| "Heiligste
Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg Kleiner Wegweiser zu den Sakramenten |
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Eine im Namen Gottes vollzogene Handlung der Kirche, ein "sakrales Zeichen". Ein Zeichen setzen, heißt, durch eine Geste oder einen Gegenstand die Vorstellung einer unsichtbaren Tatsache erwecken. So ist z. B. der Ehering am Finger das Zeichen (das Sinnbild) der Ehe (der geistigen Gemeinschaft). Die Sakramente der Kirche stellen gleichzeitig die an uns gerichteten Zeichen Gottes wie auch unsere Antwort auf diese dar. Gott kann auch auf andere Weise Zeichen geben. Er beschränkt sich nicht auf Riten! Der Herr hat aber der Kirche versichert: "Ich bin bei euch bis ans Ende der Welt". Im Glauben weiß sie, dass Gottes Gnade wie eine unversiegbare Quelle ihre unsichtbaren Brunnen füllt, aus denen jeder Mensch schöpfen kann. Mit Freude verteilt sie diesen unermesslichen Reichtum durch die sieben Sakramente. Die sieben Sakramente heiligen das ganze Leben. Durch die Taufe und die Firmung wird man in die Kirche eingegliedert. Das Sakrament der Buße versöhnt den Sünder. Die Sakrament der Weihe und der Ehe weisen eine bestimmte Sendung zu. Die Krankensalbung ist Stärkung in der letzten Phase des Lebens. Was die Eucharistie betrifft, so ist der alltägliche Höhepunkt eines christlichen Lebens. Was macht diese Zeichen zu Sakramenten ? Die Tatsache, dass sie sich für die Kirche auf eine Geste oder ein Wort Jesu beziehen. Dass die Kirche sie in ihrer Liturgie spendet und feiert. Und dass der Gläubige durch diese Symbol sicher ist, seinem Herr zu "begegnen". Was ihm zu einem tiefen inneren Frieden verhelfen kann, denn Gott "verpflichtet sich" in den Sakramenten.
Unter Initiation (Einführung, Einweihung) versteht man den Übergang zur Kenntnis, von der (soglosen) Kindheit zum (verantwortungsfähigen) Erwachsensein. In jeder Religion erfolgt die Initiation in verschiedenen Phasen (Lehrzeit, Ausbildung) und durch Riten (feierliche Handlungen). In der Kirche wird die Initiation in der Taufe, der Firmung und der Eucharistie gefeiert. Diese "Sakramente der Initiation" lassen den Christen zum uneingeschränkten aktiven und verantwortlichen Mitglied der Kirche Christi werden. Indem Jesus seine Apostel berufen und mit ihnen zusammengelebt hat, hat er sie in den großen Plan Gottes eingeweiht: nämlich das Reich Gottes zu errichten. Und er hat ihnen den wichtigsten Ritus dieses Reiches hinterlassen: die Eucharistie. Mit dem Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Mit dem Tod Jesu gerieten dann die Apostel in Verzweiflung und sie brauchten 50 Tage, um wieder aus ihrer Hoffnungslosigkeit aufzutauchen. Das war ihre "Taufe". Der Pfingsttag war schließlich ihre "Firmung", indem der heilige Geist sie in ihrem Glauben an Christus und in ihrer Sendung bestärkte. Durch die Sakramente der Initiation wird der Übergang von der Finsternis (der Unkenntnis) zum Licht (des Glaubens), vom Umherirren zum geistigen Aufstieg begangen. Bei einem erwachsenen Bekehrten ist das offensichtlich. Die Taufe eines Säuglings ist aber heutzutage oft nichts anderes mehr als ein einfaches Familienfest anlässlich der Geburt. Und die Erstkommunion der große Festtag im Kindheitsalter. Es fällt also jedem katholischen Erzieher zu, das freudige Feiern der Familie nicht etwa zu unterdrücken, sondern bei ihnen einen persönlichen Glauben zu erwecken. Dann erst verdienten diese Sakramente der christlichen Initiation wirklich ihren Namen.
Die Maler waren gute Theologen und Katecheten! Quellen: http://home.reflex.at/~peter.poesze/index00.htm, Theodor Schnitzler: Was die Sakramente bedeuten. Hilfen zu einer neuen Erfahrung. Freiburg: Herder 1982 u.a.
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© Dr. Martin Weimer, Altdorf b.Nürnberg |
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