Zitate über die Freiheit
 

 

... ein häufig bemühter, manchmal falsch verstandener und nicht selten missbrauchter Begriff ... in 74 Rubriken

Freiheit und Freiheitsbegriff
Freiheit und Freiheiten
Freiheit von und Freiheit zu
Freiheit und Menschenwürde
Freiheit als universelles Menschenrecht
Freiheit und Vernunft
Freiheit und Gewissensfreiheit
Freiheit und Gedankenfreiheit
Freiheit und Meinungsfreiheit
Freiheit und Willensfreiheit
Freiheit und Entscheidungsfreiheit
Freiheit und Handlungsfreiheit
Freiheit und soziale Gerechtigkeit
Freiheit und Freiheit von Armut
Freiheit und Freiheit von Krankheit
Freiheit und Gleichheit
Freiheit und Wahrheit
Freiheit und Irrtum
Freiheit und Zwang
Freiheit und Furchtlosigkeit
Freiheit und Freiheitsliebe
Freiheit und Freiheitskampf
Freiheit und Freiheitsbewahrung
Freiheit und Freiheitsbeschränkung
Freiheit und Freiheitsberaubung
Freiheit und Unfreiheit
Freiheit und Freiheitsmissbrauch
Freiheit und Bestechung

Freiheit und Freiheitsfeind
Freiheit und Grenzen der Freiheit
Freiheit und Liebe
Freiheit und Moral
Freiheit und innere Freiheit
Freiheit und Verzicht
Freiheit und Bewusstsein
Freiheit und Erkenntnis
Freiheit und Heiterkeit
Freiheit und Kindlichkeit
Freiheit und Alleinsein
Freiheit und Bindung
Freiheit und Selbstkontrolle
Freiheit und Selbstbestimmung
Freiheit und Selbstsein
Freiheit und Selbständigkeit
Freiheit und Toleranz
Freiheit und Erziehung
Freiheit und Politik
Freiheit und Volkssouveränität
Freiheit und Nationalismus
Freiheit und Demokratie
Freiheit und Staat
Freiheit und Gewaltenteilung
Freiheit und Recht
Freiheit und Menschenrechte
Freiheit und Redefreiheit
Freiheit und Pressefreiheit

Freiheit und Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Freiheit und Freiheitssymbole
Freiheit und Kultur
Freiheit und Technik
Freiheit und Religionsfreiheit
Freiheit und Umweltschutz
Freiheit und Minderheitenschutz
Freiheit und Sklaverei
Freiheit und Frauenemanzipation
Freiheit und Sicherheit
Freiheit und Ordnung
Freiheit und Wirtschaft
Freiheit und Verantwortung
Freiheit und Notwendigkeit
Freiheit und Ersatzreligion
Freiheit und Seele
Freiheit und Glück
Freiheit und Glaube
Freiheit und Befreiungstheologie
 

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  Freiheit und Nationalismus

Nationalität ist das einzige Hindernis für die Entfaltung der Freiheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der Nationalismus gilt uns als die gewaltige, feindselige Macht, wo immer er auftritt. Er macht den Frieden und die innere Freiheit unmöglich.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

  Freiheit und Landbesitz

Das Wichtigste ist das Eigentum an Land. Wäre festgelegt, dass es kein Eigentum an Land gibt und das Land dem gehört, der es bearbeitet, so wäre dies die dauerhafteste Garantie der Freiheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

  Freiheit und Wohlstandsgesellschaft

Zuviel Kleidung schränkt die Bewegungsfreiheit des Körpers ein. Zuviel Reichtum behindert die Bewegungsfreiheit der Seele.
Demosthenes (384-322 v.Chr.), griechischer Redner

Selbst wenn die Gesellschaft sich mit einem Schlag verwandeln und jedermann anständige, behagliche Lebensbedingungen bieten sollte, aber der Freiheit ermangelte, wäre sie noch immer eine Barbarei.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller

  Freiheit und Gehorsam

Der Gottheit zu gehorchen ist Freiheit.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Ein freier Mensch gehorcht besser.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Niemandem gehorchen müssen, niemandem zu befehlen brauchen, das nenne ich ein freier Mann sein.
Henri Stendhal (1783-1842), französischer Schriftsteller

Der echte Gehorsam setzt die wahre Freiheit voraus, aber die wahre Freiheit nährt sich ihrerseits vom Gehorsam..
Michel Quoist (1921-1997), französischer katholischer Theologe und Autor

  Freiheit und Frieden

Friede und Freiheit sind unteilbar, sie gehören allen und jedem Einzelnen.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Frieden ist ungestörte Freiheit.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Friede ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit möglich. Daher ist die Unwahrheit das eigentliche Böse, jeden Frieden Vernichtende: die Unwahrheit von der Verschleierung bis zur blinden Lässigkeit, von der Lüge bis zur inneren Verlogenheit, von der Gedankenlosigkeit bis zum doktrinären Wahrheitsfanatismus, von der Unwahrhaftigkeit des einzelnen bis zur Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustandes.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Du kannst Frieden nicht von Freiheit trennen, weil keiner im Friede sein kann, wenn er nicht seine Freiheit hat.
Malcolm X (1925-1965), US-amerikanischer Bürgerrechtler

Friede kann nur in Freiheit bestehen.
Ernst Reuter (1889-1953), deutscher Politiker, SPD

  Freiheit und Meinungsfreiheit

Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Jeder soll seine Meinung verteidigen, die Gedanken sind frei.
Warum sollte sich nicht jeder nach dem Beispiel des Chrysipp selbst das Recht auf eine eigene Meinung nehmen?
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Freie Meinungen in freien Worten.
Torquato Tasso (1544-1595), italienischer Dichter

Ein freies Land erkennt man daran, dass niemand verpflichtet ist, zuzuhören, wenn die Machthaber reden.
Peter Ustinov (1921- ), englischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller

Die einen dürfen ihre Meinung sagen, die andern setzen die ihre durch.
Aurel Schmidt (20. Jh.), Schweizer Journalist

Wenn wir darauf verzichten, eine eigene Meinung zu haben, wird der Tag kommen, an dem wir keine mehr haben dürfen.
Rudolf Rolfs (1920-2004), deutscher Satiriker, Schriftsteller und Theaterleiter

Sprechen- und Schreibenkönnen heißt frei werden: zugegeben, dass nicht immer das Beste dabei herauskommt; aber es ist gut, dass es sichtbar wird, dass es Wort und Farbe findet.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Was sind die Menschen absurd: Sie bedienen sich nie der Freiheiten, die sie besitzen, sondern verlangen die, die sie nicht besitzen. Sie haben die Freiheit des Gedankens und verlangen die Freiheit des Worts.
Søren Aabye Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Das Leben gilt nichts, wo die Freiheit fehlt.
Theodor Körner (1873-1957), deutsch-ungarischer Schriftsteller

Nur auf dem Boden wirklicher Freiheit kann sich alles Große entwickeln.
Ferdinand Lasalle (1825-1864), deutscher Politiker, Sozialist, Schriftsteller, Führer der deutschen Arbeiterbewegung

Die Freiheit ist wie Licht und Sonne; man muss sie verloren haben, um zu verstehen, dass man ohne sie nicht leben kann.
Giacomo Matteotti (1885-1924), italienischer Politiker, Generalsekretär der sozialistischen Partei PSU, ermordet durch Faschisten

Der Mensch ist frei wie der Vogel im Käfig; er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.
Johann Kaspar Lavater (1741-1801), Schweizer evangelischer Theologe, Physiognomiker, Religionsphilosoph und Schriftsteller

Freiheit ist, wie Glück, dem schädlich, jenem nützlich.
Novalis (Freiherr Friedrich Leopold von Hardenberg) (1772-1801), deutscher Dichter

Frei ist nicht, wem das Schicksal wenig anhaben kann, sondern wem es nichts anhaben kann.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Wenn die Freiheit irgendwo auszieht, ist sie nicht das erste, was weggeht. Sie wartet, bis alle anderen fortgehen, sie ist die Allerletzte.
Walt Whitman (1819-1892), US-amerikanischer Dichter

Die Freiheit der Gleichgültigkeit ist der niedrigste Grad der Freiheit.
Gabriel Marcel (1889-1973), französischer Philosoph, Dramatiker und Kritiker

Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
Otto von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Es gibt nachweislich drei große alte Werteströmungen: Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit, das heißt Sinn des Lebens. Nehmen Sie die Freiheit: Wir haben sehr lange um ihre Durchsetzung gekämpft, heute haben wir praktisch in ganz Europa die Demokratie als Regierungsform. Die Frage ist, ob wir auch schon Menschen haben, die freiheitsfähig sind.
Paul Michael Zulehner (1939- ), österreichischer katholischer Theologe und Priester

Ansichten können nicht überleben, wenn man nicht die Möglichkeit hat, für sie zu kämpfen.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

  Freiheit und Arbeit

Das Ziel der Arbeit ist die Muße. Die Muße ist die Schwester der Freiheit.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Das Reich der Freiheit beginnt erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Durch Arbeit macht sich der Mensch frei; durch Arbeit wird er Herr der Natur; durch Arbeit zeigt er, dass er mehr ist als Natur.
Søren Aabye Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Arbeit macht unfrei! Sie bindet einen täglich viele Stunden.
Willy Meurer (1934- ), deutsch-kanadischer Aphoristiker und Publizist

  Freiheit und Freizeit

Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Was ist Freiheit? - Freizeit. Was ist Freizeit? - Freiheit.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Früher sind die Menschen für die Freiheit auf die Barrikaden gestiegen. Jetzt tun sie es für die Freizeit.
Werner Finck (1902-1978), deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist

Es ist eine andere Welt, in der man zwischen "Freiheit" und "Freizeit" nicht unterscheiden kann, "Gesellschaft" sagt und "Zielgruppe" meint, von einem "Konzept" spricht und nicht einmal eine "Idee besitzt, von einer "Idee" spricht und nicht einmal einen Einfall hat.
Roger Willemsen (1955- ), deutscher Publizist und Fernsehmoderator

  Freiheit und Bildung

Nur die Gebildeten sind frei.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Die Freiheit kann ohne allgemeines Wissen unter den Menschen nicht erhalten werden.
John Adams (1735-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Bildung macht frei.
Carl Joseph Meyer (1796-1856), deutscher Verleger

Die Freiheit beginnt, wo die Unwissenheit endet.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

„Bildung ist nicht "Ausbildung für etwas", "für" Beruf, Fach, Leistung jeder Art, noch gar ist Bildung um solcher Ausbildung willen. Sondern alle Ausbildung "zu etwas" ist für die aller äußersten "Zwecke" ermangelnde Bildung da – für den wohlgeformten Menschen selbst.
Max Scheler (1874-1928), deutscher Philosoph, Werteethiker

  Freiheit und Ordnung

Nur auf dem Begriff von Ordnung kann jener der Freiheit ruhen.
Klemens Wenzel Lothar von Metternich (1773-1838), deutsch-österreichischer Staatsmann, führender Politiker der Restaurationszeit

Die Freiheit ohne Organisation führt durch die Anarchie zur Knechtheit.
Rudolf Virchow (1821-1902), deutscher Pathologe

Ordnung und Ordnung allein führen endgültig zur Freiheit. Unordnung schafft Knechtschaft.
Charles Pierre Péguy (1873-1914), französischer Dramatiker

Die alte Ordnung, die heute noch genau so besteht wie damals, nahm und gab dem Deutschen: sie nahm ihm die persönliche Freiheit, und sie gab ihm Gewalt über andere.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller

Das Kennwort der Organisationsideologie lautet "totale Planung"; in ihrer Extremform möchte sie alles menschliche Leben nach dem Muster der Organisation, also des Heeres oder des kapitalistisch durchrationalisierten Betriebes gestalten. Die völlige Verwirklichung dieses Fehlideals wäre die "totale" Arbeitswelt, in welcher alle Formen und Gebilde menschlichen Zusammenlebens verstanden und gestaltet werden als Funktionen des rational gesetzten, allbestimmenden Staatszweckes… Das würde die Zerstörung alles Privaten bedeuten, die Verneinung aller persönlicher Freiheit und die Aufhebung alles über-rationalen, in sich ruhenden Gemeinschaftslebens.
Josef Pieper (1904-1997), deutscher Philosoph

Nichts ist besser organisiert, als das, was die Liebe ordnet. Und nichts ist freier, als das, was die Liebe eint.
Chiara Lubich (1920-2008), italienische Lehrerin, Begründerin der Fokoloarbewegung

Freiheit wird nicht selten anarchisch und einfach antiinstitutionell gefasst und wird damit zu einem Götzen: Menschliche Freiheit kann immer nur Freiheit des rechten Miteinander, Freiheit in der Gerechtigkeit sein, andernfalls wird sie zur Lüge und führt zur Sklaverei.
Benedikt XV. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Kardinal, Papst

  Freiheit und Sicherheit

Die politische Freiheit besteht in der Sicherheit oder wenigstens in dem Glauben, den man an seine Sicherheit hat.
Charles de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Wer grundlegende Freiheit aufgeben würde, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Mir ist dise gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Vollkommene Sicherheit und Unverletzlichkeit des Eigentums und der Person - so sieht die wahre soziale Freiheit aus.
Antoine Comte de Rivaról (1753-1801), französischer Schriftsteller, Aphoristiker

Keine Freiheit den Feinden der Freiheit.
Louis Antoine Léon Saint-Just (1767-1794), französischer Schriftsteller und Revolutionär

Ohne Sicherheit vermag der Mensch weder seine Kräfte auszubilden, noch die Frucht derselben zu genießen; denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.
Wilhelm von Humboldt (1767-1835), deutscher Philosoph und Sprachforscher, preußischer Minister und Erziehungsreformer

Nur wer sicher ist, kann frei sein.
Alexander von Humboldt (1769-1859), deutscher Naturforscher

Ich würde es für eine ungerechte, sowohl als unweise Politik halten, irgendjemand seiner natürlichen Freiheit zu berauben, auf den Verdacht hin, dass er dieselbe missbrauchen könnte.
Julius Rodenberg (1831-1914), deutscher Schriftsteller

Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph

Freiheit stirbt mit Sicherheit.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller

Der freie Mensch lebt notwendigerweise in Ungewissheit.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Es nützt der Freiheit nichts, dass wir sie abschaffen, um sie zu schützen.
Wolfgang Thierse (1943- ), deutscher Politiker, SPD

  Freiheit und Wirtschaft

Welche Empfindung muss das in den Menschen hervorrufen, die mit allem, was sie nötig haben und was sie lieben, täglich an die Zufälligkeiten des Marktpreises angewiesen sind! Das ist der Sklavenmarkt unseres liberalen Europas, zugeschnitten nach dem Muster unseres humanen, aufgeklärten, antichristlichen Liberalismus und Freimaurertums.
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen. Ihr sollt auf Euren Direktor vertrauen. Ihr sollt die Schlichtungsausschüsse verlassen. Ihr sollt alles Weitere dem Chef überlassen. Kein Betriebsrat quatsche uns mehr herein. Wir wollen freie Wirtschaftler sein! Wir diktieren die Preise und die Verträge - kein Schutzgesetz sei uns im Wege. Ihr braucht keine Heime für Eure Lungen,  keine Renten und keine Versicherungen.  Ihr solltet Euch allesamt was schämen, von dem armen Staat noch Geld zu nehmen!
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller

Der Geist der Freiheit hat die Industrialisierung schaffen helfen - und diese Industrialisierung ist zu einer schweren Bedrohung der Freiheit geworden.
Walter Eucken (1891-1950), deutscher Natinalökonom, mit Wihelm Röpke, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard Vater der Sozialen Marktwirtschaft

Staatsbürgerliche Freiheit ist solange eine Illusion, als sie nicht auch auf die wirtschaftlichen Grundfreiheiten der Freizügigkeit von Kapital und Arbeit, des Rechtes auf Privateigentum und auf Sicherung ehrlichen Gewinnes gegründet ist.
Alfred Müller-Armack (1901-1978), deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe, Urheber des Begriffs und Mitbegründer der Sozialen Marktwirtschaft

In einer Welt, in der nichts mehr wirklich wichtig ist, in der man tun kann, was man will, besteht die Gefahr, dass Prinzipien, Wahrheiten und Werte, die in Jahrhunderten mühsam erworben wurden, auf die Müllhalde eines übertriebenen Liberalismus gekippt werden.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Freie Marktwirtschaft. Die Vielfalt schafft Bedürfnisse, die der Mensch von sich aus gar nicht hat.
Waltraud Puzicha (1925- ), deutsche Aphoristikerin

Eine Gesellschaft, die die Wirtschaft sich selbst überlässt, wird verwirtschaftet werden. Diese Gefahr ist nicht geringer als jene, die durch die Vergesellschaftung der Wirtschaft entstünde.
Norbert Blüm (1935- ), deutscher Politiker, CDU, Arbeitsminister

Das Hohelied der freien Marktwirtschaft singen die am lautesten, die immer angestellt waren.
Gerhard Kocher (1939- ), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Wenn sich eine Regierung anschickt, alle Sphären zu beherrschen, nennt man das Totalitarismus. Wenn Religion das tut nennt man das Theokratie. Aber wenn der Kommerz das tut, nennen wir es plötzlich Freiheit.
Benjamin R. Barber (1939- , US-amerikanischer Politikwissenschaftler, Kulturkritiker

  Freiheit und Menschenwürde

Menschenwürde und Freiheit sind ständige Notwendigkeiten. Erhalten wir sie uns also, oder sterben wir in Würde.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Den übrigen Wesen ist ihre Natur durch die von uns vorgeschriebenen Gesetze bestimmt und wird dadurch in Schranken gehalten. Du bist durch keinerlei unüberwindliche Schranken gehemmt, sondern du sollst nach deinem eigenen freien Willen, in dessen Hand ich dein Schicksal gelegt habe, sogar jene Natur dir selbst vorherbestimmen. ... Wir haben dich weder als einen Himmlischen noch als einen Irdischen, weder als einen Sterblichen noch einen Unsterblichen geschaffen, damit du als dein eigener, vollkommen frei und ehrenhalber schaltender Bildhauer und Dichter dir selbst die Form bestimmst, in der du zu leben wünschst.
Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494), italienischer Philosoph

In Freiheit leben heißt erst leben.
Karl Wilhelm Ramler (1725-1798), deutscher Dichter und Philosoph

Der Mensch ist der erste Freigelassene der Schöpfung.
Johann Gottfried Herder (1744-1803),  deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe und Philosoph

Ohne Freiheit ist der Menschen Leben nicht der Rede wert.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd' er in Ketten geboren.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Wo sind die wahren Quellen von Menschenwürde, Freiheit und moderner Demokratie, wenn nicht in dem Begriff des Unendlichen, vor dem alle Menschen gleich sind.
Louis Pasteur (1822-1895), französischer Chemiker und Bakteriologe

Menschenwürde heißt: Inkarnation all dessen, was den Menschen frei, groß und ewig macht, was in ihm, dem Weltgeschöpf, den schöpferischen Funken schürt und hütet.
Carl Zuckmayer (1896-1977), deutscher Schriftsteller

Eine These, auf der ich unablässig herumpoche: dass der Mensch unzerstörbar ist, einfach weil er den Willen zur Freiheit hat.
William Faulkner (1897-1962), US-amerikanischer Schriftsteller

Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Der Mensch ist das weltlich-leibhaftig-geschichtliche Freiheitswesen.
Karl Rahner (1904-1984), deutscher katholischer Theologe

Wenn du einen Menschen von allem beraubt hast, ist er nicht mehr in deiner Macht. Er ist wieder frei.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Friedensnobelpreisträger, Dissident und Gulag-Inhaftierter zu Sowjetzeiten

Die mit Platon beginnende Wissenschaft vom Menschen erklärt uns, warum wir nicht ein Uhrwerk sind. Ein Uhrwerk hat keine Freiheit.
Hartmut von Hentig (1925- ), deutscher Erziehungswissenschaftler, Pädagoge und Autor

Die Idee von der Freiheit und Würde des Menschen ist ohne Christus am Kreuz nicht denkbar. Freiheit und Menschenwürde sind eine Frucht der biblischen Botschaft.
Roman Herzog (1934- ), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

  Freiheit und Sklaverei

Besser frei in der Fremde als Knecht daheim.
deutsches Sprichwort

Wer frei sein kann, mache sich nicht selber zum Knecht.
deutsches Sprichwort

In dem wir den Sklaven Freiheit geben, sichern wir die Freiheit der Freien - gleichermaßen ehrenvoll in dem, was wir geben, und in dem was wir bewahren.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Die Menschen wollen Freiheit, und um sie zu erreichen, begeben sie sich in die Sklaverei der Institutionen, der sie nie wieder entrinnen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die Wahrheit ist, dass wir noch nicht frei sind. Wir haben uns nur die Freiheit erkämpft, frei zu werden.
Nelson Mandela (1918- ), südafrikanischer Politiker, Präsident

  Freiheit und Freiheitsbegriff

Wenn Wörter ihre Bedeutung verlieren, verlieren die Menschen ihre Freiheit.
Konfuzius ( 551 v.Chr.-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Im übrigen werden Freiheit und andere wohlklingende Begriffe als Vorwand genommen; denn keiner hat je die Macht durch Unterwerfung anderer angestrebt, ohne eben dieselben Begriffe zu benutzen.
Publius Cornelius Tacitus (55-116), römischer Geschichtsschreiber

So süß klingt allen Menschen das Wort Freiheit, dass selbst Keckheit und Frechheit überall Anklang finden, weil sie mit der Freiheit einige Ähnlichkeit haben.
Francesco Petrarca (1304-1374), italienischer Dichter und Humanist

Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff von Freiheit gelangt? Es ist ein großer Gedanke gewesen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Schriftsteller, Aphoristiker

Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Missbrauch getrieben wird als mit dem Wort "frei". Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will jeder will sie für sich.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Dieses trügerische Gespenst, welches die Menschen Freiheit nennen.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph

Alle großen Dinge sind einfach und viele können mit einem einzigen Wort ausgedrückt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker, Premierminister

Freiheit ist ein Kaugummibegriff geworden - an jedem Schlagbaum versteht man etwas anderes darunter.
Oskar Kokoschka (1886-1980), österreichischer Maler, Graphiker und Dichter

Wir haben ständig die menschliche Freiheit gepredigt. Da wir aber den Menschen vergessen haben, haben wir unsere Freiheit als eine unklare Fessellosigkeit definiert, einzig begrenzt durch den Schaden, der dem Nächsten angetan wird. Das entbehrt jeder Sinngebung; denn es gibt keine Handlung, die den Nächsten nicht mit betrifft.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller

  Freiheit und Politik

Freiheit wünschen in gleicher Weise Gute wie Schlechte, Tüchtige wie Faule; doch die meisten geben sie aus Furcht auf.
Sallust (86-35/34 v.Chr.), römischer Geschichtsschreiber und Politiker

Ich liebe die Freiheit … Ich werde nie einer Partei dienen können.
Erasmus von Rotterdam (1469-1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist

Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.
Charles de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Es scheint, dass es das unabänderliche Los des Menschen ist, nirgendwo frei sein zu können: überall werden die Fürsten zu Despoten und die Völker zu Sklaven.
Jean-Paul Marat (1743-1793), französischer Arzt, Naturwissenschaftler und Journalist, Präsident des Jakobiner-Klubs

Politische Freiheit ist nur da möglich, wo ein Volk hinreichende Stärke in den Beweggründen des sittlichen Handelns erlangte.
Anastasius Grün (1806-1876), slowenisch-ungarischer Politiker und Lyriker

Was bedeutet es, von König Georg frei zu sein, aber weiterhin Sklave von König Vorurteil.
David Henry Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Freiheit ist nicht das Mittel zu einem höheren politischen Ziel. Sie ist das höchste politische Ziel.
Lord Acton (Baron John Emerich Edward Dalberg-Acton) (1834-1902), englischer Historiker, liberaler Katholik und Journalist

Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Schriftsteller

Das erste darum, was wir tun können, um an der allgemeinen Freiheit mitzuhelfen, ist, dass wir selber frei zu werden suchen, soviel uns immer möglich ist.
Friedrich Naumann (1860-1919), deutscher evangelischer Theologe und Politiker, christlich-soziale Bewegung

Die Freiheit ist in Gefahr, wenn man nicht erkennt, "wie viele arme Nützlichkeitsseelen vorhanden sind, die zu jeder Knechtschaft bereit sind, wenn man sie nur in Ruhe lässt. Man will sich nicht kompromittieren, nicht anstoßen, nicht stören, nicht unbequem werden."
Friedrich Naumann (1860-1919), deutscher evangelischer Theologe und Politiker, christlich-soziale Bewegung

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder einer Partei ist keine Freiheit. Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden.
Rosa Luxemburg (1871-1919), deutsche Politikerin, Vertreterin der Arbeiterbewegung, Gründungsmitglied der KPD

Das politische Problem der Menschheit ist die Kombination von drei Dingen: ökonomischer Effizienz, sozialer Gerechtigkeit und individueller Freiheit.
John Maynard Keynes (1883-1946), englischer Ökonom

Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Politiker haben eine heilige Scheu davor, öffentlich zuzugeben, dass sie in ihren Entscheidungen nicht mehr frei sind (vielleicht gestehen sie das nicht einmal sich selbst ein).
Hoimar von Ditfurth (1921-1989), deutscher Wissenschaftspublizist und Autor

Je weiter wir die Grenzen der Freiheit nach Osten verschieben, desto sicherer wird die Mitte.
Otto von Habsburg (2812- ). österreischicher Schriftsteller

  Freiheit und Umweltschutz

Die Erderwärmung bedroht nicht nur den menschlichen Lebensraum, sie bedroht auch Freiheit und Demokratie.
Lester Russell Brown (1934- ), US-amerikanischer Umweltanalytiker und Autor

  Freiheit und Minderheitenschutz

Das beste Zeichen, dass ein Volk wirklich frei, ist die Sicherheit seiner Minoritäten.
Wilhelm Roscher (1817-1894), deutscher Nationalökonom, königlich sächsischer Hofrat und Professor

  Freiheit und Frauenemanzipation

Die Frauen haben das Recht, das Schafott zu besteigen, gleichermaßen muss ihr das Recht zugestanden werden, eine Rednertribüne zu besteigen.
Olympe de Gouges (Marie Gouze) (1748-1793), französische Frauenrechtlerin

Das Christentum hat die Frauen aus einem Zustand gerissen, welcher der Sklaverei glich.
Germaine de Staël (1766-1817), französische Schriftstellerin

Emanzipation bedeutet, dass ich sein kann, was immer ich bin - es heißt nicht, dass ich etwas anderes werde, was mir nicht entspricht.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Im Grunde sind die Emanzipierten die Anarchisten in der Welt der "Ewigweiblichen", die Schlechtweggekommenen, deren unterster Instinkt Rache ist.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Die Frau sucht sich heute vom Mann zu befreien. Soll sich der Mann, folgerichtig, von der Frau zu befreien suchen?
Henry de Montherlant (1895-1972), französischer Schriftsteller, Dramatiker und Essayist

Es ist ganz entscheidend für die Frau, dass sie die wahre Natur ihres weiblichen Wesens erkennt, würdigt und betont. Einige der Frauenrechtlerinnen übersehen diesen Punkt. Die Frauen sollen nicht Männer werden und die Welt wie Männer gestalten.
Anaïs Nin (1903-1977), französische Schriftstellerin

Die Ehefrau hat bald entdeckt, dass sie keinen allgewaltigen Herrscher, kein Oberhaupt, keinen Herrn und Meister vor sich hat, sondern einen Mann, und sie sieht keinen Grund, ihm untertan zu sein.
Simone de Beauvoir (1908-1986), französische Schriftstellerin

Nicht unsere Integrierung ist wünschenswert, nicht die Vermännlichung der Frauen, sondern die Vermenschlichung der Geschlechter.
Alice Schwarzer (1942- ), deutsche Journalistin, eine der bekanntesten Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung

  Freiheit und Verzicht

Im Loslassen liegen die Flügel der Freiheit.
brasilianisches Sprichwort

Die Menschen leben in steter Aufregung, trachten einander zu schaden, sind in endlosen Nöten und können nie Ruhe halten, nicht einmal in heiligen Festzeiten und wenn ein Gottesfriede verkündigt wird. Und das alles tun und leiden sie zu keinem anderen Zweck, als um leben zu können, und immer fürchten sie, es möchten ihnen angeblich notwendige Dinge ausgehen, und dazu sorgen sie sich noch ab und bemühen sich, ihren Kindern viel Geld zu hinterlassen. Ich aber tue merkwürdigerweise von dem allen nichts und bin gerade darum allein von allen Menschen frei, und niemand sonst versteht etwas von diesem Glück.
Diogenes von Sinope (um 400-324/323 v. Chr.), griechischer Philosoph

Das Glück besteht nicht darin, zu kaufen und dann zu genießen, sondern nichts zu begehren, denn es besteht in der Freiheit.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Je weniger Bedürfnisse ihr habt, desto freier seid ihr.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Je bescheidener jemand ist, desto freier und stärker ist er.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Wer dem Genuss nachjagt, der schmiedet sich selbst die Fessel; Freiheit findest du nur, wenn du entsagst.
Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Dichter

Am freiesten wird der sein, der am wenigsten Bedürfnisse hat.
Hans Thoma (1839-1924), deutscher Maler und Graphiker

Wenn wir den letzten Anspruch auf eigene Freiheit, Macht und Würde preisgeben können, erhalten wir wahre Freiheit, Macht und Würde, die uns auch wirklich gehören, weil Gott sie uns schenkt.
Clive Staples Lewis (1898-1963), englischer Schriftsteller

Freiheit ist die Möglichkeit, auf die Möglichkeit zu verzichten.
Rudolf Seiß (20. Jh.), deutscher Psychologe

Frei ist im Grunde nur, wer es fertig bringt, alles loszulassen, zuletzt sich selbst, sich fallen zu lassen, im Bewusstsein, dass Gott ihn auffängt.
Anton Kner (1911- ), deutscher katholischer Theologe, Priester

Nur wer sein Herz an nichts Geschaffenes hängt, wer loslassen kann, woran andere hängen, der ist wirklich frei. Gelassen ist ein Mensch, der sein Ego losgelassen und sich in Gott hinein ergeben hat, der ruhig geworden ist in seinem Herzen, weil er sich in den göttlichen Grund hinein hat fallen lassen.
Anselm Grün (1945- ), deutscher katholischer Theologe, Benediktiner, Autor

Will man in einer Gesellschaft, in der fast alles erlaubt ist, frei bleiben, muss man sich vieles verbieten.
Gregor Brand (1957- ), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

Wer loslässt, wird nicht ärmer. Im Gegenteil: er bekommt die Hände frei für etwas Neues.
Jürgen Werth (20. Jh.), deutscher Rundfunkdirektor, ERF, Liedermacher, Barde, Chansonnier

  Freiheit und Toleranz

Freiheit kann nur fordern, wer sich zur Toleranz bekennt.
Alphonse de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter, Schriftsteller und Politiker

Nur wer die Freiheit anderer achtet, ist selbst der Freiheit wert.
Johann Jacoby (1805-1877), deutscher Politiker, Mitglied der Preußischen Nationalversammlung

Du weißt, wie wohl einem bei Menschen ist, denen die Freiheit des andern heilig ist.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Es ist nichts, was ich gegen Menschen, die ich hochschätze und liebe, weniger verletzen möchte, als ihre Freiheit.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
Otto Eduard Leopold von Bismarck (1815-1898), preußisch-deutscher Staatsmann, Reichskanzler

Achte die Freiheit in dir, in deinem Nächsten und in allen Menschen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Nur freie Menschen können andern Freiheit lassen. Die Unfreien nehmen an ihren Mitmenschen Rache für die eigene Unfreiheit.
Karl Zeumer (1849-1914), deutscher Historiker

Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Ludwig von Mises (1881-193), österreichisch-US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler

Der Mensch muss im privaten und im gesellschaftlichen Leben oft intolerant dem einen gegenüber sein, um tolerant den Raum der Freiheit des anderen zu gewähren und zu schützen.
Karl Rahner (1904-1984), deutscher katholischer Theologe

Leben in der Liebe zum Handeln und Leben lassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.
Rudolf Steiner (1861-1925), österreichischer Anthroposoph, Gründer der Anthroposophischen Gesellschaft, Begründer der Waldorfschulbewegung und heilpädagogischer Therapieformen

Das Recht die Wahrheit zu verkünden muss immer aufrecht erhalten werden, aber nicht auf die Weise, dass es Verachtung für die beinhaltet, die anders denken mögen.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

  Freiheit und Recht

Den Gesetzen fügen wir uns alle deswegen, damit wir frei sein können.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Die Freiheit eines Volkes besteht darin, dass es durch Gesetze regiert wird, die unter seiner eigenen Einwilligung erlassen werden.
Jonathan Swift (1667-1745), anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker

Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze gestatten.
Charles de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Die Freiheit besteht darin, nur von den Gesetzen abzuhängen.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Rechtliche Freiheit: die Befugnis, keinen äußeren Gesetzen zu gehorchen als zu denen ich meine Beistimmung habe geben können.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Freiheit muss auf Gesetzen ruhen, Gesetze auf Sitten, Sitten auf Religion.
Friedrich Leopold Reichsgraf zu Stolberg-Stolberg (1750-1819), deutscher Schriftsteller

Die Freiheit ist nur in einem Land möglich, wo das Recht über die Leidenschaft siegt.
Zwischen dem Starken und dem Schwachen, zwischen dem Reichen und dem Armen, zwischen dem Herrn und dem Diener ist es die Freiheit, die unterdrückt und das Gesetz, das befreit.
Dominique Lacordaire (1802-1861), französischer Dominikaner, Prediger und Theologe

Die Freiheit ist die Gesamtheit der Rechte, die keine reguläre Gesellschaft von ihren Mitgliedern wegnehmen kann, ohne die Gerechtigkeit und die Vernunft zu verletzen.
Dominique Lacordaire (1802-1861), französischer Dominikaner, Prediger und Theologe

Was man in der Sprache der Politiker Freiheit nennt, ist das Recht, Gesetze zu machen, das heißt, die Freiheit in Ketten zu legen.
Auguste Vermorel (1841-1871), französischer Journalist und Sozialist

  Freiheit als universelles Menschenrecht

Freiheit ist nicht Ansichtssache, sie kann nicht für verschiedene Rassen und Klassen von verschiedener Bedeutung sein.
Abraham Lincoln (1809-1865), US amerikanischer Politiker, Präsident, Kämpfer für die Abschaffung der Sklaverei

Die Freiheit ist ein Gefängnis, solange ein einziger Mensch auf Erden geknechtet ist.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

Das Menschengeschlecht befindet sich im besten Zustande, wenn es möglichst frei ist.
Dante Alighieri (1265-1321), italienischer Dichter

Der Mensch ist frei; aber er ist nicht mehr frei, wenn er nicht an seine Freiheit glaubt.
Giacomo Girolamo Casanova (1725-1798), venezianischer Schriftsteller, Abenteurer und Libertin

Gerade der Freie sucht den Schein der Freiheit am wenigsten.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Kein einzelner kann glücklich sein, ehe es nicht alle sind, weil kein einzelner frei sein kann, ehe nicht alle frei sind.
Richard Wagner (1813-1883), deutscher Komponist

Die wahre Freiheit ist die Freiheit einer Seele, welche die Eitelkeiten dieser Welt abgetan hat.
Anatole France (François A. Thibault) (1844-1924), französischer Schriftsteller,
Literaturnobelpreisträger

Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.
Erich Mühsam (1878-1934), deutscher politischer Aktivist, Anarchist, Publizist und Schriftsteller

Denn Freiheit ist nie wirklich Freiheit bloß Einzelner. Jeder Einzelne ist frei in dem Maße, als die anderen frei sind.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Freiheit ist unteilbar. Und wenn auch nur einer versklavt ist, sind nicht alle frei.
Solange die Freiheit nicht in allen Ländern blüht, kann sie in einem einzelnen nicht gedeihen.
John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA, ermordet

Eines Tages werden wir die Freiheit gewinnen. Aber sie wird nicht nur für uns selbst errrungen werden. Wir werden so lange an euer Herz und eure Seele appellieren, bis wir auch euch gewonnen haben.
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes, ermordet

  Freiheit von und Freiheit zu

Es hat keinen Sinn, Freiheit "von" zu fordern, wenn vorher nicht die Freiheit "zu", nämlich zu den großen Werten der personalen Existenz, gesehen und gewollt ist.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Das Freisein von etwas erfährt seine Erfüllung erst in dem Freisein für etwas. Freisein allein um des Freiseins willen aber führt zur Anarchie.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Wir definieren häufig die Freiheit als jeden Tag neue beliebige Entscheidung. Das ist ein Trugschluss. Die Berufsfreiheit lädt zum Arbeitsvertrag ein, die Ehefreiheit zur Bindung, die Religionsfreiheit zur Zugehörigkeit, die Wissenschaftsfreiheit zur beharrlich vertretenen Erkenntnis.
Paul Kirchhof (1943- ), deutscher Jurist, Verfassungsrichter

Freiheit vom Staat ist noch nicht Freiheit im Staat.
Hans de With (1932- ), deutscher Politiker, SPD

  Freiheit und Erziehung

Die Pädagogik oder Erziehungslehre ist entweder physisch oder praktisch. […] Die praktische oder moralische ist diejenige, durch die der Mensch soll gebildet werden, damit er wie ein frei handelndes Wesen leben könne. […] Sie ist Erziehung zur Persönlichkeit, Erziehung eines frei handelnden Wesens, das sich selbst erhalten, und in der Gesellschaft ein Glied ausmachen, für sich selbst aber einen innern Wert haben kann.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Nur die Verbesserung des Herzens führt zur wahren Freiheit.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Die Erziehung hat den Zweck, den Menschen zu einem selbständigen Wesen zu machen, das heißt zu einem Wesen von freiem Willen.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Es ist Heuchelei oder Torheit, zu behaupten, das Volk müsse erst gebildet werden, um Freiheit ertragen zu können; die Freiheit muss der Bildung vorausgehen, sie ist Mutter und Lehrerin.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Erziehung ist Erziehung zur Freiheit.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Und ich sage unseren Gegnern ohne allen Rückbehalt; die Überzeugung die ihr heget, dass die Gewährung jener beiden großen und alten christlichen Freiheiten, der Freiheit des Unterrichts und der Freiheit der Assoziation, besonders der Kirche Nutzen bringen werde, diese Überzeugung und Wahrheit, die ihr ohne Unterlass ansprechet, wird euch den Hals brechen und gleichzeitig die glänzendste Demonstration jenes Katholizismus sein, dem ihr schon so oft die Leichenrede gehalten habet.
Charles de Monatalembert (1810-1870), französischer Historiker und Politiker

Die Menschen können nicht frei werden, ohne zur Freiheit erzogen zu sein.
Henry Thomas Buckle (1821-1862), englischer Historiker

Das einzige Kriterium der Pädagogik ist und bleibt allein - die Freiheit.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Nur der Mensch, der sich vollkommen frei in sich entwickelt, kann für die Gemeinschaft einen wirklich positiven Beitrag liefern.
André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller

Die Ungeübten sind gar nicht fähig, frei zu sein; aber das berechtigt niemand, ihnen Freiheit vorzuenthalten. Man wird frei im Gebrauch der Freiheit.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Schriftsteller, Literaturprofessor

Es gibt keine Freiheit ohne gegenseitiges Verständnis.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

  Freiheit und innere Freiheit

Der, der heiter und rein sein möchte, braucht nur eine Sache: innere Freiheit.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Es ist eine große Sache um ein gutes Gewissen und um das "Von-innen-heraus-frei-sein".
Theresia von Avila (Teresa de Cepeda y Ahumada) (1515-1582), spanische katholische Ordensschwester, reformierte den Karmeliterorden, Mystikerin, Heilige

Schließ mich, so streng du willst, in tausend Eisen ein, ich werde doch ganz frei und ungefesselt sein
Angelus Silesius (Johann Scheffler) (1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester

Der freieste aller Menschen ist der, der selbst in der Sklaverei frei sein kann.
Fénélon (Francois de Salinac de La Mothe-Fénelin) (1651-1715), französischer katholischer Geistlicher und Schriftsteller

Es ist unmöglich, die Menschen in ihrem äußeren Leben freier zu machen, als sie es innerlich sind.
Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), russischer Schriftsteller

Frei ist, wer in Ketten tanzen kann.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Was ist innere Freiheit? Im Einzelnen zugleich das Allgemeine und das Notwendige zu erkennen.
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929), österreichischer Dichter

Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Folge. Wenn Du dich unfrei fühlst, so suche die Ursache in Dir.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Nur innerlich freie Menschen können miteinander zu einer wirklichen Gemeinde werden.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe, Begründer der Bodelschwingschen Anstalten in Bethel

Die innere Freiheit ist eine Frucht, die in der Religion lebt.
Bernardo Lopez Garcia (1838-1870), spanischer Dichter

Misserfolg und Verachtetwerden sind gute Mittel, um frei zu werden.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Freiheit ist Handeln aus dem Tiefsten.
Hermann von Schell (1850-1906), deutscher katholischer Theologe

Der Mensch kann schließlich auch im Gefängnis völlig frei sein. Seine Seele kann frei sein. Seine Persönlichkeit kann ungetrübt bleiben. Er kann im Frieden leben.
Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft

Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußeren Verhältnissen liegt. Sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei.
Paul Ernst (1866-1933), deutscher Schriftsteller

Das Vertrautsein mit dem Gedanken des Todes wirkt allein auch die wahre, innere Freiheit von den Dingen.
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph

Die äußere Freiheit der vielen leitet sich ab aus der inneren Freiheit der einzelnen.
Theodor Heuss (1884-1963), deutscher Politiker, erster deutscher Bundespräsident

Wenn einmal die Freiheit in einer Menschenseele aufgebrochen ist, können die Götter nichts mehr gegen diese Menschen. Denn das ist eine Menschenangelegenheit, und es ist Sache der anderen Menschen – und nur ihre –, ihn laufen zu lassen oder ihn zu erwürgen.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Wir können nicht frei sein, wenn wir die Fesseln lieben.
Walter Ludin (1945- ),  Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor

  Freiheit und Bewusstsein

Allein im Bereich des Bewusstseins ist der Mensch frei, Bewusstsein wiederum ist nur im jeweils gegenwärtigen Augenblick möglich.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.
Viktor Emil Frankl (1905-1997), österreichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie

Ein freier Mensch ist einer, der sich wenigstens seiner Unfreiheit bewusst geworden ist.
Gabriel Laub (1928-1998), deutsch-polnischer Satiriker und Publizist

Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.
Viktor Emil Frankl

  Freiheit und Erkenntnis

Überall, wo es Erkenntnis gibt, da gibt es auch freien Willen.
Thomas von Aquin (1225-1274), italienischer scholastischer Theologe und Philosoph

Auf der Erkenntnis beruht die Freiheit.
Ernst von Feuchtersleben (1806-1849), österreichischer Schriftsteller

  Freiheit und Heiterkeit

Wer ungetrübt und heiter sein will, der muss eines besitzen: das ist die innere Freiheit.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Humor ist die äußerste Freiheit des Geistes; Humor ist immer souverän.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Heiterkeit ist immer das Anzeichen der Freiheit.
Friedrich Georg Jünger (1898-1977), deutscher Lyriker, Erzähler und kulturkritischer Essayist

Heiterkeit - Humor - ist die einzige Form der Freiheit im Gefängnis.
Rudolf Alexander Schröder (1878-1962), deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Dichter, evangelischer Kirchenlieddichter sowie Architekt und Maler

  Freiheit und Kindlichkeit

Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals betastet es nicht; im Kind ist Freiheit allein.
Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770-1843), deutscher evangelischer Theologe, Lyriker und Dramatiker

Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweier Pädagoge und Sozialreformer

Ein Kind hat alles, was es will, denn es kann alles haben in seiner Vorstellung. Dadurch aber ist es frei von der Welt.
Paul Ernst (1866-1933), deutscher Schriftsteller

Die Seele des Kindes ist das Allerheiligste im Tempel der Menschheit. In ihr lagert das Glück und die Freiheit der Welt.
Erich Mühsam (1878-1934), deutscher politischer Aktivist, Anarchist, Publizist und Schriftsteller

Das Kind ist der freieste Mensch.
Lu Märten (1879-1970). deutsche Schriftstellerin, Sozialistin

  Freiheit und Alleinsein

Der Mensch muss einen Winkel haben, in dem er ohne Rücksicht er selbst sein kann. Nur im Alleinsein findet er wahre Freiheit.
Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Schriftsteller und Philosoph

Ganz er selbst sein darf jeder nur, solange er allein ist; wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit: Denn nur wenn man allein ist, ist man frei.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Die Freiheit ist die Möglichkeit zur Isolierung. Du bist frei, wenn du dich von den Menschen entfernen kannst, ohne dass dich die Notwendigkeit des Gelderwerbs, der Herdentrieb, die Liebe, der Ruhm oder die Neugier, die in Stille und Einsamkeit keine Nahrung finden können, zu ihnen treiben. Wenn es dir unmöglich ist, allein zu leben, bist du als Sklave auf die Welt gekommen.
Fernando Pessóa (1888-1935), portugiesischer Schriftsteller

Es gibt keine freie Gesellschaft ohne Stille, ohne einen inneren und äußeren Bereich der Einsamkeit, in dem sich individuelle Freiheit entfalten kann.
A. Marcuse

  Freiheit und Bindung

Soviel Bindung wie nötig, soviel Freiheit wie möglich.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianerinnen, Bischo, Heiliger

Man kann in wahrer Freiheit leben und doch nicht ungebunden sein.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Jeder hat das Recht zu leben, mit wem er will und wie er will - das ist das Recht des erwachsenen Menschen.
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller

Nichts ist der Freiheit radikaler entgegengesetzt als die Ungebundenheit.
Adolf Kolping (1813-65), deutscher katholischer Priester, Begründer des Kolpingwerks, "Gesellenvater"

Ohne Gebote, die uns zu gewissen Lebensweisen verpflichten, verharrt unser Leben in bloßer Bereitschaft. Das ist die furchtbare innere Lage, in der sich heute unsere beste Jugend befindet. Rein, weil sie sich frei, der Fesseln entledigt fühlt, fühlt sie sich leer.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph

  Freiheit und Gedankenfreiheit

Unsere Gedanken sind frei.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Es ist das Glück der Zeit, dass man denken darf, wie man will, und dass man reden darf, wie man denkt.
Marcus Tullius Tacitus (um 58 n. Chr.- um 120), römischer Historiker und Senator

Das Denken nennt man die Welt der Freiheit.
Mosche Ibn Esra (um 1055 -um 1138), spanisch-jüdischer Schriftsteller und Philosoph

Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes und sieh zu, wohin er Dich führt.
Ignatius von Loyola (1491-1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu

Der freieste Mensch ist der, welcher die wenigsten Vorurteile besitzt.
César Chesneau Du Marsais (1676-1756), französischer Philosoph der Aufklärung

Obgleich unser Denken auf den ersten Blick unbegrenzte Freiheit zu besitzen scheint, werden wir bei näherer Prüfung finden, dass es in Wirklichkeit in sehr enge Grenzen eingeschlossen ist.
David Hume (1711-1776), englischer Philosoph

In niemandes Hand sein, der Herr seiner Gefühle, seiner Grundsätze und seiner Ansichten sein, das habe ich am seltensten gesehen.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Geben Sie Gedankenfreiheit!
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Nur der Mensch ist frei, der sich seine eigenen Gedanken im Kopfe ausbildet, niemand etwas nachspricht, was er nicht versteht und selber einsieht; der die Gesetze kennt, die Gott in seine Brust geschrieben hat, und ohne Menschenfurcht ihnen gerecht zu werden strebt.
Berthold Auerbach (Moses Baruch Auerbach) (1812-1882), deutscher Schriftsteller

Selbst im Falle einer Revolution würden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, niemals Gedankenfreiheit zu erkämpfen suchen.
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter

Freiheit ist, seine Gedanken denken und sein eigenes Leben leben zu dürfen.
John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

  Freiheit und Willensfreiheit

Wer etwas Böses ausführen will, auch dem lässt Gott seinen Willen.
aramäisches Sprichwort

Zuerst bist du ein Mensch, das heißt einer, der nichts Höheres hat als seinen freien Wille.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Freiheit ist die Macht zu leben wie man will.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Jede Strafe wäre ungerecht, wenn der Mensch keinen freien Willen hätte, d.h. wenn er das Gute sowohl wie das Böse notwendig tun müsste.
Aurelius Augustinus ( 354-430), nordafrikanischer Bischof Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Gott gab den Menschen Verstand, Vernunft und einen freien Willen. Den Verstand, um zu erfassen und zu begreifen, was er uns an Schönheit und Freude auf dieser Welt schenkte; die Vernunft, um Früchte, Kräuter und Pflanzen zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier zu pflanzen, zu pflegen und zu nutzen, den freien Willen, um selbst zu ermessen, was uns gut und nützlich ist.
Hildegard von Bingen (1098-1179), deutsche Benediktinerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, Mystikerin, Heilige

Gott hat die Seele auf Freiheit und Eigenständigkeit ausgerichtet, so, dass er ihr über ihren freien Willen hinaus nichts aufzwingen will; auch will er von ihr nichts fordern, was sie nicht will.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Ohne die Freiheit, böse zu sein, findet kein Verdienst und ohne die Freiheit, gut zu sein, keine Zurechnung einiger Schuld, ja selbst keine Erkenntnis des Guten und Bösen statt.
Johann Georg Hamann (1730-1788), deutscher Philosoph und Schriftsteller

Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter, Literaturnobelpreisträger

Der Hass ist wahrscheinlich ein ebenso mächtiger Urtrieb wie Liebe und Hunger. Anders wäre es nicht zu erklären, dass Leute, die reine Deterministen sind und an eine Schuld in naturwissenschaftlichem Sinne überhaupt nicht glauben, den Regungen des Hasses in gleicher oder noch stärkerer Weise unterworfen sind als jene anderen, die von der Existenz eines freien Willens überzeugt sind.
Arthur Schnitzler (1862-1931), österreichischer Dramatiker und Erzähler

Die ganze Neurose ist oft ein kunstvolles Arrangement, ein Schauspiel des Menschen vor sich selbst, mit dem Zweck, die Freiheit zu verleugnen.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph

Die Qualität deiner Freiheit nimmt zu mit der Qualität des Willens, dem du anhängst.
Michel Quoist (1921-1997), französischer Theologe und Autor

  Freiheit und Entscheidungsfreiheit

Wohin wir naturhaft hinneigen, das unterliegt nicht der freien Entscheidung.
Thomas von Aquin (1225-1274), italienischer scholastischer Theologe und Philosoph

Die Fähigkeit, das Wort "Nein" auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Das Ungeheure, das einem Menschen eingeräumt ist, ist die Wahl, die Freiheit.
Søren Aabye Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.
Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter

Der Mensch will einfach nur frei entscheiden können, was auch immer diese Freiheit ihn kostet und wohin auch immer sie ihn führen mag.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Freiheit ist der Zwang, sich entscheiden zu müssen.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph

Was du bist hängt von drei Faktoren ab: Was du geerbt hast, was deine Umgebung aus dir machte und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier

In Maria stellt Gott neuerlich die dem Menschen gegebene Entscheidungsfreiheit auf die Probe und gibt ihr damit die Möglichkeit, durch ihre Antwort die Menschheit loszukaufen.
Raniero Cantalamessa (1935- ), italienischer Prediger des päpstlichen Hofes

  Freiheit und Handlungsfreiheit

Jeder der tut, was er nicht will, hat keine Handlungsfreiheit; wohl aber kann er einen freien Willen haben.
Thomas von Aquin (1225-1274), italienischer scholastischer Theologe und Philosoph

Freiheit ist nicht Müßiggang, die besteht im freien Gebrauch der Zeit, in der freien Wahl von Arbeit und Tätigkeit, mit einem Wort: Frei sein bedeutet nicht Nichtstun, sondern Herr sein über sein Tun und Lassen.
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller, Moralist

Was nützt die Freiheit des Denkens, wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt?
Jonathan Swift (1667-1745), anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker

Es gibt zwei Dinge im Leben: Freiheit des Denkens und Freiheit des Handelns. In Frankreich gibt es Handlungsfreiheit: man kann machen was man will, aber man muss denken wie alle anderen. In Deutschland muss man machen, was jeder andere macht, aber man kann denken, was einem beliebt.
William Somerset Maugham (1874-1965), englischer Schriftsteller

Viele denken, sie sind frei, weil sie machen können, was sie wollen, und merken doch nicht, dass sie ihre Diktatur in sich tragen.
Ernesto Cardenal (1925- ), nicaraguanischer katholischer Priester und Politiker

Vollendete Freiheit heißt, das Richtige, das als richtig Erkannte mit dem ganzen Einsatz des Wesens zu tun, ohne auf sich selbst Rücksicht zu nehmen, ohne Willkür und ohne Festhalten an der Freiheit, in jedem Augenblick alles und jedes tun zu können.
Ladislaus Boros (1927-1981), ungarischer Theologe

  Freiheit und Irrtum

Das Wort Freiheit klingt so schön, dass man es nicht entbehren könnte, auch wenn es einen Irrtum bezeichnete.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Wir Menschen bedürfen zu unserem Wachstum nicht bloß der Freiheit für die Wahrheit, sondern auch der zum Irren.
Friedrich Christoph Dahlmann (1785-1860), deutscher Historiker und Staatsmann

Freiheit lohnt sich nicht, wenn sie nicht die Freiheit zu irren einschließt.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Nur die Freiheit, Fehler zu machen, schenkt die Freiheit, die Wahrheit zu finden.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter, Literaturnobelpreisträger

Die Möglichkeit zu irren ist dem Menschen wesentlich, weil er frei ist.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Die Freiheit ist die Möglichkeit zu zweifeln, die Möglichkeit, sich zu irren, ist die Möglichkeit, jeder Autorität - sei es nun eine literarische, künstlerische, philosophische, religiöse, soziale oder gar politische Autorität - mit einem 'Nein' zu antworten.
Ignazio Silone (1900-1978), italienischer Schriftsteller

  Freiheit und Zwang

Für freie Menschen sind Drohungen wirkungslos.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Wisst ihr denn nicht, dass keine Gewalt den Willen der Freiheit bändigt?
Niccoló Machiavelli (1469-1527), italienischer Schriftsteller und florentinischer Staatsdiener

Der Mensch ist frei geboren, und dennoch liegt er überall in Ketten.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Die Freiheitsapostel, sie waren mir immer zuwider; Willkür suchte doch nur jeder am Ende für sich.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein
Joseph von Eichendorff (1788-1857), deutscher Dichter

Freiheit heißt nichts anderes, als das Freisein von vernunftswidrigem Zwange.
Heinrich von Treitschke (1834-1896), deutscher Historiker, politischer Publizist und nationalliberaler Reichstagsabgeordneter

Die Freiheit spürt nicht, wer nie unter Zwang gelebt hat.
Fernando Pessoa (1888-1935), portugiesischer Dichter, Schriftsteller, Angestellter eines Handelshauses und Geisteswissenschaftler

  Freiheit und Befreiung

Wahrheit macht frei von Zweifeln. Sittlichkeit macht frei von Lust, Entschlossenheit macht frei von Frucht.
Konfuzius ( 551 v. Chr.-479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Wenn es etwas gibt, was dich beengt, so mach dich davon frei.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Befreiung und Freiheit sind keineswegs dasselbe. Zwar ist Freiheit ohne Befreiung nicht möglich, aber sie ist niemals einfach nur das selbstverständliche Resultat der Befreiung.
Hannah Arendt (1906-1975), deutsch-US-amerikanische Publizistin jüdischer Herkunft

Nicht nur die Tat, sondern auch das Leiden ist ein Weg zur Freiheit. Die Befreiung liegt im Leiden darin, dass man seine Sache ganz aus den eigenen Händen geben und in die Hände Gottes legen darf. In diesem Sinn ist der Tod die Krönung der menschlichen Freiheit.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

Auf sich selbst begrenzt zu sein bedeutet, zum Tode verurteilt zu sein; für das Unbegrenzte zu leben bedeutet, vom Tode befreit zu sein.
Martin Buber (1878-1965), deutscher jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph

Alle Religionen, Künste und Wissenschaften sind Äste des gleichen Baumes. Alle diese Bestrebungen sind darauf gerichtet, das menschliche Leben zu veredeln, es aus der Sphäre eines bloß vitalen Daseins herauszuheben und das Individuum zur inneren Befreiung zu führen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Der einzige Weg, einen Menschen zu befreien, ist, ihm seine Würde zu geben.
Jaques Gaillot (1935- ), französischer Bischof und Internetseelsorger

Wenn du einen Menschen von allem beraubt hast, ist er nicht mehr in deiner Macht. Er ist wieder frei.
Alexander Solschenizyn (1918-2008), russischer Schriftsteller, Friedensnobelpreisträger, Dissident und Gulag-Inhaftierter zu Sowjetzeiten

  Freiheit und Befreiungsbewegung

Jede Befreiungsbewegung verändert ihren Charakter, wenn sie von der Utopie zur Realität übergeht.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Alle Befreiungsbewegungen beginnen damit, dass ein paar Menschen furchtlos werden und anders handeln, als die Bedroher von ihnen erwarten.
Jürgen Moltmann (1926- ), deutscher evangelischer Theologe

  Freiheit und Furchtlosigkeit

Denn wer begehrt, der fürchtet auch. Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Kein Mensch, der in Furcht oder Sorge oder Chaos lebt, ist frei, aber wer sich von Sorgen, Furcht und Chaos befreit, wird dadurch auch aus der Sklaverei befreit.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Eine Folge des Gedankens an Gott, der jeden Augenblick um mich besorgt ist, ist es, dass wir frei werden von jeder Angst und Furcht.
Rupert Mayer (1876-1945), deutscher Jesuit, Präses der Marianischen Männerkongregation, Gegner der Nazis

  Freiheit und Vernunft

Der Mensch ist vernünftig und dadurch das Ebenbild Gottes, geschaffen in Freiheit und Herr seines Tuns.
Irenäus von Lyon (130-202), französischer Bischof und Märtyrer

Die Freiheit ist nicht die Willkür, beliebig zu handeln, sondern die Fähigkeit, vernünftig zu handeln.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Frei ist, wer der Vernunft gehorcht.
John Milton (1608-1674), englischer Dichter

Demnach besteht die höchste Vollkommenheit einer vernunftbegabten Natur in dem eifrigen und unermüdlichen Streben nach wahrem und dauerndem Glück; ebenso ist die Sorgfalt, mit der wir uns selbst davor hüten, ein eingebildetes Glück nicht für das wirkliche zu halten, die notwendige Grundlage unserer Freiheit.
John Locke (1632-1704), englischer Philosoph

Wir sind um so freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und umso geknechteter, je mehr wir uns von Leidenschaften regieren lassen.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, politischer Schriftsteller und Forscher

Zur Aufklärung wird nichts erfordert als Freiheit, und zwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich die: Von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlich Gebrauch zu machen.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Freiheit ist der Charakter der Vernünftigkeit.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Freiheit! ruft die Vernunft, Freiheit! die wilde Begierde.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Ein freier Mensch ist ein Mensch, der nach der Vernunft lebt.
Ernst von Feuchtersleben (1806-1849), österreichischer Schriftsteller

  Freiheit und Gewissensfreiheit

Freiheit des Gewissens und des Handelns sind die Angelpunkte des Wohlstandes der Staaten.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Ich bin durch meine Laster Sklave und frei durch meine Gewissensbisse.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Der eigentliche Bereich der menschlichen Freiheit umfasst vor allem das Feld des Gewissens und fordert Gewissensfreiheit im ausgedehntesten Sinne; Freiheit des Denkens und Fühlens, unbedingte Freiheit der Meinung und Anschauung über alle Gegenstände, praktische oder spekulative, wissenschaftliche, moralische oder theologische.
John Stuart Mill (1806-1873), englischer Philosoph und Nationalökonom

Befehl ist eben nicht Befehl, wenn ein Verbrechen befohlen wird; es gibt keinen zwingenden Befehl gegen das Gewissen.
Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Unter Gewissensfreiheit verstehen viele die Freiheit, kein Gewissen zu haben.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin

Menschenwürde und freie Gewissensentscheidung sind unantastbar. Wenn wir das nicht achten, von wem sollte man es dann noch erwarten?
Franz Leuninger (1898-1945), deutscher katholischer Gewerkschafter und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, von den Nazis ermordet

  Freiheit und Geist

Der Geist soll also frei sein, dass er an allen nennbaren Dingen nicht bange und dass sie nicht an ihm hangen. Ja, er soll noch freier sein: also frei, dass er für all seine Werke keinerlei Lohn erwarte von Gott. Die allergrößte Freiheit aber soll dies sein, dass er all seine Selbstheit vergesse und mit allem, was er ist, in den grundlosen Abgrund seines Ursprungs zurückfließe.
Meister Eckhart (1260-1328), deutscher Dominikaner, Mystiker

Sag ihnen, dass sie nicht eine einzelne Schriftstelle verabsolutieren, sondern weitere in Betracht ziehen sollen, und dass sie nur nicht meinen, sie könnten mir die Hände binden.
Theresia von Avila (1515-1582), spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige

Das, was den Geist im Innersten bewegt, ist das Verlangen nach uneingeschränkter Freiheit, und dieser Drang ist ausnahmslos von seinem Gegenteil begleitet, von der Furcht vor den Folgen der Freiheit.
Thornton Wilder (1897-1975), US-amerikanischer Schriftsteller

Und das glaube ich: dass der freie, forschende Geist des einzelnen Menschen die wertvollste Sache auf der Welt ist. Und dafür würde ich kämpfen: die Freiheit des Geistes jede Richtung einzuschlagen, die sie wünscht, ungesteuert. Und dagegen muss ich kämpfen: jede Idee, Religion, oder Regierung, die das Individuum begrenzt oder zerstört.
John Steinbeck (1902-1968), US-amerikanischer Schriftsteller

  Freiheit und künstlerische Freiheit

Die künstlerische Freiheit.
Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), römischer Philosoph

Die Kunst ist von Natur aus freigeboren. [=von physischer Arbeit befreit]
Isidor von Sevilla ( -636), spanischer Bischof und Kirchenvater

Die Kunst, die verfolgte, findet überall eine Freistatt: erfand doch Dädalus eingeschlossen im Labyrinthe, die Flügel, die ihn oben hinaus in die Luft emporhoben.
Ludwig van Beethoven (1770-1827), deutscher Komponist

Die Kunst ist nur Kunst, wo sie sich Selbstzweck, wo sie absolut frei, sich selbst überlassen ist, wo sie keine höheren Gesetze kennt als ihre eigenen, die Gesetze der Wahrheit und Schönheit.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

So lange der Mensch nicht im Höchsten frei, bei sich, selbständig ist, so lange kann er auch in Kunst und Wissenschaft nicht das Höchste erreichen.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph

Kunst wie Kultur können nicht gedeihen ohne Freiheit.
Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller und Übersetzer

Kunst gehört zu jenen seltenen geistigen Mitteln, verschüttete Instinkte zu erhellen, tapfere Haltungen zu schulen, spontanes Gefühl für Menschlichkeit, Freiheit und Schönheit zu vertiefen.
Ernst Toller (1893-1939), deutscher Schriftsteller, Politiker und Revolutionär jüdischer Herkunft

Die großen Künstler der Vergangenheit bewiesen größte Freiheit, obwohl sie ausschließlich auf Bestellung arbeiteten oder gar im Dienste eines Herren standen.
Henri Cartier-Bresson (1908-2004), französischer Fotograf, Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum

Es gibt einen einzigen Grundverrat, der einem Schriftsteller niemals verziehen werden kann: wenn er sich zu politischen Entscheidungen bekennt, welche die Freiheit der Literatur einschränken.
Alfred Andersch (1914-1980), deutscher Schriftsteller

Ich habe immer mehr den Eindruck, dass man Freiheit mit Frechheit verwechselt.
Gino Cervi (1901-1974), italienischer Filmschauspieler

  Freiheit und wissenschaftliche Freiheit

In der Wissenschaft ist die absoluteste Freiheit nötig.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Ich finde eine gewisse Freiheit auf den Hochschulen den Jünglingen äußerst nötig. Sie gehört zum Wesen und Gedeihen des Denkens.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern können von ihrem Wesen her keine dulden.
Leo Trotzki (Lew Dawidowitsch Bronstein) (1879-1940),
russischer kommunistischer Politiker, Revolutionär und marxistischer Theoretiker

Neugier ist ein verletzliches Pflänzchen, das nicht nur Anregung, sondern vor allem Freiheit braucht.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

  Freiheit und Demokratie

Demokratie entsteht, wenn man nach Freiheit und Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger, nicht aber ihre Art berücksichtigt.
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph

Wenn Freiheit und Gleichheit, wie es einige glauben, hauptsächlich in der Demokratie zu finden sind, werden sie am besten dadurch erlangt, wenn alle gleichermaßen in äußerstem Maße an der Regierung teilhaben.
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph

Voraussetzung der demokratischen Verfassung ist die Freiheit, und nur in dieser Verfassung können die Bürger die wahre Freiheit genießen.
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph

Die Grundlage eines demokratischen Staates ist die Freiheit.
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph

Zur Freiheit gehört es, abwechselnd zu regieren und regiert zu werden.
Aristoteles (384-322 v. Chr.), griechischer Philosoph

Die Freiheit ist eigentlich ein Vermögen, alle willkürlichen Handlungen den Beweggründen der Vernunft unterzuordnen.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Demokratie beruht auf drei Prinzipien: auf der Freiheit des Gewissens, auf der Freiheit der Rede und auf der Klugheit, keine der beiden in Anspruch zu nehmen.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Freiheit ist das Ziel und das Wesen der Demokratie.
Thomas Masaryk (1850-1937), tschechoslowakischer Staatsmann und Schriftsteller, Gründer des tschecho-slowakischen Staates, Staatspräsident

Unter einer wirklich guten demokratischen Regierung stelle ich mir eine Regierung vor, die dem Menschen genügend Freiheiten lässt, die ihm aber auch gleichzeitig genügend Sicherheit gegen den Missbrauch der Freiheiten garantiert.
Albert Einstein

Das öffentliche Leben der Staaten mit beschränkter Freiheit ist eben deshalb so dürftig, so armselig, so schematisch, so unfruchtbar, weil es sich durch Ausschließung der Demokratie die lebendigen Quellen allen geistigen Reichtums und Fortschritts absperrt.
Rosa Luxemburg (1870-1919), deutsche sozialdemokratische Politikerin, Begründerin der KPD

Die Menschheit zur Freiheit bringen, das heißt, sie zum Miteinander reden bringen.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Aus jeder Freiheit ohne Ordnung entsteht bloß eine Anarchie; nur das Zusammenwirken von Freiheit und Ordnung, von Vielfalt und Einheit bringt eine wahre Demokratie oder ein großes Kunstwerk hervor.
Leonard Bernstein (1918-1990), US-amerikanischer Musiker

So wie die Freiheit eine Voraussetzung für die Demokratie ist, so schafft mehr Demokratie erst den Raum, in dem Freiheit praktiziert werden kann.
Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.
Willy Brandt (1913-1992), deutscher Politiker, SPD, Bundeskanzler

Es steht schlecht um die Demokratie, wenn sich jeder nur Freiheiten herausnimmt.
Werner Mitsch (1936- ), deutscher Aphoristiker

  Freiheit und Staat

Ein Allzuviel führt gern einen Umschlag in das Gegenteil mit sich, ganz vorzüglich in den Staatsverfassungen. Denn allzu große Freiheit schlägt offenbbar in nichts anderes um als in allzu große Knechtschaft, sowohl beim Individuum wie beim Staat.
Platon (427-347 v. Chr.), griechischer Philosoph

Wir müssen zu verhüten suchen, dass wir in die Notwendigkeit versetzt werden, große Armeen zu bilden und zu unterhalten, denn unter einer jeden Regierungsform sind sie der Freiheit gefährlich, und feindlich sind sie vor allem der freien Republik.
George Washington (1732-1799), 1. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Begründer der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten

Die Freiheit eines Volkes beruht ungleich stärker auf seiner Verwaltung als auf seiner Verfassung.
Barthold Georg Niebuhr (1776-1831), preußischer Historiker, Staatsbediensteter und Botschafter beim Vatikan

Die Kraft der freien Völker ruht in der Gemeinde. Die Gemeindeinstitutionen sind für die Freiheit, was die Volksschulen für die Wissenschaften sind; sie machen sie dem Volke zugänglich; sie wecken in ihm den Geschmack an ihrem friedlichen Gebrauch und gewöhnen es daran.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Politiker

Nie wird es einen wirklich freien und aufgeklärten Staat geben, solange sich der Staat nicht bequemt, das Individuum als größere und unabhängige Macht anzuerkennen, von welcher all seine Macht und Gewalt sich ableiten, und solange er den Einzelnmenschen nicht entsprechend behandelt.
Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller

Es bildet die Achtung, welche der Staat der Person und ihrer Freiheit erweist, den sichersten Maßstab seiner Kultur.
Heinrich von Treitschke (1834-1896), deutscher Historiker, politischer Publizist und nationalliberaler Reichstagsabgeordneter

Alle Religionen, die sich mit der Regierung verbunden haben, stehen der Freiheit mehr oder weniger feindlich gegenüber.
Henry Clay (1777-1852), US-amerikanischer Politiker

  Freiheit und Gewaltenteilung

Es besteht keine Freiheit, wenn nicht die richterliche Gewalt von der gesetzgebenden und von der ausführenden getrennt ist.
Charles de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph

Sobald in ein und derselben Person oder derselben Beamtenschaft die legislative Befugnis mit der exekutiven verbunden ist, gibt es keine Freiheit.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Politiker

  Freiheit und Menschenrecht

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Freiheit heißt, dass man alles tun darf, was einem anderen nicht schadet.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören…
Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten

Es ist nicht ihr Recht frei zu sein, sondern ihre Pflicht!
Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten

Freiheit bedarf eines gemeinschaftlichen Inhalts, den wir als die Sicherung der Menschenrechte definieren könnten. … Der Begriff der Freiheit verlangt seinem Wesen nach der Ergänzung durch zwei weitere Begriffe: das Recht und das Gute. Wir könnten sagen: Zu ihr gehört die Wahrnehmungsfähigkeit des Gewissens für die grundlegenden und jeden angehenden Wert der Menschlichkeit.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher Papst

  Freiheit und Redefreiheit

Nicht sagen dürfen, was man denkt, ist Sklavenlos.
Euripides (484/5-407/8 v.Chr.), griechischer Tragiker

Das Schönste auf der Welt ist die Redefreiheit.
Diogenes von Sinope (um 400-324/323 v. Chr.), griechischer Philosoph)

In einem freien Staate müssen auch die Rede und die Gedanken frei sein.
Sueton (um 70-130/140 n.Chr.), römischer Schriftsteller

Wie macht's am sichersten des Staates Oberhaupt, dass unerschütterlich er seine Herrschaft stützt? Wenn Redefreiheit er erlaubt und seine Bürger vor dem Unrecht schützt.
Plutarch (46-120), griechischer Philosoph und Geschichtsschreiber

Wo die Freiheit ist geschwunden, wagt kein Mensch ein freies Wort.
Publilius Syrus (um 90-40 v. Chr.), römischer Moralist

O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.
Publius Cornelius Tacitus (55-116), römischer Geschichtsschreiber

Man darf die Geister nicht einkerkern. Es ist an der Zeit, über die öffentlichen Dinge frei zu reden und zu schreiben. Siegen wird in jedem Fall nur die Wahrheit.
John Milton (1608-1674), englischer Dichter

Diejenige Regierung wird die gewaltsamste sein, wo einem jeden die Freiheit, zu sagen und zu lehren, was er denkt, verweigert wird.
Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph

Ohne Gedankenfreiheit gibt es keine Weisheit. Und ohne Redefreiheit keine öffentliche Freiheit. Sicherheit des Eigentums und Freiheit der Rede gehen Hand in Hand. Und in jenen unglücklichen Ländern, wo ein Mensch seine Zunge nicht sein eigen nennen kann, kann er kaum irgend etwas andres sein eigen nennen.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Wer immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, dass immer wieder Dummes, Hässliches und Bösartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker

Die Menschen sind doch sonderbare Wesen. Sie gebrauchen nie die Freiheit die sie haben, sondern fordern die, die sie nicht haben: Denkfreiheit haben sie, Redefreiheit fordern sie.
Sören Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Ich war immer der Meinung, dass uneingeschränkte Redefreiheit auch die größte Sicherheit bedeutet. Narren muss man zum Reden auffordern, damit man sie erkennt.
Thomas Woodrow Wilson (1856-1924), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell (1903-1950), englischer Schriftsteller

Lehnt es ab, dass man euch die Redefreiheit vor der Gedankenfreiheit gibt.
Stanislaw Jerzy Lec (1906-1966), polnischer Satiriker

Über Freiheit kann jeder reden, aber nur in der Freiheit!
Herbert Wehner (1906-1990), deutscher Politiker, SPD

In diesem Klima der politisch-moralischen Lynchstimmung frei reden? Zur Zeit ist es der Tugendterror der political correctnes, der freie Rede zum halsbrecherischen Risiko macht.
Martin Walser (1927- ), deutscher Schriftsteller

  Freiheit und Pressefreiheit

Die Pressefreiheit einzuschränken, ist eine Beleidigung für eine Nation. Das Verbot, gewisse Bücher zu lesen, bedeutet nichts anderes als die Einwohner entweder zu Narren oder zu Sklaven zu erklären.
Claude-Adrien Helvétius (1715-1771), französischer Philsoph

Solange ihr Ton nicht beleidigend ist, darf die Kritik nicht unterdrückt werden, ob sie sich gegen den Herrscher oder gegen den einfachsten Untertanen richtet, und dies ohne Rücksicht darauf, ob der Autor namentlich zeichnet oder nicht; sie darf aber vor allem nicht verboten werden, wenn der Autor mit seinem Namen für die Wahrheit seiner Behauptungen bürgt. Wer die Wahrheit liebt, kann sich über die Kritik nur freuen. Wenn sie falsch ist, stürzt sie von selbst zusammen; wenn sie berechtigt ist, können wir daraus nur unseren Nutzen ziehen.
Joseph II. von Habsburg (1741-1790), österreichischer Kaiser

Wo Pressefreiheit herrscht und jedermann lesen kann, da ist Sicherheit.
Unsere Freiheit hängt von der Pressefreiheit ab und die kann nicht eingeschränkt werden, ohne verloren zu gehen.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Der Konflikt zwischen den Autoren, welche eine unbedingte Freiheit der Presse fordern, und den Staatsverwesern, die solche nur mehr oder weniger zugestehen können, dauert seit Erfindung der Buchdruckerkunst und kann niemals aufhören.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Nach Pressfreiheit schreit niemand, als wer sie missbrauchen will.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Zur politischen Freiheit gehört die Pressefreiheit.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Große Männer haben die Pressefreiheit nie gefürchtet; denn wo kein Pulver liegt, kann man die Leute rauchen lassen.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller

Die Festsetzung dessen, was gesetzlich als Missbrauch der Pressefreiheit gelten soll, muss sehr einfach und nicht zu ängstlich gemacht werden.
Wilhelm von Humboldt (1767-1835), deutscher Gelehrter, Staatsmann und Mitgründer der Berliner Universität

Die Freiheit der Presse ist die "Condito sine qua non" des allgemeinen Stimmrechts. Jede Abstimmung ohne Pressefreiheit ist durchaus null und nichtig.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Will man sich der unschätzbaren Wohltaten der Pressefreiheit erfreuen, muss man bereit sein, die unvermeidlichen Übel, die sie hervorruft, hinzunehmen.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller

Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

Sie wissen es und ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.
John Swinton (1830-1901), US-amerikanischer Publizist, Chefredakteur der New York Times

Es gibt Gesetze zum Schutz der Pressefreiheit, aber kein einziges, das dazu taugt, die Menschen vor der Presse zu schützen.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller

Wir fordern Rede- und Pressefreiheit, obwohl wir nichts zu sagen haben und nichts, das wert wäre, gedruckt zu werden.
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

Unsere Republik und unsere Presse werden gemeinsam aufblühen oder untergehen.
Joseph Pulitzer (1847-1911), US-amerikanischer Journalist, Zeitungsverleger und Stifter des Pulizter-Preises

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
Paul Sethe (1901-1967), deutscher Publizist, Journalist und Geisteswissenschaftler

Eine freie Presse kann gut oder schlecht sein, aber eine Presse ohne Freiheit kann nur schlecht sein.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller

Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.
Peter Scholl-Latour (1924- ), deutsch-französischer Journalist und Publizist

Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.
Alain Peyrefitte (1925-1999), französischer Politiker

Pressefreiheit nützt nur, wenn es unbequeme Journalisten gibt.
Gerhard Kocher (1939- ), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Die Pressefreiheit ist kein Freibrief dafür, dass man jeden unbehelligt beleidigen darf.
Ernst Probst (1946- ), deutscher Journalist, Wissenschaftsautor und Verleger

  Freiheit und soziale Gerechtigkeit

Wenn der Mensch scheitert, die Gerechtigkeit und die Freiheit zu versöhnen, dann scheitert er ganz.
Johannes Calvin (1509-1564), Schweizer Reformator

Immer wenn eine Trennung zwischen Freiheit und Gerechtigkeit vorgenommen wird, ist keine, meiner Meinung nach, sicher.
Edmund Burke (1729-1797), irischer protestantischer Politiker und Redner, Kämpfer für die Katholikenemanzipation

Die Gerechtigkeit ist die Freiheit derer, welche gleich sind; die Ungerechtigkeit ist die Freiheit derer, welche ungleich sind.
Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819), deutscher Philosoph, Jurist, Kaufmann und Schriftsteller

Freiheit ohne Gerechtigkeit ist reiner Raub.
Adamantios Korais (1748-1833), griechischer Gelehrter und Schriftsteller

Sie wollen frei sein, und verstehen nicht, gerecht zu sein.
Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836), französischer katholischer Priester und Staatsmann, einer der Haupttheoretiker der Französischen Revolution

Freiheit! Freiheit! In allem Gerechtigkeit, und es wird genug Freiheit geben.
Joseph Joubert (1754-1824), französischer Moralist

Die wahre Freiheit ist nichts anderes als Gerechtigkeit.
Wo Freiheit ist, sind keine Privilegien.
Wenn man erst die Freiheiten, dass heißt die Privilegien, wird getötet haben, nur dann erst ist etwas für die Freiheit zu tun.
Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit.
Wo keine Gerechtigkeit ist, ist keine Freiheit, und wo keine Freiheit ist, ist keine Gerechtigkeit.
Gleichheit ist immer der Probestein der Gerechtigkeit, und beide machen das Wesen der Freiheit.
Johann Gottfried Seume (1763-1810), deutscher Schriftsteller

Es gibt keinen Menschen, der nicht die Freiheit liebte, aber der Gerechte fordert sie für alle, der Ungerechte nur für sich allein.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Der Begriff der Freiheit hat in unserer Zeit einen erweiterten Inhalt bekommen. Er umschließt neben der politischen und religiösen Freiheit auch die soziale Freiheit. Ich meine damit die Freiheit von Hunger und Not, Freiheit zu persönlicher und wirtschaftlicher Entfaltung. Die Verwirklichung dieser sozialen Freiheit ist auch eines der wesentlichen Ziele unserer Demokratie.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, erster Bundeskanzler

Freiheit ohne Gerechtigkeit ist Willkür.
Jean Anouilh (1910-1987), französischer Schriftsteller

  Freiheit und Freiheit von Armut

Freiheit ist für drei Viertel der Menschheit das Recht, Hungers zu sterben.
Henri Linguet (1736-1794), französischer Advokat und Publizist

Die materielle Freiheit ist die erste, notwendige Stufe der wahren Freiheit.
Franz von Dingelstedt (1814-1881), deutscher Schriftsteller und Theaterleiter

Die Menschen brauchen nicht Freiheit, sie brauchen Brot.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Es werden so viele schöne Worte über Freiheit geredet, aber nichts in der Welt macht so unfrei wie Armut.
Martin Andersen-Nexø (1869-1954), dänischer Schriftsteller

Jede Gesellschaft, die vorgibt, den Menschen die Freiheit zu sichern, muss damit beginnen, ihnen die Existenz zu sichern.
Léon Blum (1872-1950), französischer Politiker, Ministerpräsident

Was hat Freiheit für einen Sinn, wenn es keine wirtschaftliche Freiheit ist.
Sean O'Casey (1880-1964), irischer Dramatiker

Der Begründung der Freiheit war die Befreiung von der Armut vorangegangen.
Hannah Arendt (1906-1975), deutsch-US-amerikanische Publizistin jüdischer Herkunft

Für ein garantiertes Einkommen für alle spricht in erster Linie, dass die Freiheit des einzelnen auf diese Weise entschieden erweitert werden könnte.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

  Freiheit und Freiheit von Krankheit

Krankheit ist in seiner Freiheit eingeschränktes Leben.
Karl Marx (1818-1883), deutscher Philosoph und Politiker

  Freiheit und Gleichheit

Gesetzgeber und Revolutionäre, die Gleichsinn und Freiheit zugleich versprechen, sind Phantasten oder Scharlatane.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Das natürliche Recht aber ist die Freiheit, und die weitere Bestimmung derselben ist die Gleichheit in den Rechten vor dem Gesetz.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Freiheit und Gleichheit lehrt der Humor und das Christentum, - beide vergebens.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Wer politische Freiheit mit persönlicher Freiheit verwechselt und politische Gleichheit mit persönlicher Gleichheit, hat niemals auch nur fünf Minuten lang über Freiheit und Gleichheit nachgedacht.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Schriftsteller

Im Besitz der Freiheit und im Kampf um die Gleichheit vergessen die Menschen die Brüderlichkeit.
Herbert George Wells (1866-1946), englischer Schriftsteller

Freiheit und Gleichheit. Sie widersprechen einander und können nie zu idealer Vereinigung gelangen, denn Gleichheit trägt in sich die Tyrannei und Freiheit die anarchische Auflösung. Die Aufgabe der Menschheit ist heute, ein Gleichgewicht zwischen ihnen zu finden.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Die Erfahrung hat gelehrt, dass Freiheit ohne Brüderlichkeit zur Anarchie führt und Gleichheit ohne Brüderlichkeit zur Tyrannei.
Richard Nicolas Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), österreichischer Politiker und politischer Schriftsteller, Begründer der Paneuropa-Bewegung

Eine Gesellschaft, die Gleichheit - im Sinne von Ergebnisgleichheit - vor Freiheit stellt, wird am Ende weder Gleichheit noch Freiheit haben.
Milton Friedman (1912-2006), US-amerikanischer Ökonom

  Freiheit und Wahrheit

Lernt das Volk die Wahrheit kennen, so wird es frei.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit - das sind die Stützen der Gesellschaft.
Henrik Ibsen (1828-1906), norwegischer Dichter

Freiheit wird nicht erlangt, indem man sie sucht, sondern indem man die Wahrheit sucht. Die Freiheit sollte nicht ein Ziel sein, sondern eine Folge.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der Freiheit Inhalt, intellektuell gesehen, ist Wahrheit, und die Wahrheit macht den Menschen frei.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Freiheit und Lüge schließen sich aus. Nur eine freie Welt kann zum Frieden kommen. Sie gibt es auf, Lüge vergeblich durch Lüge zu bekämpfen. Jede Unwahrheit ist ein Schritt auf dem Wege zum Totalitären.
Wahrheit und Freiheit gehören zusammen wie Lüge und Gewalt. Nur Wahrhaftigkeit kann die freie Welt verbinden. Ohne Wahrhaftigkeit ist sie verloren. Freiheit und Lüge schließen sich aus.

Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Freiheit ist das Recht, nie lügen zu müssen.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

In einer Welt ohne Wahrheit, verliert die Freiheit ihre Grundlage, und der Mensch ist der Gewalt der Leidenschaften und offenen und verborgenen Manipulationen ausgesetzt.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Die Freiheit ist in dem Maße wirkliche Freiheit, wie sie die Wahrheit über das Gute verwirklicht. Nur damit ist auch sie selbst etwas Gutes.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Einsicht in Wahrheit aber gibt es nur in Freiheit. Verhalten kann und muss gelegentlich erzwungen werden. Wahrheitseinsicht und Glauben können nicht erzwungen werden. Die Wahrheit spricht mit leiser Stimme.
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

  Freiheit und Freiheitskampf

Für keine Wohltat ist der Dank von kürzerer Dauer als für geschenkte Freiheit, vorzüglich bei Leuten, welche sie durch schlechten Gebrauch verderben.
Titus Livius (59 v. bis 17 n.Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Freiheit ist nicht gratis zu haben. Wenn man sie hochschätzt, muss man alles andere für bedeutungslos halten.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Wird die Freiheit wieder gewonnen, so ist die Erbitterung heftiger, sind die Wunden tiefer, als wenn man sie verteidigt.
Niccoló Machiavelli (1469-1527), italienischer Schriftsteller und florentinischer Staatsdiener

Den Geist der Freiheit bändigt keine Gewalt, keine Zeit verwischt ihn, kein Geschenk wiegt ihn auf.
Niccoló Machiavelli (1469-1527), italienischer Schriftsteller und florentinischer Staatsdiener

Sie streiten sich, so heißt's um Freiheitsrechte! Genau besehn sind's Knechte gegen Knechte.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Die Kriege, selber für Freiheit geführt, verloren entweder oder nahmen eine.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Ein Mensch, der seine Freiheit zu verletzen gestattet, übt Verrat an seiner Natur und lehnt sich gegen die Gebote Gottes auf.
Giuseppe Mazzini (1805-1872), italienischer Jurist, Demokrat und Freiheitskämpfer im Rahmen des Risorgimento

Freiheit ist das Brot, das die Völker im Schweiß ihres Angesichtes verdienen müssen.
Félicité Robert de Lamneais (1782-1854), französischer katholischer Priester und Schriftsteller

Nur der ist dem anderen gleich, der es beweist, und nur der ist der Freiheit würdig, der sie zu erringen vermag.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter

Menschen neigen dazu, im Kampf um das hehre Gut der Freiheit das Leben zu riskieren, aber nur, um es hernach wieder einem neuen Führer anzudienen.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Wie wird verlorene Freiheit wieder gewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte.
Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Schweizer Dichter

Das Einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie; aus dem Besitze mache ich mir nichts.
Henrik Ibsen (1828-1906), norwegischer Dichter

Die Freiheit kam nie von der Regierung. Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte des Widerstandes. Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte der Begrenzung der Regierungsmacht, nicht ihrer Vergrößerung.
Thomas Woodrow Wilson (1856-1924), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Die Freiheit ist kein Privileg, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die erworben werden muss.
David Lloyd George (1863-1945), englischer Politiker, Liberaler

Man muss sich die Freiheit nehmen. Sie wird einem nicht gegeben.
Rainer Maria Rilke (1875-1926), österreichischer Dichter

Wenn die Menschen um ihre Freiheit kämpfen, erhalten sie durch ihren Sieg selten mehr als neue Herren.
Edward Wood Halifax (1881-1959), englischer Politiker, Konservativer

Ginge das, wofür nach außen gekämpft wird, im Inneren verloren, so würde der Kampf sinnlos. Den inneren Kampf um die Selbsterhaltung der Freiheit und ihrer Möglichkeiten nennt man wohl den Kampf um die Freiheit der Kultur. Er wird immer deutlicher zu einer Auseinandersetzung mit uns selbst.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Man hat gesagt, die Freiheit entsteht dadurch, dass man sie sich nimmt. Nehmen wir uns also zuallererst die Freiheit, für den Frieden zu arbeiten.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Schriftsteller und Regisseur

Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.
Erich Kästner (1899-1974), deutscher Schriftsteller

Wenn wir sie mögen, sind sie Freiheitskämpfer; wenn wir sie nicht mögen, sind sie Terroristen.
Charles Sagan (1934-1966), US-amerikanischer Astronom und Autor

In seinem wahrsten Sinn kann Freiheit nicht verliehen, sondern muss durchgesetzt werden.
Franklin Delano Roosevelt (1882-1945), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Ich wünsche allen, jedem einzelnen von euch einen Grund zur Empörung, das ist kostbar. Wenn man sich über etwas empört, wie mich der Naziwahn empört hat, wird man aktiv, stark und engagiert, man verbindet sich mit dem Strom der Geschichte, und der große Strom der Geschichte nimmt seinen Lauf dank dem Engagement der vielen - zu mehr Gerechtigkeit und Freiheit, wenn auch nicht zur schrankenlosen Freiheit des Fuchses im Hühnerstall.
Stéphane Hessel (1917- ), deutschstämmiger französischer ésistance-Kämpfer, KZ-Überlebender, Diplomat und Lyriker

  Freiheit und Freiheitsbewahrung

Die von den Vorfahren erworbene Freiheit mögen die Nachkommen würdig bewahren.
Inschrift im Hamburger Rathaus

Man muss, will man sein Glück genießen, die Freiheit zu behaupten wissen.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-1869), deutscher Dichter

Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss selbst seinen Feind vor Unterdrückung schützen.
Thomas Paine (1737-1809), englisch-amerikanischer Publizist und Politiker

Wer die Segnungen der Freiheit genießen will, muss sich der Mühe unterziehen, dafür einzutreten.
Thomas Paine (1737-1809), englisch-amerikanischer Publizist und Politiker

Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Wem seine Freiheit und sein Recht nicht mehr ist als seine Bequemlichkeit, der ist in jedem Falle ein armseliger Tropf!
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Die Freiheit, die sich ergibt, oder die Macht, die verfällt, findet keine Gnade vor ihren Feinden.
François-René de Chateaubriand (1768-1848), französischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat

Gott gönnt nur denen die Freiheit, die sie lieben und jederzeit bereit sind, sie zu schützen und zu verteidigen.
Daniel Webster (1782-1852), US-amerikanischer Politiker

Freiheit ist ein Gut, dass durch Gebrauchtwerden wächst, durch Nichtgebrauch dahinschwindet.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker und Philosoph

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt.
Reinhard Mey (1942- ), deutscher Musiker und Liedermacher

  Freiheit und Freiheitsbeschränkung

Man schränke die Freiheit keines einzigen Bürgers mehr als nötig ist ein, um die Harmonie des Ganzen zu erhalten.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Satiriker, Jurist, und Schriftsteller

Wenn die Gesetze zuwenig Freiheit übriglassen, rächen sich die Völker dafür in ihren Sitten.
Honoré de Balzac (1799-1850), französischer Schriftsteller

Von der Freiheit kann man auch nicht ein Stückchen abschneiden, weil die Freiheit sich sofort in diesem Stückchen zentralisieren würde.
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär

Geschichte beginnt, wo Freiheit beginnt, wo Freiheit im Namen Gottes gefordert wird und ihre Aufgabe stellt.
Leo Baeck (1873-1956), deutscher Rabbiner

Das Postulat der Freiheit der Person gilt auch gegenüber dem Staat. Er darf seine Macht niemals so weit ausdehnen, dass die freie Entwicklung der Persönlichkeit dadurch beeinträchtigt wird.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, erster Bundeskanzler

  Freiheit und Freiheitsberaubung

Die Freiheit stirbt zentimeterweise.
englisches Sprichwort

Wir sähen es gern, das andere in strenge Zucht genommen würden; für uns aber lehnen wir die gleiche Strenge ab. Wir haben großes Missfallen daran, dass anderen so vieles, was sie wider die Ordnung begehren, gestattet wird, und können es nicht leiden, dass uns auch nur das Geringste, was wir haben wollen, versagt wird. Wir wünschen, dass andere durch schärfere Verordnungen im Zaum gehalten werden, und können es selbst nicht ertragen, dass unsere Freiheit auch nur im Geringsten beschränkt wird. So liegt es also offen zu Tage, wie selten wird den Nächsten im gleichen Maß beurteilen, wie uns selbst.
Thomas von Kempen (1379/80-1471), holländischer Augustinermönch und Prediger

Wer anderen die Freiheit vorenthält, hat sie selber nicht verdient.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Die Freiheit ist immer in der Defensive und daher in Gefahr. Wie die Gefahr in einer Bevölkerung nicht mehr gespürt wird, ist die Freiheit fast schon verloren.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Freiheit ist eine Lebensform, und wenn wir ihrer beraubt werden, so ist es leicht möglich, dass wir sie ganz vergessen.
Jawaharlal Nehru (1889-1964), indischer Politiker, Ministerpräsident

Wir halten den Menschen für frei: aber seine Freiheit ist nur in dem Maße real und konkret, wie sie engagiert ist, ein Ziel anstrebt und sich anstrengt, einige Veränderungen in der Welt zu bewirken.
Simone de Beauvoir (1908-1986), französische Schriftstellerin

Es ist tatsächlich wahr, dass niemand einem andern die Freiheit rauben kann, ohne die eigene Freiheit zu verlieren.
Milovan Djilas (1911-1995), serbischer und jugoslawischer Politiker und Schriftsteller

Wo die Freiheit bedroht ist, ist die Sprache bedroht und umgekehrt.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

  Freiheit und Volkssouveränität

Es gibt kein Gefühl, das so untrennbar mit unserem Wesen verbunden ist wie das der Freiheit. Vom Zivilisiertesten bis zum Barbarischsten sind wir alle gleichermaßen von ihm durchdrungen; denn da wir ohne Ketten geboren wurden, verlangen wir danach, ohne Zwang zu leben.
Friedrich II., der Große (1712-1786), preußischer König

Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland! Danach lasst uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand!
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), deutscher Germanist und Lyriker

Ewig wahr ist, dass keine Nation sich frei nennen kann, bei der die Freiheit nur ein Vorrecht, nicht aber ein Grundgesetz ist.
Harriet Beecher-Stowe (1811-1896), US-amerikanische Schriftstellerin, Bürgerrechtlerin

Das Volk will niemals die Freiheit. Erstens: Weil es gar keinen Begriff von ihr hat. Und zweitens: Weil es mit ihr gar nichts anfangen könnte.
Egon Friedell (Friedmann) (1878-1938), österreichischer Schriftsteller, Journalist, Schauspieler

Das höchste Gut der Menschheit wären gerechte Ordnungen; das höchste Gut eines Volkes ist die Freiheit. Unfreiheit ist eine abscheuliche Beeinträchtigung nicht nur des Willens, sondern der Würde. Unfreiheit ist nicht Disziplin; sie ist Erniedrigung.
Josef Čapek (1887-1845), tschechischer Maler, Zeichner, Graphiker, Fotograf und Schriftsteller

  Freiheit und Verantwortung

Nur derjenige ist frei, der alles um sich herum frei machen will.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

Die Freiheit wird einem nicht angeboren; sie wird nicht geschenkt, sie will erarbeitet sein; sie ist eine Folge des geistig durchgebildeten Charakters.
Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg (1790-1866), deutscher Pädagoge

Freiheit ist nicht Genuss, sondern Arbeit, unausgesetzte Arbeit an den großen Kulturaufgaben des modernen Staates.
Anastasius Grün (1806-1876), slowenisch-ungarischer Politiker und Lyriker

Aber die wirklich freien gehorchen nicht einem Machthaber, sondern dem Gefühl ihrer Pflicht.
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Dichter hugenottischer Abstammung

Freiheit ist Verantwortlichkeit.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin

Merkwürdig, welche Angst die Menschen vor der Freiheit haben.
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller

Freiheit ist kein Genuss, sondern eine Aufgabe.
Ricarda Huch (1864-1947), deutsche Schriftstellerin

Die eigentliche Freiheitshaltung ruht auf etwas Unbedingtem und ist ebensoviel Pflicht wie Recht.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Freiheit ist kein Privileg, sondern eine Aufgabe.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter, Künder einer geistigen Erneuerung

Freiheit besitzt man nur dann, wenn man sie anderen gibt.
Dag Hammarskjöld (1905-1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär, Friedensnobelpreis 1961 (posthum)

Was ist Freiheit, wenn nicht eine Tat unseres Gewissens? Was ist Gewissen, wenn nicht das Wissen von der Verantwortung für das Ganze der Schöpfung vor dem, der es geschaffen hat?
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller

Jede Freiheit hat ihren Preis.
Eugen Kogon (1903-1987), deutscher Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler

Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist

  Freiheit und Freiheitsliebe

Lieber sterbe ich, als die Freiheit zu verlieren.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Es ist unglaublich, wie ein Volk, sobald es unterworfen wird, es sofort in eine völlige Vergessenheit seiner Freiheit fällt, dass es kaum zu dem Punkt gebracht werden kann, sie wiederzuerlangen, indem er so leicht und willig gehorcht, so dass man dazu gebracht wird zu glauben, dass dieses Volk nicht so sehr seine Freiheit verloren als seine Versklavung gewonnen hat.
Etienne de la Boetie (1530-1563), französischer Hoher Richter, Gelegenheitsautor

Nur wenn man niemals über die Einrichtungen der Gesellschaft nachgedacht hat, ahnt man nicht, dass sowohl die Freiheit als auch der Friede solche Neigungen des menschlichen Herzens wie Eitelkeit, Stolz, Ehrgeiz, Habsucht, Vorliebe für Auszeichnungen und alle Laster der Eigenliebe gegen sich hat.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Ein Volk, das lange an Bedrückung gewöhnt war, verliert allmählich die einfachsten Begriffe der Freiheit; die Menschen sehen sich als auf Gnade oder Ungnade ausgelieferte Geschöpfe an, und sie glauben, alle Lasten, die ihnen von einer stärkeren Hand auferlegt werden, seien gesetzmäßig und bindend.
Jonathan Swift (1667-1745), anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker

Gebe Gott, dass nicht nur Liebe zur Freiheit, sondern gründliche Kenntnis der Menschenrechte alle Nationen durchdringe!
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Der erste Seufzer der Kindheit gilt der Freiheit.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues (1715-1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Freiheit - hat sie erst einmal Wurzeln geschlagen - ist eine Pflanze, die sehr schnell wächst.
George Washington (1732-1799), 1. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Begründer der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten

Und je freier man ist, desto freier will man sein.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Es gibt keinen Menschen, der nicht die Freiheit liebte; aber der Gerechte fordert sie für alle, der Ungerechte nur für sich allein.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Alle Kraft der Menschenbrust wird jetzt zu Freiheitsliebe, und die Freiheit ist vielleicht die Religion der neuen Zeit, und es ist wieder eine Religion, die nicht den Reichen gepredigt wurde, sondern den Armen…
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Der Engländer liebt die Freiheit wie sein rechtmäßiges Weib, er besitzt sie ... Der Franzose liebt die Freiheit wie seine erwählte Braut. Er glüht für sie, er flammt. Der Deutsche liebt die Freiheit wie seine alte Großmutter.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Die Freiheitsliebe ist eine Kerkerblume, und erst im Gefängnisse fühlt man den Wert der Freiheit.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Ich liebe die Freiheit, aber ich glaube nicht an sie.
Martin Buber (1878-1965), deutscher jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph

Wer die Freiheit nicht im Blut hat, wer nicht fühlt, was das ist: Freiheit - der wird sie nie erringen.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller

Zu den ewigen Vorzügen einer Diktatur gehört es, dass sie den Freiheitssinn lebendig erhält.
Sigmund Graff (1898-1979), deutscher Schriftsteller und Dramatiker

Es lebe die Freiheit!
Hans Scholl (1918-1943), deutscher Widerstandskämpfer, Gründer der Weißen Rose, von Nazis ermordet

  Freiheit und Freiheiten

Freiheit ist von Gott, Freiheiten vom Teufel.
deutsches Sprichwort

Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.
Denis Diderot (1713-1774), französischer Schriftsteller und Philosoph

Der Unterschied zwischen Freiheit und Freiheiten ist so groß wie zwischen Gott und Göttern.
Ludwig Börne (Löb Baruch) (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Freiheit existiert nur im Singular. In der Mehrzahl handelt es sich lediglich um Spielräume.
Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), österreichischer Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Satiriker

„Freiheiten“ treten nur auf, wo die Freiheit fehlt: sie sind die besonderen Privilegien oder Ausnahmen, die Gruppen oder Individuen erwerben können, während die übrigen noch mehr oder minder unfrei sind ... Der Unterschied zwischen Freiheit und Freiheiten ist derselbe wie der zwischen einem Zustand, in dem alles erlaubt ist, was nicht durch allgemeine Regeln verboten ist und einem Zustand, in dem alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Friedrich von Hayek (1899-1992), österreichische Ökonom und Nobelpreisträger

Freiheiten gewährt man den Völkern allenfalls noch; die Freiheit nimmermehr.
Arno Schmidt (1914-1979), deutscher Schriftsteller

  Freiheit und Grenzen der Freiheit

Es ist nicht gut, zu viel Freiheit zu besitzen. Es ist nicht gut, alles zu besitzen, was man wünscht.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Ist die Freiheit ein Gut für den Menschen, wenn sie so groß, so schrankenlos werden kann, dass er schließlich nur noch wünscht, weniger Freiheit zu haben?
Jean de La Bruyère (1645-1696), französischer Schriftsteller, Moralist

Niemand kann mich zwingen, auf seine Art glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, der ihm selbst gut dünkt … wenn er nur der Freiheit anderer … nicht Abbruch tut.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Freiheit eines jenen beginnt dort, wo die Freiheit eines anderen aufhört.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.
Matthias Claudius (1740-1815), deutscher Dichter, Redakteur und Erzähler

Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht anderen das ihrige verkümmern oder ihre darauf gerichteten Bemühungen durchkreuzen.
John Stuart Mill (1806-1873), englischer Philosoph und Nationalökonom

Die Erfahrung lehrt uns, dass es den Völkern leichter wird, das Zwangsjoch der Sklaverei zu ertragen als das Geschenk einer übermäßigen Freiheit.
Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), russischer Schriftsteller

Die Freiheit, der freie Verstand und die Wissenschaft werden die Menschen in solche Klüfte und Abgründe führen und vor solche Wunder und so unerforschliche Geheimnisse stellen, dass die einen von ihnen, die Unterwürfigen und Rabiaten, sich selbst vernichten werden, die Unterwürfigen und Kraftarmen jedoch sich gegenseitig vernichten, und die übrigen, die Dritten, die Kraftlosen und Unglücklichen zu uns Priestern herankriechen und zu unseren Füßen aufheulen werden: "Ja, ihr hattet recht, ihr allein besaßt Sein Geheimnis; und wir kehren zu euch zurück; rettet uns vor uns selbst!"
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Am Ende werden sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und zu uns sagen: Macht uns zu euren Sklaven, aber füttert uns.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Nicht die Freiheit, sondern, was scharf zu unterscheiden ist, die individuelle Willkür hat ihre Grenze, eine Grenze, die gerade durch das positive und substantielle Wesen der menschlichen Freiheit an ihr gesetzt wird.
Ferdinand Lasalle (1825-1864), deutscher Politiker, Sozialist, Schriftsteller, Führer der deutschen Arbeiterbewegung

Unbegrenzte Freiheit ist selbst eine Grenze. Sie ist wie ein Kreis, der zugleich Ewigkeit und ein Gefängnis ist.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Es sollte klar sein, dass Freiheit nicht Laissez faire ist oder Willkür… Unter Freiheit verstehe ich nicht Freiheit von allen Leitprinzipien, sondern Freiheit, der Struktur der menschlichen Existenz entsprechend zu wachsen.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

  Freiheit und Selbstkontrolle

Die wahre Freiheit wird nämlich nicht durch Befriedigung aller Wünsche erreicht, sondern durch Ausrottung der Begierde.
Epiktet (50-138), griechischer Philosoph

Wo Begierde, da ist auch Angst, wer aber in Angst lebt, wird niemals als freier Mensch gelten.
Horaz (65-8 v.Chr.), römischer Philosoph

Freiheit ist die Macht, die wir über uns selbst haben.
Hugo Grotius (1583-1645), niederländisch-deutscher Jurist und Völkerrechtler

Nur der ist wahrhaft frei, der sich selbst ganz in der Gewalt hat.
Johann Amos Comenius (Jan Amos Komeský) (1592-1670), tschechischer Theologe und Pädagoge

Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

So weit deine Selbstbeherrschung geht, so weit geht deine Freiheit.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Erzählerin, Aphoristikerin

Keusch sei dein Geist und dein Leib, gänzlich dir selbst unterworfen, und gehorsam, das Ziel zu suchen, das ihm gesetzt ist. Niemand erfährt das Geheimnis der Freiheit, es sei denn durch Zucht.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

  Freiheit und Selbstbestimmung

Jede Autorität, die geübt wird, ohne auf die von Gott jedem Wesen verliehene Freiheit und Selbstbestimmung, diesem Heiligtum der Seele, Rücksicht zu nehmen, wirkt verderblich.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Zu wissen, was du vorziehst, statt demütig Amen zu dem zu sagen, was die Welt dir sagt, dass du vorziehen sollst, heißt seine Seele lebendig gehalten zu haben.
Robert Louis Stevenson (1850-1894), schottischer Schrifsteller

Wir beobachten, dass zur Zeit immer mehr Menschen anfangen, vor der lästigen Last der Freiheit davonzulaufen. Sie schließen sich Gruppen mit strengen Richtlinien an, unterwerfen sich neuen Autoritäten. Man hat den Eindruck, diese Flucht hat damit zu tun, dass die Freiheit für den Einzelnen immer riskanter, bedrohlicher wird.
Paul Michael Zulehner (1939- ), österreichischer katholischer Theologe und Priester

  Freiheit und Selbstsein

Wahres Glück ist, seinen Geist frei zu entfalten.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um das sein zu können, was wir eigentlich sein sollten, und zu haben, was wir eigentlich haben sollten.
Rahel Varnhagen von Ense (1772-1833), deutsche Schriftstellerin

Frei sein heißt, sich selbst zu besitzen.
Dominique Lacordaire (1802-1861), französischer Dominikaner, Prediger und Theologe

Freiheit ist, einen gewissen Abstand von den anderen haben zu können.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Frei ist nur der Mensch, insofern er in jedem Augenblick seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist.
Rudolf Steiner (1861-1925), österreichischer Anthroposoph, Gründer der Anthroposophischen Gesellschaft, Begründer der Waldorfschulbewegung und heilpädagogischer Therapieformen

Freiheit ist Selbst-Sein.
Leonhard Ragaz (1868-1945), Schweizer evangelischer Theologe Mitbegründer der religiös-sozialen Bewegung in der Schweiz

Des geistigen Menschen höchste Leistung ist immer Freiheit. Freiheit von den Menschen, Freiheit von den Meinungen, Freiheit von den Dingen, Freiheit nur zu sich selbst.
Stefan Zweig (1881-1942), österreichischer Schriftsteller und Übersetzer

Der Gedanke, dass alle Menschen frei und gleich erschaffen sind, ist wahr und gleichzeitig irreführend; Menschen verlieren ihre gesellschaftliche Freiheit und ihre persönliche Unabhängigkeit in dem Streben, so wie alle anderen zu werden.
David Riesman (1909-2002),  US-amerikanischer Soziologe und Erziehungswissenschaftler

  Freiheit und Selbständigkeit

Der Sophist Hippias, der alles, was er trug, innen und außen, selbst erworben, selber gemacht hatte, entspricht eben damit der Richtung auf höchste Freiheit des Geistes und der Person.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

Was ich Freiheit nenne, ist, gegen die Statistik handeln zu können.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller

Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss, wie andere Menschen.
Astrid Lindgren (1907-2002), schwedische Schriftstellerin, Kinderbuchautorin

Anpassung ist der Kerkermeister der Freiheit und der Feind des Wachstums.
John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA, ermordet

  Freiheit und Freiheitsmissbrauch

Die Dekadenz der Freiheit kündigt sich damit an, dass sie so lüstern wird, sich auch ihren Feinden hinzugeben.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Verkaufe keine Tugend, um Wohlstand zu erlangen, auch nicht Freiheit für Macht.
Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler

Mit der Freiheit ist es nicht anders als mit derben und saftigen Speisen oder starken Weinen. Für gesunde und starke Naturen sind sie nahrhaft und stärkend. Sie überladen, verderben und berauschen jedoch schwache und zarte Menschen.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Oh Freiheit, welche Verbrechen begeht man in deinem Namen.
Jeanne-Marie Roland de La Platière (1754-1793), französische Girondistin, Leiterin eines Salons, während der Schreckensherrschaft hingerichtet

Die Menschen wollen durchaus frei sein, sich gegenseitig zu Grunde zu richten.
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher Erzieher und Philosoph

In der wahren Freiheit findet sich das wirksamste Gegenmittel gegen die Anarchie.
Germaine de Staël (1766-1817), französische Schriftstellerin

Man muss, wenn von Freiheit gesprochen wird, immer wohl Acht geben, ob es nicht eigentlich Privatinteressen sind, von denen gesprochen wird.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Das Übermaß der Freiheit wird Sklaverei, denn wenn es keine Autorität mehr gibt, so ist der Starke unumschränkt, und der Schwache verfällt dem Rechte der Faust. Die Überspannung der Freiheit führt nicht allein zur Knechtschaft, sondern ist selbst schon Knechtschaft.
Georg Friedrich Treitschke (1776-1842), Dramatiker, Theaterregisseur und Lepidopterologe

Die Freiheit gefällt allen, am meisten aber denen, die den anderen keine lassen wollen.
Francesco Domenico Guerrazzi (1804-1873), italienischer Politiker und Schriftsteller

Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn aber die Schafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schafe sind.
Rudolf von Ihering (1818-1892), deutscher Rechtslehrer

In der heutigen Zeit hält man Zügellosigkeit für Freiheit.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Ich würde es für eine ungerechte, sowohl als unweise Politik halten, irgendjemand seiner natürlichen Freiheit zu berauben, auf den Verdacht hin, das er dieselbe misbrauchen könnte.
Julius Rodenberg (1831-1914), deutscher Schriftsteller

Je mehr Freiheit es gibt, desto mehr wird die Gerechtigkeit dadurch gefährdet, dass die Stärkeren, Gescheiteren, Geschickteren die anderen schädigen.
Max Horkheimer (1895-1973), deutscher Philosoph und Soziologe

Die Freiheit ist mit Unersättlichkeit verhängnisvoll gekoppelt.
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974), deutsche Schriftstellerin

Jede Erweiterung der Freiheit ist eine große Wette darauf, dass ihr guter Gebrauch ihren schlechten überwiegen wird.
Hans Jonas (1903-1993), jüdischer Philosoph deutscher Herkunft

  Freiheit und Bestechung

Wer Geschenke annimmt, verliert die Freiheit.
italienisches Sprichwort

Nehm' ich keine Geschenke, so behalt' ich freie Gelenke.
lateinisches Sprichwort

Eine Gunst empfangen bedeutet ein Stück Freiheit zu verkaufen.
Publilius Syrus (um 90-40 v. Chr.), römischer Moralist

  Freiheit und Freiheitsfeind

Die Verteidiger der Freiheit werden immer nur Geächtete sein, solange eine Horde von Schurken regiert!
Maximilian de Robespierre (1785-1794), französischer Rechtsanwalt und Politiker, führender Jakobiner, Verantwortlicher für den Terrreu

Eine Nation kann nicht frei werden und zugleich fortfahren, andere Nationen zu unterdrücken.
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Theoretiker des Sozialismus

Die Inhaber der Gewalt werden nie müde, uns den möglichen Missbrauch der Freiheit entgegenzuhalten als Grund, sie überhaupt zu versagen. Um ein Ding richtig gebrauchen zu lernen, muss man es erst einmal missbrauchen; einen anderen Weg gibt es nicht.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter, Literaturnobelpreisträger

Die Feinde der Freiheit haben ihre Verteidiger stets umstürzlerischer Absichten bezichtigt. Und fast immer glückte es ihnen, die Arglosen und Wohlmeinenden zu überreden.
Karl Raimund Popper (1902-1994), österreichisch-britischer Philosoph

  Freiheit und Notwendigkeit

Freiheit hebt die Notwendigkeit nicht auf, sondern setzt sie voraus.
Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph

Notwendigkeit ist die Ausrede für jede Einschränkung menschlicher Freiheit. Sie ist das Argument der Tyrannen, sie ist der Glaube der Sklaven.
William Pitt der Ältere (1708-1778)m englischr Politiker, Premierminister

Notwendigkeit befreit von der Qual der Wahl.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues (1715-1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Und der ist nicht frei, der da will tun können, was er will, sondern der ist frei, der da wollen kann, was er tun soll. Und der ist nicht weise, der sich dünkt, dass er wisse; sonder der ist weise, der seiner Unwissenheit innegeworden und durch die Sache des Dünkels genesen ist.
Matthias Claudius (1740-1815), deutscher Dichter, Redakteur und Erzähler

Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Unser Leben ist von Notwendigkeit umzirkelt, und doch liegt des Lebens wahre Bedeutung in dem Gewinne der Freiheit, der Kraft des eignen Willens.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller

Es gibt zwei Freiheiten: Die falsche, wo ein Mensch frei ist zu tu was er mag, und die wahre, wo ein Mensch frei ist zu tun, was er tun sollte.
Charles Kingsley (1819-1875), englischer Schriftsteller

Freiheit ist nicht die Macht zu tun, was wir wollen, sondern zu tun, was wir sollen.
Lord Acton (Baron John Emerich Edward Dalberg-Acton) (1834-1902), englischer Historiker, liberaler Katholik und Journalist

Seine notwendigen Bedürfnisse so viel wie möglich selber befriedigen, wenn auch unvollkommen, das ist die Richtung auf Freiheit von Geist und Person. Viele, auch überflüssige Bedürfnisse sich befriedigen lassen, und so vollkommen als möglich, - erzieht zur Unfreiheit.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Die Freiheit besteht nicht darin, das persönlich oder politisch Beliebige, sondern das vom Wesen des Seienden her Geforderte zu tun.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Ohne Möglichkeit keine Notwendigkeit, keine Freiheit.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Verfasserin religiöser Schriften

Freiheit besteht nicht darin, dass man tun kann, was man will. Sie gibt einem nur das Recht zu tun, was man tun sollte.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

  Freiheit und Liebe

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für Immer.
chinesisches Sprichwort

Das Gesetz der Freiheit ist das Gesetz der Liebe.
Aurelius Augustinus ( 354-430), nordafrikanischer Bischof Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Weder körperliche noch örtliche Umstände vermögen die Freiheit liebender Seelen einzuengen.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Die Liebe wandelt die Seelen um und macht sie frei.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Ich wünsche Ihnen den Geist der Freiheit, der alles aus Liebe tut und nichts aus Zwang.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianerinnen, Bischo, Heiliger

Liebe ist die einzige Freiheit in der Welt!
Khalil Gibran (1883-1913), libanesischer Schriftsteller

Die Freiheit lieben heißt, andere lieben; die Macht lieben, sich selbst lieben.
William Hazlitt (1778-1830), englischer Essayist und Schriftsteller

Denn nur die freie Neigung ist Liebe, nur wer sich selber hat, kann sich selber geben.
Franz von Baader (1765-1861), deutscher Philosoph

Wahre Liebe lässt die Menschen sich finden, richtet sie auf und hebt sie empor. Sie macht innerlich unabhängig, frei und selbständig.
Johannes Müller (1864-1949), deutscher Schriftsteller

Die Liebe ist das Freieste, was es gibt.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ,
Heilige

Liebe gründet sich auf Gleichberechtigung und Freiheit.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker

Nichts ist besser organisiert, als das, was die Liebe ordnet. Und nichts ist freier, als das, was die Liebe eint.
Chiara Lubich (1923- ), italienische Lehrerin, Begründerin der Fokoloarbewegung

  Freiheit und Ehe und Sexualität

In einem falschen Begriff von Freiheit liegt die Wurzel der Krise von Ehe und Familie.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Die…Auflösungstendenzen bezüglich der Ehe,…bis hin zur Pseudo-Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts sind…Ausdruck einer anarchischen Freiheit, die sich zu Unrecht als wahre Befreiung des Menschen ausgibt.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher Papst

  Freiheit und Moral

Es ist ganz klar, dass jemand mit einer hoch stehenden Moral ein Mensch mit einer befreiten Seele ist. Wer enttäuscht, besorgt, furchtsam oder in Leidenschaften verstrickt ist, kann seine Seele nicht befreien.
Konfuzius ( 551 v. Chr.-479 v. Chr.), chinesischer Philosoph

Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.
Baruch de Spinoza (Benedictus d'Espinoza) (1632-1677), niederländischer Philosoph

Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.
Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph

Das metaphysische Hindernis aller Moral ist die Verweigerung der Freiheit.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph

"Es ist ein Gott" kann, meiner Meinung nach, nichts anderes sagen als: Ich fühle mich, bei aller meiner Freiheit des Willens, genötigt, recht zu tun.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Man muss gegen die liberalen Ideen der Zeit die moralischen aller Zeiten halten.
Joseph Joubert (1754-1824), französischer Moralist

Der moralisch gebildete Mensch, und nur dieser, ist ganz frei.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Frei will ich leben und also sterben, niemand berauben und niemand beerben.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

Eure Freiheit, vergesst es nicht, taugt gerade so viel, wie ihr taugt.
Alexandre Rodolphe Vinet (1767-1847), Schweizer evangelischer Theologe und Literaturhistoriker

Ein freier Mensch ist nicht neidisch.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Nicht der Dienst macht unfrei und erniedrigt, sondern nur jener Dienst, welcher Achtung und Liebe tilgt.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Freiheit kann nicht ohne Moral errichtet werden, noch Moral ohne Glauben.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller

Es gibt eine höchste Lebensform, und die heißt, "in Freiheit zu dienen".
Theodor Fontane (1819-1898),

Solange jemand sein Ich nicht unter seine Füße gesetzt hat, ist er nicht frei.
Johannes XXIII. (Angelo Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

Der fundamentale Akt der Freiheit ist der des Verzichtes auf Unterjochung eines Unterjochbaren, der Akt des "Seinlassens".
Robert Spaemann (1927- ), deutscher Philosoph

  Freiheit und Selbsthingabe

Ich bin bereit für meinen Gott zu sterben, damit durch mein Blut die Kirche Freiheit und Frieden erlangen möge.
Thomas Becket (1118-1170), englischer Lordkanzler, Erzbischof von Canterbury

Die Hingabe an Jesus durch Maria schenkt dir eine große innere Freiheit: die Freiheit der Kinder Gottes.
Simon Graf de Montfort (1155-1218), französischer Heerführer gegen die Albigenser

Jesus nahm den gewaltsamen Tod durch Menschenhand in absoluter Freiheit auf sich, weil aller Tod nur durch jenes bedingungslose Wohlwollen überwunden werden kann, das letztlich den Namen Liebe verdient.
Franz von Sales (1567-1622), französischer Theologe, Ordensgründer der Salesianerinnen, Bischo, Heiliger

Die Selbsthingabe ist die freieste Tat der Freiheit.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin aus jüdischer Familie, Ordensschwester, Ermordung im KZ,
Heilige

Die höchste Form der Freiheit des Menschen ist die, sich zu opfern.
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller

Auf dem Weg zur Freiheit ist der Tod das höchste Fest.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), deutscher evangelischer Theologe, von den Nazis im KZ ermordet

  Freiheit als Ersatzreligion

Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Der Liberalismus ist die letzte religiöse Anschauung.
Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), russischer Schriftsteller

Diese drei immer wieder mythisch vereinseitigten Werte sind Fortschritt, Wissenschaft, Freiheit.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher Papst

  Freiheit und Seele

Dies Leben ist ein Gefängnis, wo jeder nur eine kümmerliche Aussicht hat in die Freiheit: das ist die eigene Seele.
Bettina von Arnim (1785-1859), deutsche Schrifstellerin

Man kann Menschen foltern. Man kann ihnen drohen, als wären sie Tiere. Man kann sie auf alle möglichen Arten missbrauchen. Man kann sie töten, als wären sie Fliegen im Sommer. Aber der Mensch bleibt im höchsten Sinne frei, weil er eine ewige Seele hat.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph

  Freiheit und Glück

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, den eigenen Weg zu finden.
Perikles (um 490 -329 v. Chr.), griechischer Staatsmann

Man muss will man ein Glück genießen, die Freiheit zu behaupten wissen.
Christian Fürchtegott Gellert (1715-1869), deutscher Dichter

Das Glück des Menschen liegt nicht in der Freiheit, sondern in der Übernahme einer Pflicht.
André Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller

  Freiheit und Glaube

Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.
NT, 2 Korinther 3,17

Gott hat euch zur Freiheit berufen, Brüder! Aber missbraucht sie nicht als Freibrief für Selbstsucht und Lieblosigkeit.
NT, Galater 5,13

Seht zu, dass eure Freiheit nicht in Verruf gerät.
NT, Korinther 8,9

Gott dienen ist Freiheit.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Gott zu gehorchen ist unsere Freiheit.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Gott dienen, das ist Freiheit.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Die Alten redeten viel von Freiheit. Wir aber erfuhren auf schwerer Fahrt, die echte Freiheit ist eine heilige Gefangenschaft des Herzens.
Rabanus Maurus (um 783-856), deutscher Bischof, Universalgelehrter, "Lehrer der Deutschen"

Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Ein grundgelassener Mensch ist ewig frei und ein: Kann auch ein Unterschied an ihm und Gotte sein?
Angelus Silesius (Johann Scheffler) (1624-1677), deutscher Dichter, Arzt, Priester

Welche Sanftmut Jesu! Welche Sittenreinheit! Welche Anmut in seinem Unterrichte! Welche Erhabenheit seiner Grundsätze! Welche Tiefe Weisheit in seinen Reden! Welche Freiheit und Wahrheit in seinen Antworten!
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

"Es ist ein Gott" kann, meiner Meinung nach, nichts anderes sagen als: Ich fühle mich, bei aller meiner Freiheit des Willens, genötigt, recht zu tun.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Gott, der uns Leben gab, gab uns gleichzeitig Freiheit.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident

Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, das über uns ist.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Die christliche Religion ist die Religion der absoluten Freiheit: und nur für den Christen gilt der Mensch als solcher in seiner Unendlichkeit und Allgemeinheit.
Friedrich von Schlegel (1759-1805), deutscher Dichter

Die Freiheit ohne Glauben hat schon Völker zusammenbrechen lassen. Wenn es heute freie Völker gibt, die ihre Freiheit ertragen können, sie genießen, unaufhörlich ihre Kräfte daran stählen und nichts zu befürchten brauchen, dann sind es gläubige Völker.
Alexandre Rodolphe Vinet (1767-1847), Schweizer evangelischer Theologe und Literaturhistoriker

Wenn die Freiheit gerettet werden soll, ist es nicht durch die Zweifler, die Wissenschaftler oder die Materialisten; es wird durch religiöse Überzeugung sein, durch den Glauben der Einzelnen, die glauben, dass Gott den Menschen frei aber auch rein haben will.
Samuel Taylor Coleridge (1772-1834), englischer Dichter

Die Freiheit ist eine Kerkerblume, und erst im Gefängnis fühlt man den Wert der Freiheit.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Wie schön wie heilig lieblich, wie heimlich süß, war das Christentum der ersten Jahrhunderte, als es selbst noch seinem göttlichen Stifter glich im Heldentum des Leidens. Da war's noch die schöne Legende von einem heimlichen Gotte, der in sanfter Jünglingsgestalt unter den Palmen Palästinas wandelte, und Menschenliebe predigte, und jene Freiheits- und Gleichheitslehre offenbarte, die auch später die Vernunft der größten Denker als wahr erkannt hat, und die er, als französisches Evangelium, unsere Zeit begeistert.
Heinrich Heine (1797-1865), deutscher Dichter und Publizist

Die Amerikaner verbinden die Vorstellungen von Religion und Freiheit so eng miteinander, dass es unmöglich ist sie sich das eine ohne das andere vorzustellen.
Charles Alexis de Tocqueville (1805-1859), französischer Schriftsteller

Was Jesus begründete, und was für alle Zeiten von ihm bleiben wird, ist die Lehre von der Freiheit der Seele.
Ernest Renan (1823-1892), französischer Orientalist, Religionshistoriker

Für den Menschen gibt es nur ein Mittel, frei zu sein: die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Wer die Lehre von Christus begreift, hat das gleiche Gefühl wie ein Vogel, der bis dahin nicht wusste, dass er Flügel besitzt, und nun plötzlich begreift, dass er fliegen, frei sein kann.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Wo Gott ist, da ist Freiheit.
Oskar von Miller (1855-1934), deutscher Techniker, Gründer des Deutschen Museums in München

Man muss viel Liebe investieren, wenn Glaube sich entfalten soll, und man muss viel Freiheit riskieren, wenn die Kirche lebendig bleiben soll.
Otto Dibelius

Die Freiheit besteht im Glauben.
Charles Péguy (1873-1914), französischer Dramatiker

Hast du die Herrschaft Gottes nicht über dir, so wird bald ein anderer über dich herrschen. Die Liebe Gottes sollte uns zu den freiesten Menschen machen.
Christoph Blumhardt (1880-1919), deutscher evangelischer Theologe, Begründer des religiösen Sozialismus

Jede Gottesleugnung erweist sich zuletzt als Leugnung der Freiheit und wahren Menschtums.
Helen Keller (1880-1968), US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub

Die echte Freiheit besteht allein in dem Zusammenseinwollen mit Gott, das in letzter Tiefe bejaht wird.
Eduard Spranger (1882-1963), deutscher Kuturphilosoph und Pädagoge

Der Drang nach Freiheit war der Ursprung des Protestantismus.
Carl von Ossietzky (1889-1938), deutscher Redakteur, Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen die Nazis, Friedensnobelpreisträger, Ermordung im KZ

Das Gott uns nicht zwingt, dass ist seine Härte.
Ludwig Strauß (1892-1953), israelischer Schriftsteller

Unsere Freiheit wurde durch den Tod des Sohnes Gottes teuer erkauft. Niemand kann uns in neue Fesseln schlagen, denn Gottes Sohn ist auferstanden. Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren vergehen, unser Herr kommt!
Gustav W. Heinemann (1899-1976), deutscher Politiker, SPD, Bundespräsident

Die Freiheit ist der Atem des Lebens.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Mitglied des Kreisauer Kreises, von Nazis ermordet

Von außen her erscheint der Katholik immer überbestimmt. Von innen gesehen hat er größere Freiheiten, als man denkt.
Karl Lehmann (1936- ), deutscher Theologe, Bischof von Mainz, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Jesus Christus zeigt allen Menschen einen Weg zum Selbst – diese Gewinnung der inneren Freiheit ist für mich allerdings nicht zu trennen von der Gewinnung eines Höchstmaßes an äußerer Freiheit, die gleichermaßen und vielleicht noch mehr erkämpft sein will.
Rudi Dutschke (1940-1979),
deutscher marxistischer Soziologe und politischer Aktivist

 Freiheit und Befreiungstheologie

Meine Sorge gilt nicht mir selbst, sondern anderen. Ich persönlich habe keinerlei Furcht: ich habe nichts zu verlieren, weil ich bereits auf alles verzichtet habe. Und der größte Wunsch meines Lebens ist, für die Sache der Unterdrückten sterben zu dürfen, denn die Sache der Armen ist für mich die Sache Christi.
Ernesto Cardenal (1925- ), nicaraguanischer suspendierter katholischer Priester, sozialistischer Politiker und Poet

Die wirkliche Verfolgung richtet sich gegen das arme Volk, das heute der Leib Christi in der Geschichte ist. Es ist das gekreuzigte Volk - wie Jesus -, es ist das verfolgte Volk - wie der leidende Gottesknecht.
Oskar Arnulfo Romero (1917-1980), salvadorianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Verfechter der Befreiungstheologie, ermordet

Irenäus hat gesagt: gloria dei, vivens homo - die Ehre Gottes ist es, dass der Mensch lebt! Ich sage heute: Die Ehre Gottes ist, dass der Arme lebt! Gloria dei, vivens pauper.
Oskar Arnulfo Romero (1917-1980), salvadorianischer katholischer Theologe, Erzbischof, Verfechter der Befreiungstheologie, ermordet

  Freiheit und Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
Losung der Französischen Republik

Das Christentum hat die drei Worte verkündet, die in 2000 Jahren Entfernung die französische Philosophie wiederholte: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit der Menschen.
Alphonse de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter

"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!" Aber wie gelangen wir zu den Tätigkeitswörtern?
Stanislaw Jerzy Lec (1906-1966), polnischer Satiriker

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Leere, ja sogar Unheil bringende Worte, seitdem sie politische Begriffe geworden sind, denn die Politik hat aus ihnen drei Lügen gemacht.
Louis Veuillot (1813-1883), französischer Journalist und Autor

  Freiheit und Religionsfreiheit

Es ist gottlos, in Glaubensfragen die Menschen ihrer Freiheit zu berauben; sie daran zu hindern, eine Gottheit zu wählen: kein Mensch, kein Gott legt Wert auf eine erzwungene Anbetung.
Es ist doch Menschenrecht und gehört zur natürlichen Freiheit eines jeden, zu verehren, was seiner Überzeugung gemäss ist, und die Religion des einen kann dem andern weder schaden noch nützen. Es ist aber auch keine Religion, Religion erzwingen zu wollen; denn die Religion muss freiwillig, ohne Zwang angenommen werden. Opfer werden auch nur von dem freien Herzen verlangt.
Tertullian (Quintus Septimus Florens Tertullianus) (160-220), lateinischer Kirchenlehrer

Die erzwungene Religion ist keine Religion mehr: Auf Überzeugung und nicht auf Zwang gilt es zu setzen, der Glaube lässt sich nicht befehlen.
Und doch ist es die Religion allein, in der die Freiheit ihre Wohnstatt errichtet hat. Sie ist nämlich vor allen anderen Dingen etwas Freiwilliges, und niemandem kann die Notwendigkeit auferlegt werden, zu verehren, was er nicht will.
Laktanz (um 250- um 320),

Der Mensch kann nur glauben, wenn er will.
Aurelius Augustinus (354-430), nordafrikanischer Bischof, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Die Ungläubigen, welche niemals den christlichen Glauben angenommen haben, wie die Heiden und die Juden, dürfen in keiner Weise zum Glauben gezwungen werden, denn der Glaube hängt vom freien Willen ab.
Thomas von Aquin (1225-1274), italienischer scholastischer Theologe und Philosoph

Jeder dürfe der Religion anhängen, die ihm beliebe; jedoch noch andere Leute zu seiner Religion zu bekehren, dürfe er nur in der Weise versuchen, dass er seine Meinung freundlich und ohne Anmaßung auf Vernunftgründen aufbaue, nicht indem er die anderen Anschauungen mit Heftigkeit herabsetze.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Denn das ist eine ihrer ältesten Verfassungsbedingungen, dass keinem seine Religion Schaden bringen darf.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Gott will keinen gezwungenen Dienst haben.
Martin Luther (1483-1546), deutscher Augustinermönch, Reformator

Wessen Regierung, dessen Religion (Cuius regio, eius religio).
Prinzip nach dem der Landesherr die Konfessionszugehörigkeit seiner Untertanen bestimmte

Obwohl ich der römisch-katholischen Religion tief ergeben bin, kann ich nicht billigen, dass die Monarchen sich ein Kontrollrecht über das Gewissen ihrer Untertanen anmaßen und sie ihrer Religionsfreiheit berauben.
Wilhelm der Schweigsame (1553-1585), deutscher Adeliger, Graf von Nassau, Prinz von Oranien

Ihr könnt Menschen durch Gewinn oder Strafen dazu zwingen, dass sie sagen oder schwören, sie glauben, und dass sie so tun, als ob sie glaubten. Aber weiter könnt ihr nichts.
Jonathan Swift (1667-1745), anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker

Darum: gibt der Religion Freiheit, gewährt Zugang zu Staatsverwaltung und Gerichten, rüstet ab, senkt die Steuern, verbilligt den Lebensunterhalt, mehrt Schulen aller Art, und dann zweifelt nicht daran, dass das goldene Zeitalter der Erde zurückkommen wird.
Johann Amos Comenius (Jan Amos Komeský) (1592-1670), tschechischer Theologe und Pädagoge

Die Menschen sind in der Regel so beschaffen, dass ihnen nichts so unerträglich ist, als wenn Ansichten, die sie für wahr halten, als Verbrechen gelten und wenn ihnen das, was sie zur Frömmigkeit in ihrem Verhalten gegen Gott und die Menschen bewegt, als Missetat angerechnet wird.
Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph

Niemand soll dazu gezwungen werden, irgendeinen Gottesdienst zu besuchen oder Gotteshäuser und die Geistlichkeit zu unterstützen, noch soll jemand gezwungen, eingeschränkt, belästigt, noch leiblich oder an seinem Gute geschädigt werden oder sonst irgendwie wegen seines Glaubens oder seiner religiösen Anschauung leiden, sondern allen Menschen soll es freistehen, zu bekommen und durch Argumente zu unterstützen, was ihre religiöse Meinung ist, wodurch ihre bürgerlichen Rechte in keiner Weise verringert oder vergrößert werden sollen.
Thomas Jefferson (1743-1826), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

Unbeschränkte Religionsfreiheit ist in meinen Augen ein so geheiligtes Recht, dass das Wort Duldsamkeit, als Ausdruck hierfür gebraucht, mir gewissermaßen selbst tyrannisch erscheint.
Gabriel Graf von Mirabeau (1749-1791), französischer Politiker, Physiokrat, Schriftsteller und Publizist

Die Gedankenfreiheit wurde aus der Glaubensfreiheit geboren; alle anderen Freiheiten sollten ihrerseits aus ihr hervorgehen.
Alexandre Rodolphe Vinet (1767-1847), Schweizer evangelischer Theologe und Literaturhistoriker

Wir wollen, dass die Äußerung religiöser Überzeugungen geschützt wird, geschützt als das Recht aller und infolgedessen ohne Ansehen des Glaubens. Wir wollen nicht, dass ein besonderer Glaube geschützt wird, und wir wollen auch nicht, dass generell diejenigen, die etwas glauben, unter Ausschluss derjenigen, die nichts glauben, geschützt werden.
Alexandre Rodolphe Vinet (1767-1847), Schweizer evangelischer Theologe und Literaturhistoriker

Diejenige Religion ist die beste, die ihre Gläubigen am besten handeln lässt, also am humansten, am mitleidvollsten. Wer die eigene Religion so versteht, wird es nicht schaffen, Andersdenkende zu verfolgen.
Gotthold Ephraim Lessing (1824-1900), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Es ist Heuchelei, wenn der moderne Liberalismus für Privatgesellschaften das Recht in Anspruch nimmt, ihre Beamte selbst zu überprüfen und anzustellen, dagegen über die Besetzung katholischer Kirchenstellen Staatsgesetze erlässt.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

Wir verlangen einen Verfassung, wo jeder frei sich entwickeln kann, jeder nach seinem Glauben und seiner eigenen Überzeugung. Gewähren Sie uns das, und nichts wird vermögen, die Katholiken vom Reich loszureißen.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811-1877), deutscher katholischer Bischof, Begründer der katholischen Soziallehre

In dem, was dem Menschen am teuersten ist, in seiner Verbindung mit Gott, darin erkühnst du dich, mir meine Freiheit zu nehmen?
Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), deutscher Theologe, Schriftsteller und Sprachforscher

Es ist unmöglich, Bibel lesende Menschen geistig oder sozial zu versklaven. Die Prinzipien der Bibel sind das Fundament menschlicher Freiheit.
Horace Greeley (1811-1872), US-amerikanischer Zeitungsverleger, Politiker und Gegner der Sklaverei

Freilich aufzwingen lässt sich dieser Glaube niemandem, ebenso wenig wie man die Wahrheit befehlen oder den Irrtum verbieten kann.
Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

Typisch für den modernen Ton ist ein gewisser Effekt der Duldsamkeit, der auf Furchtsamtkeit hinausläuft. Man sollte meinen, Religionsfreiheit bedeute, dass jeder frei ist, über Religion zu diskutieren. In der Praxis bedeutet sie, dass kaum jemand Religion erwähnen darf.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller

Das Recht auf Religionsfreiheit, oder das Recht dem zu folgen, was das eigene Gewissen auf der Suche nach Wahrheit gebietet, öffentlich seinen Glauben in freier Zugehörigkeit zu einer organisierten religiösen Gemeinschaft zu bekennen, - das stellt so etwas wie die Existenzgrundlage für die anderen fundamentalen Freiheiten des Menschen dar.
Franz König (1905-2004), österreichischer katholischer Theologe und Religionswissenschaftler, Kardinal

Das Recht auf Religionsfreiheit ist in der Würde des Menschen selbst verankert, dessen transzendente Natur nicht ignoriert oder vernachlässigt werden darf.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher Papst

Jeder Staatsbürger ist in der Ausübung seines Kultes frei.
Erklärung der Menschenrechte von 1793

Niemand darf wegen seiner Meinung, selbst religiöser Art, belangt werden, solange die Äußerungen nicht die gesetzlich festgelegte Ordnung stören.
Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 10

Negative Religionsfreiheit und Kritik an der Religionsfreiheit

Ich will, dass dem Ungläubigen gestattet sei, seine Kinder im Unglauben zu erziehen; es muss aber auch dem strengsten Katholiken gestattet sein, seine Kinder katholisch zu erziehen.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler

Es gibt ein Recht auf Blasphemie, sonst gibt es keine wahre Freiheit.
Voltaire (François Marie Arouet) (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph, Aufklärer

Die katholische Kirche zum Beispiel hat kein Recht, uns ihre Sittennormen aufzudrängen. Ich diskutiere sie hier nicht; ihr gebührt die Freiheit, ihre Anhänger so aufzuziehen, wie sie das für richtig hält. Wer aber anders leben will, lebe anders. Sie hat nicht über uns andere zu entscheiden.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist, Satiriker und Schriftsteller

Die Katholiken und Protestanten haben, vom Staate unangefochten, Religionsfreiheit, d.h. Freiheit von der Vernunft, von den Gesetzen der Humanität, die Freiheit, durch Missionen dem Volke den Verstand aus dem Kopfe und das Geld aus dem Beutel zu nehmen.
Ludwig Feuerbach

  Freiheit und Freiheitssymbole

Mit der Freiheit herrscht überall, wo viele Menschen zusammenkommen, auch die Freude. Pflanzt in der Mitte eines Platzes einen mit Blumen bekränzten Baum auf, versammelt dort das Volk, und ihr werdet ein Fest haben.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Philosoph und Schriftsteller

Geld ist geprägte Freiheit.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter

Das Auto ist erfunden worden, um den Freiheitsspielraum des Menschen zu vergrößern, aber nicht, um den Menschen zum Wahnsinn zu treiben.
Enzo Ferrari (1898-1988), italienischer Autorennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari

Das Meer ist der letzte freie Ort auf der Welt.
Ernest Hemingway (1899-1961), US-amerikanischer Schriftsteller

Lasst mich wieder zum Meer. Löst meine Fesseln. Lasst mich frei.
Daphne du Maurier (1907-1989), englischer Schriftsteller

Nur im Auto kann ein Mensch der total organisierten Gesellschaft noch eigene Entschlüsse fassen und sein eigener Herr sein.
Helmut Schmidt (1918-2010), deutscher Politiker, SPD, Bundeskanzler

Freiheit ist nur möglich, wo Alternativen, Wahlmöglichkeiten praktisch bestehen. Wenn ein Junge Hilfsarbeiter werden muss, weil die Eltern den Lohn des Fünfzehnjährigen nicht entbehren können, so hilft ihm die verbürgte Freiheit der Berufswahl wenig.
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD

Wenn wir die Glocken der Freiheit von jedem Dorf und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Stadt läuten lassen, werden wir den Tag schneller erleben, dass alle Kinder Gottes, Schwarz und Weiß, Juden und Christen, Protestanten und Katholiken Hände halten können und die Worte des alten Negro-Spirituals singen: "Endlich frei, Dank sei Gott, endlich frei."
Martin Luther King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler und Baptistenpfarrer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes, ermordet

Das Auto hat dem Menschen die Freiheit versprochen, aber durch die ungeheure Vermehrung hat es die Freiheit wieder genommen.
Helmut Karasek (1934- ), deutscher Journalist, Buchautor, Literaturkritiker und Professor für Theaterwissenschaft

Die Krawatte ist ein Strick zum Aufhängen wie ihn Vasallen im Mittelalter um den Hals trugen. Ich möchte aber keinen Herren über mir haben. Der Schlips ist für mich ein Symbol der Unfreiheit.
Paco Rabanne (1934- ), spanischer Couturier und Designer

Freiheit kann auch die Freiheit des aufgeknöpften Hemdes vor der Hinrichtung bedeuten.
Václav Havel (1936-2011), tschechischer Schriftsteller und Politiker, Dissident und erster Präsident der CSFR

  Freiheit und Kultur

Man muss der Philosophie dienen, um die wahre Freiheit zu erlangen.
Epikur (341-270 v. Chr.), griechischer Philosoph

Es ist nicht gut, zu frei zu sein. Es ist nicht gut, alles zu haben, was man will.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker

Die Menschheit fährt besser, wenn sie jedem so zu leben gestattet, wie es ihm gutdünkt, als wenn sie jeden zwingt, nach dem Gutdünken der anderen zu lieben.
John Stuart Mill (1806-1873), englischer Philosoph und Nationalökonom

Ihr werdet kein Interesse an den öffentlichen Angelegenheiten und keinen Enthusiasmus wecken, wenn ihr dem Einzelnen seine Initiativen und seine Freiheit nehmt.
Abraham Lincoln (1809-1865), US-amerikanischer Politiker, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, für Abschaffung der Sklaverei

Das Kulturleben, die Kulturentwicklung eines Volkes kann sich nur auf dem Boden voller Freiheit und Unabhängigkeit durch das Hilfsmittel der Muttersprache entwickeln.
August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer der SPD

Ungleichheit, Freiheit und Kampf sind der Boden, auf dem Persönlichkeit gedeiht. In der Freiheit entfaltet sie sich - im Kampf setzt sie sich durch.
Richard von Coudenhove-Kalergi (1863-1920), deutscher Schriftsteller

Frieden, Freiheit und gegenseitige Hilfe sind die Grundlagen jeder kulturerfüllten Gemeinschaft.
Franz Carl Endres (1878-1954), deutscher Historiker, Schriftsteller und Freimaurer

Die Voraussetzung für einen freien Staat ist ein Maximum an Öffentlichkeit. Nur sie ermöglicht das Maximum an Wahrheit und Wahrhaftigkeit.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph und Schriftsteller, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Die Hoffnung, dass der Mensch durch die Perfektion der Maschine zu immer größerer Freiheit gelangen könne, scheint sich als trügerisch zu erweisen.
Wilhelm Weischedel (1905-1975), deutscher Philosoph

Im öffentlichen wie im privaten Leben gibt es Zeiten, in denen man protestieren muss, nicht nur, weil der Protest klug sein mag, sondern weil das eigene Gefühl des Anstandes verletzt worden ist, weil man die politischen Machenschaften und die nationalen Götzen leid ist. Die auf diese Weise erreichte Katharsis mag tatsächlich der wertvollste Gebrauch der Freiheit sein.
James William Fulbright (1905-1995), US-amerikanischer Politiker, Senator, Demokrat

Freiheit bedeutet nicht Maßlosigkeit, sondern Maßhalten.
Hans Werner Janz (1906-2003), deutscher Arzt

Wir werden immer mehr von außen geleitet und gegängelt, meist ohne es zu merken. Unsere Gesellschaft spielt uns eine Freiheit vor, die es gar nicht mehr gibt. Die USA zum Beispiel kämpfen, Demokratie zu exportieren, anderen Leuten die Freiheit zu bringen. Gleichzeitig werden den Bürgern daheim ihre bürgerlichen Freiheiten entzogen.
Wim Wenders (1945- ),  deutscher Regisseur, Fotograf und Professor für Film

  Freiheit und Technik

Eine Welt, die der Technik alles opfert, ist für die Freiheit verloren.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter, Künder einer geistigen Erneuerung

  Freiheit und Unfreiheit

Unfreiheit lehrt Freiheit.
russisches Sprichwort

Ach! Was nützt das gute Leben, wenn man nicht frei ist?
Jean de La Fontaine (1621-1695), französischer Dichter

Wer nie in Banden war, weiß nichts von Freiheit.
Jakob Boßhart (1862-1924), Schweizer Schriftsteller

Nicht der Dienst macht unfrei und erniedrigt, sondern nur jener Dienst, welcher Achtung und Liebe tilgt.
Franz von Baader (1765-1861), deutscher Philosoph

Der Mensch ist nur dann unfrei, wenn er wider seine vernünftige Natur handelt.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Es gibt keine Freiheit mehr. Es gibt nur noch verschiedene Abstufungen von Unfreiheit.
Giovannin Guareschi (1908-1968), italienischer Schriftsteller

 

Die Sprache kann der letzte Hort der Freiheit sein. Wir wissen, dass ein Gespräch, dass ein heimlich weitergereichtes Gedicht kostbarer sein kann als Brot, nach dem in allen Revolutionen die Aufständischen geschrieen haben.
Heinrich Böll (1917-1985), deutscher Schriftsteller

Alter ist Freiheit, Vernunft, Klarheit, Liebe.
Leo Tolstoi

Vergesslichkeit ist eine Form der Freiheit.
Khalil Gibran

 

 

 
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