| Christenverfolgung weltweit - in Geschichte und Gegenwart | |||||
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Ihr werdet um meines Namens
willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der
wird gerettet. Und so wurden zuerst die Personen verhaftet, die sich
als Christen bekannten … und sie wurden nicht nur des Verbrechens der
Brandstiftung, sondern auch des Hasses gegen das Menschengeschlecht für
schuldig gefunden. Und mit den Todgeweihten trieb man noch seinen Spott: man
hüllte sie in Tierhäute und ließ sie von Hunden zerfleischen, oder sie
wurden ans Kreuz geschlagen und für den Flammentod bestimmt, nach
Tagesschluss als Beleuchtung für die Nacht verbrannt.
Das Blut der Märtyrer
ist der Same der Kirche. Sie bilden eine gemeine Verschwörerbande, die sich in nächtlichen
Zusammenkünften, bei Feierlichkeiten mit Fasten und menschenunwürdiger Speise nicht im Kult, sondern im Verbrechen verbrüdern; eine obskure,
lichtscheue Gesellschaft, stumm in der Öffentlichkeit, in Winkeln
geschwätzig; Tempel verachten sie, als ob es Gräber wären, vor
Götterbildern speien sie aus, verlachen die heiligen Opfer. Der Christenname wird für immer ausgetilgt sein. Nichts ist mehr zu
fürchten als ein zu langer Friede. Du bist im Irrtum, wenn du denkst, dass
ein Christ ohne Verfolgung leben kann. Die Person, die die meiste Verfolgung
erleidet ist eine die unter keiner lebt. Ein Sturm lässt einen Menschen
wachsam werden und zwingt ihn alles zu tun, um einen Schiffbruch zu
vermeiden. Es ist groß und
ergreifend, dass der wahre Christ verfolgt werde und nie selbst verfolgt. Der Tyrann stirbt, und
seine Herrschaft ist vorüber; der Märtyrer stirbt und seine Herrschaft
beginnt. Je mehr Verfolgung,
umso offensichtlicher wird die Wahrheit.
Es ist besser, dass das Evangelium in aller Welt
verfolgt, als dass es nicht beachtet wird. Als die
Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein
Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Katholiken holten, habe ich
nicht protestiert; ich war ja kein Katholik. Als sie mich holten, gab es
keinen mehr, der protestieren konnte. Es sollen einmal andere
besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.
Es ist gefährlich Christ zu sein in diesem
Lande. Von Gott zu reden ist gefährlich.
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© Dr. Martin Weimer, Altdorf b.Nürnberg |
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