| "Heiligste
Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg Ausstellung 125 Jahre kath. Pfarrei Altdorf |
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Am 2.12.2001, dem 1. Adventssonntag, feierte die kath. Pfarrei Altdorf ein Doppeljubiläum: 50 Jahre kath. Pfarrkirche „Heiligste Dreifaltigkeit“ und 125 Jahre kath. Stadtpfarrei. Aus diesem Anlass gab Rektor i.R. und Kirchenpfleger Hans Herzog gab eine Einführung in die über 125-jährige Geschichte der Pfarrei. In den vergangenen Wochen hatte er im Pfarrarchiv überraschende Entdeckung gemacht und manches Kuriose zu Tage befördert. So fand er inmitten von Stiftungakten die handschrifltlichen Pläne für den Bau der alten Pfarrkirche oder in einem unscheinbaren Pappschuber die in Leder„Confirmations-Urkunde“ für die neue kath. Stadtpfarrei Altdorf. Das in Leder gebundene Prachtstück der Ausstellung mit einem handgezeichneten Deckblatt mit einer Dreifaltigkeitsdarstellung und einem roten Wachssiegel war in einer Vitrine zu bewundern. Auf neun Ausstellungswänden hatte er in liebevoller Kleinarbeit chronologisch-thematisch alte Karten, Baupläne, Handschriften und Photos – darunter viele Originaldokumente zusammengetragen.
Durch ein Bittgesuch an den König erreichte Limbacher die „Allerhöchste“
Genehmigung für eine Kollekte in den sieben Regierungsbezirken des
rechtsrheinischen Bayerns für die Errichtung eines selbständigen katholischen
Seelsorgepostens in Altdorf. König Ludwig II. von Bayern erteilte die
Genehmigung zur Gründung der kath. Pfarrei Altdorf und „Bischöfliche
Gnaden“ Franz Leopold in Eichstätt fertigte mit Datum vom 14. März 1876 den
Stiftungsbrief der Pfarrei aus. Neben
dem religiösen Leben wirft die Ausstellung auch auf das kulturelle und soziale
Leben der kath. Pfarrgemeinde einige Schlaglichter. 1898 wurde der
Canisius-Schulverein mit dem Ziel der Errichtung einer eigenen Schule gegründet,
doch scheiterte der Plan an knappen Finanzmitteln. 1905 wird in der Pfarrei ein
kath. Arbeiterverein gegründet, der in der Nazizeit verboten war und nach dem
Krieg als kath. Werkvolk wiedergegründet wurde – heute als Kath.
Arbeitnehmerbewegung (KAB) bekannt. Der Stadteilname „Werkvolksiedlung“
erinnert heute noch an den Einsatz für die Linderung der Wohnungsnot. Neben dem
sozialen Einsatz etwa für Gastarbeiter wurde bei der KAB auch schon früh das
kulturelle Leben gepflegt – auch diesen November wurde wieder ein Theaterstück
aufgeführt. 1974 wurde mit dem Roncalli-Hauses in der Bayernstraße die seit
langem nötige Begegnungsstätte gebaut. Dank des „qualifizierten
Ungehorsams“ von Pfarrer Gerhard Senninger gegenüber dem Diözesanbauamt
wurde der auch heute noch modern wirkende Bau komplett unterkellert und war so
den zukünftigen Nutzungen gewachsen. Über die vielfältigen Gruppierungen und
Aktivitäten im „RCH“ informierte im vergangen Jahr die Ausstellung „25
Jahre Treffpunkt Roncalli-Haus“. 1957 wurde der kath. Kindergarten St. Josef
an der Rascher Straße eingeweiht, 1996 der Kindergarten St. Monika in Röthenbach. (Gestalterische und technische Umsetzung durch Dr. Martin Weimer und Johann Hermann. Interessenten an einer CD der Powerpoint-Präsentation mögen bitte an folgende E-Mail-Adresse schreiben mweimer_add_online.de) |
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