Zitate rund um Bildung und Erziehung
 

... Denkimpulse für Bildungspolitiker und für alle von der Bildungspolitik Betroffenen und um die Bildungspolitik Besorgten ....
 

Recht auf Bildung für alle
Zukunftsinvestition Bildung
Lernen und Vergessen
Grenzen von Bildung, Erziehung und Schule
Folgen der antiautoritäre Erziehung
Folgen der Bildungsmaschinerie für Schüler und Lehrer
Scheinbildung und Verbildung
Reminiszenzen an die Schulzeit

Pädagogisches Berufsethos und Selbstverständnis
Merkmale echter Bildung
Bildungsziele jenseits des Lehrplans
Ganzheitliche Bildung
Praktische Bildung
Klassische Bildung
Ethische Bildung
Religiöse Bildung 




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  Recht auf Bildung für alle

Bildung soll allen zugänglich sein. Man darf keine Standesunterschiede machen.
Ghau Zong (-645 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 26,2

Überdem ist die Ungleichheit der Menschen von Natur nicht so groß, als sie durch die Erziehung wird.
Johann Gottfried Herder (1744-1803), deutscher Dichter

Ohne Gleichheit der Bildungschancen ist die soziale Rolle des Staatsbürgers nicht durchgesetzt.
Ralf Dahrendorf (1929-2009), deutsch-britischer Soziologe, Politiker und Publizist

  Zukunftsinvestition Bildung

In allen Ausgaben soll sich der Mensch einschränken, nur nicht in jenen, die das Studium seiner Kinder erfordert.
Talmud

Planst Du für ein Jahr, so säe Korn, planst Du für ein Jahrzehnt, so pflanze Bäume, planst Du für ein Leben, so bilde Menschen.
Guan Zhong (-645 v.Chr.) , chinesischer
Politiker und Philosoph

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen!
[Vielleicht sollte man Wissen besser durch umfassende Bildung ersetzen und Zinsen nicht allzu wörtlich verstehen...]
Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Verleger, Staatsmann, Schriftsteller, Erfinder und Naturphilosoph

Da der Staat den Lehrern einen Hungerlohn zahlt, bleiben die Völker so dumm, dass sie sich Kriege für Hunderte von Milliarden Mark leisten.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Es gibt nur eine Sache auf der Welt die teurer ist als Bildung: keine Bildung!
John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), US-amerikanischer Politiker, Präsident der USA

  Lernen und Vergessen

Vieles Lernen lehrt nicht das Verstehen.
Heraklit (ca. 550-480 v.Chr.), griechischer Philosoph

Die Menge ist fürs Lernen lästig, nicht fördernd.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Welch ein Wahnsinn, bei einem solchem Mangel an Zeit Überflüssiges zu lernen!
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Wie bei allem, so leiden wir auch bei der Wissenschaft an Maßlosigkeit: Wir lernen nicht für das Leben, sondern für die Schule.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Schnell gelernt ist schnell vergessen.
deutsches Sprichwort

Der erste Schritt beim Lernen ist die Liebe zum Lehrer, und im Verlauf der Zeit wird es gewiss geschehen, dass der Knabe, welcher die Wissenschaften um des Meisters willen zu lieben begonnen hatte, später an dem Meister um der Wissenschaft willen hängt. Denn so wie uns Geschenke meistens und gerade darum sehr lieb sind, weil sie von denjenigen herkommen, die uns besonders teuer sind, empfehlen sich auch die Wissenschaften denjenigen, welchen sie nach ihrem eigenen Urteile noch gar nicht gefallen können, durch die Zuneigung zum Lehrer. Ganz richtig hat darum Isokrates gesagt: "Am meisten lernt der, der gerne lernt"; man lernt aber gerne von denjenigen, die man lieb hat. Es gibt aber einige (Lehrer) von so unliebenswürdigem Wesen, das nicht einmal ihre Frauen sie gerne zu haben vermögen: sie zeigen ein grimmiges Gesicht, ein finsteres Gebaren; sie scheinen voll Zorn, selbst wenn sie gnädig aufgelegt sind; sie können nicht gefällig sprechen, nicht den Lachenden freundlich begegnen. Man könnte wohl meinen, dass sie unter einem unfreundlichen Sterne geboren worden seien.
Erasmus von Rotterdam (1466-1536), niederländischer katholischer Theologe, Philosoph, Philologe und Humanist

So wie das Essen wider Willen der Gesundheit schadet, verdirbt auch das Lernen, ohne es zu lieben, die Erinnerung, so dass man am Ende nichts behält.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher

Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verloren gehen.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Überall lernt man nur von dem, den man liebt.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Denn was könnte man Besseres lernen als das, was Gott von Natur aus in jede Menschenseele gelegt hat, was in der Tiefe jeder Seele lebt und liebt, hofft und glaubt, wenn es nicht mutwillig zerstört wird?
Vincent von Gogh (1853-1890), niederländischer Maler

  Folgen der antiautoritäre Erziehung

Doch jetzt, wenn kaum er sieben Jahre zählt, und man nur mit der Hand ihn anrührt, wirft der Junge gleich dem Pädagogen die Schreibtafel an den Kopf. Bringt man nun seine Klage bei dem Vater vor, spricht dieser zu dem Söhnchen: "Halt an mich dich nur, bis du dich gegen Unrecht selber schützen kannst." Nun muss der Lehrer her: "Nichtsnutziger alter Kerl, dass du den Knaben ja angreifst, wenn er sich wacker hält." Verhöhnt zieht nun der Lehrer ab mit einem in Öl getauchten Lappen auf dem Kopf, als wär er ein Laternenstock. Bescheid ist ihm nun geworden. Wie kann da der Lehrer irgend noch Gehorsam finden, wenn er zuerst die Schläge kriegt?
Plautus
(254-184 v.Chr.), römischer Komödiendichter

Nichts macht Kinder jähzorniger als eine energielose und verzärtelte Erziehung. Je mehr Nachsicht man daher Einzelkindern schenkt und je mehr Muttersöhnchen gestattet ist, desto verdorbener sind sie. Keinen Widerstandswillen bei Misslichem hat, wenn nie etwas verwehrt wurde, wessen Tränen eine stets besorgte Mutterseele abwischte, wer gegen seinen Lehrer recht bekam.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Die Eltern verdienen Vorwürfe, die nicht wollen, dass sich ihre Kinder unter strengen Normen entwickeln.
Gaius Petronius Arbiter (10-66), römischer Politiker und Schriftsteller

Jener verweichlichte Erziehungsstil, den wir Verzärtelung nennen, schwächt alle Kräfte des Geistes und des Körpers.
Quintilian (35-96), römischer Rhetoriklehrer

All zuviel Freiheit und Verantwortung empfinden Kinder als eine qualvolle und sogar ihre Kräfte übersteigende Belastung. Von Ausnahmen abgesehen, lieben die Kinder Sicherheit, lieben es, Halt im Rahmen unumstößlicher moralischer Gesetze und sogar Anstandsregeln zu finden.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Schriftsteller

Aus Kindern, die zu viel dürfen, werden Erwachsene, die zu wenig können.
Oliver Hassencamp (1921-1988), deutscher Kabarettist, Schauspieler und Jugendbuchautor

  Folgen der Bildungsmaschinerie für Schüler und Lehrer

Der Schüler sieht im Lehrer nur noch den Aufpasser und den Quälgeist seiner Kinderjahre; der Lehrer erblickt dagegen im Schüler nur noch eine drückende Last, nach deren Abnahme er sich herzlich sehnt.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist

Wir haben nicht so viel Unnützes gelernt wie man den Kindern heute einpaukt – und drum haben wir das Glück gehabt, nicht so viel vergessen zu müssen und nicht so nervös zu sein wie die Schulkinder von heute.
Sebastian Kneipp (1821-1897), deutscher katholischer Pfarrer und Hydrotherapeut

Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

Unglücklicherweise ist es für überlastete Lehrer fast ein Ding der Unmöglichkeit, sich eine instinktive Zuneigung für die Kinder zu erhalten; sie werden allmählich für Kinder unweigerlich das gleiche empfinden wie der sprichwörtliche Konditorlehrling für Süßgebäck.
Bertrand Russell (1872-1970), walisischer Philosoph und Mathematiker

Die Lösung für die Menschheit liegt in der richtigen Erziehung der Jugend, nicht in der Heilung von Neurotikern.
Alexander Sutherland Neill (1883-1973), schottischer Pädagoge

Pädagogische Therapeuten werden ihre Schüler noch mehr betäuben, um sie besser lehren zu können, und Schüler werden sich selbst noch mehr betäuben, um sich von dem Druck der Lehrer und des Wettrennens um Zeugnisse zu entlasten.
Ivan Illich
(1926-2002), österreichisch-amerikanischer Autor, Philosoph, Theologe und katholischer Priester

Die Schule reduziert das Leben, für das gelernt wird, auf das Erwerbsleben. Sie bereitet nicht auf Muße vor. Wir trainieren Kinder wie Motoren. Unsere Leistungsschule ist auf arbeiten fixiert und nicht auf ausspannen.
Norbert Blüm (1935-), deutscher Sozialpolitiker, früherer Arbeitsminister

  Scheinbildung und Verbildung

Eines der größten Probleme unserer Zeit ist, dass viele geschult aber wenige gebildet sind.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Bildung ist nicht das Anhäufen von Wissen, Informationen, Daten, Fakten, Fertigkeiten und Fähigkeiten - das ist Training oder Unterricht - sondern eher das Sichtbarmachen dessen, was als Same verborgen ist.
Thomas Morus (1478-1535), englischer Staatsmann und Humanist, Märtyrer unter Heinrich VIII.

Mit dem Dressieren ist es noch nicht ausgerichtet, sondern es kommt vorzüglich darauf an, dass Kinder denken lernen.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph, Aufklärer

Einseitige Bildung ist keine Bildung.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Vermöge seiner Bildung sagt der Mensch nicht, was er denkt, sondern was andere gedacht haben und was er gelernt hat.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Es ist ein großer Irrtum unserer Zeit, Gelehrsamkeit für Bildung zu halten.
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph

Man sehe nur erst in der Bildung etwas, was Nutzen bringt: so wird man bald das, was Nutzen bringt, mit der Bildung verwechseln.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

  Grenzen von Bildung, Erziehung und Schule

Dass das Zeitalter so viel über Erziehung schreibt, setzt gleich sehr ihren Verlust und das Gefühl ihrer Wichtigkeit voraus.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter

Eine allgemeine Staatserziehung ist eine teuflische Erfindung, um das Volk ganz nach Schablonen zu formen.
John Stuart Mill (1806-1873), englischer Philosoph und Nationalökonom

Bildung ist etwas Wunderbares. Doch sollte man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann.
Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft

Der modische Irrtum ist, dass wir durch Erziehung jemand etwas geben können, das wir nicht haben.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), englischer Schriftsteller und Publizist

Schulen formen den Charakter, indem sie die Kanten abschleifen. Doch nicht Charakter, sondern Formlosigkeit war das Ergebnis.
Graham Greene (1904-1991), englischer Schriftsteller

Die Schule sollte kindergeeignet gemacht werden und nicht die Kinder schulgeeignet.
Alexander Sutherland Neill (1883-1973), englischer Pädagoge und Schulreformer

Die Schule wurde zur Kirche unserer säkularen Zeit.
Ivan Illich (1926-2002), österreichisch-US-amerikanischer Philosoph, katholischer Theologe und Priester

Schulen sind Gefängnisse, in die die Kinder kommen, die deren Eltern nicht mehr wollen und die die Industrie noch nicht will.
John Updike (1932-2009), US-amerikanischer Schriftsteller

  Reminiszenzen an die Schulzeit

Zehn oder fünfzehn Jahre lang werden wir in Schulen und Vorlesungssälen eingesperrt und kommen schließlich heraus mit dem Bauch voller Worte.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Aufgabe der Schule ist nicht, die Wissenschaft beizubringen, sondern die Achtung und die Idee der Wissenschaft beizubringen.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Bildung ist etwas, was man ganz ohne Beeinträchtigung durch den Schulunterricht erwerben muss.
Mark Twain (Samuel Langhorne Clemens) (1835-1919), US-amerikanischer Schriftsteller

Die einzige Zeit in der meine Ausbildung unterbrochen wurde, war meine Schulzeit.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker, Literaturnobelpreisträger

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles, was man in der Schule gelernt hat, vergisst.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Die Lehrer in der Elementarschule kamen mir wie Feldwebel vor und die Lehrer am Gymnasium wie Leutnants.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Aus der Schulzeit sind mir nur die Bildungslücken in Erinnerung geblieben.
Oskar Kokoschka (1886-1980), österreichischer Maler, Graphiker und Schriftsteller

Wenn meine Kinder etwas geworden sind, dann nicht wegen sondern trotz der Schule.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Groß tritt dem jungen Menschen in der Schule in unvergesslichen Gestaltungen der Unmensch gegenüber. Dieser besitzt eine fast schrankenlose Gewalt. Ausgestattet mit pädagogischen Kenntnissen und langjähriger Erfahrung erzieht er den Schüler zu seinem Ebenbild.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker

Die Lehrer haben die entsagungsreiche Aufgabe, Grundtypen der Menschheit zu verkörpern, mit denen es der junge Mensch später im Leben zu tun haben wird. Er bekommt Gelegenheit, vier bis sechs Stunden am Tag Rohheit, Bosheit und Ungerechtigkeit zu studieren. Für solch einen Unterricht wäre kein Schulgeld zu hoch, er wird aber sogar unentgeltlich, auf Staatskosten geliefert.
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker

  Pädagogisches Berufsethos und Selbstverständnis

Ihr Eltern, überfordert Eure Kinder nicht, sonst werden sie mutlos.
NT, Kolosser 3,21

Hätte das Gebet von Kindern Wirkung, lebte nicht ein einziger Lehrer mehr.
persisches Sprichwort

Die Ehre deines Schülers sei dir teurer als deine eigene.
Mischna, Awot 2,4

Wer mit seinem Lehrer Streit anfängt, ist wie einer, der mit der Gottheit Streit anfängt.
Babylonischer Talmud, Sanhedrin 100

Ich aber bin niemals jemandes Lehrer gewesen. Wohl aber habe ich, wenn jemand Verlangen trug mich reden zu hören, in Ausübung meines eigenartigen Berufes mich niemals jemandem, gleichviel ob jung oder alt, versagt.
Sokrates (469-399 v.Chr.), griechischer Philosoph

Es ist erbärmlich, wenn einer Lehrer wird, der nie gelernt hat, ein Schüler zu sein.
Pseudo-Boethius

Das Vorbild eines Lehrers ist mehr wert als sein Wissen.
Pseudo-Publilius

Der ehrenvollste Beruf ist derjenige, welcher anderen nützt, man kann andern nicht mehr nützen, als indem man sie lehrt. Die wertvollste Erkenntnis ist diejenige, die die Persönlichkeit vollkommen macht. Man kann aber seine Persönlichkeit nicht anders vollkommen machen als dadurch, dass man lernt.
Lü Bu We (um 300 v.Chr.-236/235 v.Chr.), chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph

Lehrer wie Schüler müssen dasselbe Ziel anstreben, jener soll fördern, dieser vorankommen wollen.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Lehrer müssen die Versuche ihrer Schüler, wenn sie mit schwankendem Gedächtnis lernen, geduldig ertragen; oft schon ist das Gedächtnis, indem man mit dem einen oder anderen Wort einhilft, auf den Zusammenhang der wiederzugebenden Rede hingeführt worden.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Durch seine ermutigenden Worte hat er eine gute Veranlagung geweckt und mir bald mit Lob Mut gemacht, bald mit Ermahnungen meine Lässigkeit vertrieben; ferner hat er meine verborgene und schlummernde Begabung hervorgeholt, indem er sie sozusagen am Kragen packte; auch hat er sein Wissen nicht böswillig gestreckt, um länger unentbehrlich zu sein, sondern war bestrebt, möglichst alles weiterzugeben; undankbar bin ich, wenn ich ihm nicht in der dankbarsten Freundschaft wertschätze.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Beim Verbessern dessen, was berichtigt werden muss, sei der Lehrer nicht scharf und keineswegs beschimpfend.
Quintilian (35-96), römischer Rhetoriklehrer

Nichts ist abscheulicher als ein Lehrer, der die Beherrschung verliert.
Hieronymus (347-420), katholischer Theologe, Kirchenvater und Heiliger

Ein ehrwürdiger Lehrer ist, wer, was er lehrt, auch durch Taten beweist.
Columban (521/522-597), irischer Mönch und Missionar

Man erzieht durch das, was man sagt, mehr noch durch das, was man tut, am meisten durch das, was man ist.
Ignatius von Antiochien (frühes 2. Jh. n.Chr.), kleinasiatischer Bischof, Märtyrer

Der Lehrer muss die Individualität des jungen Menschen genau kennen lernen und die künftige Erziehungsweise danach bestimmen.
Francis Bacon (1561-1626), englischer Philosoph, Staatsmann und Wissenschaftler

Wer das Amt eines Lehrers annimmt und es mit Eifer und Gewissenhaftigkeit ausüben will, braucht viel Liebe, größte Geduld und vor allem eine tiefe Demut.
Joseph von Calasanza (1556-1648), spanischer Mönch, Stifter des Piaristenordens, Heiliger

Um Kinder zu erziehen, muss man verstehen, Zeit zu verlieren, um Zeit zu gewinnen.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), französischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist

Die Hauptsumme aller Lehrertugenden ist Liebe und frohe Laune. Wenn ich's sonst nicht wüsste, wie Seele auf Seele so stark wirkt, so würde ich das in meiner Schule lernen. Wenn ich so recht froh in dieselbe komme, so sind die Kinder Engel und es geht alles herrlich.
Johann Michael Sailer (1751-1832), katholischer Theologe, Bischof

Bei der Erziehung muss man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein.
Friedrich Fröbel (1782-1852), deutscher Pädagoge

Für einen Lehrer der Jugend ist es gar heilsam, wenn er von Zeit zu Zeit wieder die eigene Erfahrung macht, dass es doch schwerer sei, etwas Unbekanntes zu lernen, als etwas Bekanntes zu lehren.
Johann Peter Hebel (1760-1826), deutscher Schriftsteller, evangelischer Theologe und Pädagoge

Das Geheimnis der Bildung ist der Respekt vor dem Schüler.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Die Lehrer sollen sich immer daran erinnern, dass die Schule nichts anderes ist als ein Mittel Gutes zu tun.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Betrachte die Schüler als deine Brüder. Liebenswürdigkeit, Einfühlungsvermögen, Rücksicht, das ist der Schlüssel zu ihren Herzen.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Seid die ersten in der Klasse und die letzten beim Hinausgehen. Nehmt euch der Zurückgebliebenen besonders an.
Johannes Bosco (Don Bosco) (1815-1888), italienischer Priester und Sozialpädagoge

Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß, als die Schüler wissen sollen.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Der Lehrer, der nur Kenntnisse vermittelt, ist ein Handwerker – der Lehrer, der den Charakter bildet, ein Künstler.
Ely Samuel Parker (1828-1895), nordamerikanischer Indianerhäuptling und US-Offizier

Wer von Grund aus Lehrer ist, nimmt alle Dinge nur in Bezug auf seine Schüler ernst - sogar sich selbst.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

Es kann nicht früh genug darauf hingewiesen werden, dass man die Kinder nur dann vernünftig erziehen kann, wenn man zuvor die Lehrer vernünftig erzieht.
Bernardo Lopez Garcia (1838-1870), spanischer Dichter

Aber der Lehrer muss den Mut haben, sich zu blamieren. Er muss sich nicht als der Unfehlbare zeigen, der alles weiß und nie irrt, sondern als der Unermüdliche, der immer sucht und vielleicht manchmal findet. Warum Halbgott sein wollen? Warum nicht lieber Vollmensch?
Arnold Schönberg (1874-1951), österreichischer Komponist, Musiktheoretiker, Kompositionslehrer, Maler, Dichter und Erfinder

Wer nicht in einer Schule für geistig behinderte, taubstumme oder blinde Kinder gelernt hat, Geduld und die Grundlagen der Didaktik zu üben, der wird niemals ein richtiger Lehrer werden können.
Janusz Korczak
(1878-1942), polnischer Arzt, Kinderbuchautor und Pädagoge

Berücksichtige die Individualität deiner Schüler!
Adolph Diesterweg (1790-1866), deutscher Pädagoge

Der ist nicht wirklicher Lehrer und Erzieher, der Pädagogik sich angeeignet hat als Wissenschaft von der Kindesbehandlung, sondern derjenige, in dem der Pädagoge erwacht ist durch Menschenerkenntnis.
Rudolf Steiner (1861-1925), österreichischer Philosoph, Begründer der Anthroposophie

Die Strafe der Lehrer ist ihr Irrglaube, Unfehlbarkeit vortäuschen zu müssen.
Sigmund Graff (1898-1979), deutscher Dramatiker und Bühnenautor

Wer zu dieser Jugend geht und nicht ebenso viel von ihr lernt, wie er sie zu lehren ausgesandt ist, der mag ja ein ganz braver Studienrat sein, aber ein Lehrer ist er nicht.
Kurt Tucholsky (1890-1935), deutscher Journalist und Schriftsteller

Er lehrte mich, mich selbst zu lehren, was die großartigste Sache ist, die ein Lehrer tun kann.
Isaac Stern (1920-2001), ukrainischer Violinist

  Merkmale echter Bildung

Bildung ist das Vermögen, Dinge vom Standpunkt eines anderen aus betrachten zu können.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Ein gebildeter Mensch ist nicht der, den die Natur verschwenderisch behandelt hat; ein gebildeter Mensch ist der, der die Gaben, die er hat, gütig, weise und richtig und auf die höchste Weise gebraucht: der mit festen Augen hinsehen kann, wo es ihm fehlt, und einzusehen vermag, was ihm fehlt.
Rahel Varnhagen von Ense (1771-1833), deutsche Schriftstellerin und Salonière jüdischer Abstammung

Es ist ein Beweis hoher Bildung, die größten Dinge auf die einfachste Art zu sagen.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Essayist, Dichter und Philosoph

Bildung ist die Fähigkeit Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
Paul de Lagarde (
Paul Anton Bötticher) (1827-1891), deutscher Kulturphilosoph und Orientalist

Alle Erziehung, ja alle geistige Beeinflussung beruht vornehmlich auf Bestärken und Schwächen. Man kann niemanden zu etwas bringen, der nicht schon dunkel auf dem Wege dahin ist, und niemanden von etwas abbringen, der nicht schon geneigt ist, sich ihm zu entfremden.
Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Die beste Bildung hat, wer das meiste von dem Leben versteht, in das er gestellt ist.
Helen Keller (1880-1968), taubblinde US-amerikanische Schriftstellerin

Bildung ist eine Dreiheit aus Erkennen, Urteilen und Handeln.
Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli) (1881-1963), italienischer Papst

Bildung ist das Sichauskennen in den Mächten, welche die eigene Zeit bestimmen.
José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist

Das Hauptziel der Erziehung in den Schulen sollte es sein, Männer und Frauen zu schaffen, die fähig sind, neue Dinge zu tun, nicht nur zu wiederholen, was andere Generationen gemacht haben; Männer und Frauen, die kreativ sind, erfinderisch und Entdecker, die kritisch sind und nachprüfen können und nicht alles annehmen, was ihnen angeboten wird.
Jean Piaget (1896-1980), Schweizer Entwicklungspsychologe und Epistemologe

Bildung ist die Fähigkeit, Parallelen zu sehen, wo andere etwas völlig Neues zu erblicken glauben.
Sigmund Graff (1898-1979), deutscher Dramatiker und Bühnenautor

Bildung im zwanzigsten Jahrhundert erfordert vor allem und zunächst die instinktsichere Abwehr überzähliger Informationen.
Hans Kasper (1916-), deutscher Hörspielautor und Lyriker

Es geht nicht einfach darum, den Stoff zu lernen, sondern es geht darum, am Stoff zu lernen.
Peter Bichsel (1935-), Schweizer Schriftsteller

Die Schule soll zunächst das Allgemeine vorziehen, weil dadurch das meiste erreicht wird. Denn wer das Allgemeine weiß, der weiß von jedem einzelnen, wobei das Allgemeine vorkommt, immer schon etwas; er findet sich vorbereitet, das Einzelne nun noch vollends auszulernen und seine schon angefangen Kenntnisse zu erweitern.
Johann Friedrich Herbart (1776-1841), deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge

  Bildungsziele jenseits des Lehrplans

Erziehung ist Erziehung zur Freiheit.
Ludwig Börne (Löb Baruch), (1786-1837), deutscher Schriftsteller, Demokrat

Das wichtigste Resultat aller Bildung ist die Selbsterkenntnis.
Ernst von Feuchtersleben (1806-1849), österreichischer Philosoph, Arzt, Lyriker und Essayist

Einen Menschen zu erziehen, heißt, ihm zu sich selbst zu verhelfen.
Peter Altenberg (1859-1919), österreichischer Schriftsteller

Alle Bildung ist Selbstbildung.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin, katholische Ordensschwester jüdischer Herkunft, Martyrerin

Wesenhafte Bildung wurzelt nicht im Wissen, sondern im Sein.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph

Der Mensch muss zur inneren Ruhe gebildet werden.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Bildung ist nicht "Ausbildung für etwas", "für" Beruf, Fach, Leistung jeder Art, noch gar ist Bildung um solcher Ausbildung willen. Sondern alle Ausbildung "zu etwas" ist für die aller äußersten "Zwecke" ermangelnde Bildung da – für den wohlgeformten Menschen selbst.
Max Scheler (1874-1928), deutscher Philosoph, Werteethiker

  Ganzheitliche Bildung

Es ist nicht eine Seele, und es ist nicht ein Körper, was wir aufziehen, sondern ein Mensch, und wir dürfen ihn nicht teilen.
Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker, Philosoph und Essayist

Ist es nicht lächerlich, unsere Schulen noch Gymnasien zu nennen, wo sich Knaben eher krumm sitzen und blass und bleich lernen, während der Körper vergessen und verkrüppelt wird? Selbst das Wort Schule, das von griechisch scholé (Rast, Ruhe, Muße) herkommt, kann als Widerspruch gesehen werden.
Karl Julius Weber (1767-1832), deutscher Schriftsteller und Satiriker

Ich möchte zusammenbringen, was geteilt ist - Schule und Leben muss eins sein. Kommt, lasst uns mit unseren Kindern leben!
Friedrich Fröbel (1782-1852), deutscher Pädagoge

Die Schulen, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen, noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst.
Maria Montessori (1870-1952), italienische Ärztin, Reformpädagogin, Philosophin und Philanthropin

Das Ziel der Schule sollte immer sein, harmonische Persönlichkeiten und nicht Spezialisten zu entlassen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Die Erziehungsaufgabe betrifft die gesamte Menschennatur in ihrer normalen Ausgestaltung; dazu gehört ein gesunder und wohl geübter Körper, ein kenntnisreicher und denkender Geist, ein sittlich reiner und tatkräftiger Wille, ein heiteres und für das Schöne empfängliche Gemüt, eine vernünftige Religiosität.
Ernest Renan (1823-1892), französischer Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler und Orientalist

  Praktische Bildung

Ich höre und vergesse. Ich sehe und erinnere. Ich tue und verstehe.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph

Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
Lucius Annaeus Seneca (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker

Und deshalb meine ich, dass unsere jungen Leute in den Schulen ganz und gar verdummt werden. Von der Wirklichkeit hören und sehen sie dort nichts.
Gaius Petronius Arbiter (10-66), römischer Politiker und Schriftsteller

Deshalb bin ich der Ansicht, dass unsere Jugend in den Schulen verdummt wird, weil sie nichts von dem zu hören oder zu sehen bekommen, was man im Alltag braucht.
Petronius Gajus Arbiter (10-66), römischer Politiker und Schriftsteller

Dass man junge Männer praktisch bilde, fordert die neuste Zeit.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Die Schule hat keine wichtigere Aufgabe, als strenges Denken, vorsichtiges Urteilen, konsequentes Schließen zu lehren.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

Bei unseren Unterrichtsmethoden ist es kein Wunder, wenn weder Lernende noch Lehrende dadurch brauchbarer für das Leben werden, trotz der Gelehrsamkeit, die sie aufnehmen.
Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker, Philosoph und Essayist

Das Wertvollste, das wir einem Schüler geben können, ist eben nicht das Wissen, sondern eine gesunde Art des Wissenserwerbs und eine gesunde Art des Handelns.
Georg Kerschensteiner (1854-1932), deutscher Pädagoge und Begründer der Arbeitsschule

  Klassische Bildung

Möge das Studium der griechischen und römischen Literatur immerfort die Basis der höheren Bildung bleiben!
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Wenn nun unser Schulunterricht immer auf das Altertum hinweist, das Studium der griechischen und lateinischen Sprache fördert, so können wir uns Glück wünschen, dass diese zu einer höheren Kultur so nötigen Studien niemals rückgängig werden.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Ein Hauptnutzen des Studiums der Alten ist, dass es uns vor der Weitschweifigkeit bewahrt, indem die Alten stets bemüht sind, konzis und prägnant zu schreiben.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Sehr passend nennt man die Beschäftigung mit den Schriftstellern des Altertums Humanitätsstudien: Denn durch sie wird der Schüler zuvörderst wieder ein Mensch, indem er eintritt in die Welt, die noch rein war von allen Fratzen des Mittelalters und der Romantik, welche nachher in die europäische Menschheit so tief eindrangen, dass auch noch jetzt jeder damit betüncht zur Welt kommt und sie erst abzustreifen hat, um nur zuvörderst wieder ein Mensch zu werden.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer

Alle Welt kennt McDonald`s, aber kein Schwein kennt Macbeth.
Klaus Klages (1938-), Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Ein Klassiker ist ein Buch, welches nie aufhören wird zu sagen, was es einem zu sagen hat.
Italo Calvino (1923-1985), italienischer Schriftsteller

  Ethische Bildung

Die sittliche Erziehung ist um so wichtiger, weil der Mensch, je mehr er bloß intellektuell gebildet ist, ohne von Tugend etwas zu wissen, desto eher zum ungerechtesten und wildesten aller Wesen ausartet, eben weil ihm sein überlegener Verstand nun mehr Waffen in die Hand gibt, anderen zu schaden.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph

Nicht Überladung mit totem Wissen, sondern Läuterung und Stärkung des sittlichen Gefühls ist der höchste Zweck der Erziehung.
Lukian von Samostata (ca. 120-180 n.Chr.), griechischer Satiriker

Was würde umfassende Bildung ohne Liebe tun? Sich aufblähen. Was Liebe ohne umfassende Bildung? Sich verirren.
Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

In der Schule wird nur daran gearbeitet, das Gedächtnis voll zu stopfen; Verstand und Gewissen gehen leer aus.
Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker, Jurist, Philosoph und Essayist

Die Schulen sind nicht nur Orte des Unterrichts, sondern auch der moralischen Erziehung und dies um so mehr, je weniger man sich dabei auf die meisten Eltern verlassen kann.
Johann Bernhard Basedow (1724-1790), deutscher Theologe, Pädagoge, Schriftsteller und Philanthrop der Aufklärung

Ich habe Zeit meines Lebens Gelegenheit genug gehabt, mich zu verwundern, dass vollkommen gebildete Personen ästhetische oder höhere sittliche Zwecke, durchaus nicht anzuerkennen wissen.
Johann Wolfgang von Goethe (1782-1832), deutscher Dichter

Ein Unterricht, der dem Geiste keine Klarheit gibt und nirgends heimisch werden lässt, muss unstet und unselbständig machen.
Ludwig Adolf Wiese (1806-1900), deutscher Pädagoge und Bildungspolitiker

Die falsche Bildung aber, welche den Menschen zum gebildeten Raubtier macht, kann immer nur den Einen auf Kosten des Andern bereichern.
Moses Hess (1812-1875), deutscher Schriftsteller und Philosoph

Gebildet sein heißt, sich nicht anmerken lassen, wie elend und schlecht man ist, wie raubtierhaft im Streben, wie eigensüchtig und wie schamlos im Genießen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph, Dichter und klassischer Philologe

Das Ziel der Erziehung muss die Heranbildung selbständig handelnder und denkender Individuen sein, die aber im Dienste an der Gemeinschaft ihre höchste Lebensaufgabe sehen.
Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger

Das Beste, was Bildung in uns erzeugen kann, ist Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme.
Sigmund Graff (1898-1979), deutscher Dramatiker und Bühnenautor

Selbst die flächendeckende Lektüre der Klassiker mit ihrem Bekenntnis zum Guten, Wahren und Schönen hat uns nicht davor bewahrt, in Bestialität zu versinken.
Herman Josef Spital (1925.2007), deutscher katholischer Theologe, Bischof

Bevor ein Kind mit dem Alphabet und anderem Wissen von der Welt befasst wird, sollte es lernen, was die Seele ist, was Wahrheit und Liebe sind, welche Kräfte in der Seele schlummern. Wesentlicher Teil der Bildung müsste sein, dass das Kind unterwiesen wird, wie man im Lebenskampf Hass durch Liebe, Unwahrheit durch Wahrheit, Gewalt durch eigenes Leiden besiegt.
Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, Publizist und Morallehrer, Verfechter des gewaltsamen Widerstandes

  Religiöse Bildung

Ich habe Platos und Ciceros Aussprüche gelesen, die sehr weise und schön sind; aber ich habe in nie in einem von ihnen gelesen: "Kommt zu mir alle, die ihr mühsam und beladen seit und ich ich werde euch Ruhe geben."
Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger

Das Fundament einer wahren Erziehung ist die Religion.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Ich will Menschen bilden, die mit ihren Füßen in Gottes Erde, in die Natur eingewurzelt stehen, deren Haupt bis in den Himmel ragt, und in dem selben schauend liest, deren Herz beides, Erde und Himmel, das gestaltenreiche Leben der Erde und Natur und die Klarheit und den Frieden des Himmels, Gottes Erde und Gottes Himmel eint.
Friedrich Fröbel (1782-1852), deutscher Pädagoge

Eine religiöse Erziehung ist die Grundlage jeder Bildung.
Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Dichter

Der Kern aller Menschenbildung muss die religiöse Bildung sein.
Edith Stein (1891-1942), deutsche Philosophin, katholische Ordensschwester jüdischer Herkunft, Martyrerin

Ein Unterricht, in dem niemals von Religion die Rede ist, ist eine Absurdität.
Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin und Verfasserin religiöser Schriften

 

 

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