozialphilosophie

Sehr wohlfeil ist sehr teuer.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Alles was wirklich nützt, ist für wenig Geld zu haben. Nur das Überflüssige kostet viel.
Axel Munthe (1857-1949), schwedischer Arzt und Autor

Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht, Geld zu verdienen, sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

  Geld und Zins

Das Geld ist für den Tausch entstanden, der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am weitesten dem Naturrecht.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Geld wurde erfunden, um Tauschhandlungen zu tätigen. Und deshalb ist es an sich unerlaubt, für den Gebrauch des geliehenen Geldes eine Belohnung zu nehmen, die man Zins nennt.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Tatsächlich ist der Antisemitismus die Folge der Judenemanzipation, Bevölkerungen, denen das historische Verständnis mangelt - also alle -, sehen uns aber nicht als geschichtliches Produkt an, nicht als die Opfer früherer, grausamer und noch beschränkterer Zeiten. Die wissen nicht, dass wir so sind, weil man uns unter Qualen so gemacht hat, weil die Kirche das Wuchergewerbe für Christen unehrlich machte und wir durch die Herrscher in Geldgeschäfte gedrängt wurden. Wir kleben am Geld, weil man uns aufs Geld geworfen hat.
Theodor Herzl (1860-1904), österreichisch-ungarischer jüdischer Schriftsteller, Publizist und Journalist und Begründer des Zionismus

Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin, dass Geld und Zins miteinander verbunden werden … Rein mathematisch reißt der Zins die Menschen auseinander: diejenigen, die an der Armut zugrunde gehen, und diejenigen, die an der Zahlungsnot des Kreditnehmers immer reicher werden.
Eugen Drewermann (1940- ), deutscher katholischer Theologe und Psychotherapeut, Kirchenrebell

Die stetig wiederkehrende Redewendung, das Geld müsse "hart arbeiten", gibt einen Hinweis darauf, in welch falschen Vorstellungen wir befangen sind, was sich jenseits des Geldschleiers real vollzieht. Das Geld als solches arbeitet natürlich nicht; sondern weil es über die Bank gegen Zins weitergegeben wird, arbeiten andere Menschen, und zwar um so härter, je höher der Zins ist, den das Geld verdienen soll. Geld kann auf diese Weise Herrschaftsverhältnisse und Abhängigkeiten begründen. Mehr noch: Es kann Menschen und ganze Völker regelrecht versklaven, wenn diese für die Zinslasten, die ihnen über Kreditgewährungen auferlegt wurden, Frondienste leisten müssen.
Otto Schily (1932- ), deutscher Politiker, SPD


Der Geldwechsler und seine Frau des niederländischen Malers Marinus Claesz van Reymerswaele (1493/95-1567)
http://www.kunstkopie.de/a/van-reymerswaele-marinus/der-geldwechsler-und-sein-1.html

  Geld und Wucher

So ist der Wucher hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Es ist äußerst ungerecht, mehr zu fordern, als man gegeben hat, So handeln, das ist seinen Nächsten ausbeuten und auf perfide Weise mit seiner Not spekulieren.
Lactanzius (ca. 215-ca..270 n.Chr.),
nordafrikanischer lateinischer Rheotoriklehrer und christlicher Apologet, Kirchenvater

Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen "im Schweiße des Angesichts eines anderen".
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Essayist und Staatsmann

Borgen ist viel besser nicht als Betteln: so wie Leihen, auf Wucher leihen, nicht viel besser ist als Stehlen.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Ihr Appetit ist bodenlos. Sie fressen Gott und die Welt. Sie säen nicht. Sie ernten bloß. Und schwängern ihr eignes Geld…. Sie glauben den Regeln der Regeldetrie und glauben nicht recht an Gott. Sie haben nur eine Sympathie. Sie lieben das Geld. Und das Geld liebt sie. (Doch einmal macht jeder Bankrott!)
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller

  Geld und Lohn

Wehe dem, der da baut sein Haus mit Ungerechtigkeit und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten ohne Entgelt arbeiten lässt und seinen Lohn ihm nicht gibt.
AT, Jeremias 22,13

Für Geld wenig leisten ist Diebstahl.
Tseng Dse (), chinesischer Philosoph

"Gutes Geld für gute Arbeit." Dies ist nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit. Es ist das immerwährende Recht des Menschen.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Essayist und Historiker

Für die Stadt wäre es eine Ersparnis - sogar in finanzieller Hinsicht -, wenn sie ihre Arbeiter so gut bezahlt, dass sie nicht glauben müssten, sie arbeiten für niedere Zwecke.
David Henry Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

Der Arbeitslohn ist die Summe des Geldes, die der Bourgeois für eine bestimmte Arbeitszeit oder für eine bestimmte Arbeitslieferung zahlt. Der Bourgois kauft also ihre Arbeit mit Geld. Für Geld verkaufen sie ihm ihre Arbeit.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Wer den Daumen auf dem Beutel hat, der hat die Macht.
Otto von Bismarck (1815-1898), preußischer Politiker, Reichskanzler

Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld weil ich gute Löhne zahle.
Robert Bosch (1861-1942), deutscher Industrieller

Was mich anbetrifft, so zahle ich für die Fähigkeit, Menschen richtig zu behandeln, mehr als für irgendeine andere auf der ganzen Welt.
John David Rockefeller (1839-1937), US-amerikanischer Unternehmer

  Geld und Steuern

Ein König richtet das Land auf durch Recht; wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.
AT, Sprüche 29,4

Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!
NT, Matthäus 22,18-21

Nicht die Reichen zahlen, sondern die Ehrlichen.
jüdisches Sprichwort

Das Volk hungert, weil die Herren zu viel Steuern verzehren.
Laotse (ca. 500 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Darin sind sich doch alle einig, dass man von Staat lieber empfängt als ihm leistet.
Xenophon (um 426-355 v.Chr.), griechischer Schriftsteller, Politiker und Feldherr

Im allgemeinen besteht die Kunst des Regierens darin, so viel Geld wie möglich einer Gruppe von Bürgern zu nehmen, um es einer anderen zu geben.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig.
Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), deutsch-jüdischer Kaufmann und Bankier

Die Not ist die Mutter der Habsucht und die Habsucht die Mutter der Kriege. Der Krieg aber ist der Vater der Steuern, der schwersten Last in diesem verfluchten Leben.
Gregor von Nazianz (um 329-390), kleinasiatischer Bischof und Metropolit von Konstantinopel

Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub. [aus der Sicht derjenigen, die sie zahlen müssen...]
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss.
Friedrich II., der Große (1712-1786), preußischer König und Kurfürst von Brandenburg

Keine Kunst lernt eine Regierung schneller als die, Geld aus den Taschen der Leute zu ziehen.
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph, Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre

Die Kunst der Besteuerung besteht ganz einfach darin, die Gans so zu rupfen, dass man möglichst viel Federn bei möglichst wenig Geschrei erhält.
Jean Baptiste Colbert (1619-1683), franzöischer Finanzminister unter Ludwig XIV.

Was klagt ihr über die vielen Steuern? Unsere Trägheit nimmt uns zweimal soviel ab, unsere Eitelkeit dreimal so viel und unsere Dummheit viermal soviel.
Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Von jedem nach seinen Fähigkeiten, für jeden nach seinen Bedürfnissen.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Um eine Steuererklärung abgeben zu können, muss man Philosoph sein; es ist zu schwierig für einen Mathematiker.
Albert Einstein (
1879–1955), deutscher Physiker

Man muss den Leuten nie mehr Geld aus der Tasche ziehen wollen, als wirklich drin ist, denn sonst merken sie's.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Eine Regierung die Peter beraubt um Paul zu bezahlen kann sich der Unterstützung Pauls sicher sein.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Steuern sind der Preis der Zivilisation. Im Urwald gibt es keine Steuern.
Robert Wagner (
1910–1983), US-amerikanischer Politiker

Steuergerechtigkeit ist das Gleichgewicht der Lobbies.
Helmut Nahr (1931-1990), deutscher Wirtschaftswissenschaftler


Gargantua - der unersättliche Vielfraß, Karikatur des französischen Malers, Bildhauers und Graphikers Honoré Daumier (1808-1879)
http://pock.hypotheses.org/files/2012/03/779px-Honoré_Daumier_-_Gargantua.jpeg

  Geld und Kommerzialisierung

Kaum hatte Jesus den Tempel betreten, da begann er, die Händler hinauszujagen und rief: Gott sagt: "Mein Haus soll ein Ort des Gebetes sein", aber ihr habt daraus eine Räuberhöhle gemacht!
NT, Lukas 19,45-45

Austreibung der Wechsler, gotisches Glasfenster
http://www.ebay.de/itm/Kunstreproduktion-Glasmalerei-Austreibung-Wechsler-/290547833473

Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt wird der Mensch mit allem Handel treiben. Jedes Ding wird seinen Preis haben Baum, Wasser und Tier. Nichts wird mehr wahrlich geschenkt sein, und alles wird verkauft werden.
Doch der Mensch wird dann nicht mehr sein als das Gewicht seines Fleisches. Sein Körper wird feilgeboten werden wie ein Pfund Fleisch. Sein Ohr und sein Herz wird man nehmen. Nichts wird mehr heilig sein, weder das Leben noch seine Seele. Man wird sich um seine sterbliche Hülle und um sein Blut streiten, als wolle man Aas zerfetzen.

Johannes von Jerusalem

In den Handelsstädten wie in den kaiserlichen Städten und in denen Hollands hat man sich daran gewöhnt, für alles einen Preis festzusetzen; man verpachtet seine Handlungen, man handelt mit geistigen Tugenden, und was die Menschheit verlangt, verkauft man für Geld.
Charles de Seconda, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Auf dem Sozialmarkt wird der bedürftige Mensch Mittel zum Gelderwerb, er wird missbraucht.
Christopher Künkel

Immer mehr Dienste, die bisher unserer privaten Welt angehörten, werden plötzlich professionalisert - Dienste, die früher keine Preisschilder trugen sondern aus Freundschaft, Liebe, Verantwortungsbewusstsein oder Barmherzigkeit verrichtet wurden.
Axel Braig

  Geld und Wirtschaft

Geld bahnt auch einen Weg durchs Meer.
arabisches Sprichwort

Geld ist scheu wie ein Reh.
deutsches Sprichwort

Geld jedoch zu kaufen soll niemand gestattet sein, denn zum allgemeinen Gebrauch geschaffen, darf es nicht Ware sein.
Philipp VI. von Valois (1293-1350), französischer König

Das Geld ist das Fett des politischen Körpers. Ein Zuviel behindert seine Beweglichkeit, ein Zuwenig macht ihn krank.
William Petty (1623-1687), englischer Ökonom und Philosoph

Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Geld ist das zweite Blut.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens.
Max Weber (1864-1920), deutscher Soziologe

Ich würde mein Geld auf die Sonne und Solarenergie setzen. Was für eine Kraftquelle! Ich hoffe, wir müssen nicht so lange warten bis Öl und Kohle ausgehen bevor wir das in Angriff nehmen.
Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer

Ich habe nie einen wirklich großen Geschäftsmann gesehen, dem das Verdienen die Hauptsache war.
Walther Rathenau (1867-1922), deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker, DDP

Wenn die Unternehmer alles Geld im Ausland untergebracht haben, nennt man das den Ernst der Lage.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Gerade wahres Unternehmertum besteht nicht nur im banalen Geld verdienen, sondern lebt von dem ständigen Bewusstsein, einer kleinen Gesellschaftsgruppe anzugehören, die aufgrund ihrer besonderen Leistungen Einfluss ausübt, aber gleichermaßen einen bescheidenen, soliden sowie kontinuierlichen Lebensstil voraussetzt.
Ludwig Erhard (1897-1977), deutscher Politker, CDU, Vater der Sozialen Marktwirtschaft

Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist.
Walter Eucken (1891-1950), deutscher Ökonom, mit Wihelm Röpke, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard Vater der Sozialen Marktwirtschaft

Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesen Verfahren den höflichen Namen Inflation.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger

Volkswirte wissen alles über die Wirtschaft und das Geld, sie haben es aber nicht.
André Kostolany (1906-), US-amerikanischer Börsenkolumnist ungarischer Herkunft

Inflation: Rache einer Währung für leichtfertigen Umgang mit dem Gelde.
Ron Kritzfeld (1921- ), deutscher Aphoristiker

Denn die Tatsache, dass ein Fünftel der Menschheit immer reicher und vier Fünftel immer ärmer werden, das liegt natürlich an unserer Wirtschaftsform und ganz speziell an unserem Geldwesen. Ich glaube, dass an diesem Geldsystem etwas geändert werden muss, um zu irgendeiner Art von Gleichgewicht in der Welt zu kommen.
Michael Ende (1929-1995), deutscher Schriftsteller

  Geld und Gesellschaft

Manches Menschen "Weltanschauung" ist nur eine Geldanschauung.
Homer (1. Jt. v.Chr.). griechischer Dichter

Für die Reform des deutschen Gesellschaftslebens gibt es nur eine einzige Vorbedingung; es ist folgende: Dass man den gesellschaftlichen Wert eines Menschen nicht nach dem Gelde abschätzt, welches er besitzt.
Julius Langbehn (1851-1907), deutscher kulturkritischer Schriftsteller

Vier Dinge von allem stehen dem entgegen, dass wir eine Kultur besäßen, die etwas taugt: unsere falsche Auffassung der Größe, das herabgeminderte Gerechtigkeitsgefühl; unsere Vergötzung des Geldes; und das Fehlen einer wirklich religiösen Gesinnung in uns.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin

Die Verbreitung der Werte des Marktes über alle Bereiche des Lebens gefährdet die Zukunft unserer offenen und demokratischen Gesellschaft.
George Soros (1930- ), ungarisch-US-amerikanischer Finanzmakler und Autor

Eine Gesellschaft, die alle Lebensbeziehungen den Gesetzen des Marktes unterwirft, trägt Anzeichen von totalitärer Ideologie, die lebensgefährlich ist für den Staat.
Johannes Rau (1931-2006), deutscher Politiker, SPD

  Geld und Politik

Geld stinkt nicht!
Titus Flavius Vespasian (9-79), römischer Kaiser

Die meisten Politiker verdienen freilich diese Bezeichnung nicht. Denn sie sind gar keine wirklichen Politiker; denn der Politiker bevorzugt eine ehrenvolle Tätigkeit um ihrer selbst willen, die meisten aber wenden sich dieser Form des Lebens nur aus Geldgier und Habsucht zu.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Wer weiß nicht, dass Betrug, Diebstahl, Raub, Streit, Tumult, Beleidigung, Empörung, Totschlag, Verrat und Giftmord - durch die üblichen Strafen mehr geahndet als verhütet ausstürben, wenn das Geld erwürgt wäre?
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Im allgemeinen besteht die Kunst des Regierens darin, so viel Geld wie möglich einer Gruppe von Bürgern zu nehmen, um es einer anderen zu geben.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Politiker der Alten redeten immerfort von Sitten und Tugend, die unsrigen reden von nichts als von Handel und vom Gelde.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Da das Geld das derzeit gängige Werkzeug der Lust ist, steht aufgrund unanfechtbarer Erfahrungen fest, dass die Menge der wirklich vorhandenen Lust jeweils in diesem oder jenem Verhältnis zur Menge des Geldes steht. Bei großen Summen ist das Lustverhältnis geringer als das Verhältnis zwischen Geldbeträgen. Es gibt keine Grenze, die von der Geldmenge nicht übertroffen werden kann. Es gibt jedoch – überdies recht enge – Grenzen, die von der Lust nicht überschritten werden können.
Jeremy Bentham (1748-1832), englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer

Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten aus Mangel an Geld schon verhindert worden sind.
Charles Maurice de Talleyrand (1754-1838), französischer Bischof, Staatsmann und Außenminister

Die Sachen geschehen nicht des Geldes wegen, aber es gehört Geld dazu, um sie in Gang zu bringen.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn´ schon einen, der nichts mehr hat.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Die privaten Mächte der Wirtschaft wollen freie Bahn für ihre Eroberung großer Vermögen. Keine Gesetzgebung soll ihnen im Wege stehen. Sie wollen die Gesetze machen, in ihrem Interesse, und sie bedienen sich dazu eines selbst geschaffenen Werkzeugs, der Demokratie, der bezahlten Partei.
Oswald Spengler (1880-1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

Geld und Waffen sind kein Ersatz für Gehirn und Willensstärke.
Dwight David Eisenhower (1890-1969), US-amerikanischer Politiker, Präsident, Oberbefehlshaber der Allierten Streitkräfte in Europa während des 2. Weltkriegs

Wenn sich Gelder in einer Kasse sammeln, ist das eine Versuchung, der die Politiker nicht widerstehen können.
Oswald von Nell-Breuning (1890-1991), deutscher katholischer Theologe und Sozialethiker

Mit der Nahrung beherrscht man die Menschen, mit Öl die Nationen und mit Geld die Welt!
Henry Kissinger (1923- ), US-amerikanischer Politiker jüdischer Herkunft, Außernminister

Aufpassen muss man auf Minister, die nichts ohne Geld machen können und auf Minister, die alles nur mit Geld machen wollen.
Indira Gandhi (1917-1984), indische Politikerin, Premierministerin

Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen.
Milton Friedman (1912-2006), US-amerikanischer Ökonom

Geld regiert nicht die Welt, sondern die Regierungen der Welt.
Gerhard Uhlenbruck (1929- ), deutscher Biologe und Aphoristiker

Wenn bei einer Institution die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten alle Entscheidungen treffen, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die wirtschaftliche Stabilisierung zwar immer auf der Agenda steht, sich aber niemand um neue Arbeitsplätze schert und... dass die Bodenreform nicht von Interesse ist.
Joseph Stiglitz (1943- ), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler

Die meisten Parteipolitiker interessieren sich sehr wenig für die Gedanken und Gefühle der Leute, deren Geld sie ausgeben.
Peter Sloterdijk (1947- ), deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Autor

Unsere auswärtigen Angelegenheiten sind ein offenes Buch - im allgemeinen ein Scheckbuch.
Will Rogers (1879-1935), US-amerikanischer Komiker, Entertainer und Schauspieler indianischer Herkunft

  Geld und Finanzherrschaft

Anfangs bestand der Effektenhandel aus der einfachen und gelegentlichen Übertragung von Aktien, aber durch die Emsigkeit der Börsenmakler, welche das Geschäft in die Hand bekamen, wurde es ein Handel, und zwar einer, der vielleicht mit den größten Intrigen und Listen betrieben wurde, die nur je unter der Maske der Ehrlichkeit zu erscheinen wagten.
Daniel Defoe (1660-1731), englischer Schriftsteller

Ich glaube, dass Bankeinrichtungen gefährlicher für unsere Freiheiten sind, als eine stehende Armee.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen... In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methode in Frage stellen und nicht auf ihre Verbrechen werfen… Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern,… bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident, für Abschaffung der Sklaverei

Eine Bank ist eine Einrichtung, von der du Geld leihen kannst - vorausgesetzt, du kannst nachweisen, dass du es nicht brauchst.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Es ist gut, dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution.
Henry Ford (1863-1947), US-amerikanischer Großindustrieller, Begründer des Ford-Autokonzerns

Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.
Wladimir Iljitsch Lenin (W. Uljanow) (1870-1924), sowjetischer Politiker

Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle glauben an die Bundesbank.
Jacques Delors (1925- ), französischer Politiker, Sozialist

Der einzige Zweck des Bankgeheimnisses besteht darin, nach Belieben lügen zu können.
Hans A. Pestalozzi (1929- ), schweizerischer Soziologe u. Ex-Manager (Migros)

Bei den internationalen Konzernen findet Wertschöpfung nur noch mit Blick auf die Börse statt. Je mehr die Unternehmen entlassen, um so höher steigt der Kurs der Aktien. Das ist pervers.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, früherer Arbeitsminister

Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen har, grasen sie ab und ziehen weiter.
Franz Müntefering (1940- ), deutscher Politiker, SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales
 

Die fünfte Posaune - Heuschrecken - biblische Plage aus der Geheimen Offenbarung des Johannes von Ulrich Leive, deutscher Maler (1957- )
http://kulturserver-nds.de/home/leivebibel/offenbarung_030.html

Manche hören mit den Ohren, andere mit dem Bauch und wieder andere mit ihrem Geldbeutel: aber einige hören überhaupt nicht.
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

  Geld und Europa

Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Politiker, Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Zwischenstaatlich organisiert sind in Europa nur das Verbrechen und der Kapitalismus.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker

Heute scheint Europa aber unter dem Diktat von Geld und Markt in zwei Klassen eingeteilt.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe und Religionswissenschaftler, Kardinal

  Geld und Religion

Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!
AT, Exodus 20,2-5


Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
NT, Matthäus 6,24

Das Goldene Kalb, Gemälde des französischen Malers Nicolas Poussin (1594-1655)
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:GoldCalf.jpg&filetimestamp=20051224011021

Christus ist um Geld verraten worden.
griechisches Sprichwort

Geld ist des weisen Mannes Religion. [?]
Euripides (ca. 480-406 v.Chr.), griechischer Dramatiker

Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.
Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel

Es ist ein schlechter Gottesdienst, wenn man aus Blutgeld Klöster baut.
Strebel von Oftringen

Es gibt drei Bekehrungen: die Bekehrung des Herzens, des Verstandes, des Geldbeutels.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wenn es sich um Geld handelt, gehört jeder der gleichen Religion an.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die Religion unser Zeit heißt Wirtschaft. Wie früher die Kirche stellt sie die Gurus, die Lebensregeln, die höchsten Gebäude und erzwingt den Kotau der Politik.
Günther Moewes (1935- ), deutscher Architekt, Wirtschaftswissenschaftler und Publizist

Hau' deinen Götzen mutig um, es sei Geld, Wolllust oder Ruhm.
Matthias Claudius (1740-1815), deutscher Dichter, Redakteur, Erzähler und Herausgeber des Wandsbeker Boten

Und es herrscht der Erde Gott, das Geld.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Wir müssen uns entscheiden, wem wir dienen wollen - Gott oder dem Mammon. Beiden geht nicht. Wenn Gott, dann müssen wir auf Luxus und Zivilisation verzichten und dennoch bereit sein, sie schon morgen wiederherzustellen, nur für alle im gleichem Maße.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Was man ehedem "um Gottes willen" tat, das tut man jetzt um des Geldes willen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Müsste man statt Gebeten Geld empor senden, fast alle wären Atheisten.
Emanuel Werheimer (1846-1916), deutsch-österreichischer Philosoph

Die christliche Religion, wie sie in Coaltown verzapft wurde, stellte eine anspornende Beziehung her zwischen Gottes Gunst und dem Geldverdienen. Armut war nicht bloß ein soziales Missgeschick, sondern das sichtbare Zeichen eines Sturzes aus dem Stand der Gnade. Gott hatte versprochen, die Gerechten würden nie Not leiden.
Thornton Wilder (1897-1975), US-amerikanischer Schriftsteller

Wenn unsere Vorfahren sehen könnten, was sich heute abspielt, würden sie zu Recht vermuten, dass das Geld viele Merkmale der Religion übernommen hat.
Anthony Sampson (1926-2004), englischer Journalist und Schriftsteller.

Jeder Glaube, der dem Geld oder der Macht dient, nimmt Schaden an seiner Seele.
Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller und Übersetzer

Mein Bankier ist der liebe Gott.
Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu) (1910-1997), albanische Ordenschwester unter den Armen in Indien, Friedensnobelpreisträgerin

Der Marktkapitalismus ist die erfolgreichste Religion aller Zeiten geworden.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Wenn unsere Vorfahren sehen könnten, was sich heute abspielt, würden sie zu Recht vermuten, dass das Geld viele Merkmale der Religion übernommen hat.
Anthony Sampson (1926-2004), britischer Journalist und Schriftsteller

Geldreligion, Weltreligion.
Manfred Hinrich (1926- ), deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

  Geld und Kirche

Das gewöhnlich erste und in allen Tempeln bekannte Gebet gilt dem Reichtum, dass die Schätze wachsen mögen, dass auf dem ganzen Markt unsere Geldtruhe die größte sei.
Juvenal (um 58/60-127/138), römischer Schriftsteller

Die Priester nehmen die zehn Gebote und drängen sie in das Wort zusammen: Gib Geld!
Brigitta von Schweden (1303-1373), schwedische Gründerin des Birgittenordens, Mystikerin, Heilige

Man predigt Menschenlehre, wenn man sagt: Sobald das Geld im Kasten klingt, entflieht die Seele [dem Fegefeuer, Spruch des Ablasspredigers Johann Tetzel: Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.]
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Papst Sixtus II. vertraut Laurentius den Kirchenschatz zur Verteilung an die Armen an, Fresko des italienischen Malers Fra Angelico in der Cappella Niccolina im Papstpalast im Vatikan
http://www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Sixtus_II.html

Ich bekenne frei, dass mir in einer kapitalistischen Welt eine leidende, opponierende Kirche fast a priori eine Notwendigkeit erscheint.
Max Scheler (1874-1928), deutscher Philosoph und Soziologe

Wenn es den Kirchen gelingen würde, ihr Zeugnis aus den Verstrickungen des Geldes zu befreien! Wenn wir, die wir die andern bekehren wollen, persönlich, authentisch, ein Beispiel tiefer innerer Bekehrung geben würden!
Helder Camara (1909-1999), brasilianischer katholischer Bischof, Vertreter der Befreiungstheologie

Auch wenn ich im kirchlichen Raum für Stiftungen werbe, weil sie die Erfüllung des christlichen Auftrags auf eine finanziell stabile Grundlage stellen, ist mir dieser Gedanke wichtig: Ein üppiges Stiftungskapital kann das Gebet nicht ersetzen.
Axel Freiherr von Campenhausen (1934- ), deutscher Jurist und evangelischer Kirchenrechtler

 

 
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