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Philipp Neri
(27.7.1515 - 26.5.1595)
Die Dominikaner von S. Marco in Florenz sowie die Schriften
ihres Mitbruders Savonarola übten in Neris Jugend bleibenden Einfluß auf ihn aus.
Nachdem Neri in S. Germano bei Montecassino darauf verzichtet hatte, die Nachfolge
seines Onkels als Kaufmann anzutreten, begab er sich 1532/33 nach Rom. Hier wirkte
Neri als Erzieher der Söhne des Florentiners Galeotto del Caccia und hörte an der
Sapienza Philosophie und in S. Agostino Theologie. In den 16 Jahren seines Aufenthaltes im
Hause del Caccia suchte Neri in Armut, Einsamkeit und Gebet seinen Weg, dessen Höhepunkt
die mystische Erfahrung der Liebe Gottes war, die ihn nun immer mehr zu den Menschen, zu
einem Leben der Nächstenliebe hindrängte. Neri hielt auf öffentlichen Plätzen
kleine geistliche Ansprachen, kümmerte sich um Arme und pflegte Kranke. 1548
gründeten Neri und sein Beichtvater Persiano Rosa zur Betreuung bedürftiger und kranker
Rompilger die »Bruderschaft der Heiligsten Dreifaltigkeit für die Pilger und
Genesenden«. 1551 ließ sich Neri auf Drängen Rosas zum Priester weihen und lebte in
der Pfarrei S. Girolamo della Carità innerhalb einer Weltpriestergemeinschaft, aus
der sich ab 1552 das »Oratorium« entwickelte. Innerlich zusammengehalten wurde es vom
gemeinsamen Glaubensgespräch, Beten und Bibelbetrachten. Mit seinen Mitbrüdern
führte Neri neue Seelsorgemethoden ein, wie die Laienpredigt, geistliche Lieder
in der Volkssprache, Wallfahrten, die Betonung des Beichtsakramentes als
Begegnung mit der Liebe Christi und die tägliche Feier der Eucharistie. Nachdem Neri sein
seelsorgerisches Wirken unter Paul IV. einschränken musste (Verbot des Beichthörens und
der Wallfahrten), besserte sich diese Situation erst unter Pius V. 1575 erhielt das
Oratorium von Gregor XIII., verbunden mit der Übertragung einer eigenen Kirche (S. Maria
in Vallicella), die kirchliche Anerkennung. Das Oratorium übte starken Einfluss auf die
Jugend von Rom, auf eine Elite der Künstler und Gelehrten sowie auf den päpstlichen Hof
aus. Neri war Beichtvater von Kardinälen und Berater von Päpsten, die Ehre der
Kardinalswürde lehnte er jedoch ab. Vor seinem Tode verbrannte Neri seine Schriften.
Neris Wesen und Ausstrahlung war geprägt von seinem Humor, seiner Lebensfreude
und seiner tiefen Demut, einem Leben aus der Liebe Gottes, mit dem er viele Menschen für
Gott gewann. Die Güte und Liebe Neris gegenüber den Armen, Verfolgten und
Entrechteten machten ihn zum Apostel Roms. Auf die Wissenschaft nahm Neri Einfluss,
indem er seinen Schüler, den späteren Card. C. Baronius, zur Abfassung einer
Kirchengeschichte veranlasste sowie durch die Erneuerung der Kirchenmusik, wobei Neris Oratorium
der neuen musikalischen Gattung ihren Namen gab. Neri gilt als eine der
großen Persönlichkeiten der »Katholischen Reform«, er wurde bereits 1615 selig-
und 1622 heiliggesprochen.
Quelle: nach Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon http://www.bautz.de/bbkl/n/neri_f.shtml
Ein Mensch ohne Glaube
gleicht einem Tier ohne Vernunft.
Wer einem Kreuz
entläuft, der wird auf seinem Weg ein größeres wiederfinden.
Wie du betest, so bist du.
Wilhelm Emmanuel
von Ketteler (25.11.1811 - 13.7.1877)
Geboren als viertes von neun Kindern des ehemaligen Landrates Maximilian Friedrich
Freiherr von Ketteler-Harkotten und der Clementine Freifrau von Ketteler, entstammte
Ketteler altem westfälischem Adel. Ab 1824 besuchte der etwas schwierige und mit
aufbrausendem Temperament veranlagte Junge das von Jesuiten geleitete Internat von Brig im
Schweizer Kanton Wallis. Als durchschnittlicher Schüler bestand er 1829 das Abitur in
Münster. An der Universität Göttingen begann er das Studium der Rechte und der
Staatswissenschaft, das er ab 1831 in Berlin fortsetzte. Dort hörte er u. a. Karl
Friedrich von Savigny, den Begründer der »Historischen Rechtsschule«. 1835 bestand er
das Referendarexamen und trat in den Staatsdienst ein. Als persönliche Konsequenz
verließ er diesen wieder infolge des »Kölner Ereignisses« von 1837. Die
Verhaftung des dortigen Erzbischofs machte es ihm unmöglich, weiter im Dienst eines
Staates zu bleiben, der sich rücksichtslos in den Gewissensbereich seiner Bürger und das
Selbstbestimmungsrecht der Kirche einmischte. Nach einer dreijährigen Phase der
inneren Klärung bezüglich des nun einzuschlagenden Lebensweges entschloss sich Ketteler
Priester zu werden. 1841-1843 folgte das Studium der Theologie in München. Er gehörte
dem Kreis um Joseph Görres an. Am 1.7. 1844 wurde Ketteler in Münster zum
Priester geweiht. Bereits als Kaplan in Beckum wurde sein Interesse an der »sozialen
Frage« deutlich. Auf seine Anregung hin wurde dort ein Krankenhaus für die unteren
Schichten eingerichtet. Im November 1846 übernahm er die verwahrloste Gemeinde Hopsten,
hier war die Not mit Händen zu greifen. Die Jahre bis 1848 als »Bauernpastor« haben
Ketteler entscheidend geprägt. Sein unermüdlicher Einsatz galt der Linderung des
durch Armut, Krankheit und mangelnde Ausbildung hervorgerufenen Elends. Die
mehrmonatige Zugehörigkeit zum Frankfurter Parlament vom Juni 1848 bis zum Januar
1849 machte Ketteler auch im übrigen Deutschland bekannt. Seine Gedenkrede am Grab der im
Verlauf des September-Aufstandes getöteten Abgeordneten erregte großes Aufsehen. Im
Oktober des gleichen Jahres nahm er in einem Redebeitrag anlässlich des ersten
»Katholikentages« in Mainz die soziale Not zum Anlass, der Kirche bzw. dem
christlichen Glauben bei der Lösung dieser Problematik eine entscheidende Rolle
zuzuweisen. Auch die sechs Adventspredigten im Mainzer Dom (gleichfalls 1848 gehalten)
stellten die »soziale Frage« in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. 1849 wurde Ketteler
Propst an St. Hedwig in Berlin. Bereits ein halbes Jahr später ernannte ihn Pius IX. zum
Bischof von Mainz, dem mit 39 Jahren jüngsten in Deutschland. Dort entfaltete er eine
überaus reiche Seelsorgetätigkeit und brachte die Mainzer Diözese zur neuen Blüte. Er
reformierte die Priesterausbildung, bewog zahlreiche Orden zur Wiederaufnahme ihrer Arbeit
und baute das Schul- und Krankenhauswesen aus. Ketteler hatte erkannt, dass der Staat den
mit der Industrialisierung verbundenen sozialen Problemen noch nicht mit einem
angemessenen Instrumentarium von Absicherungen und Steuerungsmaßnahmen begegnen konnte.
Den Fabrikarbeitern galt die vordringliche Sorge des Mainzer Bischofs. Sein
weitverbreitetes Buch »Die Arbeiterfrage und das Christentum« erschien 1864.
Ketteler untersuchte darin im Anschluss an Ferdinand Lassalle die Lage der Arbeiterschaft.
Sozialkaritative Maßnahmen allein konnten seiner Ansicht nach nicht mehr
die Lösung der »sozialen Frage« bewirken. Die ungerechten Strukturen mussten
entscheidend verändert werden, um den Arbeitern die Existenzsicherung zu
gewährleisten. In der Errichtung von Produktiv-Assoziationen sah Kettler die
Lösung. Er wusste jedoch um den langen und durch mancherlei Hindernisse erschwerten Weg
bis zu einer gerechteren Gesellschaft. Sowohl im Staat als auch bei jedem einzelnen
bedurfte es daher der Gesinnungsreform: Die Lösung der Arbeiterfrage war für den Mainzer
Bischof aufs engste mit dem in die Tat umgesetzten christlichen Glauben verknüpft. Sein
gesamtes Vermögen gab er für soziale Zwecke aus. In seinen berühmten Reden vor
Handwerksgesellen in Mainz, vor dem deutschen Episkopat in Fulda und vor mehreren tausend
Arbeitern auf der Liebfrauenheide bei Offenbach trug der engagierte Vorkämpfer des
sozialen Katholizismus immer wieder sein Programm vor. Dort forderte er auch die
Pflicht des Staates zu einer entsprechenden Gesetzgebung ein. Es waren insbesondere fünf
Punkte, die einer Regelung bedurften: die Erhöhung des Arbeitslohnes, die Verkürzung
der Arbeitszeit, die Gewährung von Ruhetagen, das Verbot der Kinderarbeit, die
Abschaffung der Fabrikarbeit von Müttern und jungen Mädchen. Trotz dieser
umfassenden Programmatik wünschte der »Arbeiterbischof« die liberalistisch
geprägten Wirtschaftsstrukturen nicht im Sinne einer sozialen Revolution umzustürzen,
sondern im Sinne einer auf konkrete Problemstellungen akzentuierten Sozialpolitik zu
reformieren. Zur selben Zeit als Karl Marx zur Revolution aufrief, gründete Ketteler Arbeitervereine
und bewirkte die Gründung der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB). Die
Industriegesellschaft als unabdingbares Erfordernis der Zeit hatte Ketteler anerkannt, es
galt nur, das ihr entsprechende »soziale Netz« zu schaffen, eine Aufgabe, der
sich im Anschluss an Ketteler später das 1870/71 gegründete Zentrum als politische
Kraft des Katholizismus widmen sollte. Das am 6. Mai.1891 im
Reichstag angenommene Arbeiterschutzgesetz ist auch aus dem Geist Kettelers
erwachsen. Bismarck gab zu: "Ohne Ketteler wären wir noch nicht so weit." Ketteler
gab auch bedeutende Anregungen zur 1891 von Papst Leo XIII. verfaßten
bahnbrechenden Sozialenzyklika "Rerum novarum". Kettler war jedoch nicht
nur als sozialer Bischof eine Leitfigur innerhalb des deutschen Katholizismus. In seiner
Schrift »Freiheit, Autorität und Kirche« äußerte er sich 1862 zu aktuellen Fragen
seiner Zeit. Sein Kampf für das Selbstbestimmungsrecht der Kirche verhinderte
mehrfach seine Berufung auf bedeutende Bischofssitze. Auch innerkirchlich war Ketteler ein
unerschrockener Kämpfer für die Freiheit. Obwohl persönlich von der Unfehlbarkeit des
Papstes überzeugt, wehrte er sich doch gegen ihre Dogmatisierung auf dem I.
Vaticanum.
Ketteler betonte die enge Verwurzelung des Primats im Kollegium der Bischöfe.
Vorzeitig aus Rom abgereist, unterwarf er sich jedoch vorbehaltlos dem Spruch der
Majorität. Auf Kettelers Initiative hin wurde seit 1867 die Fuldaer Bischofskonferenz
zur ständigen Einrichtung. Als Abgeordneter des Reichstags versuchte Ketteler 1871
den Kulturkampf zu verhindern, ein Vorhaben, bei dem er und die Zentrumsfraktion
unterlagen. Unermüdlich im Dienste seiner Kirche und der Seelsorge wurde Ketteler zum
Symbol des um die Selbstbehauptung kämpfenden deutschen Katholizismus. Sein Leben endete
1877 auf der Rückreise von Rom, wo er an den Feierlichkeiten aus Anlass des 50jährigen
Bischofsjubiläums von Papst Pius IX. teilgenommen hatte. Beigesetzt ist er im Dom zu
Mainz.
Quelle: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon http://www.bautz.de/bbkl/k/Ketteler.shtml
und http://www.erziehung.uni-giessen.de/studis/Robert/bonifaz.html
Ach, wenn wir nur einen Tag wahrhaft als Christen handeln wollten, die soziale Frage wäre gelöst.
Um die sozialen Übel zu heilen, genügt es nicht, dass wir einige Arme mehr speisen und kleiden und dem Armenvorstande einige Taler Geld mehr durch unsere Dienstboten zusenden, das ist nur der allerkleinste Teil unserer Aufgabe, sondern wir müssen eine ungeheuere Kluft in Gesellschaft, einen tief eingewurzelten Hass zwischen Reichen und Armen ausgleichen...
Johannes Bosco / Don Bosco (16.8.1815 - 31.1.1888)
Johannes Bosco war Bauernsohn; als er zwei Jahre alt
war starb der Vater und die Mutter erzog ihn in großer Armut. Mit neun Jahren hatte er
seine Berufungsvision: Er sah in einem Hof eine Horde herumlungernder und
fluchender Gassenjungen; er wollte dazwischenfahren, als ein vornehmer und von innen
heraus leuchtender Mann zu ihm sprach: "Stelle Dich an die Spitze der Jungen! Nicht
mit Schlägen, sondern mit Milde, Güte und Liebe musst Du dir diese zu Freunden
gewinnen." Auf seinen Einwand, er könne das nicht, teilte der Mann ihm eine
"Lehrerin" zu, eine "majestätische Dame", die ihn in einer
"Vision in der Vision" sehen lässt, wie an Stelle der Buben plötzlich alle
möglichen Tiere herumtollen: Löwen, Schafe, Hunde, Katzen, die sich necken, spielen und
den vornehmen Mann und die Frau freudig begrüßen. Auf seinen erneuten Einwand, nicht zu
verstehen, teilte die Dame ihm mit: "Zu gegebener Zeit wirst Du verstehen!" 1841
erhielt er die Priesterweihe und arbeitete in der Seelsorge an der Arbeiterjugend und
an verwahrlosten
Jugendlichen in Turin als "Don Bosco". Der Rettung der
Jugend galt sein Leben. Er richtete in benachteiligten Stadtvierteln Schulen ein,
dazu Heime und Ausbildungsstätten, er nutzte die Möglichkeiten der Presse und gab
Zeitschriften und Bücher heraus. Don Bosco hatte eine großartige Begabung, auf
Menschen zuzugehen und sie für sich und über sich für den Glauben zu gewinnen, er wird
als fröhlich, witzig, heiter und immer wohlwollend geschildert. Bei Gefängnisexerzitien
erwirkte er die ministerielle Sondererlaubnis, mit 300 Gefangenen einen unbewachten
Ausflug zu machen. Keiner nutzte die Gelegenheit zur Flucht.
1846 gründete er das Oratorium vom Heiligen Franz von Sales, ab 1859 organisierte er die
Kongregation der Salesianer
mit der Aufgabe der Erziehung schwieriger Jugendlicher, die 1874 von Papst Pius IX
bestätigt wurde. Mit Maria Mazzarello gründete er 1872 auch die Genossenschaft der
Mariahilfschwestern. Noch zu seinen Lebzeiten gab es schon 250 Häuser in Europa und
Amerika, die in seinem Geist arbeiteten. 130.000 Jungen fanden darin ein Zuhause,
jährlich wurden 18.000 Lehrlinge ausgebildet; 6.000 Priester sind allein zu seinen
Lebzeiten daraus hervorgegangen. 1934 wurde Johannes von Papst Pius XI. kanonisiert. Er
gilt als der Patron der Jugend und der Jugendseelsorger.
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Johannes_Don_Bosco.htm
Das Beste was wir auf der
Welt tun können, ist: Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen
lassen.
Das erste Glück eines
Kindes ist das Bewusstsein, geliebt zu werden.
Das Gebet ist für die Seele das, was
die Wärme für den Körper ist.
Die Macht der Bösen lebt
von der Feigheit der Guten.
Die Tugenden, die uns in
der Zeit und der Ewigkeit glücklich machen, sind Demut und Liebe.
Entweder stirbt der
Priester infolge der Arbeit oder er stirbt infolge des Lasters.
Fröhlich sein und Gutes
tun und die Vögel pfeifen lassen
Halte dich fest an Gott.
Mache es wie der Vogel, der nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast
bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat.
In jedem jungen
Menschen, auch in dem schlimmsten, gibt es einen Punkt, wo er dem Guten
zugänglich ist, und so ist es die erste Pflicht des Erziehers, diesen
Punkt, diese empfängliche Stelle des Herzens, zu suchen und zu nutzen.
Liebenswürdigkeit,
Nachsicht und Rücksicht sind die Schlüssel zum Menschenherzen.
Übt Mäßigkeit, weil man
damit die Gesundheit des Leibes und der Seele bewahren kann.
Wandelt mit den Füßen
auf der Erde; mit den Herzen aber seid im Himmel.
Wissen ohne Gewissen ist
der Ruin der Seele.
Charles de Foucauld (15.6.1858 -
1.12.1916)
Charles Eugène Vicomte de Foucauld war Spross einer der
reichsten Adelsfamilien Frankreichs, ein Lebemann und Frauenheld. Er wurde Offizier
in der französischen Armee, dort aber wegen seiner Lebensführung entlassen. Im Alter von
30 Jahren reiste er - als russischer Rabbiner verkleidet - monatelang durch Marokko
- ein damals für Christen verbotenes Land. Er war durch den Anblick betender Moslems
so beeindruckt, dass er sich zu ernstem Christentum bekehrte. Sein Buch
"Erkundungsfahrt durch Marokko" machte ihn berühmt, die "Belle
Epoque" hatte einen neuen Afrikahelden. Er schloss sich dem Trappistenorden
an, arbeitete in Frankreich, dann in Syrien und lebte dann einige Jahre als Einsiedler
bei Nazareth in Palästina.
1901 wurde er zum Priester geweiht, ab 1905 begab er sich zur
Missionsarbeit in die Sahara nach Algerien und lebte er als Einsiedler unter den Tuareg
im Hoggar-Gebirge in Tamanrasset. Er wollte durch sein Leben
exemplarischen Christseins wirken, nicht durch missionarische Einflussnahme und wurde
von den Tuareg tatsächlich als "großer Marabut" verehrt. Er erforschte
ihre Sprache, hinterließ das bislang beste Wörterbuch, sammelte Texte, Gedichte und
Sprichwörter der Tuareg. 1916 wurde Foucauld von aufständischen Senussi erschossen.
Seine Pläne zur Gründung eines eigenen Ordens konnte er nicht mehr verwirklichen. Sein
Mitstreiter Charles begründete 1936 auf der Grundlage seiner Ideen die Genossenschaft der
"Kleinen Brüder Jesu", der 1939 die Gemeinschaft der "Kleinen
Schwestern Jesu" folgte. Sie teilen in kleinen Gemeinschaften das soziale
Milieu ihrer Umgebung und gehen einer weltlichen Berufstätigkeit nach.
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de/BiographienC/Charles_de_Foucauld.htm
Es gibt keinen Augenblick in unserem Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen könnten.
Für den dahingeschiedenen bedeutet der Tod Frieden, die Gewissheit ewiger Glückseeligkeit, unwandelbarer Geborgenheit.
Schweigen ist das Gegenteil von Vergessen und Kälte. Im Schweigen liebt man am glühendsten: Lärm und Worte verlöschen oft das innere Feuer.
Edith
Stein (12.10.1891 - 9.8.1942)
Ediths Mutter hatte bereits zehn Kindern das Leben geschenkt, als Edith Stein am 12.
Oktober 1891 in einer jüdischen Familie in Breslau geboren wurde. Ediths
Vater war ein wohlhabender Holzhändler. Edith hatte eine behütete Kindheit. Hochbegabt
studierte sie Philosophie und engagierte sich für die Rechte der Frauen. Sie
promovierte in Freiburg bei Edmund Husserl und arbeitete als dessen Assistentin. Zu der
Zeit verlor sie ihren Glauben und bezeichnete sich als Atheistin. Im
Herbst 1921 las sie ein Buch der Heiligen Teresa von Avila aus dem 16. Jahrhundert,
dass sie so beeindruckte, dass sie sich einen Katechismus kaufte und zur Messe ging. Am
Neujahrstag 1922 ließ sie sich taufen. 1932 wurde sie Dozentin im
katholischen Institut für Pädagogik in Münster und war damit Deutschlands erste
Dozentin für Philosophie. Weil sie "Nicht-Arierin"
war, musste sie
ihren Lehrstuhl 1933 bereits wieder aufgeben. Am 14. Oktober 1933 trat sie dem Orden Karmel
in Köln bei und hieß von nun an Schwester Teresia Benedicta a Croce. Sie hatte
gehofft, als Ordensfrau Einfluss auf die Kirche nehmen zu können, besonders hinsichtlich
deren Antisemitismus. Ihr Ersuchen um eine Audienz bei Papst Pius XI. lehnte dieser ab.
Mit der zunehmenden Repression wurde der Karmeliterin ihre jüdische Herkunft immer
bewusster. Die Priorin des Kölner Klosters verriet schließlich den Nazis, dass Schwester
Teresia Benedicta Jüdin war. Nach der Reichsprogromnacht 1938 floh Edith
Stein in die Niederlanden, ins Kloster Echte. Die Nazis hatten derweil 1942
erklärt, dass sie jeden Protest gegen Judendeportationen im Keim ersticken würden. Die
Kirchen lenkten ein, bis auf die katholischen Bischöfe. Von den katholischen Kanzeln
wurde am 26. Juli 1942 ein entsprechender Hirtenbrief verlesen. Die Nazis reagierten
sofort, indem sie alle jüdischen Katholiken deportierten. Edith Stein wurde am 2. August
1942 aus dem Kloster Echte von den Nazis verschleppt. "Komm,
wir gehen für unser Volk", soll Edith Stein zu ihrer Schwester Rosa bei
der Verhaftung gesagt haben. Eine Woche später traf ihr Gefangenentransport im Konzentrationslager
Auschwitz ein. Edith Stein wurde in den dortigen Gaskammern wenige Tage später
ermordet. Das genaue Todesdatum ist, wie bei so vielen, unbekannt. Papst Johannes Paul II.
sprach Edith Stein am 11. Oktober 1998 heilig. Erstmals in der Kirchengeschichte wurde
eine Katholikin jüdischer Abstammung heilig gesprochen. Die Heiligsprechung wird in
der Weltöffentlichkeit auch als Geste der Versöhnung des Vatikans mit den Juden
gedeutet. Kritische Stimmen meinen, dass die Kirche versuche, Edith Stein ganz als
Christin für sich zu vereinnahmen, und dass sich die Kirche mit der Ehrung eine Art Alibi
für mangelnden Widerstand der Kirche gegen die Nazis verschaffen will. Fest steht, dass
Edith Stein starb, weil sie jüdischer Abstammung war. Der Vatikan hat insofern Recht,
dass diese Deportationen auch "aus Hass gegen die katholische Kirche erfolgten. Das
ist Grund genug, um von einem Märtyrerinnentod zu sprechen".
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon u.a. http://www.heiligenlexikon.de/BiographienE/Edith_Stein.html
Alles, was sonst getrennt
auftritt, ist im Glauben verschmolzen: Erkenntnis, Liebe, Tat.
Das innerste Wesen der
Liebe ist Hingabe.
Das innere Leben ist die
tiefste und reinste Quelle des Glücks.
Der Nächste ist nicht
der, den ich mag.
Er ist ein jeder, der mir nahe kommt - ohne Ausnahme.
Es hat mir immer fern
gelegen zu denken, dass Gottes Barmherzigkeit sich an die Grenzen der
Kirche binde. Gott ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit sucht, der sucht
Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.
Es ist die Aufgabe eines
jeden Menschen, zu sich selbst zu kommen.
Freude ist ein Zeichen,
dass man dem Licht nahe ist.
Je gesammelter ein
Mensch im Innersten seiner Seele lebt, umso stärker ist seine
Ausstrahlung, die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht.
Jedenfalls ist das Leben
viel zu kompliziert, als dass man ihm mit einem noch so klug erdachten
Weltverbesserungsplan zu Leibe rücken und ihm nun endgültig und
eindeutig vorschreiben könnte, wie es zu gehen hat.
Mein Leben beginnt jeden
Morgen neu und endet jeden Abend; Pläne und Absichten darüber hinaus
habe ich keine; das heißt, es kann natürlich zum Tagwerk gehören
vorauszudenken, aber eine "Sorge" für den kommenden Tag darf es
nie sein.
Meine Sehnsucht nach der
Wahrheit ist mein einziges Gebet.
Schiffe stranden an
Felsen, menschliche Beziehungen oft schon an Kieselsteinen.
Wer gesammelt in der Tiefe
lebt, der sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen.
Rupert Mayer
(23.1.1876 - 1.11.1945)
Rupert Mayer wuchs in Stuttgart auf, besuchte das Gymnasium, studierte Philosophie und
Theologie in Freiburg, München und Tübingen, bis er 1899 zum Priester geweiht wurde.
1900 trat er in Feldkirch in Vorarlberg dem Jesuitenorden bei, ab 1906 zog er als Volksmissionar
durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. 1912 kam er nach München, 1914 ging
er als Soldatenseelsorger an die Fronten des 1. Weltkrieges und wurde als erster Feldgeistlicher
mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet: er hatte sich eine lebensgefährliche Verletzung
zugezogen, weil er sich schützende über einen schwerverletzten Soldaten gebeugt hatte;
ein Bein musste ihm amputiert werden. In den restlichen Kriegsjahren predigte er wieder in
München, 1921 wurde er Präses der "Marianischen Männerkongregation". Schon
früh erkannte er die Gefahren des
heraufziehenden Nationalsozialismus und erhob
warnend seine Stimme. Im Januar 1937 wurde er dann von den Nazis erstmals verhaftet,
schließlich wegen einer Predigt für sechs Monate eingesperrt, dann mehrfach verurteilt,
sieben Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen in Isolationshaft
gehalten und danach nur freigelassen mit der Auflage eines Predigtverbotes. Die
fünf Jahre bis zum Ende des Krieges verbrachte er isoliert im Kloster Ettal, dann war
zwar der Krieg zu Ende, aber auch er am Ende seiner Lebenskräfte. Am Allerheiligentag
starb er während der Messe vor dem Altar der Münchner Michaelskirche. Rupert Mayer wurde
zuerst auf dem Klosterfriedhof beigesetzt, sein Grab war schnell eine von Zehntausenden
besuchte Wallfahrtsstätte. Dann wurde er in die Jesuitenkirche in München überführt,
Zehntausende gaben dabei das Geleit, bis zum heutigen Tag wird seine letzte Ruhestätte
stark besucht. Rupert Mayer wurde 1987 durch Papst Johannes Paul II. in München selig
gesprochen.
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de/BiographienR/Rupert_Mayer.html
Die Erneuerung des Volkes muss eine Herzenserneuerung sein, eine Umwandlung des inneren Menschen. Diese Herzenserneuerung muss bestehen in einer gründlichen Abkehr von der Gottlosigkeit, vom reinen Diesseitskult und einer herzhaften Rückkehr zum Gottesglauben, zum Geist des Christentums.
Martin Luther King
(15.1.1929 - 4.4.1968)
Martin Luther King, benannt nach dem
Reformator Martin Luther, war wie sein Vater Pfarrer der Baptistengemeinde, schon mit
17 Jahren wurde er geweiht, Nach dem Abschluss am theologischen College 1951 studierte er
an der Universität von Boston. Er lernte das Wirken von Mahatma Gandhi kennen, dessen
Lehren zum Kern seiner eigenen Philosophie des gewaltlosen Widerstandes werden sollten.
Nach der Heirat 1953 wurde King Pastor einer Baptistenkirche in Montgomery im
Bundesstaat Alabama. 1954 verurteilte der Oberste Gerichtshof der USA die
Rassentrennung an öffentlichen Schulen als gesetzeswidrig. Diese Entscheidung hatte
Auswirkungen auch auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens. 1955 wurde King zum Anführer
eines Boykotts der Schwarzen gegen die Omnibusse in Montgomery; Anlass hierfür war
die Festnahme von Rosa Parks, einer Schwarzen, die sich geweigert hatte, einem weißen
Fahrgast ihren Sitzplatz zu überlassen. Im Laufe der 381 Tage dauernden Aktion wurde King
festgenommen und inhaftiert, sein Haus
wurde in die Luft gesprengt, er bekam mehrere Morddrohungen.
Aber der Boykott endete 1956 erfolgreich mit einem Erlass des Obersten Gerichtshofes, der
jegliche Art von Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt für
gesetzwidrig erklärte. King ging aus dieser Aktion als hoch angesehener Führer der
Schwarzen hervor. Schwarze Kirchenmänner aus dem ganzen Süden der USA organisierten in
Reaktion auf den Erfolg des Boykotts in Montgomery die "Southern Christian
Leadership Conference" (SCLC), eine Versammlung der christlichen Schwarzenführer
der Südstaaten, King wurde der Präsident. 1959 reiste King nach Indien, um Gandhis
Prinzip des "Satyagraha", des gewaltlosen Widerstandes, besser kennen zu
lernen. 1960 Jahr gab er seine Stelle als Pastor in Montgomery auf und wurde Kopastor
seines Vaters an der Ebenerer Baptist Church in Atlanta; nun hatte er Zeit, noch
effizienter in der Führung der Bürgerrechtsbewegung mitzuarbeiten. Damals vollzog sich
innerhalb der schwarzen Bewegung ein radikaler Wende: Waren bislang Rechtsmittel und das Streben
nach Versöhnung die Grundlagen, wurde nun der Wandel "mit allen möglichen
Mitteln" gefordert. Differenzen zwischen der SCLC und anderen Gruppen wurden
unausweichlich. Kings hohes Prestige führte dazu, dass die Gewaltlosigkeit trotz vieler
anderer Tendenzen doch der offizielle Weg des Widerstandes blieb. 1963 führte King eine
große Bürgerrechtskampagne in Birmingham in Alabama an. Er organisierte im ganzen Süden
der USA Aktionen für die Registrierung Schwarzer in die Wählerlisten, gegen
Rassentrennung und für bessere Schulbildung und Wohnungen. Während dieser Aktionen wurde
er mehrfach inhaftiert. Beim historischen Marsch auf Washington am 28. August 1963 hielt
er seine berühmte Rede I Have a Dream". 1964 bekam er als
Wortführer der gewaltlosen Rassenintegration den Friedensnobelpreis. Trotz weltweiter
Anerkennung und moralischer und politischer Unterstützung im Norden der USA taten auch
die Verantwortlichen im Norden wenig, um Rassentrennung abzuschaffen. Zudem
vergiftete der Vietnamkrieg die Atmosphäre zunehmend, lokale Probleme wurden in den
Hintergrund gedrängt. Kings Gewaltlosigkeit wurde auf harte Proben gestellt: in Chicago,
wo er seine erste größere Kampagne im Norden abhielt, stellten sich ihm schwarze
Baptisten öffentlich entgegen. Uniformierte Neonazis und Mitglieder des Ku-Klux-Klans
setzten weiße bewaffnete Schlägertrupps in Marsch, Überfälle auf Schwarze
mehrten sich. King kümmerte sich immer intensiver auch um den Vietnamkrieg, tat
sich mit der Antikriegsbewegung und deren weißer Führung zusammen. Diese
Konzentration auf den Vietnamkrieg sowie seine Absicht, einen "Poor People's
March", einen Marsch armer Leute aller Rassen auf Washington anzuführen,
gefährdeten seine Führungsposition. Hinzu kamen stressbedingte gesundheitliche Probleme;
in seinen Reden spielte er nun immer wieder auf seinen Tod an. Am 3. April 1968 sagte er
in Anspielung auf Mose, er habe "das Gelobte Land gesehen". Einen Tag später
wurde er erschossen. Hunderttausende Menschen kamen zu seiner Beerdigung in
Atlanta. Ein weißer entflohener Häftling, James Earl Ray, wurde wegen des Mordes
festgenommen, er erklärte sich schuldig und wurde zu 99 Jahren Gefängnis verurteilt.
1983 wurde der dritte Montag im Januar zu Ehren Martin Luther Kings zum
Nationalfeiertag in den USA erklärt; sein Geburtshaus und sein Grab in Atlanta
gehören zu den nationalen Denkmälern.
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martin_Luther_King.htm
Ein Mensch, der nicht
bereit ist, für etwas zu sterben, ist nicht reif für das Leben.
Erfolg, Anerkennung und
Konformität sind die Schlagworte der modernen Welt, in der sich jeder
nach der betäubenden Sicherheit sehnt, mit der Mehrheit identifiziert zu
werden.
Gewaltloser Widerstand
ist keine Methode für Feiglinge. Es wird Widerstand geleistet. Die
Methode ist körperlich passiv, aber geistig stark aktiv. Gewaltloser
Widerstand will den Gegner nicht vernichten oder demütigen, sondern seine
Freundschaft oder sein Verständnis gewinnen. Gewaltloser Widerstand ist
Angriff gegen die Mächte des Bösen, nicht gegen Personen, die das Böse
tun. Gewaltloser Widerstand ist die Bereitschaft, Demütigungen zu
erdulden, ohne sich zu rächen und Schläge hinzunehmen, ohne zurückzuschlagen.
Gewaltloser Widerstand reißt weder äußerlich noch innerlich zur Gewalttätigkeit
hin. Im Mittelpunkt der Lehre vom gewaltlosen Widerstand steht das Gebot
der Liebe. Gewaltloser Widerstand gründet sich auf die Überzeugung, daß
das Universum auf der Seite der Gerechtigkeit steht. Es gibt eine schöpferische
Kraft in diesem Weltall, die am Werk ist, die getrennten Erscheinungen der
Wirklichkeit zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen.
Heute haben wir noch die
Wahl: Gewaltlose Koexistenz oder gemeinsame Vernichtung durch Gewalt.
Jeder wahre Christ ist
ein Bürger zweier Welten: der zeitlichen und der ewigen.
Kein Problem wird gelöst,
wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.
Liebe zum Nächsten ist
der Schlüssel zur Lösung der Probleme unserer Welt.
Unsere Generation wird
eines Tages nicht nur die ätzenden Worte und bösen Taten der schlechten
Menschen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der
guten.
Wenn unsere Tage verdunkelt
sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir
stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
Wer das Böse ohne
Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen.
Wer unfähig ist zu
vergeben, der ist auch unfähig zu lieben.
Wir müssen lernen, dass
der Wert des Menschen sich nicht an seinem Bankkonto oder an der Länge
seines Wagens misst, sondern allein an seinem Engagement.
Wir müssen lernen,
entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.
Unsere Generation wird
nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben, als vielmehr
das erschreckende Schweigen der guten.
Wahre Nächstenliebe ist
mehr als die Fähigkeit zum Mitleid, sie ist die Fähigkeit zur Zuneigung.
Wir müssen erkennen, daß
es Aberglaube ist, wenn wir annehmen, Gott würde handeln, wenn wir müßig
bleiben.
Wir neigen dazu, Erfolg
eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos
zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß
unserer Menschlichkeit.
Quelle Gott und die Welt im Zitat
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