Zitate zu Europa
 

 

... Denkanstöße zur europäischem Identität angesichts des kulturellen Gedächtnisverlustes und der Geschichtsvergessenheit vieler Bürger und Politiker

Europa und die Idee des "christlichen Abendlandes"
Europa im Zeitalter von Nationalismus und Gleichgewichtspolitik
Europa im Zeitalter von Totalitarismus und Weltkriegen
Europa als Schicksalsgemeinschaft und Identitätsstifter
Europa und seine christlichen Gründerväter
Europa als Friedensordnung
Europa als Verteidigungsgemeinschaft
Europa als Wirtschaftsgemeinschaft
Europa als Wertegemeinschaft
Europa der Regionen
Europa und die deutsch-französische Versöhnung
Europa und die osteuropäischen Staaten
Europa und Russland
Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika
Europa und die Welt
Europa und der Islam
Europa und die Brüsseler Bürokratie
Europa und der Neoliberalismus
Europa und die Säkularisierung der Gesellschaft
Europa und der Laizismus
Europa und die europäische Verfassung
Europa und die Europafahne
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  Europa und die Idee des "christlichen Abendlandes"

Der Engländer ist der Feind des Franzosen aus keinem anderen Grunde, als weil er Franzose ist. Der Schotte ist dem Briten feind, aus keinem anderen Grunde, als weil er Schotte ist. Der Deutsche ist dem Franzosen feind, der Spanier beiden. O Verkehrtheit! Einst trennte der Rhein den Franzosen vom Deutschen; aber er trennt nicht Christen von Christen. Die Pyrenäen trennen die Spanier von den Franzosen, aber sie heben nicht die Gemeinschaft der Kirche auf. Das Meer liegt zwischen Frankreich und England; aber damit ist die Glaubensgemeinschaft nicht aufgehoben.
Erasmus von Rotterdam (1466/6768-1536), niederländischer Theologe, Philosoph, Philologe, Humanist

Ohne die katholische Kirche wäre Europa eine Wüste und ein Raub der Mongolen geworden.
Johann Gottfried von Herder (1744-1802), deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe und Philosoph

Der Taufzettel ist das Entreebillet zur europäischen Kultur.
Heinrich Heine (1797-1856), deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist

Der Glaube ist Europa und Europa ist der Glaube.
Hilaire Belloc (1870-1953), französischer Schriftsteller

Die zentrale Stellung des Menschen in der abendländischen Philosophie und Theologie scheint mir der eigentliche Kern der europäischen Kultur in allen ihren Ausdrucksformen zu sein.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland

Lasst uns ein Europa schaffen, das sowohl sokratisch wie christlich ist, gleichzeitig voller Zweifel und Glauben, voll Freiheit und Ordnung, voll Vielfalt und Einheit.
Salvador de Madariaga (1886-1978), spanischer Diplomat und Schriftsteller

Die Philosophie des christlichen Abendlandes ist wie ein Baum, der aus Wurzeln, welche in letzter metaphysischer Tiefe gründen, immer neue Äste und Zweige hervorzubringen vermag.
Hedwig Conrad-Martius  (1888-1966), deutsche Philosophin

Christen sind eine Minderheit - auch in den Ländern des christlichen Abendlandes.
Gustav Walter Heinemann (1899-1976), deutscher Politiker, CDU, dann SPD

Ein "christliches Europa" als politische Konzeption ist die Verkennung des wirklichen und die Sabotage des möglichen Europa. Auf ein christliches Europa als ein Land, dessen Bürger Christen sind, hoffen wir so lange, bis unsere Hoffnung durch die Geschichte oder durch die Posaunen des Gerichts widerlegt sind.
Walter Dirks (1901-1991), deutscher Schriftsteller und Publizist.

Der Glaube hat als alles durchdringende, einigende, steigernde Kraft die Geschichte des Abendlandes bewirkt, diesem seine Gestalt und seinen Inhalt gegeben.
Reinhold Schneider (1903-1985), deutscher Schriftsteller

Dieses Abendland und diese Menschen haben keine große Liebe mehr gekannt, keine Leidenschaft zum Absoluten. Sie haben noch Leidenschaft gehabt zu Dingen, zu Macht und Gewalt, zu Genuss und Besitz … Es ist schwierig, erlöschendes, müdes Feuer noch einmal zum Lodern zu bringen. Die Kreatur, die aus den Strömen des Echten ausgeschieden ist, vermag hier durch eigene Kraft überhaupt nichts … Sie vermag zu bitten um das Feuer vom Himmel, das bereitet, wandelt und brennt.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, Jesuit und Widerstandskämpfer, von Nazis hingerichtet

Europa wird christlich sein, oder es wird nicht sein!
Otto von Habsburg (1912-2011), österreichisch-deutscher Politiker, CSU, ältester Sohn des letzten Kaisers von Österreich

Europa muss, seinem Erbe getreu, einen neuen Humanismus verkörpern, als Hort der Menschenwürde und der sozialen Gerechtigkeit.
Richard von Weizsäcker (1920- ), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident
 

In Europa gibt es einen merkwürdigen und nur als pathologisch zu bezeichnenden Selbsthass des Abendlandes, das sich lobenswerter Weise fremden Werten öffnen wolle, aber sich selbst nicht mehr mag, von seiner eigenen Geschichte nur noch das Grausame und Zerstörerische sieht.
Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) (1927- ), deutscher katholischer Theologe, Dekan des Kardinalskollegiums, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Papst

So glaube ich nicht, dass wir als Europäer Begriffe wie Moralität und Sittlichkeit, Person und Individualität, Freiheit und Emanzipation… ernstlich verstehen können, ohne uns die Substanz des heilsgeschichtlichen Denkens jüdisch-christlicher Herkunft anzueignen.
Jürgen Habermas (1929- ), deutscher Philosoph und Soziologe

  Europa im Zeitalter von Nationalismus und Gleichgewichtspolitik

Aus dem, was der Mensch jetzt in Europa ist, müssen wir nicht schließen, was er sein könnte.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Mathematiker und Aphoristiker

Und wer franzet oder britet, italienert oder teutschet, einer will nur wie der andre, was die Eigenliebe heischet.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Es wird so lange Blut über Europa strömen, bis die Nationen ihren fürchterlichen Wahnsinn gewahr werden, der sie im Kreise herumtreibt, und von heiliger Musik getroffen und besänftigt zu ehemaligen Altären in bunter Vermischung treten, Werke des Friedens vornehmen und ein großes Liebesmahl als Friedenfest auf den rauchenden Walstätten mit heißen Tränen gefeiert wird.
Novalis (Freiherr Friedrich Leopold von Hardenberg) (1772-1801), deutscher Dichter

Du bist auf der Hut vor mir, ich hüte mich vor dir, so trauen sie einer dem andern nicht, man nennt's das europäische Gleichgewicht.
Eduard von Bauernfeld (1802-1890), österreichischer Schriftsteller

Dänemark bildet das Gleichgewicht in Europa. Man kann sich keine glücklichere Existenz denken.
Søren Kierkegaard (1813-1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Das Recht lässt sich in europäischen Streitigkeiten, wo ein kompetenter Gerichtshof nicht besteht, nur durch die Bajonette geltend machen.
Otto von Bismarck (1815-1898), deutscher Politiker

Die Nationen sind nichts Ewiges. Sie haben einmal angefangen, sie werden enden. Die europäische Konföderation wird sie wahrscheinlich ablösen.
Ernest Renan (1823-1892), französischer Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler und Orientalist

Bei der Errichtung eines europäischen Schiedsgerichtes unter dem Präsidium des Papstes würde ganz Europa Jubellieder anstimmen.
Bertha von Suttner (1843-1914), österreichische Schriftstellerin und Friedensaktivistin

Ehe noch Deutschland politisch sich isolierte, hatte es sich geistig bereits isoliert. Deutsch war gleichbedeutend geworden mit un- und antieuropäisch.
Alfred von Martin (1882-1979), deutscher Historiker und Soziologe
 

Eine neue europäische Ordnung wird nur dann eine wirkliche Grundlage für eine Zusammenarbeit der europäischen Völker sein können, wenn sie sich auf einem gemeinsamen europäischen Ethos, einer Gemeinsamkeit der sittlichen Überzeugungen aufbaut. Darum ist die innere Überwindung der jetzt herrschenden säkularisierten Lebensauffassungen durch eine christliche Haltung erforderlich, die der geschichtlichen Realität Rechnung trägt, dass Europa unter dem Kreuz geworden ist und nur vor hier aus zu einer Lebens- und Kultureinheit und damit zu einer Ganzheit geformt werden kann.
Helmuth James von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer (Kreisauer Kreis)

  Europa im Zeitalter von Totalitarismus und Weltkriegen

Sinnlose Europäer, die daran denken, sich gegenseitig zu erwürgen, wo doch die gleiche Zivilisation sie einhüllt und vereint!
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller

Der fürchterlichste aller Kriege hatte einen Friedensvertrag zur Folge, der kein Vertrag des Friedens ist, sondern die Fortsetzung des Krieges. Europa wird durch ihn zugrunde gehen, wenn es nicht die Vernunft zu seinem Ratgeber wählt.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller

Die schmerzlichen Erfahrungen, die wir aus der Geschichte Europas in den letzten Jahrhunderten gesammelt haben, haben uns die Gewissheit gebracht, dass der Nationalismus, der die Ursache so vieler Katastrophen gewesen ist, überwunden werden muss.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland

Wir wollen und müssen aus der Geschichte lernen: Europa ist zugrunde gegangen durch einen extremen Nationalismus und Rassismus, durch einen egoistischen Kapitalismus und Materialismus; es ist zugrunde gegangen durch die Macht des Bösen, einer extremen Brutalität gegen Freiheit und Würde des Menschen, gegen die Grundrechte eines jeden Menschen. Und entscheidend ist letztlich immer der Mensch und das, was er tut.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe, Erzbischof von Wien, Kardinal

Die Gründungsidee war ja: Nie wieder Krieg in Europa! Und wäre das einzige Resultat der Europa-Politik gewesen, Kriege hier unmöglich zu machen, allein dann hätte sich Europa schon gelohnt.
Hans-Dietrich Genscher (1927- ), deutscher Politiker, FDP

Im Krieg sind die Gesetze der Menschheit aufgehoben, in den Urzustand ist sie zurückversetzt. In einem ungeheuren Irrtum waren wir befangen. Wir glaubten an die innere Kultur der europäischen Völker. Wir müssen umlernen. Es war nur Firnis, Tünche.
Hedwig Dohm (1831-1919), deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin

Der Antisemitismus ist der Tod, jawohl, der Tod der europäischen Zivilisation.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller

Um den Frieden zu sichern, muss man Europa organisieren.
Aristide Briand (1862-1932), deutscher französischer Politiker

Das nationale Prinzip ist das atomistische, das anarchistische, das anti-europäische, das reaktionäre Prinzip.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Jeder Krieg zwischen Europäern ist ein Bürgerkrieg.
Eugenio D'Ors (1882-1954), katalanischer Schriftsteller

Das Nationale innerhalb Europas behauptet sich mit Recht nur noch als eigene Lebensform, überlieferte Anschauung, als Sprache, Geist und Erziehung. Als Machtprinzip eines Staates aber hat es nicht nur sein Recht verloren, sondern wird zum Widersacher der abendländischen Einheit.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Psychiater und Philosoph

Ein Katholik kann zu Beginn des neuen Jahres nur Worte der Zuversicht aussprechen, da er sich auf einem so sicheren Schiff weiß, das selbst die schwersten Stürme überdauern wird. Europa wird in dem Maße wieder neu erstehen, in dem es noch eine Christenheit bilden wird.
François Mauriac (1885-1970), französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger

Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken, bombardiert offene Städte, schießt mit Ferngeschützen oder Fliegerbomben Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den Bücherstapel fliegt, gilt nicht dem Juden Freud, Marx oder Einstein, sie gilt der europäischen Kultur, sie gilt den Werten, die die Menschheit mühsam hervorgebracht und die der Barbar anhasst, weil er halt barbarisch ist, unterlegen, roh, infantil.
Arnold Zweig (1887-1968), deutscher Schriftsteller

Deutschland muss die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erkennen und muss sich eingliedern in den Chor aller europäischen Völker. Nur dann kann es selber leben, nur dann können auch die anderen europäischen Völker leben.
Ernst Reuter (1889-1953), deutscher Politiker, SPD, und Kommunalwissenschaftler, Oberbürgermeister von Berlin

Unter dem fast einmütigen Gesang von "Deutschland, Deutschland über alles", und unter den brausenden Akkorden des Liedes versanken Europa, Menschlichkeit, Charakter und Christentum.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Auschwitz liegt in der Mitte Europas.
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974), deutsche Schriftstellerin

Der deutsche Name bleibt für immer geschändet, wenn nicht die deutsche Jugend endlich aufsteht, rächt und sühnt zugleich, ihre Peiniger zerschmettert und ein neues geistiges Europa aufrichtet.
Hans Scholl (1918-1943), deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalismus

Die Regierung des Deutschen Reiches sieht im Christentum die Grundlage für die sittliche und religiöse Erneuerung unseres Volkes, für die Überwindung von Hass und Lüge, für den Neuaufbau der europäischen Völkergemeinschaft.
Kreisauer Kreis, Grundsätze 1943

Auf ganz Europa lastet das Kainszeichen.
Andrzej Szczypiorski (1928-2000), polnischer Schriftsteller

  Europa als Schicksalsgemeinschaft und Identitätsstifter

Wir haben europäisch gesprochen. Das ist eine neue Sprache, die man wird lernen müssen.
Aristide Briand (1862-1932), deutscher französischer Politiker

Das Europa, dessen Völker endlich zur Einsicht gekommen sind, dass sie auf Gedeih und Verderben zusammengehören und miteinander verbündet sein müssen, ist eine neue Erscheinung in der Geschichte, an der keine Politik vorbeigehen kann.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist

Das Schiff Europa ist leck. Wenn es untergeht, dann ertrinkt alles - ob man in der Luxuskabine oder in der Proletenklasse sitzt.
Johannes Leppich (1915-1992), deutscher katholischer Priester, Jesuit, Wanderprediger

Ich bin ein deutscher Europäer und ein europäischer Deutscher.
Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller

Europa, mein Land.
Romain Rolland (1866-1944), französischer Schriftsteller, Musikkritiker und Pazifist, Literaturnobelpreisträger

In solcher Zeit wird jeder, er mag wollen oder nicht, in seine Nation zurückgerissen. Ich kämpfe in mir sehr dagegen an; das gute Europäertum liegt meinem Herzen näher als das Deutschtum.
Franz Marc (1880-1916), deutscher, Maler, Zeichner und Grafiker, Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft "Der Blaue Reiter"

Einzig der Entschluss, aus den Völkergruppen des Erdteils eine große Nation zu errichten, könnte den Puls Europas wieder befeuern.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist

Es gibt heute eine europäische Staatsangehörigkeit, wie es eine griechische Staatsangehörigkeit zu Zeiten Aeschylos, Sophokles und Euripides gab.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Man ist in Europa ein Mal Staatsbürger und zweiundzwanzig Mal Ausländer.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Mein Vaterland ist ein geeintes Europa, aber nicht ein durch kaufmännische Interesssen zerklüftetes Deutschland.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Schon sprechen deutsche Politiker das Wort Europa mit der gleichen Andacht wie das Wort Vaterland aus.
Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler

Bayern ist meine Heimat, Deutschland mein Vaterland und Europa meine Zukunft.
Edmund Stoiber (1941- ), deutscher Politiker, CSU

Wir leben inmitten einer großen Evolution: Es kehrt so etwas wie ein europäisches Bewusstsein wieder. Man schämt sich nicht länger, öffentlich auszusprechen, daß die Menschheit weiter reicht als die Fahnen des Landes.
Carl von Ossietzky (1889-1938), deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist

  Europa und seine christlichen Gründerväter

Jesus, nicht Cäsar – so lautet die Losung des demokratischen Europas, insbesonders, wenn man Cäsar so auffasst wie ihn Mommsen konstruiert hat, als er daranging, das Ideal der pangermanischen Imperialismus zu schaffen.
Thomas Garrigue Masaryk (1850-1937), tschechischer Philosoph, Schrifsteller und Politiker

Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Bundeskanzler

Wir sind dazu aufgerufen, uns auf die christlichen Grundlagen Europas zu besinnen, indem wir ein demokratisches Modell der Herrschaftsausübung aufbauen, das durch Versöhnung eine `Gemeinschaft der Völker in Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Frieden entstehen lässt, das zutiefst in den christlichen Grundwerten verwurzelt ist.
Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung

Europa kommt es zu, einen neuen Weg aufzuzeigen: durch das Akzeptieren der Vielfalt von Zivisationen, von denen jede den anderen mit gleicher Achtung begegnet.
Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung

Der Glaube gibt uns Halt; und der Optimismus ist eine konstruktive Kraft, wenn es darum geht, ein großes politisches und menschliches Ideal zu realisieren, wie es die europäische Einigung darstellt.
Alcide De Gasperi (1881-1954), österreichisch-ungarischer italienischer Politiker und Staatsmann

Die große Hoffnung scheint jeden Tag mehr Leben und Geschichte des neuen Europa zu werden. Und Europa wird jeden Tag mehr Garantin für Frieden und eine sichere Kraft, die sich Achtung verschafft.
Alcide De Gasperi (1881-1954), österreichisch-ungarischer italienischer Politiker und Staatsmann

Die Integration Europas ist die einzige mögliche Rettung des christlichen Abendlandes.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, Bundeskanzler

Die abendländische Völkergemeinschaft, die Josef Görres und Constantin Frantz vorschwebte, die Zusammenarbeit der Mächte bei der Lösung zivilisatorischer Aufgaben, die Otto von Bismarck anstrebte, die praktische Lehre, die Aristide Briand und Gustav Stresemann aus der ersten und Winston Churchill aus der zweiten Weltkriegskatastrophe zogen, sie alle waren Wegweiser zu den ersten Zusammenschlüssen in unseren Tagen.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

  Europa als Friedensordnung

Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker und Staatsmann, Premierminister, Literaturnobelpreisträger

Wenn Europa einmal einträchtig sein gemeinsames Erbe verwalten würden, dann könnten seine drei- oder vierhundert Millionen Einwohner ein Glück, einen Wohlstand und einen Ruhm ohne Grenzen genießen.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker und Staatsmann, Premierminister, Literaturnobelpreisträger

Ob die Vereinigten Staaten Europa realisierbar seien, darüber braucht man sich nicht den Kopf zu zerbrechen: sie müssen realisiert werden, wenn Europa seine Bedeutung und seinen Menschenreichtum aufrechterhalten will.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker

Den Feinden von gestern reichen wir die Hand, um uns zu versöhnen und um Europa gemeinsam aufzubauen.
Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung

Die Supermächte können über den Widerspruch eines einzelnen europäischen Landes hinweggehen. Die Stimme eines geeinten Europas muss von ihnen auch im eigenen Interesse beachtet werden.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Je weiter Europa den Nationalismus hinter sich lässt, desto größer sind die Chancen für den Frieden.
John Kenneth Galbraith (1908-2006), kanadisch-US-amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat

Es gibt keinen anderen Weg, einen dauerhaften Frieden zu schaffen, als durch den Abbau von Entwicklungsrückständen und die Reduzierung von Armutszonen ... Europa braucht ein neues Solidaritätsgefühl, damit seine Einheit nicht am Ende an allzu großen Lasten der Geber und am Frust der Nehmer zerbricht.
Wladislaw Bartoszewski (1922- ), polnischer Politiker, früherer Außenminister, Kämpfer für die deutsch-polnische Aussöhnung

Europa ist ein großes Haus.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Die deutsche Einheit ist nicht nur eine nationale Frage der Deutschen, die deutsche Einheit ist eine Frage der Selbstbehauptung der Völker Europas und der Weltdemokratie.
Kurt Schumacher (1895-1952), deutscher Politiker, SPD

Was wir alle in und mit der Europäischen Union geschaffen haben, kann Modell für andere Regionen in der Welt sein. Nach blutigen Kriegen haben uns unsere Nachbarn die Hände zur Versöhnung gereicht, ein Miteinander zugelassen, aus dem Freundschaft erwuchs. Die Dankbarkeit für diese Entwicklung ist ein Grund, weshalb wir mithelfen, Frieden auch in anderen Regionen zu ermöglichen.
Gerhard Schröder (1944- ), Politiker, SPD, Bundeskanzler

  Europa als Verteidigungsgemeinschaft

Ein totalitärer Staat versteht nur eines: Er hört nur dann, wenn der, mit dem man spricht, auch Macht hat. Und diese Macht muss sich Europa verschaffen.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland

Offenbar muss Europa immer erst in den Zustand äußerster Gefahr geraten, ehe es sich entschließt, das zu tun, was notwendig ist, um am Leben zu bleiben.
Peter Bamm (1897-1955), deutscher Arzt, Journalist und Schriftsteller

Europa braucht nicht nur eine Eingreiftruppe. Europa braucht eine Armee. Diese Armee sollte in der Lage sein, den Kontinent konventionell zu sichern gegen jeden denkbaren konventionellen Angriff. Sie wäre ein Schild Europas.
Egon Bahr (1922- ), deutscher Politiker, SPD

  Europa als Wirtschaftsgemeinschaft

Wer das Meer beherrscht, hat eine freie Hand. Wahrlich bei uns in Europa ist heutzutage die Herrschaft zur See ein bedeutender Gewinn, besonders weil die meisten Staaten Europas nicht bloß Binnenreiche sind, sondern der größte Teil ihrer Grenzen vom Meere umgürtet sind.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Staatsmann und Wissenschaftler

Was die Nationen hindert, einander zu vertrauen, sich aufeinander zu stützen, ihre Besitztümer und Kräfte wechselweise mitzuteilen und zu genießen, sind nur mittelbar Fragen der Macht, des Imperialismus und der Expansion: im Kerne sind es Fragen der Wirtschaft. Verschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird früher geschehen, als wir denken, so verschmilzt auch die Politik. Das ist nicht der Weltfriede, nicht die Abrüstung und nicht die Erschlaffung, aber es ist Milderung der Konflikte, Kräfteersparnis und solidarische Zivilisation.
Walther Rathenau (1867-1922), deutscher Industrieller, Schriftsteller und liberaler Politiker

Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl stellt die neue Methode dar, um ein Friedens- und Kooperationsabkommen zu garantieren.
Alcide De Gasperi (1881-1954), österreichisch-ungarischer italienischer Politiker und Staatsmann

Wenn ich das Ganze der europäischen Einigung noch einmal zu machen hätte, würde ich nicht bei der Wirtschaft anfangen, sondern bei der Kultur.
Jean Monnet (1888-1979), französischer Politiker

Mein Vaterland ist ein geeintes Europa, aber nicht ein durch kaufmännische Interessen zerklüftetes Deutschland.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Europa entsteht durch die Währung oder gar nicht.
Jacques Rueff (1896-1978), französischer Politker und Wirtschafts- und Finanzexperte (der Mensch lebt nicht vom Geld allein aber ohne Geld geht es auch nicht)

Ich sage dir, dieses Europa ist nichts anderes als eine einzige große Auktion. Das ist alles, was man darüber sagen kann, nichts als ein großer Inventurausverkauf.
Tennessee Williams (1911-1983), US-amerikanischer Schriftsteller

Die Integration Europas ist notwendiger denn je, ja sie ist geradezu überfällig geworden.
Ludwig Erhard (1897-1977), deutscher Politiker, CDU, zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Der Euro wird den Standort Europa in der Welt stärken. Der Euro wird mehr sein als ein Zahlungsmittel. Seine politische Bedeutung geht weit darüber hinaus. Er wird zu einem Identifikationsmerkmal Europas werden, zu einem sichtbaren Zeichen der Zusammengehörigkeit. Dies fördert die Stärkung des europäischen Bewusstseins. Mit der gemeinsamen Währung wird die Europäische Union als Friedens- und Freiheitsordnung noch fester und unauflöslich zusammengebunden. Gerade wir Deutschen in der Mitte Europas müssen daran jedes Interesse haben.
Helmut Kohl (1930- ), deutscher Politiker, CDU, Bundeskanzler

Die europäische Integration ist unser Ziel, und wo die Politiker versagten, werden wir Industriellen erfolgreich sein.
Giovanni Agnelli (1921-2003), italienischer Industrieller, Geschäftsführer von FIAT

Der Euro wird den Standort Europa in der Welt stärken. Der Euro wird mehr sein als ein Zahlungsmittel. Seine politische Bedeutung geht weit darüber hinaus. Er wird zu einem Identifikationsmerkmal Europas werden, zu einem sichtbaren Zeichen der Zusammengehörigkeit. Dies fördert die Stärkung des europäischen Bewusstseins. Mit der gemeinsamen Währung wird die Europäische Union als Friedens- und Freiheitsordnung noch fester und unauflöslich zusammengebunden. Gerade wir Deutschen in der Mitte Europas müssen daran jedes Interesse haben.
Helmut Kohl (1930- ), deutscher Politiker, CDU, Bundeskanzler

Der Binnenmarkt ist die Entdeckung Europas im Jahre 1992, so wie 1492 Amerika entdeckt wurde.
Martin Bangemann (1934- ), deutscher Politiker, FDP

  Europa als Wertegemeinschaft

Überlasst mir die Erziehung und in einem Jahrhundert ist Europa umgestaltet.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), deutscher Philosoph, Mathematiker, Physiker, Historiker, Bibliothekar, Jurist

Moral ist heute in Europa Herdentiermoral.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher klassischer Philologe und Philosoph

Der Antisemitismus ist der Tod, jawohl, der Tod der europäischen Zivilisation.
Anatole France (1844-1924), französischer Schriftsteller

Dass Europa werde, setzt voraus, dass jede seiner Nationen ihre Geschichte umdenke; dass sie ihre Vergangenheit auf das Werden dieser großen Lebensgestalt hin verstehe.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Priester

Europa soll sich eine Seele schaffen. Europa muss wieder ein Wegweiser für die Menschheit sein. Europa ist gegen niemand. Das geeinte Europa ist ein Symbol der allumfassenden Solidarität der Zukunft. Bevor Europa eine militärische Allianz oder eine wirtschaftliche Einheit sein wird, muss es eine kulturelle Einheit im höchsten Sinne des Wortes sein.
Robert Schuman (1886-1963), deutsch-französischer Staatsmann

Die Demokratie verdankt Ihre Entstehung und Entwicklung dem Christentum: sie wurde geboren, als der Mensch berufen wurde, die Würde der Person in individueller Freiheit, den Respekt vor dem Recht des anderen und die Nächstenliebe gegenüber seinen Mitmenschen zu verwirklichen.
Robert Schuman (1886-1963), deutsch-französischer Staatsmann

Soll Europa auferstehen, so muss seine Zukunft gründen auf die edelsten Pfeiler seiner Vergangenheit: auf griechischen Individualismus und christlichen Sozialismus; auf Menschenwürde und Nächstenliebe.
Richard Nicolas Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), italienischer Politiker, Gründer der Paneuopabewegung

Es gibt gewisse Grunderscheinungen, die spezifisch europäischen Charakter tragen: Die systematische und kritische Auflehnung gegen alle Gesetze eines sakrosankten Kollektivs; den Begriff des Individuums, der Persönlichkeit, der persönlichen Berufung im Gegensatz zu allen irrationalen Riten und Gebräuchen und zu guter Letzt die Überzeugung, dass in der Mannigfaltigkeit der Sprache, der Parteien, der Nationen und selbst der Religionen die Grundvoraussetzung jedes schöpferischen und erfinderischen Geistes enthalten sei.
Denis de Rougemont (1906-1985), Schweizer Philosoph, Vorkämpfer der europäischen Integration

Nichts ist dem europäischen Vermächtnis so sehr entgegen wie die Meinung, ... dass das Ziel der Menschheit als vollkommene Ordnung auf Erden erreicht werden könne.
Reinhold Schneider (1903-1958), deutscher Schriftsteller

Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und die Völker sichern und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr altes Frieden stiftendes Amt installieren.
Novalis (Freiherr Friedrich Leopold von Hardenberg) (1772-1801), deutscher Schriftsteller und Philosoph

Offenbar muss Europa immer erst in den Zustand äußerer Gefahr geraten, ehe es sich entschließt, das zu tun, was notwendig ist, um am Leben zu bleiben.
Peter Bamm (1897-1975), deutscher Arzt, Journalist und Schriftsteller

Meine Kultur ist Erbin der christlichen Werte.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Pilot

Zukunft ist Herkunft. Wenn wir uns unserer Herkunft nicht mehr erinnern, wird Europa keine Zukunft haben.
Hans-Georg Gadamer (1900-2002), deutscher Philosoph

Europa braucht eine Seele.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe, Erzbischof von Wien, Kardinal

Der Weg nach Europa geht über Mitteleuropa. Er geht nicht nur über die Wirtschaft, über das Geld, über den Euro, sondern vorrangig über die gemeinsame Geschichte, die verbindenden kulturellen Werte, die religiöse Tradition.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe, Erzbischof von Wien, Kardinal

Heute, nach einer wechselvollen Vergangenheit, erkennen wir: Europa braucht ein neues geistiges Antlitz. Und dazu gehört nicht nur der Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zum Ende, sondern auch das Wissen um die elementare Bedeutung der Familie, dazu gehört die moralische Verantwortung inmitten einer sich überstürzenden Forschung; dazu gehört die Sorge um den Lebensraum für die zukünftigen Generationen. All das steht in Verbindung mit einem christlichen Welt- und Menschenbild, das an der geistigen Einheit Europas schon einmal entscheidend mitgebaut hat.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe, Erzbischof von Wien, Kardinal

Europa ist geistig entwurzelt worden, abgeschnitten von jener Antike, wo alle Bestandteile unserer Zivilisation ihren Ursprung haben; und vom 16.Jahrhundert an ist es ausgezogen und hat die anderen Erdteile entwurzelt.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin jüdischer Abstammung

Europa sucht, mit gutem Grund, sich eine gemeinsame Politik und eine gemeinsame Währung zu geben, aber es braucht vor allem eine Seele.
André Frossard (1915-1995), französischer Journalist und Essayist

Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, missgünstige Großfamilie werden.
Vicco von Bülow (Loriot) (1923-2011), deutscher Karikaturist, Regisseur, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbilder

Es ist unverzichtbar, dass das heutige Europa sein Erbe an Werten schützt und erkennt, das die Macht, diese voranzubringen, zu fördern und zu festigen vor allem eine christliche ist.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst

Ich habe manchmal den Eindruck, als sei Europa müde geworden, als sei es dabei, seine Identität zu verlieren, seine Wurzeln selber nicht mehr zu kennen. Zu diesen Wurzeln gehören ganz sicher die Aufklärung, die Menschenrechte, die verschiedenen Emanzipationsbewegungen. Aber eben auch das Christentum und die christliche Ethik.
Horst Köhler (1942- ), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

Europa ist auf drei Hügeln erbaut worden: auf Golgatha, der Akropolis und dem Kapitol, die uns Transzendenz, Humanum und Ordo als Werte überliefert haben.
Hans Graf Huyn (1930- ), deutscher Politiker und Publizist

Wir müssen die christlichen Wurzeln des Kontinents deutlich machen und sie wieder zum Wachsen und Blühen bringen.
Walter Kasper (1933- ), deutscher katholischer Theologe, Kardinal, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen

Der Beitrag der Kirchen zum europäischen Einigungsprozess ist umso relevanter, wenn er in einem ökumenischen Geist geschieht.
José Manuel Barroso (1956- ), portugiesischer Politiker, Ministerpräsident Portugals, Präsident der Europäischen Kommission

  Europa der Regionen

Europa ist ein Staat, der aus mehreren Provinzen besteht.
Charles de Montesquieu (1689-), französischer Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker

Europa hat keine Ränder, es ist überall Mittelpunkt.
Slobodan Novak (1924- ), kroatischer Schriftsteller

Auch ohne eine förmliche Anerkennung ist das Europa der Regionen heute schon eine Realität
Gustav Wabro (1933- ), deutscher Politiker, CDU

Des Deutschen Vaterland ist das ganze Deutschland. Europa wird entstehen in der Vielfalt seiner Landschaften, seiner geschichtlichen Werte, seiner Lebensart.
Erich Mende (1916-), deutscher Jurist und Politiker

Die Stärke Europas besteht eigentlich darin, dass es eine Summe verschiedener Mentalitäten und Kreativitäten ist, das Gegenteil von Gleichschaltung und Einebnung.
Lennart Meri (1929-2006), estnischer Schriftsteller, Filmemacher und Politiker

  Europa und die deutsch-französische Versöhnung

Deutschland kann als das Herz Europas angesehen werden; die große kontinentale Gemeinschaft vermag ihre Unabhängigkeit nur in der Unabhängigkeit dieses Landes wieder zu finden.
Germaine de Stael (1766-1817), französische Schriftstellerin

Es gibt nur ein Bündnis, das gut und organisch gewachsen wäre: das deutsch-französische. Das wäre die erste und einzige unter allen alten und neuen Allianzen, die sich nicht gegen einen Dritten richtet. Es wäre die Allianz für Europa.
Carl von Ossietzky (1889-1938), deutscher Journalist, Politiker, SPD, und Pazifist

Frankreich und Deutschland sind die beiden Flügel des Abendlands.
Romain Rolland (1866-1944), französischer Schriftsteller, Musikkritier und Pazifist, Literaturnobelpreisträger

Ein vereintes Europa kann nicht leben ohne die Gesundheit und ohne die Stärke Deutschlands.
Winston Churchill (1874-1965), britischer Staatsmann, Premierminister

Wir Elsässer können einen guten Beitrag beim Zusammenwachsen Europas leisten: Wir hassen Arroganz und Gewalt, wir haben lange gelitten, aber jetzt sind wir der Brückenkopf zwischen Frankreich und Deutschland.
Toni Ungerer (1931- ), französischer Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator

Deutschland und Frankreich sind die beiden Pfeiler Europas, sonst gibt es keine.
Peter Scholl-Latour (1924-1914), deutsch-französischer Journalist und Publizist, Buchautor

  Europa und die osteuropäischen Staaten

Wir müssen das geeinte Europa nicht nur im Interesse der freien Völker errichten, sondern auch, um die Völker Osteuropas in die Gemeinschaft aufnehmen zu können, wenn sie von dem Zwang, unter dem sie leiden, befreit, um ihren Beitritt und unsere moralische Unterstützung nachsuchen werden.
Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung

Je weiter wir die Grenzen der Freiheit nach Osten verschieben, desto sicherer wird die Mitte.
Otto von Habsburg (1912-2011), österreichisch-deutscher Politiker, CSU, ältester Sohn des letzten Kaisers von Österreich

Für mich war und ist Europa ohne seinen Osten ein Torso.
Willy Brandt (1913-1992), deutscher Politiker, SPD, Bundeskanzler

Europa muss mit seinen zwei Lungen atmen: der des Westens und der des Ostens.
Johannes Paul II. (Larol Wojtyla) (1920-), polnischer Papst

Im gemeinsamen Europäischen Haus müssen alle Europäer ihren Platz haben können. Die EU, ihre Mitgliedstaaten, aber auch die Staaten, die nicht Mitlied der EU sind, eingeschlossen derer größter, nämlich Russland. Es wäre ein Missverständnis, wenn man am Ende des Kalten Krieges nicht die gesamte europäische Einheit sehen würde, sondern nur eine Ostverschiebung der Teilungslinie durch Europa aus der Mitte des Kontinents an die Westgrenze Russlands.
Hans Dietrich Genscher (1927- ), deutscher Politiker, FDP, Außenminister, Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland

Ich will ein freies, demokratisches, wirtschaftlich starkes Serbien, eingebunden in Europa.
Vuk Draskovic
(1946- ), serbischer Schriftsteller, Politiker, Außenminister

Alles was in Osteuropa passiert ist, wäre unmöglich gewesen ohne den Antrieb des Papstes und ohne die außerordentliche auch politische Rolle, die er auf der Weltszene gespielt hat.
Michail Gorbatschow (1931- ), sowjet-russischer Politiker, Generalsekretär der KPdSU, Staatspräsident

Damit die europäische Einigung ein Erfolg wird, müssen wir für die Erweiterung der Europäischen Union eintreten. Die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas sind Teil unserer Kultur. Westeuropäische Touristen, die über die Straßen und Plätze Krakaus, Prags oder Budapests, um nur wenige Beispiele zu nennen, gehen, spüren und sehen, dass sie sich mitten in Europa befinden. Die christlich-abendländische Kultur vereint das gesamte Europa.
Helmut Kohl (1930- ), deutscher Politiker, CDU, Bundeskanzler

Ich bin ein großer Befürworter des Integrationsprozesses. Er müsste sogar noch tiefer gehen. Ich fürchte überhaupt nicht um die nationale Identität. Ihrer kann sich nur derjenige nicht sicher sein, der in sich selber diese Unsicherheit hat. Das liegt in der Hand jedes einzelnen von uns.
Václav Havel (1936-2011), tschechischer Dramatiker, Essayist, Menschenrechtler und Politiker

  Europa und Russland

Es ist ein Missverständnis, den katholisch-orthodoxen Dialog nur als eine innerkirchliche Angelegenheit zu sehen. Dieser Dialog hat auch eine enorme politische und gesellschaftliche Bedeutung. Letztlich ist ganz Europa von der Spaltung in Ost- und Westkirche geprägt.
Paul Michael Zulehner (1939- ), österreichischer katholischer Theologe und Priester

Russen und Deutsche sind die beiden größten Völker Europas. Wie sie zueinander stehen, hat eine entscheidende Bedeutung für das Schicksal des ganzen Kontinents.
Boris Jelzin (1931-2007), russischer Politiker, erster Präsident Russlands

Die Erweiterung der Nato nach Osten kann zu einer schicksalhaften Entscheidung werden, die den Völkern Europas teuer zu stehen kommt.
Boris Jelzin (1931-2007), russischer Politiker, erster Präsident Russlands

Mit Europa und den USA endet die Welt nicht.
Wladimir Putin (1952- ),

  Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika

Amerika, du hat es besser als unser Kontinent, das alte, hast keine verfallenen Schlösser und keine Basalte.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter

Der Tag wird kommen, an dem diese beiden gewaltigen Bünde, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Vereinigten Staaten von Europa, einander über den Ozean hinweg die Hände reichen werden zum Austausch ihrer Waren, ihres Handels, ihrer Industrie, ihrer Kunst, ihrer Kultur - um gemeinsam den Erdball urbar zu machen, die Wüsten zu bevölkern, die Schöpfung zu veredeln vor den Augen des Schöpfers und, zum Wohle aller, diese beiden unendlichen Kräfte miteinander zu verbinden: die Brüderlichkeit der Menschen und die Allmacht Gottes.
Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller

Amerika hat uns niemals verziehen, dass Europa ein wenig früher entdeckt worden ist.
Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller

Die Vokabel "altes Europa" zu benutzen, das ist, als würde man sagen, die Bürgerrechte sind alt, Jesus ist alt, die Philosophen sind alt - und genau das ist der Punkt. Noch mal: Geschichte ist dazu da, aus ihr zu lernen. Europa ist da in einem höheren Reifestadium. Das ist nicht eure Schande, sondern eure Ehre.
Harry Belafonte (1927- ), US-amerikanischer Sänger, Schauspieler und Entertainer

Die europäischen Länder können nicht auf die Dauer ihre großen Kräfte zum Segen ihrer Völker und der Menschheit voll entfalten, wenn sie fortfahren, ihr Heil und ihre Sicherheit lediglich durch die Patronage der Vereinigten Staaten zu finden.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland

  Europa und die Welt

Asien, Europa – zwei Flecken im All! Das gesamte Meer, ein Tropfen im All.
Marc Aurel (121-180), römischer Kaiser und Philosoph

Wenn mir etwas bekannt wäre, das mir nützlich, für meine Familie aber schädlich wäre, so würde ich es mir aus dem Sinn schlagen. Wenn mir etwas bekannt wäre, das meiner Familie zuträglich wäre, meinem Vaterlande aber nicht, so würde ich suchen, es zu vergessen. Wenn mir etwas bekannt wäre, das meinem Vaterlande zuträglich, für Europa aber abträglich wäre, oder etwas, das für Europa nützlich, für die Menschheit aber schädlich wäre, so würde ich es für verbrecherisch halten.
Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu (1689-1755), französischer Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker

Europa ist nicht ein Gebilde, das für sich leben könnte. Europa ist nur möglich innerhalb der Welt und innerhalb der Weltwirtschaft.
Gustav Stresemann (1878-1929), deutscher Politiker und Staatsmann

Der Weltfriede kann nicht erhalten bleiben ohne Neuschöpfungen, die den Gefahren der Zeit begegnen. Der Beitrag eines vereinigten und lebendigen Europas wird ein unentbehrlicher Bestandteil einer geordneten Weltgemeinschaft darstellen.
Robert Schuman (1886-1963), französischer Politiker, Kämpfer für deutsch-französische Aussöhnung und europäische Einigung

Der Europäer ist kein besserer Mensch. Nur hat er drei Geschenke bekommen: seine geographische Lage, das Erbe der Antike und das Christentum. Diese drei haben Europa gemacht.
Sigismund von Radecki (1891-1970), deutscher Schriftsteller und Übersetzer

Während alle Nichteuropäer über das Ende des Kolonialismus jubeln, schreitet die Europäisierung der Welt unaufhaltsam fort.
Sigismund von Radecki (1891-1970), lettischer Feuilletonist und Übersetzer

Der jüngste Nationalismus: Europa. Vor einem europäischen Chauvinismus wird gewarnt.
Ludwig Marcuse (1894-1971), deutscher Schriftsteller, Literaturprofessor

Das Problem, das Europa über sich und die Welt gebracht hat, kann man vielleicht andeuten durch den paradox scheinenden Ausdruck der irrationalen Dynamik der Rationalität.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher

Entwicklungshilfe kann immer nur marginal sein. Ich denke, dass zum Beispiel die Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft im Süden mehr Unheil anrichtet, als unsere Entwicklungshilfe gutmachen kann.
Erhard Eppler (1926- ), deutscher Politiker, SPD, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Afrika sagt alles über Europa.
Manfred Hinrich (1926- ), deutscher Kinderbuchautor, Journalist und Aphoristiker

Europa kann sich nicht als autonome Insel in einer vernetzten Welt betrachten.
Eberhard von Koerber (1938- ), deutscher Manager, Co-Präsident des Club of Rome

Überall in Europa werden Krankenschwestern aus Afrika beschäftigt, die in Afrika fehlen. Früher haben sich die Europäer in Afrika das Gold geholt, heute sind es die Krankenschwestern: Wir sind immer noch Räuber.
Henning Mankell (1948- ), schwedischer Theaterregisseur und Schriftsteller

Die Länder Europas haben Jahrhunderte gebraucht, um ihre Demokratie zu entwickeln. Wir hatten gerade einmal 14 Jahre seit dem Ende der Apartheid! Und wir hatten davor 300 Jahre eine Gesellschaft, die auf Rassentrennung beruhte.
Desmond Tutu (1931- ), ehemaliger südafrikanischer anglikanischer Erzbischof, Friedensnobelpreisträger

  Europa und der Islam *

Ein Glück, das Europa sich im ganzen des Islams erwehrte.
Jacob Christoph Burckhardt (1818-1897), Schweizer Kulturhistoriker

Wenn irgendeine Religion Aussicht darauf hat, in den kommenden hundert Jahren England - wenn nicht ganz Europa - zu regieren, dann könnte es der Islam sein.
George Bernard Shaw (1856-1950),
irisch-britischer Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist

Weit entfernt von seinem Untergang, ist der Mohammedanismus ein militanter, bekehrungseifriger Glaube. Wäre das Christentum nicht in den starken Armen der Wissenschaft geborgen, könnte die Zivilisation des modernen Europa untergehen.
Winston Churchill (1874-1965), englischer Politiker und Staatsmann, Premierminister, Literaturnobelpreisträger

Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen - das Christentum ist so etwas Fades -, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.
Adolf Hitler (1889-1945), österreichisch-deutscher Politiker, Diktator (27. Aug. 1942 in Jochmann, Adolf Hitler - Monologe im Führerhauptquartier, S. 370)

Die Türkei war nicht Europa, ist es nicht und wird es nicht sein, weder geographisch noch historisch, noch kulturell.
Ralph Giordano
(1923- ), deutscher Journalist, Schriftsteller und Regisseur

Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.
Peter Scholl-Latour (1924-2014), deutsch-französischer Journalist und Publizist

Der Platz der Türkei ist nicht in Europa. Ihre Aufnahme wäre eine schwere Gefahr. Die Türkei gehört zum Orient.
Jacques Louis le Goff (1924-2014), französischer Historiker

Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist.
Necmettin Erbakan (1926-2011), türkischer Politiker, Ministerpräsident der Türkei (
The middle east media research institute (MEMRI), 1997)

Überall in Europa erweisen sich muslimische Minderheiten als nicht assimilierbar und igeln sich in ihrer Subkultur ein. Auch die Bundesrepublik hat bekanntlich kein Ausländer-, sondern ausschließlich ein Türkenproblem.
Hans-Ulrich Wehler (1931-2014), deutscher Historiker

Ich glaube, dass Europa in den vergangenen Jahren gegenüber der Entwicklung im nördlichen Afrika etwas unaufmerksam war.
Giorgio Napolitano (1925), italienischer Politiker, PD, italienischer Staatspräsident

Entweder es gelingt uns, den Islam zu europäisieren oder Europa wird islamisiert.
Jürgen Becker (1932- ), deutscher Schriftsteller

Die Aufnahme der Türkei ist aus meiner Sicht weder finanzierbar, noch im Sinne des einigen Europas vernünftig.
Peter Glotz (1939- ), deutscher Politiker, SPD, Publizist und Kommunikationswissenschaftler

Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan.
Mehmet Sabri Erbakan (1957- ), deutsch-türkischer Arzt, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Mili Görus

Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen. Das, was Kamuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen verwirklichen.
Vural Öger (1942- ), türkisch-deutscher Touristikunternehmer, Europapolitiker, SPD (bei einem Essen mit seinen türkischen Freunden gegenüber der größten türkischen Zeitung “Hürriyet”, bezeichnete die Aussage später als Witz)

Die Annahme, einem rigiden, unduldsamen ‘Gesetzesislam’ stehe eine ‘tolerante’ sufische Strömung entgegen, gehört zu den Fiktionen der europäischen Islamschwärmerei und wird durch die historischen Fakten tausendfach widerlegt.
Tilmann Nagel (1942- ), deutscher Orientalist und Islamwissenschaftler

In diesem Zusammenhang verwende ich im Hinblick auf eine klare Werteorientierung für Europa den Begriff Leitkultur. Ich verstehe darunter eine der Integration dienende Werteorientierung, die jede Gesellschaft benötigt. Leitkultur steht im Gegensatz zum Begriff der Wertebeliebigkeit. .... seit dem 11. September wissen wir, dass die Demokratie Grenzen setzen muss, dass nicht jeder nach seinem eigenen Belieben, unter Rückgriff auf seine Zugehörigkeit zu einer fremden Kultur, handeln und der Gesellschaft Schaden zufügen kann. Was am 11. September passiert ist, darf nicht sein; und wenn man sagt, ‚das darf nicht sein’, dann ist das schon Leitkultur. Die europäische Zivilisation muss zu ihren demokratischen und liberalen Werten stehen und diese auch verteidigen.
Bassām Ṭībī (1944- ), deutscher Politikwissenschaftler syrischer Herkunft (bekennender Muslim)

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten!
Recep Tayyip Erdogan (1954- ), türkischer Politiker, Ministerpräsident der Türkei (bei einer einer Reden als Oberbürgermeister von Istanbul, in "Die Welt", 1997, Wegen religiöser Volksverhetzung wurde Erdogan 1998 zu 10 Monaten Haft verurteilt. Das Urteil wurde 2001 aufgehoben)

Versteht Ihr, warum sie die Türkei seit 54 Jahren nicht in die EU aufnehmen? Ich sage es laut und deutlich: Das ist durchweg eine Kreuzritter-Allianz.
Recep Tayyip Erdogan (1954- ), türkischer Politiker, Ministerpräsident der Türkei (bei einer einer Rede als Ministerpräsident in Istanbul zwei Wochen vor dem Referendum über die Erweiterung seiner Machtkompetenzen am 16.04.2017)

Jetzt warten wir ab, bis in Mekka eine Kirche gebaut wird, die man schon von Weitem sehen kann. Und dann erklären wir die Diskussion um Moscheen und Minarette in Europa für beendet und lassen die Bagger anrollen. Das ist die schöne Wunschvorstellung.
Henryk M. Broder (1946- ), deutscher Publizist und Buchautor polnischer Herkunft

Warum sollte eine vitale Weltkultur sich in eine westliche Kultur integrieren wollen, wenn diese – die nicht genügend Nachwuchs produziert und nicht mehr länger über eine transzendente Idee verfügt – sich ihrem historischen Ende nähert?
Udo di Fabio (1954- ), deutscher Jurist, Bundesverfassungsrichter (ob es dazu kommen muss hängt davon ab, ob sich die Europäer wieder auf ihre eigenen Wurzeln und Werte besinnen)

  Europa und die Brüsseler Bürokratie

Die Dressierbarkeit des Menschen ist in diesem demokratischen Europa sehr groß geworden.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher klassischer Philologe und Philosoph

Europa besteht aus lauter Geheimräten. Die Greise regieren, und die Jugend verkümmert.
Walter Hasenclever (1890-1940), deutscher Schriftsteller

Europa bauen. Aus lauter Vorwänden und Hintertüren?
Jeannine Luczak (1938- ), deutscher Dolmetscherin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin

Die Dressierbarkeit des Menschen ist in diesem demokratischen Europa sehr groß geworden.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher klassischer Philologe und Philosoph

Wir dürfen Europa nicht tatenloser Geschwätzigkeit überlassen. Wir dürfen Europa nicht teurer Bürokratie ausliefern.
Phil Bosmans (1922-2012), belgischer katholischer Ordensgeistlicher, Schriftsteller und Telefonseelsorger

Die wachsende Vereinsamung ist der gefährlichste wunde Punkt des heutigen abendländischen Menschen.
Michel Tournier (1924- ), französischer Schriftsteller

Die Europäische Kommission ist etwas, das in der montesquieuschen Gewaltenteilung nicht vorkommt: Sie ist Legislative und Exekutive zur gleichen Zeit. Sie wird nicht gewählt, sie wird ernannt. Das heißt, wir haben uns bei der weiteren Integration Europas auch über eine Demokratisierung der europäischen Institutionen Gedanken zu machen.
Peer Steinbrück (1947- ), deutscher Politiker, SPD

  Europa und der Neoliberalismus

Die Armen sind die Neger Europas.
Nicolas-Sébastien Roch Chamfort (1741-1794), französischer Schriftsteller

Heute scheint Europa aber unter dem Diktat von Geld und Markt in zwei Klassen eingeteilt.
Franz König (1905-2004), österreichischer Theologe, Erzbischof von Wien, Kardinal

Die EU-Verfassung hat eine wirtschaftsdogmatische Schlagseite. Statt einen Sozialstaat Europa zu entwickeln, gibt sich Europa eine Verfassung, die zum Teil neoliberaler ist als in den USA.
Hermann Scheer (1944-2010), deutscher Politiker, SPD

Der Dämon Europas ist die Zeit. Ewige Hast und Flüchtigkeit ist das westliche Schicksal.
Junyu Kitayama (1902-1062), japanischer Schriftsteller

Ohne eine erfolgreiche europäische Energiepolitik werden alle Konsequenzen des Treibhauseffekts sukzessive eintreten - nicht erst nach Ablauf der vielfach genannten Frist von 2030: Die Überflutung tiefliegender Küstengebiete, die Versalzung von Anbauflächen, Ertragsverringerungen der Landwirtschaft und Wüstenausbreitungen. Dies alles ist in Europa nicht von der Tragweite wie z.B. in vielen Südseestaaten, die es dann nicht mehr gibt.
Hubert Weinzierl (1935- ), deutscher Natur- und Umweltschützer

Europa ist etwas, für das wir damals ausgezogen sind und jetzt ausgezogen werden.
Werner Finck (1902-1978), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller

  Europa und die Säkularisierung der Gesellschaft

Hundert oder mehr Jahre hat Europa bloß noch studiert und Fabriken gebaut! Sie wissen genau, wie viel Gramm Pulver man braucht, um einen Menschen zu töten, aber sie wissen nicht, wie man zu Gott betet, sie wissen nicht einmal, wie man eine Stunde lang vergnügt sein kann.
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.
Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G.) (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Deutschland ist eines der am wenigsten christlichen Länder Europas, und in Berlin fühle ich mich wie in einer heidnischen Stadt.
Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, CDU, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland

Der Verrat an der Religion zieht den Verrat an der Kultur nach sich. Die abendländische Kultur wird genauso lange leben wie die abendländische Religion.
Gertrud von le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin

Der abendländische Mensch weiß nicht mehr, für welche Sterne er leben soll.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist

Das christliche Europa hat sich seines Christentums entledigt, wie ein Mensch sich der Vitamine entledigt.
Georges Bernanos (1888-1948), französischer Dichter

Der Versuch, Europa zum christlichen Glauben zu bekehren, ist gelungen. Der Versuch, Europa zur christlichen Moral zu bekehren ist misslungen. Europa und Amerika sind heute nicht die christlichsten, sondern die unchristlichsten Teile der Kulturmenschheit.
Richard Nicolas Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), österreichischer Politiker und politischer Schriftsteller, Begründer der Paneuropa-Bewegung

Europa ist geistig entwurzelt worden, abgeschnitten von jener Antike, wo alle Bestandteile unserer Zivilisation ihren Ursprung haben; und vom 16.Jahrhundert an ist es ausgezogen und hat die anderen Erdteile entwurzelt.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Mystikerin

Nun schweigen die Glocken in vielen Räumen des Menschen. In den Städten werden sie übertönt und überlärmt durch andere Laute, erzeugt von Geräuschmaschinen… Wohl klingen noch viele tausend Glocken in Stadt und Land… Aber wir leben nicht mehr in "Glocken-Europa".
Friedrich Heer (1916-1983), österreichischer Kulturhistoriker, Schriftsteller und Publizist

Unser Europa ist ein religiöser Kühlschrank im Vergleich mit dem gläubigen Indien.
Johann Leppich (1915-1992), deutscher katholischer Priester, Jesuit und Wanderprediger

Ein der christlich-abendländischen Kultur entwachsener Atheist sollte als gebildeter Mensch wenigstens die Wurzeln kennen, von denen er sich abgeschnitten hat.
Manfred Lütz (1954- ), deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller

In dem Maße, in dem die Gedanken in Europa abgenommen haben, haben die Erfindungen zugenommen.
Moses Joseph Roth (1894-1939), österreichischer

  Europa und der Laizismus

Mit Besorgnis sehe ich, wie sich neue Ideologien in Europa abzeichnen: Radikale Laizisten drängen das Christentum an den Rand und aus der europäischen Geschichte hinaus. Die Gender-Ideologie greift unsere Identität als Mann und Frau in ihren Grundfesten an. Eine intolerante Gesetzgebung rund um die Antidiskriminierungsgesetze verbietet die kritische Sichtweise der Homosexualität. Widerspruch wird nicht geduldet. Das erinnert mich an die mir zu gut bekannten autoritären und totalitären Systeme. Hier müssen wir Abhilfe schaffen und uns um ein offenes und tolerantes Europa bemühen.
Wladislaw Bartoszewski (1922- ), polnischer Historiker, Publizist und Politiker, polnischer Außenminister

Was in Westeuropa geschieht ist nicht keine Verfolgung, sondern eine Marginalisierung des Glaubens, die versucht, ihn als eine persönliche Gewissensangelegenheit darzustellen.
George Leonard Carey (1935- ), englischer anglikanischer Theologe, Erzbischof von Canterbury

Europa muss bescheidener werden und die höhere Ordnung des Weltalls als etwas achten, das über uns hinausgeht. Demut, Freundlichkeit, Respekt vor dem Unverständlichen, Solidarität mit anderen, Achtung des Andersseins und die Bereitschaft zu Opfern und guten Taten seien Werte, die zum Programm des sich vereinigenden Europas werden könnten und sollten.
Vaclav Havel (1936-), tschechischer Schriftsteller und Politiker, Präsident der Tschechoslowakei

Die europäische Weltlichkeit ist an sich eine Art des Glaubens. Sie ist eine positiv feindliche Einstellung zur Religion.
Joseph Halevi Horowitz Weiler (1951- ), südafrikanischer Professor für Völker- und Europarecht

Ich hätte nie gedacht, dass ich es noch einmal erleben würde, dass "Gewissensfreiheit in Europa" gleichzusetzen ist mit "Gewissensfreiheit in Gefahr".
Josef Bordat (1972- ), deutscher Philosoph und Publizist

  Europa und die europäische Verfassung

Ich bin kein Katholik, aber ich betrachte die christliche Idee, die ihre Wurzeln im griechischen Denken hat und im Lauf der Jahrhunderte all unsere europäische Zivilisation genährt hat, als etwas, dass nicht verleugnet werden kann ohne herabgesetzt zu werden.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Mystikerin

Eine neue europäische Ordnung wird nur dann eine wirkliche Grundlage für eine Zusammenarbeit der europäischen Völker sein können, wenn sie sich auf einem gemeinsamen europäischen Ethos, einer Gemeinsamkeit der sittlichen Überzeugungen aufbaut. Darum ist die innere Überwindung der jetzt herrschenden säkularisierten Lebensauffassungen durch eine christliche Haltung erforderlich, die der geschichtlichen Realität Rechnung trägt, dass Europa unter dem Kreuz geworden ist und nur vor hier aus zu einer Lebens- und Kultureinheit und damit zu einer Ganzheit geformt werden kann.
Helmuth James Graf von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer, Begründer des Kreisauer Kreises, von den Nazis ermordet

Für uns ist Europa nach dem Kriege weniger eine Frage von Grenzen und Soldaten, von komplizierten Organisationen oder großen Plänen, Europa nach dem Kriege ist die Frage: Wie kann das Bild des Menschen in den Herzen unserer Mitbürger aufgerichtet werden.
Helmuth James Graf von Moltke (1907-1945), deutscher Jurist, Widerstandskämpfer, Begründer des Kreisauer Kreises, von den Nazis ermordet

In Europa sind Christentum, Humanismus und klassische Philosophie geistige und sittliche Wurzeln sozialistischen Gedankenguts. Die Sozialdemokratie begrüßt die wachsende Erkenntnis vieler Christen, dass das Evangelium eine Verpflichtung zum sozialen Handeln und zur Verantwortung in der Gesellschaft einschließt.
Godesberger Programm der SPD von 1954

Aufhebung aller innereuropäischen Zoll- und Verkehrsschranken und Schaffung einer europäischen Währungseinheit, Zusammenschluss aller Armeen und Flotten Europas zum Schutze der gemeinsamen Grenzen und Küsten...wahrer Minoritätenschutz und Bestrafung aller Hasspropaganda in Presse und Schulen als Hochverrat an Europa, Stärkung des europäischen Solidaritätsgefühles durch Intereuropäisierung der Schulen, Ausarbeitung einer paneuropäischen Verfassung.
Richard Nicolas Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), österreichischer Politiker und politischer Schriftsteller, Begründer der Paneuropa-Bewegung

Die Nichterwähnung der christlichen Werte scheint mir ein Zeichen großer Schwäche. Es geht hier doch gar nicht um die Frage: religiöse Neutralität der Staaten ja oder nein. Hier geht’s um das Selbstverständnis der Europäer, darum, wie sie die Beziehungen zwischen Mann und Frau sehen, die Familie, die Arbeit, die Verantwortung, die Art, wie man dem Tod begegnet. Die fundamentalen Elemente von allem, was Europa ausmacht, sind tief geprägt von der jüdisch-christlichen und der griechisch-römischen Tradition.
Rocco Buttiglione (1941- ), italienischer Politiker, Europaminister

Sogar die, die keine Gläubigen sind, müssen zugeben, dass eine europäische Verfassung, die es versäumt irgendeinen Bezug auf die christliche Identität des Kontinents herzustellen, eine Verleugnung ihrer Ursprünge wäre.
Gianfranco Fini (1952- ), italienischer Journalist, Psychologe und Politiker, ehemaliger Außenminister

Alle von Menschen verursachten Katastrophen in der Weltgeschichte und in der Gegenwart, vom Holocaust bis zum Völkermord, haben ihre Ursache in der Abkehr der Völker von Gott. Angesichts des Vordringens des Atheismus in Europa und wegen der christlichen Wurzeln Europas, gehört der Hinweis auf die Verantwortung der Völker vor Gott und den Menschen auch in eine zukünftige Europäische Verfassung. Die in und für Europa geltenden humanen Werte sind zunächst christliche Werte, für die der endgültige Bezugspunkt im Transzendenten und damit in Gott zu sehen ist. Diese Erkenntnisse müssen für die künftige Entwicklung Europas zur Grundlage gemacht werden.
Ingo Friedrich (1942- ), deutscher Politiker, Vorsitzender der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Parlamentes

Eine klare Bezugnahme auf Gott und den christlichen Glauben in der zu erarbeitenden Europäischen Verfassung wären die Anerkennung einer geschichtlich-kulturellen Realität, die in die Gegenwart hineinwirkt und aus der die Menschen in Europa ihre Identität ableiten.
Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) (1920-2005), polnischer Papst, erster slawischer Papst

  Europa und die Europafahne

Ein großes Zeichen erschien am Himmel, eine Frau, mit der Sonne umkleidet, den Mond unter ihren Füßen und ein Krone von 12 Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.
Bibel, Neues Testament, Geheime Offenbarung des Johannes 12,1

Die Europafahne trägt 12 goldene Sterne auf blauem Grund, sodass sie – sicher ungewollt, aber in der Tat - zu einer Marienfahne geworden ist.
Joachim Meisner (1933- ), deutscher katholischer Theologe, Erzbischof von Köln

* Der oberste Mufti Saudi-Arabiens, Scheich Abdulasis bin Abdullah, hat in einer Fatwa 2012 die Zerstörung aller Kirchen auf der Arabischen Halbinsel gefordert und beruft sich dabei auf eine Hadithe, also eine der Weisungen des Propheten Mohammed, die nicht im Koran enthalten ist, aber die Grundlage (sunnitisch-)islamischer Rechtspraxis bilden. Danach soll Mohammed auf dem Sterbebett erklärt haben, dass es in Arabien keine zwei Religionen gleichzeitig geben dürfe.   http://www.geistigenahrung.org/ftopic70941.html
Aufschlussreich auch die "qualifizierten" Kommentare dazu auf der islamischen Website "Haus der Wahrheit", ein Nutzer etwa behauptet, dass es in Rom keine Moschee gäbe (dabei wurde dort 1995 die größte Moschee Europas fertiggestellt), ein anderer meinte, dass ein Kirchenbau genauso gut wäre, wenn man einen MacDonald in die Wüste setzen würde (und was ist mit den christlichen europäischen Ingenieuren in Saudi-Arabien oder den christlichen Gastarbeitern?) http://www.hausderwahrheit.net/forum/viewtopic.php?f=47&t=1175
Das konservative wahabistische Saudi-Arabien ist einer der Hauptförder des Moscheenbaus in Europa aber auch salafistischer Gruppen. Norwegens Außenminister sprach sich gegen die Moscheenfinanzierung aus Saudi-Arabien aus, solange es dort strafbar ist, eine christliche Gemeinschaft zu gründen https://koptisch.wordpress.com/2010/10/22/norwegen-will-von-saudi-arabien-kein-geld-fur-moscheen/
Auch berechtigte Kritik am Islam in europäischen Ländern wird versucht mit dem Kampfbegriff "Islamophobie" zu ersticken - wer spricht hingegen von "Christophobie" in islamischen Ländern - die "political correctness" und die Vorherrschaft finanzieller Interessen scheint es in Europa zu verbieten, die Misstände deutlich beim Namen zu nennen und auf die Einhaltung der Menschenrechte zu drängen. Die vom Islamrat von Europa 1991 als Gegenentwurf zur "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" verabschiedete "Islamische Menschenrechtserklärung" führt die Menschenrechte einlinig auf den Islam zurück und betont die Unverletzlichkeit und Unaufheblichkeit der Scharia. http://www.igfm.de/themen/scharia/einwaende-gegen-scharia/#c6148 
In Deutschland werden Moscheen nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel. http://www.welt.de/debatte/article9722366/Die-Gutmenschen-und-die-dunklen-Seiten-des-Islam.html

 

 
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