Von Kirchen in der Türkei, Moscheen in Deutschland, Religionsfreiheit und relgiöser Toleranz
 


Kirche zum Hl. Kreuz Akdamar am Van-See

Kirchen in der Türkei

Laut dem US-amerikanischen Gatestone Institute befinden sich die christlichen Kirchen in der Türkei am Rande der Auslöschung. Die jüngere Forschung beziffert die Zahl der armenischen Kirchen in der Türkei vor 1915, als noch über 20 % der Bevölkerung auf dem Gebiet der Türkei Christen waren, auf etwa 2.300. Nur noch 34  Kirchen sind in der heutigen Türkei übrig geblieben, die meisten in Istanbul (bei nur noch unter 0,2 % Anteil von Christen). Die Türkei war einmal ein christliches Urgebiet - Paulus unternahm dorthin seine Missionsreisen, die 7 ökumenische Konzilien wurden dort abgehalten.

Auf dem Katholikentag in Leipzig 2016 meinte die deutsche Integrationbeauftragte Aydan Özoguz (naiv-unreflektiert?) „In der Türkei gibt es viele Kirchen“....

S.a. http://dreifaltigkeit-altdorf.de/dschihad_und_dhimmitude_
oder_der_niedergang_des_orientalischen_christentums_unter_dem_islam.htm

(Genozid an den Armeniern in der Türkei, der von offiziellen türkischen Stellen immer noch geleugnet wird)

Seit der muslimischen Eroberung wurden Kirchen auf dem Gebiet der heutigen Türkei und im islamischen Machtbereich zerstört, in Moscheen umgewandelt oder als Lagerraum oder Viehstall genutzt. Heute versucht  die Türkei von den verbleibende Kirchen touristisch zu profitieren. Die beschädigte Kirche zum Hl. Kreuz (Akdamar) am Van-See https://deacademic.com/pictures/dewiki/65/Akdamar_kirche.jpg in Südostanatolien wurde restauriert und als Museum wiedereröffnet; die Nutzung als Kirche und die Wiederaufrichtung eines Kreuzes auf der Kuppel wurden dagegen verboten. Das dazugehörige Kloster wurde beim Völkermord an schätzungsweise 1,5 Millionen Armeniern (der von offizieller Seite naach 100 Jahren  immer  noch geleugnet wird) 1915 zerstört, die Kirche geplündert und die Mönche getötet.
Im November 2004 berichtete die türkische Zeitung Milliyet über
Schießübungen insbesondere auf die Christusgestalt und ein Bild der Mutter Gottes an der Fassade. Es wurde auch von der Verwüstung der Anlage durch illegale Grabungen berichtet.  2005 beschloss die türkische Regierung die Restaurierung des stark beschädigten historischen Bauwerks, nicht zuletzt durch Druck von Öffentlichkeit und Presse. Insbesondere der im Januar 2007 ermordete Journalist und armenische Christ Hrant Dink hatte sich öffentlich für die Wiedereröffnung der Kirche eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_zum_Heiligen_Kreuz_(Akdamar

Mehr als 550 griechische orthodoxe Kirchen, Kapellen und Klöster, welche in Städten und Dörfern der besetzten Gebiete [im seit 1974 türkisch besetzten Nordzypern] liegen, wurden ausgeplündert, gezielt vandalisiert und in manchen Fällen abgerißen. Viele christlichen Gotteshäuser sind in Moscheen, Depots der türkischen Armee, Ställe und Heustadel umgewandelt worden. All dies beweist, dass das Religionserbe in den besetzten Gebieten Zyperns zum Ziel des Besatzungsregimes geworden ist, welches die Ausrottung des kulturellen Charakters dieser Gebiete anstrebt. Weiterhin bleiben wichtige Kulturdenkmäler, Kirchen und Klöster vollkommen unzugänglich, weil sie sich innerhalb der „Militärzonen“ des türkischen Besatzungsarmee befinden. Es bleibt unbekannt, wo sich die Kirchenschätze dieser ungefähr 20.000 Gotteshäuser befinden. Die zypriotische Polizei schätzt, dass seit 1974 mehr als 60.000 Kulturgüter ins Ausland illegal gebracht wurden. Die wichtigsten und unschätzbarsten Ikonen gelangen in den Besitz von Auktionhäusern und wurden illegal von Kunsthändlern im Ausland verkauft. Die Zerstörung beschränkt sich nicht auf Denkmäler, welche der zypriotischen Kirche gehören, sondern betrifft auch die religiösen Denkmäler des Patriarchats von Jerusalem sowie die der armenischen, maronitischen und katholischen Kirche Zyperns – wie z. B. die Kirchenschätze des armenischen Klosters Sourp Magar in Haleka und des maronitischen Klosters des Propheten Elias in Skylloura.
http://www.mfa.gov.cy/mfa/Embassies/Embassy_Vienna/vienna.nsf/page76_de/page76_de?OpenDocument

http://www.mfa.gov.cy/mfa/embassies/embassy_stockholm.nsf/A64B1EE900605967C22578B90025C290/$file/Destruction%20of%20cultural%20heritage%20(English%20version).pdf
Die UNESCO betrachtet die absichtliche Zerstörung des kutlurellen Erbes als Kriegsverbrechen. Artnet News 2017
https://politisches.blog-net.ch/2018/12/03/die-tuerkei-loescht-die-christliche-kultur-des-besetzten-zypern-aus/
Die Zerstörung des griechisch-orthodoxen Kulturerbes von des besetzten Nordzyperns durch die Türkei (Englisch)
https://www.youtube.com/watch?v=xp7FHYPUKVg
Zerstörung des armenischen Kultuererbes in der Türkei
https://en.wikipedia.org/wiki/Armenian_cultural_heritage_in_Turkey 

Grundsteinlegung_aramäische_Kirche_Istanbul

Artnet News, 2017

Seit Gründung der türkischen Republik 1923 bis 2019 wurde in der Türkei kein Kirchenneubau mehr genehmigt. Nach jahrelangem Tauziehen wurde 2019 der Bau einer assyrischen Kirche in Istanbul genehmigt, zu deren Grundsteinlegung der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan medienwirksam persönlich erschien  - ein weiteres Beispiel für Taqiyya [=Verstellung]. unter der fast tausendjährigen türkischen Herrschaft sei das gesamte Gebiet der heutigen Türkei, so Erdogan, "stets ein Zentrum verschiedener Farben, Kulturen, Religionen und Ethnien" gewesen ... Er nannte die Kirche, die in zwei Jahren fertig sein soll, "eine Bereicherung" für Istanbul und sagte, die Assyrer gehörten "seit alten Zeiten zu unserer Geografie". [nicht zur Geschichte!]
Tatsächlich sind die semitischen Assyrer oder Aramäer die älteste christliche Gemeinde des Landes, stammen historisch aus dem antiken nördlichen Mesopotamien und siedelten sich lange vor den Türken in der heutigen südostanatolischen Provinz Mardin an. Sie sprechen Aramäisch, die Sprache von Jesus Christus. Im Osmanischen Reich wurden sie wie Armenier und Griechen Opfer von Vertreibungen, Pogromen und Massakern....
Doch in der weltweiten Diaspora rief das Ereignis ambivalente Reaktionen hervor. «Als assyrische Gemeinde begrüssen wir die Grundsteinlegung für eine christliche Kirche in der Türkei natürlich», sagt Dikran Ego, der Chefredaktor des unabhängigen assyrischen Satellitenfernsehsenders Assyrian TV aus Schweden. Der seit 1991 im Exil lebende Journalist lässt dem Lob ein langes Aber folgen. "Die Türkei hat unsere Gemeinschaft praktisch eliminiert. Wir wurden verfolgt, massakriert, haben Hunderte Kirchen und viel Land in der Türkei verloren – und sie geben uns eine Kirche. Die wir dazu noch selbst bauen und bezahlen müssen. Das ist einfach nicht ausreichend."...
Hinzu kam eine Geste der türkischen Staatsführung, die von vielen Exil-Assyrern als Affront gewertet wurde. Erdogan brachte zum Spatenstich in Yeniköy nämlich seinen früheren EU-Minister Egemen Bagis mit, der wegen eines Korruptionsskandals 2013 zurücktreten musste. Im selben Jahr hatte Bagis assyrischen Organisationen bei einem Treffen in Stockholm vorgeworfen, die Frage des Völkermords immer wieder "wie Masturbation" hochzuspielen, wofür er sich später entschuldigte....
Aus Egos Sicht sei es Erdogan mit der Kirchenneubauzeremonie vor allem darum gegangen, einen Propaganda-Erfolg zu verbuchen. "Und das ist ihm geglückt." Dabei sei die Lage der Christen in der Türkei nach wie vor dramatisch.
Derzeit verlören die letzten Assyrer in Südostanatolien ihre Hoffnung, berichtet Ego. Gegen die Übergriffe kurdischer Bauern gewähre der Staat den Assyrern ebenso wenig Schutz wie vor Attacken der PKK. Das berühmte Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin kämpfe weiterhin juristisch um seine angestammten Ländereien; nur etwa 20 Prozent habe der Staat der Gemeinde zurückgegeben. Diese Vorgänge würden Erdogans Versöhnungsgeste in den Augen vieler Assyrer entwerten."Es bleibt ein fader Beigeschmack", sagt Ego. "Am Ende sind es doch immer die Assyrer, die verlieren. Deshalb sind wir skeptisch, was den Kirchenneubau anbelangt."
https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/die-t%C3%BCrkei-erh%C3%A4lt-ihre-erste-neue-kirche-seit-1923/ar-AAFY10w
 



Derm Verfall preisgegebene armenische Kirche in der Osttürkei.

In dem in der Türkei noch gültigenn
Vertrag von Lausannee von 1923, sindd nur die griechisch-orthodoxe und die armenisch-apostolische Kirche als christliche Konfessionen anerkanntt. Aramäerrkönnen ihre Kultur und Sprachee nur verstecktt in den Kirchen praktizieren, die Kirchensprache wird heimlich gelehrt. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte wurde der Vertrag mittlerweile durch türkische Gesetze so ausgehöhlt, dass der Gebrauch der Minderheitenrechte kaum noch möglich ist.. Teilnahme am sunnitisch ausgerichteten Religionsunterricht ist Pflichtt. 20088 stellte das Präsidium für Religionsangelegenheiten ((Diyanett) durch eine Fetva fest, dass einee Abkehr vom Islam zu einer anderen Religion nicht erlaubtt ist. Diee Todesstrafeesei dann gerechtfertigt, wenn der Apostat gegen den Islam Krieg führe;; Missionsbestrebungenn(„Propaganda“) werden ausdrücklich hierzu gezählt. 2007 wurden drei Christen in Malatya, dem Geburtsort des Papstattentäters Ali Agca, gefoldtrt und enthauptet. 2010 wurde der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz in der Türkei ermordet; die Justizbehörden bezeichneten den Mörder als „psychisch instabil“, verschleiert die Ursachen und verhindert die Aufklärung..
Die Nutzung der Pauluskirche in Tarsus, dem Geburtsort des Apostels, wurde nur im Paulusjahr erlaubt. Interessierte Gruppen auch in der Regierungspartei AKP fordern immer wieder, dasss  die durch die laizisitische Türkeii zu Museen deklarierte Kirchen in Moscheen umgewandeltt werden.
as zum W eltkulturerbebeernanntete
Kloster Mor Gabriell, Wallfahrtsort der syrischen Minderheittwar über jJhrhunderte den Übergriffen von Türken und Kurden ausgeliefert..Seit 2008 wird es von kurdischen Dörfern unterstützt durch die türkische Regierungspartei AKP wegen „rechtswidriger Ansiedlung“ angeklagt und dem Kloster wird illegaler Aramäischunterricht vorgeworfen. Auf Grund von Beschlüssen des türkischen Verfassungsgerichtshofes mussten das armenische, dass  riechische-orthodoxe und das das syrisch-orthodoxe Priesterseminar schließen.. Die Ausbildung von Priestern und Religionslehrern ist verboten..Kirchliche Baumaßnahmen unterliegen behördlichen Schikanen, Kirchen dürfen weder Eigentum erwerben von vor Gericht klagen, ausländische Kleriker bekommen keine Arbeitserlaubnis. [aber die türkischen Imame in Deutschland].  Im von der Türkei seit 1974 besetzten Nordzypern wird den zyprisch-orthodoxen Christen der Zugang zu ihren Klöstern und Kirchen verwehrt. https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_der_T%C3%BCrkei
2007 behauptete der türkische Ministerpräsidentt Receop Tayyip Erdogann dreist "In der Türkei haben die religiösen Minderheitenn mehrrRechte als in Europa.  Was können sie hier nicht ausleben in ihrem Glauben? Reißen wir etwa ihre Kirchen ab?“(“ein Beispiel für Taqyyia „religiöser Verhüllung“g“  (=Lüge) zur Täuschung Ungläubiger)r) https://www.spiegel.de/politik/ausland/christen-in-der-tuerkei-hass-auf-die-kleine-herde-a-478091.html
Laut dem Leiter des griechisch-orthodoxen Sankt-Andreas-Ordens, Anthony Limberakis (New York) wurden führende Kirchenvertreter in der Türkei durch Regierungsvertreter gezwungen Aussagen zu machen, dass in der Türkei Religionsfreiheit herrsche.
https://www.idea.de/menschenrechte/detail/tuerkei-regierung-soll-zwang-auf-kirchenvertreter-ausgeuebt-haben-106225.html
https://christianpersecution.com/turkey/the-order-of-saint-andrew-archons-of-the-ecumenical-patriarchate-regrets-pressure-placed-upon-religious-minorities-by-turkish-government/

iee Beseitigung von Diskriminierungen der christlichen Minderheitt, wie etwa diee Rückgabe konfiszierter Immobilien und Ländereienn von Kirchen und Klösternn(über 50 allein im Südosten des Landes) ist eine Forderung der EU bei den Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Dieeinternationale Gesellschaft für Menschenrechte kritisiert, dass sich diee Lage der religiösen Minderheiten seit dem EU-Beschluss für Beitrittsverhandlungen eher verschlechtertt hatt, was auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartolomäus I., bestätigte. Türkische Christen führen einin anddasein als Bürger zweiter Klasse, deren Kultur personell und finanziell ausgehungert und aus dem kulturellen Gedächtnis verdrängt wirdrd  Schon Jahrhunderte zuvorr  lebten Christen in der Türkei als Dhimmis, „Schutzbefohlene“ mit eingeschränkte Rechten und besonderen Verpflichtungen (Sondersteuer).. Allein 2017 hat Erdogan ca. 70 Christen aus der Türkei ausgewiesen.
https://www.igfm.de/schwere-zeiten-fuer-konvertiten-und-auslaendische-christen-in-der-tuerkei/

https://www.igfm.de/erdogans-neue-christenvertreibung/
https://www.idea.de/menschenrechte/detail/erdogan-weist-christen-aus-der-tuerkei-aus-110821.html

Nach einer türkische Studiee wächst trotz nur noch 0,2 Prozent Christen im Land der Hass der Türken auf Nicht-Muslimee,die generell als suspekt gelten. Selbst in Pakistan und Ägypten gibt es weniger Christenfeindlichkeit. 2016 zogen radikale Muslime mit Plakaten und Bannern durch die Straßen von Istanbul auf denen feindselige Parolen gegen das Weihnachtsfest zu lesen waren; auf einem Banner war ein Weihnachtsmann mit einem Kreuz als Monster abgebildet. Die Kritik am Weihnachtsverbot an der deutsch-türkischen Schuleeaus Deutschland wies der Chef der Kommission für die neue Verfassung und AKP-Abgeordnetee Mustafa Sentoppzurück: ""ier ist Türkei! In einer staatlichen Schule ist es nicht erlaubt, den Schülern dieses Landes die deutsche Staatsreligion [sic!] und Politik beizubringenn!" [umgekehrt in Deutschland ist es von der DITIB selbstverständlich gewollt]
https://docplayer.org/150423829-Wetzlar-kurier-hans-juergen-irmer-zu-sarrazin.html
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_79863130/weihnachts-verbot-an-istanbul-schule-werden-missionierung-nicht-erlauben-.html
Am 8. Mai 2020 hatte ein Mann versucht, die 1844 erbaute Patriarchatskirche Mariä Geburt niederzubrennen. Er zündete die Tür der Kirche an. Der Brand konnte aber schnell gelöscht werden, so dass nur ein geringer Schaden entstand. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter aufgrund der Aufnahmen von Überwachungskameras noch am gleichen Tag fest. Er soll als Tatmotiv angegeben haben, dass die Armenier für das Coronavirus verantwortlich seien.
https://www.idea.de/menschenrechte/detail/tuerkei-christen-in-sorge-nach-brandanschlag-auf-armenische-kirche-113070.html

Am 23. Mai 2020 hat ein Angreifer hat im Eingangsbereich einer armenischen Kirche im historischen Viertel Kuzguncuk von Istanbul, an hellen Tag ein Kreuz, das an einer Tür angebracht war, abgerissen und weggeworfen
https://www.hurriyet.de/news_tuerkei-kreuz-an-armenischer-kirche-in-istanbul-abgerissen_143537496.html


Die Hoffnung auf eine baldige Verbesserung schwindet derzeit, da sich Europa in der Flüchtlingskrise auf die Partnerschaft mit der Türkei angewiesen sieht. In der Türkei leben viele christliche Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak in Angst. Vor allem in kleineren Orten sind sie gezwungen, ihren Glauben zu verheimlichen, um nicht Ziel von Übergriffen durch Muslime zu werden.In der Türkei leben viele christliche Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak in Angst. Vor allem in kleineren Orten sind sie gezwungen, ihren Glauben zu verheimlichen, um nicht Ziel von Übergriffen durch Muslime zu werden.

Die Hagia Sophia

Battle of the Empires - Fetih 1453
Battle of Empires - Fetih 1453
beworben als "Ein welthistorischer Blockbuster", "Ein mitreißendes und krafttvolles Epos" (Film Journal International), FSK 16

Der 2012 gezeigte Film "Die Eroberung von 1453" ist der wohl teuerste und wohl auch erfolgreichste türkische Film, der je gedreht wurde. Das mit Märtyrerblut durchtränkte Heldenepos über die Eroberung Konstantinopels wird von der nationalreligiösen Historik hochgelobt. Der Film fügt sich in die Agenda des Neo-Osmanismus, den die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) betreibt. Der Kult um Sultan Mehmed II., der nach sechswöchiger Belagerung am 29. Mai 1453 Konstantinopel einnahm, erreichte damit heute, 90 Jahre nach der Abschaffung der osmanischen Dynastie, einen Höhepunkt. Die dreitägige Plünderung Konstantinopels durch das osmanische Heer wird am Ende des Films nicht einmal angedeutet. Der Enthusiasmus der Türken für dieses Werk bedeutet nichts Gutes für die hier lebenden Christen. In dieselbe Liga fällt die Rede von Premierminister Erdogan - von Beruf Imam -, der 2013 bei der Grundsteinlegung für eine neue Autobahnbrücke über den Bosporus in Istanbul erklärte, dass mit dem Sieg der Osmanen über das christliche Byzanz ein "dunkles Kapitel" beendet und ein "Zeitalter der Erleuchtung" begonnen habe.
Christa Chorherr: Schatten des Halbmonds: Christenverfolgung in islamischen Ländern. Wien: Styria premium 2013, S. 225

In Wikipedia heißt es zu dem Film:
Der Film kam erst nach langen Verzögerungen am 16. Februar 2012 als Originalfassung mit Untertitel in die deutschen Kinos...
Kritiken ...
Im Film werden zahlreiche historische Tatsachen ausgeblendet. So kommt beispielsweise die Plünderung der Stadt durch die Osmanen überhaupt nicht vor, ebenso wenig wie die zahlreichen Gewaltakte an byzantinischen Bürgern und Amtsträgern nach den Kämpfen. Stattdessen wird gezeigt, wie Mehmet II. sehr gnädig mit den Zivilisten der eroberten Stadt umgeht. Auch die von ihm angeordnete Bestattung des toten Kaisers Konstantin nach christlichem Brauch ist fiktiv. Der Kaiser fiel tatsächlich unerkannt im Kampf, sein Leichnam wurde nie gefunden.
Denn das Werk verherrlicht mit allen Mitteln des Propagandafilms den heiligen Krieg von Sultan Mehmed II. über Kaiser Konstantin XI., mithin den Sieg des Islam über das Christentum. Der monumentale Historienschinken passt dem Neo-Osmanismus der Regierung Erdogan perfekt ins Konzept und füttert zudem die weltweit in der Diaspora  lebenden Türken mit einem problematischen Selbstbewusstsein, das zwischen Patriotismus und Religiosität nicht mehr unterscheidet.“
Der Tagesspiegel ...
„So legten die Macher […] mehr Wert auf eine Verklärung von Sultan Mehmet und seinen Getreuen als auf kritische Geschichtsbetrachtung. Auch religiöse Untertöne sind unüberhörbar. […] Wenig später ist zu sehen, wie christliche Soldaten mit Kreuzen auf den Schilden wehrlose Frauen abschlachten.“ Rheinische Post ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Fetih_1453
Vgl. auch
https://www.sueddeutsche.de/kultur/fethie-im-tuerkischen-kino-die-eroberung-konstantinopels-unter-anderen-vorzeichen-1.1293949

Der türkische Film Fatih 1453 erzählt von der dramatischen und für die Christenheit traumatischen Eroberung Konstantinopels durch die moslemischen Osmanen im Jahr 1453. Konstantinopel, mehr als 1100 Jahre Hauptstadt des Römischen Reiches war mit Rom die bedeutendste Stadt des Christentums. Der in der Türkei begeistert aufgenommene 17-Millionen-Dollar-Film stößt hingegen auf harte Kritik der Christen im Orient. Der Film enthalte zahlreiche historische Irrtümer und stachle zum Haß gegen Christen auf.
Der Film soll in den Kinos von Beirut gezeigt werden. Die christlichen Gemeinschaften des Zedernlandes rufen jedoch zum Boykott auf. Sie sprechen von einem „Propagandafilm“. Die 160-Minuten-Produktion des türkischen Regisseurs Faruk Aksoy beginnt mit einer Rückblende, in der Mohammed im Exil von Medina seinen Anhängern „ewiges Glück“ verheißt, wenn sie die byzantinische Hauptstadt erobern. Der osmanische Sultan greift Jahrhunderte später diese Verheißung Mohammeds symbolisch auf, so die Darstellung im Film, und beginnt seinen Feldzug gegen Konstantinopel, die Stadt, die seit 800 Jahren dem Islam trotzte.
Die Kombination aus religiöser Verheißung und osmanischer Eroberung im Film spricht offensichtlich den türkischen Nationalstolz an, wie die ausverkauften Kinosäle seit Februar zeigen.
Einer historischen Bestandsaufnahme hält der Film, so Kritiker, aber nicht stand. Die darin dargestellten historischen Fehler sollen die Geschichte im Sinne einer Verherrlichung des Islam und des Sultans als politisch-religiöser Führerfigur zurechtbiegen. Damit hat der Film nicht nur eine historische, sondern auch eine aktuelle politische Dimension. Eine politische Dimension, die an die stattfindende Reislamisierung der Türkei und das Anfang des 20. Jahrhunderts untergegangene Osmanische Reich anknüpft und die Türkei als orientalische Großmacht zeigt.
Rodrigue Khoury, der Gründer der christlichen libanesischen Partei Al-Machreq gehörte zu den Ersten, die den Film vorab in einer Vorführung sehen konnte. Der libanesische Christ zeigte sich schockiert. Er übermittelte eine ausführliche Filmkritik mit detaillierten Angaben zu historischen Fehlern an General Surete, den Zensurbeauftragten der libanesischen Regierung. Khoury zog sich damit die Kritik zahlreicher Journalisten zu, die im Namen der Freiheit von Meinung und Kunst die Ausstrahlung des Film vertreten.
„Der Film“, so Khoury, „erzählt nicht den Kampf zweier Reiche, wie der Untertitel behauptet, sondern den Kampf zweier Kulturen, der christlichen und der moslemischen. Die christliche Kultur wird dabei in einer grotesken Form verzerrt und als Ursprung allen Übels, die islamische Kultur hingegen als perfekte, einwandfreie und damit überlegene Kultur dargestellt.“ Die jungen Christen des Libanon lehnen den Film daher ab, weil er „offen zum Haß gegen Christen aufruft“, so Khoury.
Derselben Meinung ist Pater Abdo Abou Kassem, der Pressebeauftragte der katholischen Kirche im Libanon. Die christliche Religion wird durch die zahlreichen und plumpen historischen Irrtümer herabgewürdigt und als korrupt und unwürdig dargestellt.“ Eine Szene zeige, so der katholische Priester, wie Sultan Mehmed (Mohammed) II. nach der Eroberung der Stadt die Basilika Hagia Sophia betritt, indem er sich Platz unter Tausenden Gläubigen verschafft, die terrorisiert die Flucht ergreifen. Der Sultan umarmt und beruhigt dann ein Kind und erklärt, daß der Eroberer es schützen werde. „Wie wir durch die Chronisten und die Geschichtswissenschaft wissen, ist das alles absolut erfunden. Als der Sultan die größte Kirche der Stadt betrat, gab er Befehl, alle dort anwesenden Christen zu ermorden, mehr als 3000, und ließ durch seine Soldaten als Zeichen der Besitzergreifung die christlichen Frauen vergewaltigen. Die Basilika wandelte er in eine Moschee um“, so Pater Abdo.
„Fatih 1453“ gelangt wenige Wochen nach den Protesten gegen einen privaten Kurzfilm gegen Mohammed in die arabischen Länder. Wegen einer „blasphemischen“ Verunglimpfung Mohammeds und des Islam gingen Hunderttausende Muelime in zahlreichen Staaten auf die Straße. Die teils gewaltsamen Proteste kosteten mehr als 50 Menschenleben, darunter das des amerikanischen Botschafters in Libyen und Hunderte Verletzte.
http://www.katholisches.info/2012/10/15/fatih-1453-islamische-uberlegenheit-christliche-karikatur-kampf-der-kulturen-auf-der-leinwand/
Foto von DVD-Cover: https://www.amazon.de/Battle-Empires-Fetih-Devrim-Evin/dp/B008H1LRR4  -hier auch interessant die unkritischen Rezensionen bei Amazon, das diesen Film immer noch vertreibt....
Ein solcher Film passt in ein allgemeines Klima von antichristlichem Ressentiment, Fanatismus und Nationalismus und von Verachtung und Hass zum Verbrechen gegen christliche Einrichtungen und Christen ist der Weg nicht weit (s.u.)


hagia_sophia_istanbul

Auf Betreiben des Gründers der säkularen türkischen Republik Mustafa Kemal Atatürk ordnete der Ministerrat im Jahr 1934 an, die Hagia Sophia zu einem Museum zu machen.

Am Freitag den 24. Juli 2020 eröffmete der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Hagia Sophia wieder als Moschee. Weltweite Proteste von nationalen Regierungen, der EU und UNESCO hielten ihn nicht davon ab.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-umwandlung-der-hagia-sophia-in-moschee-provokation-fuer-die-zivilisierte-welt-a-63510256-36b6-4b4e-8d29-38d152bdd3e8

Gottesmutter Maria mit Jesuskind in Hagia Sophia Istanbul
2019 besuchten 3.7 Millionen Touristen die Hagia Sophia. Das Wesltkulturerbe war damit das am meisten besuchte Baudenkmal der Türkei. Auf dem Schild neben der Gottesmutter mit Jesuskind steht in kalligraphischen Zeichen "Allah".

https://time.com/5864661/hagia-sofia-erdogan-mosque-istanbul/

Die österreichische Hilfsorganisation "Christen in Not" (CiN; ehemals "Christian Solidarity International"/CSI) befürchtet jetzt die Zerstörung der 1.300 Jahre alten Mosaiken in der Hagia Sophia. "Es ist zu befürchten, dass nun die christlichen Mosaiken in der Kuppel der Hagia Sophia endgültig zerstört werden. Hatte Sultan Mehmed II. nach der Eroberung Konstantinopels 1453 die christlichen Mosaiken durch Putz verdeckt, so ist nach dem Vorbild der Bilderstürmerei des 'IS' nun zu befürchten, dass nun die Mosaiken selbst zerstört werden. Keinesfalls können diese sichtbar bleiben, weil ansonsten den Vorschriften der bilderlosen Moschee - spätestens ab dem 8. Jh. Ist das Bilderverbot im Islam ausnahmelos verankert - nicht Genüge getan werden kann", so CiN-Generalsekretär Elmar Kuhn in einer Aussendung am Sonntag. Hintergrund ist die beschlossene Umwidmung der ehemaligen Konstantinopoler Kathedrale, die in ottomanischer Zeit eine Moschee und dann 86 Jahre lang Museum war, in eine islamische Gebetsstätte. Mit dem Fall des "IS" (Islamischer Staat) habe die Welt gehofft, dass Politik wieder zur Vernunft zurückkehrt. Dazu gehöre es auch, dass Politik aufhöre, Religion als Werkzeug zu benutzen. Mit der nun durchgeführten Umwidmung der Hagia Sophia in Istanbul zu einer Moschee sei zu befürchten, dass die Bilderstürmer-Mentalität des IS salonfähig werde, heißt es weiter in der Aussendung.
https://www.kath.net/news/72219

Oberster Imam besteigt Kanzel in Hagia Sophia mit osmanischem Schwert
Ali Erbaş
, der oberste Imam und Präsident der umstrittenen Direktion für religiöse Angelegenheiten der Türkei, stieg mit einem osmanischen Schwert die Treppe der Kanzel der Hagia Sophia hinauf.
https://orthodoxtimes.com/top-imam-ali-erbas-climbed-up-staircase-of-hagia-sophias-pulpit-with-ottoman-sword/

1. "Vorbeter" Erdogan rezitiert die Eröffnungssure
Der Vers selbst gilt als inhaltlich wenig problematisch. "Die erste Sure des Korans, die sogenannte 'Fatiha', also 'die Eröffnende' ist ein wichtiger und zentraler Bestandteil muslimischer Religionspraxis“, erklärt Johannes Zimmermann, Islamwissenschaftler an der Uni Heidelberg. Entscheidender als die Sure ist die Tatsache, dass Erdogan sie zu Beginn des Freitagsgebets als eine Art "Vorbeter" selbst rezitiert hat. Dass ein Staatschef das zu Beginn des Gebets macht, ist ungewöhnlich. Früher war dies den islamischen Herrschen vorbehalten. Für Beobachter in Istanbul ist klar: Durch diese Geste stellt sich Erdogan in eine Reihe mit den großen osmanischen Sultanen.
2. Das Schwert als Zeichen der osmanischen Herrscher
Der Präsident der Obersten Religionsbehörde, Ali Erbas, leitete die Zeremonie und trug beim Freitagsgebet ein Schwert in seinen Händen. "Die sogenannte 'kılıç geleneği', also die 'Schwerttradition', wird in einigen Moscheen der Türkei praktiziert“, sagt Zimmermann. Er interpretiert die Verwendung des Schwerts als Verweis auf Elemente der Thronbesteigungsszeremonien osmanischer Herrscher. Es verbindet die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee mit einem als islamisch verstandenen osmanischen Herrschertum. Auf Twitter hab es Debatten darüber, dass das Schwert, je nachdem, in welcher Hand es gehalten wird, eine andere Bedeutung erfährt. Weil Erbas es zum Teil auch in seiner linken Hand hielt, interpretierte manch einer es sogar als Zeichen des Friedens. "Auch, wenn ein Schwert in der linken Hand laut osmanischer Tradition Frieden bedeutet, ist es als Waffe während der Predigt zuerst einmal eine Provokation und Machtdemonstration", erläutert Islamwissenschaftlerin Roelcke. Diese könne so etwas wie „wir lassen euch in Frieden, wenn ihr euch unseren Regeln beugt“ bedeuten, gerade auch im Kontext der aufgeladenen Stimmung im Vorfeld.
3. Erdogan und das Grab von Mehmed II.
Nach dem Freitagsgebet besuchte Erdogan das Grab von Mehmed II., genannt "der Eroberer". Mehmed II. eroberte 1453 Konstantinopel und besiegelte so das Ende des Byzantinischen Reichs. "Dies fügt sich auch in zahlreiche andere Versuche des Präsidenten, sich in eine Traditionslinie mit Mehmed II. einzuordnen", analysiert Zimmermann. Es gebe etwa zahlreiche Websites aus dem AKP-Milieu, auf denen allerlei vermeintliche Parallelen zwischen Erdogan und Mehmed II. aufgelistet und als Erfüllung von Geschichte und Heilsgeschichte gedeutet werden.

Erdogan inszeniert sich als osmanischer Herrscher
Gebet, Schwert, Grab - bei der Zeremonie wurde nur wenig dem Zufall überlassen. Die Symbolik war klar: Erdogan inszenierte sich am Freitag bewusst in der Nachfolge Mehmeds II. und rückt damit ab von der laizistischen Idee des Staatsgründers Kemal Atatürk.
Auch wenn Ali Erbas betonte, dass die Hagia Sophia auch als Moschee künftig allen aufrichtigen Menschen offenstünde: Ihre Umwidmung ist vor allem ein Zeichen für die voranschreitende Islamisierung der Türkei - sowie Erdogans Rückbesinnung auf das osmanische Reich und die Zeit, als Türken eine Weltmacht waren.
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/hagia-sophia-erdogan-symbolik-100.html

Vorhänge bedecken Maria mit Jesuskind in Hagia Sophia bei Wiedereröffnung als Moschee

Vorhänge bedeckten ein Bild von Maria und Jesus, das die Anbeter gesehen hätten …. Nachdem Erdogan die Hagia Sophia verlassen hatte, ging er direkt zur nahe gelegenen Fatih [=Eroberer] Moschee, benannt nach Sultan Mehmet, der Istanbul für die Osmanen eroberte.
https://selectnews91.com/erdogan-joins-thousands-as-istanbuls-hagia-sophia-opens-as-mosque-again/

Der neue armenisch-apostolische Patriarch in Istanbul ließ jüngst mit dem Vorschlag aufhorchen, die Hagia Sophia könne als Gotteshaus für Christen und Muslime genutzt werden. Beter beider Religionen seien dem Bauwerk angemessener als Besucherströme ehrfurchtloser Touristen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, dessen Vorfahren die Kirche der Heiligen Weisheit als Patriarchalkirche nutzten, ist da realistischer: Er möchte den Status als Museum für die Hagia Sophia erhalten. Das ist weise, denn die quantitative Dominanz der Muslime würde die Christen rasch verdrängen. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs waren nur 44 Prozent der 1,1 Millionen Einwohner Konstantinopels Muslime. 23 Prozent waren griechisch-orthodoxe, weitere 18 Prozent armenische Christen. Heute aber leben in Istanbul gut 17 Millionen Menschen, unter denen die rund 2.500 Griechen eine verschwindend kleine, wenn auch nicht stimmlose Minderheit sind. [Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Ayman Mazyek Vorsitzender und der deutsche Außenminister Heiko Maas unterstützten den erstgenannten Vorschlag]
https://www.cicero.de/innenpolitik/hagia-sophia-erdogan-tuerkei-islamisierung-rechtsstaat-hamas
https://www.dw.com/de/hagia-sophia-darf-wieder-moschee-werden/a-54010673

Recep Tayyib Erdogan: Einige Länder akzeptieren nicht, dass Konstantinopel in der Hand der Muslime ist.
https://orthodoxtimes.com/turkish-president-some-countries-do-not-accept-that-constantinople-is-in-the-hands-of-muslims/

Die Kultur- und Jugendministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, Noura Al Kaabi, betonte, die Kulturschätze der Menschheit - wie die Hagia Sophia - müssten „in ihrem Wert und in ihrer Funktion“ bewahrt werden, sie dürften nicht „unpassend" verwendet oder für „persönliche Zwecke instrumentalisiert“ werden. ...
In aller Welt war in den orthodoxen Kirchen (in den USA auch in vielen katholischen Gotteshäusern) am Freitag zur Stunde des ersten islamischen Freitagsgebets in der Hagia  Sophia die Fürbitte der Gottesmutter erbeten worden. In Österreichs Hauptstadt Wien fand etwa in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale ein Bittgebet im Zeichen des Schmerzes und der Trauer über die Vorgänge in Konstantinopel statt. Das Gebet leitete der orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis.  Die Hagia Sophia sei nach wie vor eine Kirche,  sie sei nie laisiert worden – auch wenn sie 400 Jahre als Moschee und 80 Jahre als Museum verwendet wurde, hieß es im Zuge des Gebets in der Dreifaltigkeitskathedrale. Die Hagia Sophia sei „Stein gewordener christlicher Glaube".
Beim Gottesdienst wie auch in den kurzen Ansprachen am Ende der Liturgie wurde einerseits der Schmerz der orthodoxen Gläubigen deutlich, zum anderen aber auch die Enttäuschung ausgesprochen, dass der Westen scheinbar nicht verstehe, was es mit der Hagia Sophia auf sich habe. Erzpriester Nikolaus Rappert betonte, dass viele Kommentare im Westen über die „Umwidmung“ der Hagia Sophia „fast enttäuschend“ waren. Die orthodoxen Christen fühlten sich in der Hagia Sophia beheimatet, wo auch immer sie Gottesdienst feiern, unterstrich der Erzpriester: „Wir sind in der Hagia Sophia zu Hause“. Es sei schmerzlich, dass das im Westen nicht verstanden werde. In der orthodoxen Liturgie werde die Hagia Sophia immer miteinbezogen, die Christen würden sich nach wie vor in dieser Kirche zu Hause fühlen. Die Aussicht, das Gotteshaus selbst auch wieder als Stätte des christlichen Gebets nützen zu können, sei freilich mit der aktuellen Entscheidung des türkischen Präsidenten in weiteste Ferne gerückt. Die Antwort der Christen auf die türkische Politik könne aber nur im Gebet liegen, hieß es weiter.
Im Bewusstsein der Orthodoxen bleibe die Hagia Sophia die „Große Kirche Christi“ (megali ekklesia), betonte auch der Vorsitzende der deutschen „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“, der orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron. Er erklärte zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee, dieser staatliche Akt geschehe, unter „scheinbarer Wahrung der Rechtsstaatlichkeit“. Die Umwidmung der Hagia Sophia sei eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeute das Ende einer säkularen, europäischen modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum machte.
https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-07/weltweit-reaktionen-auf-erstes-freitagsgebet-in-der-hagia-sophia.html
 

Seyran Ateş, kurdischstämmige Anwältin und Publizistin und Gründerin der liberalen Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin [erhielt seither zahlreiche Morddrohung und steht unter Polizeischutz] kommentiert das Ereignis so;
Die Hagia Sophia ist gefallen. Wie zu Zeiten Mehmeds II., besser bekannt als Fatih, der Eroberer und seiner Einnahme Konstantinopels im Jahre 1453 hat jetzt der Beschluss des Türkischen Obersten Verwaltungsgerichtshofs, den Status der Hagia Sophia als Museum aufzuheben und in eine Moschee umzuwandeln, eine Schockwelle rund um die Welt ausgelöst. Die Hagia Sophia, ein religiöser Brennpunkt sowohl für orthodoxe Christen als auch für Muslime war seit Langem ein Ziel auf Recep Tayyip Erdogan neo-osmanischer Agenda. Beispielsweise zeigte er im Jahre 2018 in der Hagia Sophia den Handgruß der Muslimbrüder und entfachte auch damals eine heftige Debatte in der Bevölkerung.
Ein Follower Erdogans schrieb 2018, man solle die Hagia Sophia den ursprünglichen Eigentümern zurückgeben, um zum einen für die religiöse Vielfalt der Stadt ein Zeichen zu setzen und zum anderen könnte man damit beweisen, gute Muslime zu sein. Manche mögen argumentieren, dass diese Tat ein Resultat der sich entwickelnden innenpolitischen Landschaft der Türkei ist. Ein politischer Stunt sozusagen, um die Unterstützung unter seinen konservativen islamischen Anhängern zu stärken und von verheerenden Wirtschaftsdaten abzulenken
.
Aber ich glaube, das ist nur die halbe Wahrheit. Die Symbolik dieses skandalösen politischen Manövers ist weitaus gravierender als das. Es beseitigt nicht nur eines der letzten noch verbliebenen säkularen Dekrete Kemal Atatürks, sondern dient auch als Warnung, ja sogar als Drohung, die sich sowohl gegen den Osten als auch gegen den Westen richtet. In meinen Augen ist dies die skrupellose Geiselnahme eines Welterbes und eine Kriegserklärung an liberale Religionsausübung....
Sie symbolisierte sein unzweifelhaftes Engagement für die Islamisierung der Region und darüber hinaus. Sie unterstrich seine unantastbare Position als Ultranationalist und bewies seinen Anhängern der Muslimbruderschaft, dass er ihres Vertrauens würdig ist. Dieser Schritt wurde von Muslimbruderschaft nahen Individuen und Organisationen wie vom Großmufti von Oman, Ahmed bin Hamad al-Khalili und der Union des Arabischen Maghreb mit Herzensfreude begrüßt. 
Die Tatsache, dass die Hagia Sophia noch immer den Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel innehat, bestätigte die symbolische Vertreibung des Christentums aus Istanbul und signalisierte damit erst den Beginn einer breit angelegten Kampagne. Nur wenige Augenblicke nach der offiziellen Ankündigung durch das Gericht beglückwünschten sowohl die Terrororganisation Hamas als auch die Muslimbruderschaft Erdogan zu seiner historischen Leistung. Rafat Murra, der Leiter des internationalen Pressebüros der Hamas, sagte, „es war ein stolzer Moment für alle Muslime", und lenkte den Schwerpunkt des Gesprächs auf Jerusalem, die Al-Aqsa-Moschee und das Übel des Zionismus. Eine Einladung an Erdogan in den Levante sozusagen.  Unterdessen unterstrich Ali Qaradaghi, ein hochrangiges Mitglied der Muslimbruderschaft und „inoffizieller" Berater Erdogans, dass „die Hagia Sophia zu ihrem wahren Zustand zurückgekehrt sei“. Jedoch muss auch geklärt werden, dass nicht nur die Hamas ihre Augen auf die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gerichtet hat. Erdogan selbst hat dieses Ziel schon vor langer Zeit erfasst. Daher nutzte er die Gelegenheit nach dem Urteil über die Hagia Sophia, um die Konvertierung des Gebäudes als Teil der „Rückkehr der Freiheit nach Al-Aqsa" aus Israel zu demonstrieren.  
https://www.cicero.de/innenpolitik/hagia-sophia-erdogan-tuerkei-islamisierung-rechtsstaat-hamas

Moscheen in Deutschland

Beliebte Namensgeber für Moscheen in Deutschland sind islamische Eroberer In vormals christlichen Gebieten. Für die Marburger Turkologin Ursula Spuler-Stegemann ist die Benennung von Moscheen als „Fatih-Camii“ [=Eroberer-Moschee] „religionspolitische Instinktlosigkeit“, wenn nicht sogar „ eine „bewusste Provokation“. [Man könnte auch sagen eine symbolische Landnahme als politisches Programm der islamischen Weltherrschaft. Bei einem ehrlichen christlich-islamischen Dialog müsste nicht nur das Verständnis zentraler Begriffe geklärt, sondern auch auf derartige Provokationen eingegangen werden. Wie wäre die Reaktion, wenn Deutschland in der Türkei einen Papst.Urban-II.-Kreuzzugs-Dom bauen ließe?]]. Einige Moscheen sind aber auch nach islamischen Mystikern benannt.
Fatih-Moschee (über 50) z.B. in Berlin, Köln, Nürnberg, bezieht sich auf Sultan Mehmed II. Fatih (= der Eroberer), der 1453 Konstantinopel, die Hauptstadt des byzantinischen Reiches eroberte und die Stadt drei Tage lang von seinen Soldaten plündern ließ. Frauen, Kinder, Greise wurden vergewaltigt, geköpft und gepfählt und auf andere Weise ermordet. Als die letzten christlichen Einwohner in die berühmte Hagia Sophia flüchteten, wurden sie mit den Priestern, die die Messe lasen, ermordet oder zu Sklaven gemacht. Mehmed II. wandelte die christliche Kirche in eine Moschee um.
Osman Gazi Moscheen z.B. in Berlin, Dortmund, tragen den Ehrentitel „Gazi“ für islamische Eroberer, die als Angreifer an einem Kriegszug gegen Nichtmuslime teilnhmen und Kämpfer in der Sache Allahs.
Tarik-Moschee z.B. in Frankfurt nach Tariq ibn Ziyad (670-720) einem muslimischer Feldherr und Eroberer des Westgoten-Reiches (Al-Andalus, Spanien).
Yavuz-Sultan-Selim-Moschee der DITIB gegenüber der Liebfrauenkirche in Mannheim. Yavuz, der „Grausame“ dessen Motto war „Mein Kampf geht solange weiter bis Gottes Gesetz, die Scharia, auf der ganzen Welt herrscht oder ich sterbe!“ ließ tausenden Menschen umbringen, darunter er auch seine Brüder, Neffen, und vier seiner Söhne, um die Thronfolge für sich und seinen Sohn Süleyman zu sichern und das osmanische Reich auszuweiten
Ayasofya-Moschee z.B. in Berlin, Köln, Nürnberg spielt auf die die Hagia-Sophia in Istanbul an, die damals größte Kirche der christlichen Welt, die in eine Moschee umgewandelt wurde und deren Kuppel Prototyp für den Kuppelbau bei späteren Moscheen wurde.

„Alle Religionen sind gleich, einige aber scheinbar "gleicher". Körperschaft und Anerkennung des Islam in Deutschland: Die faktische Gleichstellung des Islam mit den anderen Religionsgemeinschaften ist in erster Linie nicht vom Gutdünken politischer Entscheidungsträger abhängig, sondern sie ist schlicht und ergreifend verbrieftes deutsches Verfassungsrecht“ hieß es auf einer Website der Tarik-Moschee und von islam.de, dem vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek betriebenen Webportals. Manche Muslime berufen sich auf die deutsche Verfassung, wenn es zum eigenen Vorteil ist, fordern und fordern und stellen sich, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden als Opfer dar. Serap Çileli. deutsche Buchautorin und Menschenrechlerin alewitischer Konfession schreibt: „Muslime sind Opfer. Zumindest lieben es die muslimischen Verbände und Funktionäre, diese Rolle breit und laut in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Latenter Rassismus, strukturelle Diskriminierung, Sarrazin, AfD und Islamophobie sind gerne verwendete Kampfbegriffe, um ihr Opferdasein medial und politisch wirksam auszuschlachten."
http://www.islam.de/23168,
http://www.cileli.de/category/antisemitismus/ 

Vorangetrieben wurde der Moscheenbau u.a. von der Islamischen Gemeinschaft Mili Görus, IGMG, übersetzt „Nationale Sicht“, die der ehemalige türkische Ministerpräsident Necmettin Erbakahn und Ziehvater Erdogans in den 1970er Jahren gründete und der aus seiner Absicht keinen Hehl machte: „Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist.“„Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist.“Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist. Geworben wurde durch Wohlfahrts- und Kulturtätigkeit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz attestiert der IGMG ein antidemokratisches Staatsverständnis und die Ablehnung westlicher Demokratienn.
Die Ahmadiyya (von anderen Muslimen als Sekte betrachtet), geben sich liberal, missionieren sehr aktiv (Stadtreklame Nürnberg: Muslime für den Frieden mit Koransure „Es ist kein Zwang im Glaube“ vor der Lorenzkirche) und betreiben ein 100-Moscheen-Projekt in Deutschland.
Die Zahl der für den Islam werbenden Seiten ist in Deutschland sprunghaft gestiegen [eine derartige Entwicklung christlicher Websites in der Türkei wäre undenkbar, ein verbotener Missionierungsversuch erheblichen Konsequenzen].
https://de.wikipedia.org/wiki/Mill%C3%AE_G%C3%B6r%C3%BC%C5%9F

https://www.verfassungsschutz.bayern.de/islamismus/situation/legalistischer_islamismus/index.html
https://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2007-5996+0+DOC+XML+V0//DE
https://taz.de/Islamismus-in-Deutschland/!5138898/, https://www.ksta.de/politik/tuerkische-islam-verbaende-ditib-und-milli-goerues-im-schulterschluss-29949890

Nach Schätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge leben ca. 4,7 Mio. Muslime in Deutschland was 5,7 % der Bevölkerung entspricht. Der Anteil wird nach einer Studie des US-amerikanischen Pew Instituts auch ohne weitere Zuwanderung, wegen des niedrigeren Altersschnitts und der höheren Geburtenraten stärker zunehmen. Die Prognose, dass wenn die Zuwanderung bis 2050 hingegen auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre fortsetze würden, fast jeder fünfte Deutscher muslimischen Glaubens wäre wird von einigen Wissenschaftlern als „Panikmache“ bezeichnet. Tatsache ist, das. Erdogan Migrations- und Bevölkerungspolitik als Druckmittel und Mittel auf dem Weg zu einem muslimischen Europa sieht „Macht fünf Kinder, nicht drei, denn ihr seid Europas Zukunft.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/recep-tayyip-erdogan-kinderkriegen-europa-aufruf

Zentralmoschee der DITIB in Köln-EhrenfeldLaut moscheensuche.de unterhält die  DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. ) die der türkischen Religionsbehörde Dianet untersteht allein 900 Moscheen von ca. 2.800 (mit und ohne Minarett) 2018, die genaue Zahl weiß keiner. Die moderne Architektur der Zentralmosche er DITIB in Köln-Ehrenfeld  suggeriert Modernität der Glaubens- und. Geisteshaltung, Transparenz [doch wie sieht die Realität aus?].
https://www.raiv.de/besichtigung-der-neuen-ditib-zentralmoschee-in-koeln/
Die DITIB-Moscheen vertreten einen
traditionell-konservativen sunnitischen Islam. (ca. 75 % der Muslime hierzulande sind Sunniten). Die ca. 900 entsandten und in der Türkei ausgebildeten Imame beherrschen oft nicht die deutsche Sprache und sind nicht mit der deutschen Kultur und den europäischen Wertvorstellungen vertraut. Sie fürchten eine Assimilierungspolitik. Liberale Imame im Sinne eines Euro-Islams sind selten. Problematisch ist die politische Beeinflussung der türkischen Community (Bespitzelung von Gülen-Anhängern, Gebete für den Krieg gegen die Kurden in Nordsyrien).
Der deutsche Philosoph Robert Spaemann schlägt einen sensiblen und toleranten  interreligiösen Umgang vor: „Christliche Kirchen in islamischen Ländern und Moscheen in christlichen sollten unscheinbar sein. In Rom muss man nicht einen Muezzin rufen und in Mekka nicht eine Kirchenglocke läuten hören. Es muss genug sein, wenn die jeweiligen Christen oder Moslems in diesen Ländern an würdigen Orten ihren Gottesdienst feiern dürfen, und wenn es niemandem verwehrt ist, sich der jeweils anderen Religionsgemeinschaft anzuschließen.“ Der deutsche Journalist Henryk M. Broder bemerkte „Jetzt warten wir ab, bis in Mekka eine Kirche gebaut wird, die man schon von Weitem sehen kann. Und dann erklären wir die Diskussion um Moscheen und Minarette in Europa für beendet und lassen die Bagger anrollen.“ [allerdings  rollen die Bagger nur hierzulande]

Nachdem der
saudische Staat keinem anderen Staat erlaubt, religiöse Einrichtungen auf seinem Hoheitsgebiet zu errichten, verbietet Norwegen dem saudischen Staat – nicht aber norwegischen Muslimen – die Errichtung selbiger in Norwegen. Demgegenüber ermöglichen Deutschland dem saudischen Regime und anderen Scharia-Staaten wie in München umstandslos die Errichtung von Moscheen, Schulen und Kulturzentren und auch in Rom durfte mit saudischer Förderung eine Großmosche gebaut werden. [das lateinische Pinzip „do ut des“ gebe, damit dir gegeben wird, scheint doch sehr einseitig ausgelegt zu werden.)
Der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky gibt zu bedenken „Dienen so große Komplexe mit Einrichtungen, die nicht unmittelbar für die Religionsausübung bestimmt sind, wirklich der Integration? Oder wird durch sie die Tendenz zur Abschottung und zu Parallelgesellschaften verstärkt? Was für eine Interpretation des Islam vertritt der Träger der Moschee? Ist sie mit dem Grundgesetz verträglich? Was sind die Geldquellen? Und welche Ziele verfolgen die Geldgeber? Ich meine, dass sowohl die Anwohner als auch der Staat ein berechtigtes Interesse an Transparenz und an der Beantwortung solcher Fragen haben.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte nicht nur „Der Islam gehört zu Deutschland“ sondern auch „Moscheen werden Teil unseres Stadtbildes sein.“ [und Kirchen in islamischen und vormals christlichen Ländern?]. Muslime laden am Tag der deutschen Einheit zum „Tag der offenen Moschee“ ein [ein gelungener Werbe-Coup des Zentralrats der Muslime in Deutschland]. Wie ist es tatsächlich um die religiöse Offenheit dieser Gemeinden bestellt? Was wäre wenn türkische Kirchen zu einem solchen einlüden? Besuchen Muslime im Gegenzug auch Kirchen? Deutsche Politiker nehmen am Fastenbrechen am Ende des Fastenmonats Ramadan teil, feiern muslimische Politiker etwa das christliche Osterfest mit?]
Der deutsche Journalist Ralph Giordano merkte kritisch an „ Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“ undSchluss gemacht mit der deutschen Scheu, ja, der deutschen Feigheit, Kritik am Islam und dem inflationären Bau von Großmoscheen zu üben; Schluss mit der Blauäugigkeit einer von der Regierung einberufenen “Islamkonferenz”, an deren Tisch in Gestalt muslimischer Verbandsfunktionäre potentielle Zerstörer der demokratischen Republik sitzen und sich eins ins Fäustchen lachen, weil ihnen Freiheiten gewährt werden, die sie sofort abschaffen würden, wenn sie könnten, wie sie wollten.“ (interessant in diesem Zusammenhang Aiman Mazyeks Forderung nach „islamkonformeren Parteiprogrammen“!)

Nach einer der bisher umfassendsten Befragungen türkischstämmiger Einwanderer über Integration und Religiosität durch das Meinungsforschungsinstitut EMNID 2016, stimmen 47 % der Befragten der Aussage zu Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe“.
https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article156291482/Fuer-viele-stehen-Islam-Gebote-ueber-dem-Gesetz.html

Der deutsche Journalist Constantin Schreiber besuchte Freitagspredigten in Moscheen in ganz Deutschland. Er zitiert den Islamexperten Abdelhakim Ourghi „Hier in Deutschland ist es so, dass wir in Bezug auf die DITIB wissen, dass die Themen aus Ankara kommen. Die DITIB stellt als ein Täuschungsmanöver deutsche Ausgaben der Predigten auf ihre Website, die aber nur selektiv eine Zusammenfassung darstellen“ und moniert problematische Äußerungen (nicht nur reisender islamistischen Hassprediger) etwa über Christen: Am Tag vor Heiligabend in einer Berliner Moschee vor Weihnachten zu warnen, kommt mir wie eine Verhöhnung aller Integrationsdiskussionen vor.“ Er stellt fest, dass in muslimischen Staaten verfolgte Islamisten in Europa Unterschlupf finden. Einige der ersten Moscheen in Deutschland  (Aachen, IZM München) wurden von den sunnitisch-islamistischen Muslimbrüdern gebaut, deren Jugendorganisation laut Verfassungsschutz gegen die westliche Gesellschaft emotionalisiert und desintegrativ wirkt. Zukunftsweisende Felder werden die umstrittene Ausbildung islamischer Professoren, Lehrer und Imame an staatlichen Hochschulen in Deutschland und die Erteilung eines staatlichen Islamunterrichts sein (Studien- und Unterrichtsinhalte!).
https://books.google.de/books?id=EzuPDQAAQBAJ&pg=PT182&lpg=PT182&dq=%22Am+Tag+vor+Heiligabend+in+einer+Berliner+Moschee+vor+Weihnachten+zu+warnen,+kommt+mir+wie+eine+Verh%C3%B6hnung+aller+Integrationsdiskussionen+vor%22&source=bl&ots=dSlS1K3Xh6&sig=ACfU3U04uFiBbUeoGKxxntCLv0kwsoU7Zw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj4ye2_2-vqAhVN4qQKHaMfCssQ6AEwAHoECAQQAQ#v=onepage&q=%22Am%20Tag%20vor%20Heiligabend%20in%20einer%20Berliner%20Moschee%20vor%20Weihnachten%20zu%20warnen%2C%20kommt%20mir%20wie%20eine%20Verh%C3%B6hnung%20aller%20Integrationsdiskussionen%20vor%22&f=false
 


 
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