| Gottesdienstbesuch wozu ? | |||||
Einige Impulse zum Nachdenken über den Sinn des Gottesdienstbesuchs Hintergrundinfos zur Einsetzung des Abendmahls durch Jesus - "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" - und zu Aufbau und Symbolik des Gottesdienstes
Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten
unter ihnen.
Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei:
einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre wieder ein anderer eine
Offenbarung. Die
ersten Christen waren bei der heiligen Messe so still, als ob niemand
in der Kirche zugegen gewesen wäre. Du kannst daheim
nicht beten wie in der Kirche, wo eine große Zahl da ist und wo wie aus
einem Herzen zu Gott gerufen wird. Hier ist mehr: die Einheit der
Gesinnungen, der Einklang der Seelen, das Band der Liebe, die Gebete der
Priester. Bei
mir zu Hause finde ich keine Wärme oder Kraft in mir. Aber in der
Kirche, wo sich viele versammeln, wird ein Feuer in meinem Herzen
entzündet, und das bahnt sich seinen Weg.
Ich begann, in die Kirche zu gehen, ohne zu
glauben.
Der Leere unserer
Kirchen entspricht die Leere unserer Herzen.
Eure Messe, zumal ich sie nun in ihren
einzelnen Handlungen und Wesenheiten verstehe und die Bedeutung weiß,
ist mir unglaublich sympathisch.
Der Unterschied zwischen dem Hören einer
Radiopredigt und dem in die Kirche gehen… ist fast wie der
Unterscheid zwischen dem Anrufen der Freundin und dem Verbringen eines
Abends mit ihr.
Keiner darf so aus der Kirche hinausgehen,
wie er hineingegangen ist.
Es gibt Tage, wo für dich der Gottesdienst
schwer wird. Wisse dann, deinen Leib darzubieten, da ja schon deine
Anwesenheit ein Zeichen ist für dein im Augenblick nicht zu verwirklichendes
Verlangen, deinen Herrn zu loben. Glaube an die Gegenwart Christi in
dir, auch wenn du keine spürbare Resonanz davon feststellst
Sonntäglich in der Kirche erscheinen, auf die Gemeinde herabsehen und
von ihr ein Stündchen sich anblicken lassen, ist das trefflichste
Mittel zu Popularität. Gottesdienst muss zum Menschendienst führen
Ehre nicht Christus hier mit seidenen Gewändern,
während du dich draußen auf der Straße nicht um ihn kümmerst, wo er vor
Kälte und Blöße zugrunde geht. Gott braucht keine goldenen Kelche,
sondern goldene Menschen. Der Mensch, der
Gott beim Stallmisten nicht hat, hat ihn auch nicht beim Chorgebet. Eine Religion des Sonntagsgottesdienstes
aber von ungerechten Wochen gefällt dem Herrn nicht.
Die Welt ist groß: Es gibt unzählige Wege, dem
Herrn zu dienen. Es gibt auch einen für dich. Sollten wir so entfremdet
sein, dass wir uns den Luxus leisten, Gott in der Bequemlichkeit müßiger
Stunden, in luxuriösen Kirchen, in pompösen, aber oft so leeren
Gottesdiensten zu suchen und ihm nicht dort zu dienen, wo er wirklich
ist und uns erwartet und unsere Präsenz fordert: in der Menschheit, in den
Armen, in den Unterdrückten, in Opfern der Ungerechtigkeit, für die wir nur
allzu oft mitschuldig sind?
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