"Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg
Bibelerlebnistag
 


Laubhütte im Roncalli-Haus Altdorf

Am Samstag, den 15. März 2003 kamen 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Familien-Kreativtag ins Roncalli-Haus in der Bayernstraße, zu dem die kath. Pfarrgemeinde Altdorf eingeladen hatte. Im Jahr der Bibel stand der Tag unter dem Motto: „Was den Himmel offen hält“ Schau nach in Jeshuas Hütte!

In der jüdischen
Tradition, in der auch Jesus stand, erinnert das Laubhüttenfest an die Wüstenwanderung des Volkes Israel. In einem kleinen Anspiel wurde die Frage gestellt, warum das Dach der Laubhütte nicht dicht ist. Die Sukka symbolisiert den göttlichen Schutz und Segen, ist offen nach oben, sozusagen durchlässig für den Segen Gottes.

Am Vormittag bildeten sich drei Gruppen, die im Wechsel über Himmelsoffenheit und Segen meditierten, einen Segenszweig bastelten und eine Laubhütte bauten. Bei Kerzenlicht und leiser Hintergrundmusik wurde an Hand eines Lichtbildes von Siger Köder darüber nachgedacht, wie Abraham seine Offenheit gegenüber Gott lebte, dem Ruf Gottes folgte und durch die Wüste ins gelobte Land zog. In einem meditativen Tanz wurde der wiegende Schritt der Karawane nachempfunden und sich auf orientalische Weise gegenseitig Segen gewünscht.

Aus unterschiedlichem Grünzeug und Bast wurden Lulawzweige, jüdische Segenszweige, gebunden. An den Zweig wurden auf Papierfische geschriebene Namen von Menschen gehängt, die für jeden persönlich zum Segen geworden sind.

Viele, die am Morgen das nackte Zeltgestänge im Großen Saal des Roncalli-Hauses gesehen hatten, konnten sich kaum vorstellen, wie daraus in so kurzer Zeit eine Laubhütte entstehen sollte. Einige Erwachsene bereiteten mit größeren Ästen das Dach vor, so dass es mit Zweigen bedeckt werden konnte. Dicht werden sollte das Dach ja nicht – genauso wie bei echten Sukkas, durch die der Regen fällt und nachts der Sternenhimmel zu sehen ist. Soviel Authentizität konnte man allerdings angesichts der Jahreszeit und des Wetters nicht bieten.

Zur Mittagspause ließen sich die Familien und Kinder zum Würstchenessen auf Decken nieder. Wem dass zu unbequem war oder wer sich die Zeit der Mittagsruhe mit biblischen Rätseln und Malbildern vertreiben wollte, zog sich in den kleinen Saal zurück.

Der Tag endete mit einem gemeinsamen musikalisch gestalteten Wortgottesdienst in und vor der Sukka. Danach konnten die Kinder das an das Dach der Sukka gehängte Obst mit nach Hause nehmen.

Das Vorbereitungsteam rund um Elisabeth Gsänger freute sich über die positive Resonanz, die der erste Familien-Kreativtag bei Eltern und Kindern gefunden hatte.

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