| Gedanken über das Christsein | |||||
| Neuer
Mensch in der Nachfolge Christi - eine anspruchsvolle Berufung Echter Christ sein
ist kein Kinderspiel. Wer ist denn
heutzutage noch ein Christ, wie Christus ihn haben wollte?
Wie Christus zu sein ist ein Christ sein. Es gibt zwei
Arten von Christen: Den Nachfolger Jesu, und dann die billigere
Ausgabe davon, den Bewunderer Jesu. Das müssen die
Menschen an uns fühlen, wenn eine Kraft des Christentums von uns ausgehen
soll, dass wir in allem, was uns begegnet, in allem, was wir tun,
Christus suchen.
Es gibt Wesen,
bei denen man die Wirklichkeit Christi so lebendig spürt, dass es nicht
erlaubt ist zu zweifeln. Als
areligiöse Pharisäer bezeichne ich die Leute, die vorgeben, es sei eine
Kleinigkeit, Christ zu sein.
Christ-Sein ist eine wahre Berufung zu einem
wahren Beruf; es heißt zu einer Arbeit berufen sein, die nur von einem
allein getan werden kann.
Christ ist nicht einfach der Mensch, der human oder auch sozial oder gar
religiös zu leben versucht. Christ ist vielmehr nur der, der seine
Menschlichkeit, Gesellschaftlichkeit und Religiosität von Christus her zu
leben versucht. Neues Selbstbewusstsein Tust du
etwas aus Überzeugung, dass du es tun musst, so schäme dich nicht, dabei
gesehen zu werden, und kümmere dich nicht um das Urteil der anderen.
Es ist eine wahre Schmach und Schande, dass wir Christen wie blinde Hühner
umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
Wenn du Christ bist, kommt es nicht so sehr darauf an, was du einmal warst,
als darauf, was du jetzt bist.
Der Mensch stirbt mit dem Christen, der Christ aber
auch mit dem Menschen.
Ich bin stolz darauf, dass ich Christ bin.
Ich bin Christ und das ist gut so!
[leider
weniger bekannt als das Outing des Oberbürgermeisters von Berlin...]
Wir brauchen Christen, die identifizierbar sind und sich nicht feige
verstecken. Wir müssen wieder
klarer sagen, dass wir als Christen etwas anbieten
können, was keine andere Gruppe sonst bietet, sonst entscheiden
sich die Leute einfach nur zwischen Tanzstunden, Sportverein und Kirche. Glaubwürdigkeit im Reden und Tun Ein Christ sein
heißt nicht von Christus zu schwätzen, sondern ein Leben zu führen, wie er
es geführt hat. Nicht was wir predigen, sondern
was wir tun, macht uns zu Christen. Wenn uns die
Christen an den Erlöser glauben lassen wollen, lasst sie erlöst handeln. Wenn ein
Mensch kein Christ an dem Ort sein kann, wo er ist, kann er nirgendwo ein
Christ sein.
Die Christen müssten erlöster aussehen, wenn ich
an ihren Erlöser glauben soll. Rede über
Christus nur dann, wenn du gefragt wirst. Aber lebe
so, dass man dich nach Christus fragt.
Wenn Christen menschlicher wären, wäre die
Menschheit christlicher. Orientierung an christlichen Werten im privaten und öffentlichen Bereich (s.a. Nächsten- und Feindesliebe) Die Christen begehen
keinen Ehebruch. Sie legen kein falsches Zeugnis ab. Sie begehren nicht die
Güter ihres Nächsten. Sie ehren Vater und Mutter. Sie lieben ihre Nächsten.
Sie urteilen gerecht. Sie vermeiden es anderen etwas zuzufügen, was sie
nicht wollen, dass man es ihnen zufüge. Sie tun ihren Feinden gutes. Sie
sind freundlich. Jeder Christ
sollte sich mit großem Eifer für die Kirche einsetzen, ihr Liebe
entgegenbringen und ihr Wohlergehen und Wachstum wünschen. Mit dem gleichen
Eifer sollte er für die Kirche in aller Welt unaufhörlich beten, besonders
für die Gemeinde, zu der er gehört. Selbst viele so
genannten frommen Leute meinen, wenn sie fleißig in die Kirche gingen und
gelegentlich mehr oder minder Almosen austeilten, dann sei dem Christentum
vollkommen genug getan; beim Kauf und Verkauf, beim Verpachten und
Anpachten, überhaupt in den ordinären Geschäften des bürgerlichen Lebens auf
die Grundsätze des Christentums zu sehen, sich danach zu richten und auch
hier die Liebe Gottes über alles und die Liebe des Nächsten walten zu
lassen, das fällt allerdings wenigen ein. Als
erstes würde ich raten, dass die Christen alle miteinander anfangen müssen,
wie Jesus zu leben. Wenn ihr im Geist eures Meisters zu uns kommen wolltet,
können wir euch nicht widerstehen. Die Aufgabe
des christlichen Lebens besteht darin, Christus in das eigene Dasein zu
übersetzen; im Stoff des täglichen Tuns, der menschlichen Begegnungen, der
Fügungen und Schicksale.
Ich verstehe mehr denn je, dass das Leben, auch sein Ruhm, leer und ohne
Geschmack bleibt, wenn man nicht, immer und unbedingt, Gott im Auge behält.
Daraus scheint mit logisch zu folgen, dass man, um glücklich zu sein, für
ihn leben und sterben muss, helfend, dass sein Reich komme, entsprechend dem
eigenen Alter, der eigenen Stellung, seinen Mitteln, seinem Vermögen, seinem
Empfinden. Christ ist einer, der
für andere da ist.
Wie Christen ihre Ehe führen, wie sie ihre Kinder erziehen, wie sie sich
als Kollegen benehmen - das alles soll Gottes Wesen und Liebe widerspiegeln. In einer Gesellschaft,
in der Korruption, Lüge und Betrug auf allen Etagen um sich greift, haben
wir Christen kompromisslos anders zu sein. Freude und Fröhlichkeit (s.a. Begeisterung und Enthusiasmus)
Ein Christ soll und muss ein fröhlicher Mensch
sein. Wenn er es nicht ist, dann ist er vom Teufel verseucht. Wie paradox ist
unser christliches Leben geworden! Wir sind in der Tat reich - und glauben
doch arm zu sein. Wir leben - und meinen, wir seien halb tot. Wir können der
Welt unsere Freude anbieten - und zeigen nur Wehmut. Versuche
jederzeit die Freude und das Glück zu zeigen, dass du Christ bist. Mut zum Bekenntnis
Zu dieser Guten
Nachricht bekenne ich mich ohne jede Furcht; denn in ihr wirkt Gottes Macht.
Wehe denen, die von dir, o Gott, schweigen, da
sie reden könnten, aber stumm bleiben. Ich werde
meine Religion bekennen, weil ich eine habe, und ich werde sie öffentlich
bekennen, weil ich das Herz dazu habe. Es ziemt
dem Christen, der kompromisslos an der Vervollkommnung seines Christentums
arbeitet, in keiner Weise, sich der Pflicht zum Widerstand gegen das Übel
zu
entziehen. Verleugne um
des Friedens und der Ruhe willen nie deine Überzeugungen.
Das ist doch im Grunde und zuletzt der freie Mensch: der Mensch, der sich
nicht mehr fürchten muss. Wer bekennt, muss sich nicht mehr fürchten.
Er hat, indem er bekennt, alles, was er fürchten könnte, hinter sich
gelassen. Und so ist er ein freier Mensch. |
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